Rebellion der Amtsärzte.
Berliner Protokolle (3)

Immer wie­der kam es in Berlin auch in der Öffentlichkeit zu hef­ti­gen Auseinandersetzungen der Amtsärzte mit der Corona-Politik des Senats (s.u.). Wie ande­ren­orts scher­te sich Rot-Rot-Grün nicht um die Meinung des Fachpersonals und setz­te lie­ber auf Modellierungen, die sich in schö­ner Regelmäßigkeit als rea­li­täts­fremd erwie­sen. Aus dem Protokoll einer Telefonkonferenz vom 4.3.20:

Dabei war es nicht so, daß sich die medi­zi­ni­schen Funktionäre "Maßnahmen" gene­rell ver­schlos­sen. Die mei­sten wur­den brav mit­ge­tra­gen, doch die Regelungswut der Senatsbürokratie stieß bei ihnen immer wie­der auf Widerstand.

Während Jens Spahn noch die­se Lüge ver­brei­ten ließ…

… wuß­te man im Berlier Krisenstab bereits:

Was mögen Veranstaltungen sein, die nicht ohne­hin nicht erfor­der­lich sind?

Bereitschaft von PolPräs bei AHE zur Schließungsdurchsetzung

Der "lin­ke" Bezirksbürgermeister von Lichtenberg "erwar­tet Bereitschaft von PolPräs bei AHE zur Schließungsdurchsetzung". AHE bedeu­tet Amtshilfeersuchen.

Wenige Tage spä­ter legt man nach:

So geht es im Tagestakt wei­ter. Am 20.3.20 heißt es:

Wie erwähnt: Modellierungen, sei­en sie auch noch so absurd, sind von Beginn an unabdingbar:

Dieser gan­ze Wahnsinn fin­det vor die­sem Hintergrund statt:

Die täg­li­che Vervierfachung der Fallzahlen erweist sich laut Protokoll vom 2.4.20 als knap­pe Verdreifachung auf 2.993 posi­tiv Getestete in zehn Tagen – trotz aller Anstrenungen, die Tests hochzufahren.


Das Einzige, das funk­tio­niert beim Krisenstab des Senats, ist die Organisation die­ser pro­fi­ta­blen Tests, die zwin­gend erfor­der­lich sind für die Inszenierung einer gewal­ti­gen Bedrohung. Laut dem Großlagen-Protokoll vom 2.4.20 fehlt es an Persönlicher Schutzausrüstung – sie muß vor allem aus China beschafft wer­den, wo es sie offen­bar trotz medi­al gras­sie­ren­der Seuche mehr als aus­rei­chend gibt. In den Flüchtlingseinrichtungen gibt es Sprachproblem, des­halb erfolgt in preu­ßi­scher Tradition die "Bitte an die Polizei um Gespräch bzgl. Sanktionen". "Amtsgerichte sind nicht mehr erreich­bar – stellt ein Problem für Patienten mit Betreuungsfragen dar". "118 von 2300 Praxen muss­te auf­grund feh­len­der Desinfektions- und Hygieneausstattung schlie­ßen" (sic). Die Krankenhausapotheken ver­mel­den: "Arzneimittellieferengpässe seit 6 Jahren bekannt".

Dagegen wird die Bautätigkeit für eine "Notfallklinik" auf­ge­nom­men, die in den Folgejahren nie ver­wen­det wur­de und für deren Kosten sich nie­mand ver­ant­wor­ten muß. Bei bis­lang 2.993 posi­tiv Getesteten in ganz Berlin seit dem 2. März "konn­ten die Laborkapazitäten enorm gestei­gert wer­den".

Auf die Nutzung die­ser sinn­vol­len Einrichtung hat man in der Zukunft wohl­weis­lich verzichtet:


Siehe auch:

Und mehr via https://www.corodok.de/?s=Amts%C3%A4rzte

(Wird fort­ge­setzt)

