Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe verbreiteten am 5.1.26 ein KI-bearbeitetes und damit gefälschtes Foto einer namhaften Bildagentur.

Die Lehre daraus ist nicht etwa der Verzicht auf KI oder gar manipulatives Framing:
»Berlin. Print und Online hat unsere Redaktion ein Bild des venezolanischen Diktators gezeigt, das mit KI manipuliert war. Hier erklären wir den Fall…
Am Sonntag online und am Montag gedruckt veröffentlicht auch diese Redaktion ein Foto von Maduros Verhaftung. Es zeigt den Herrscher in Handschellen bei der Festnahme durch US-Soldaten. Das Foto zeigt keine auffälligen Spuren einer Bearbeitung, die Szene ist plausibel. Unter dem Bild ist ein Hinweis auf die Quelle des Fotos: „ddp/WD/Polaris“. Die ddp media GmbH sitzt in Hamburg. Sie ist eine von mehreren Fotoagenturen, mit denen diese Redaktion, wie viele andere renommierte Redaktionen, seit Jahren gut zusammenarbeitet. Der Verlag zahlt für die Publikation der Bilder…
Am Dienstag meldet sich die Nachrichtenagentur AFP bei FUNKE und fragt aufgrund von Hinweisen an, ob das Foto eventuell von einer Künstlichen Intelligenz generiert ist.
Die sofortige schriftliche Anfrage der Redaktion bei der Agentur ddp ergibt kurze Zeit später, dass das Foto tatsächlich von einer KI generiert wurde und nie an Kunden hätte versendet werden dürfen. Es stammt von Polaris, einer renommierten Fotoagentur, die mit ddp zusammenarbeitet und Kunden in mehr als 30 Ländern beliefert. Die Agentur ddp entschuldigt sich…
Unser Verlag hat sich für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz Richtlinien gegeben, mit der die journalistische Qualität gesichert wird. Sorgfalt steht an erster Stelle, heißt es darin. Diesem Ziel fühlen wir uns mehr denn je verpflichtet und werden Konsequenzen aus dem Fall ziehen, neue Sicherungen einbauen und Sie darüber transparent informieren. Damit Sie sich auch künftig auf unsere hohe journalistische Qualität verlassen können.«
Das am 5.1.24 veröffentlichte Bild:


Zitat:
"…Damit Sie sich auch künftig auf unsere hohe journalistische Qualität verlassen können."
Satire sollte unbedingt besser kenntlich gemacht werden!
Wer sich dennoch auf jene sogenannte "journalistische Qualität verlässt, der ist von allen guten Geistern verlassen.
Qualitätsjournalismus. Ha, ha.