6 Antworten auf „Rebellion der Amtsärzte.
Berliner Protokolle (3)“

  1. Gut *heu­te* zu wis­sen, dass nicht nur ein paar weni­ge ehe­ma­li­ge (Wodarg) oder dama­li­ge (Pürner) sich gegen den Wahnsinn aus­spra­chen – sogar en bloc (wohl um nicht dif­fa­miert oder straf­ver­setzt zu werden).
    Die "Dynamik des Wahnsinnsgeschehens" (sei­en es die aus dem Kontext geris­se­nen "Bilder aus Bergamo", die unver­meid­li­che Profilierungssucht in Politik, Medien und *Szene*, die sich gegen­sei­tig befeu­er­te und "expo­nen­ti­ell" wuchs – spä­ter ging es bei den­je­ni­gen, die dem Wahnsinn noch nicht ganz ver­fal­len waren, nur noch um die Vermeidung von Gesichtsverlust) ver­hin­der­te das "Ende der Pandemie".
    Was wohl die Volxver:etzer dazu sagen?
    Falls irgend­was, dann tip­pe ich auf eine wei­te­re Mutante der aus­ge­lutsch­ten Legende:
    – ohne "Maßnahmen" wären wir (fast) alle mausetot
    – das nix Grippe son­dern min­de­stens Spanisch + Pest
    – sagt "die Wissenschaft"
    oder: dass das sowie­so alles von "Rechts" kommt (zwecks "Machtergreifung" oder so) – voll(x) echt jetzt, garan­tiert kein"Verschwörungsmythos"!
    (OK Mädls [d/​m/​w]: kann frau lei­der nicht ganz aus­schlie­ßen – und genau des­we­gen isses halt voll[x] wich­tig ey, dass man sich an FAKTEN hält und die Unterstellung böser Absichten erst­mal weg­lässt. Falls nicht: sel­ber Schuld, wenn ihr dann, im gün­stix­ten Fall, blooß noch für doof gehal­ten werdet).

    Ich habe mal Chatgpt nach der Beschreibung des Phänomens befragt:

    Antwort:
    —-
    Hier sind **ein paar knacki­ge Beispielsätze**, je nach gewünsch­tem Tonfall. Sag mir, wel­cher dir am besten gefällt, dann fei­len wir ihn per­fekt aus.

    ### **Sachlich-prä­zi­se**

    > Das Verhalten stellt eine Vertuschung dar, bei der das ursprüng­li­che Fehlverhalten durch nach­fol­gen­de Unwahrheiten und wei­te­re Pflichtverletzungen über­deckt wird.

    ### **Nüchtern-juri­stisch**

    > Anstelle einer offe­nen Fehlerkorrektur erfolg­te eine eska­lie­ren­de Lügenkaskade, die das ursprüng­li­che Fehlverhalten nicht behebt, son­dern vertieft.

    ### **Elegant-kri­tisch**

    > Was als ver­meid­ba­rer Fehler begann, ent­wickel­te sich durch kon­se­quen­te Verleugnung zu einer Lügenkaskade mit Eigendynamik.

    ### **Leicht ironisch**

    > Der Versuch, ein klei­nes Versäumnis zu kaschie­ren, mün­de­te in einer bemer­kens­wert sta­bi­len Lügenkaskade mit wach­sen­dem Pflegebedarf.

    ### **Sehr pointiert**

    > Nicht der Fehler selbst, son­dern sei­ne Vertuschung durch immer neue Unwahrheiten wur­de zum eigent­li­chen Problem.
    —-

    Passt *irgend­wie* alles (das mit dem "wach­sen­den Pflegebedarf" gefällt mir am besten) – nur dass es sich eben um ein glo­ba­les Phänomen der Industrie- und "Schwellenländer" han­del­te: mit der mut­maß­li­chen Furcht, dass es sich um einen Biowaffenangriff (oder einen "Betriebsunfall" bei der "Übung" eines sol­chen) han­deln könn­te (an dem man [un?]willentlich[?] betei­ligt war – was damals aber weni­ge wuss­ten), sowie der durch diver­se Akteure (mit rein peku­niä­rem Interesse) kor­rum­pier­ten WHO als Spinne(rin) im Netz.

  2. Nachtrag:
    Am span­nend­sten fin­de ich die Frage, war­um sich der Wahnsinn in sei­ner (groß?)deutsch-österreichischen Mutante am läng­sten gehal­ten hat (min­de­stens Faktor 2 gegen­über den mei­sten ande­ren EU-Ländern)?
    Ist/​war es Trotz?
    und/​oder Hybris?
    und/​oder das "deut­sche Wesen"?
    Autoritätsgläubigkeit in Kombination mit gei­stig-mora­li­scher Selbstüberhöhung?
    Hyste- und histo-risch begrün­de­ter "Endsieg"-Wunsch (mit oder ohne Furcht vor der "Alternative")?
    Sowie – sei­tens der "Eliten" – die (nicht ganz unbe­grün­de­te) Hoffnung, zumin­dest einen Teil des Schadens mit­tels eines neu­en Pharmaprodukts "made in Germany" (mit ein­ge­preis­tem Reputationsgewinn) wie­der wett­ma­chen zu können?
    Unvollständigkeit wahr­schein­lich, Mehrfachnennungen unvermeidlich.
    Das kol­lek­ti­ve (z.T. auch öffent­li­che) Maulen der lei(d/t)enden Gesundheizamzmenschen ist nicht unbe­dingt ein Widerspruch und schon gar kein "Widerstand":
    dies lässt sich auch als blo­ßer Ärger über die offen­sicht­li­che Geringschätzung ihrer Expertise wer­ten, nebst der (begrün­de­ten) Furcht vor dem Verlust an Einfluss, sowie, dass man die dumpf­backi­gen, "model­lie­rungs­ori­en­tier­ten" Entscheidungen der "Politik", wider bes­se­ren, eige­nen Wissens, aus­ba­den muss. 

    NB 1:
    Ich erin­ne­re mich an Anrufe des hie­si­gen Gesundheizamz (zwex "Quarantäneverordnung" und "Kontaktnachverfolgung"), die eine prag­ma­ti­sche Mischung aus "Einsicht in die Dummheit", "Dienst nach Vorschrift" und "Hauptsache abge­hakt" erken­nen ließen.
    Es muss schreck­lich gewe­sen sein, jah­re­lang (!!) den gan­zen Tag (wohl aus dem Home-Office) nur mit der­ar­ti­gen Stuss-Calls zu ver­brin­gen – wohl wis­send, dass sich so weder "Wellen bre­chen", noch "Kurven abfla­chen" lassen.
    Vielleicht ließ sich das ledig­lich durch den Ausflug in eine "Metaebene" ertra­gen: irgend­was mit "Solidarität", die, irgend­wann mal, schon ihre Wirkung ent­fal­ten wer­de – sei es durch "ver­ant­wor­tungs­vol­les Verhalten" oder eben "Impfung".

    NB 2:
    Leider konn­te ich die­sen ein­schlä­gi­gen Vortrag
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​F​l​_​p​P​4​Z​W​j0g
    nicht kom­plett im Original fin­den – aber ich den­ke, dass die Homburg'schen Auszüge die­sen nicht verzerren.

  3. Gibt es Hinweise dar­auf, wer all die­sen Irrsinn gesteu­ert hat? Schließlich gab es kei­ne Berichte dar­über, dass über dem Berliner Senat plötz­lich Hirn vom Himmel gefal­len ist.

    Der Senat hat sich nicht an exi­stie­ren­de Notfallpläne gehal­ten, son­dern einen neu­ar­ti­gen Coronazirkus auf­ge­zo­gen, nach genau dem­sel­ben Muster, das wir im gan­zen Land, in den mei­sten Ländern der EU, und vie­len ande­ren Bereichen der Welt wie­der­erken­nen konn­ten. Für mich ist ziem­lich klar, dass es ein Drehbuch gab. Wer sind die Autoren? Wir sehen in den Protokollen (nicht nur in dem hier zitier­ten) ledig­lich Handlungen der durch­ge­knall­ten Schauspieler. Das mag zwar unter­halt­sam sein, aber das hilft uns nicht wei­ter. (Kein Vorwurf)

    Es gibt schon län­ger Hinweise dar­auf, dass das Pentagon, die NATO, das BMVg und ande­re mili­tä­ri­sche Organisationen betei­ligt waren. Damit wäre erkenn­bar, wie die Steuerung erfolg­te, aber nicht wer oder was alles dahin­ter steckte.

    Meine Fragen stel­len natür­lich kei­ner­lei Rechtfertigung für die schwe­ren Verbrechen des Berliner Senats oder ande­rer Täter in staat­li­chen und poli­ti­schen Ämtern dar.

  4. Letztendlich zeigt es sich doch immer wie­der, daß der Staat hin­ter pri­va­ten Interessen steckt. Und zwar mit Behauptungen die kei­ner wis­sen­schaft­li­chen Prüfung standhalten.

  5. Wenn es um die Corona-Zeit geht, ist Corodok/​kodoroc immer noch eine der besten Quellen von allen! Sehr inter­es­san­ter Hintergrundbericht aus dem loka­len Alltagswahnsinn.

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