Die Bilder von Bergarus

Diesmal sol­len die Bilder, anders als die von 2020 aus Norditalien, nicht Furcht und Schrecken ver­brei­ten, son­dern in para­do­xer Weise Mut machen. Die Lastwagen trans­por­tie­ren kei­ne Leichen, die absichts­voll nicht im Umland von Bergamo ver­brannt wer­den durf­ten, son­dern eine poten­ti­el­le Massenvernichtungswaffe. Wie kommt der Bellizist Gierke auf den Trichter, dar­aus über den Umweg Putinscher Schwäche ein Zeichen west­li­cher Stärke zu gene­rie­ren? Agiert er wie die KI, die frei erfin­det, wenn sie nicht mehr wei­ter weiß?

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Ein Funke Anstand?

Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe ver­brei­te­ten am 5.1.26 ein KI-bear­bei­te­tes und damit gefälsch­tes Foto einer nam­haf­ten Bildagentur.

Die Lehre dar­aus ist nicht etwa der Verzicht auf KI oder gar mani­pu­la­ti­ves Framing:

»Berlin. Print und Online hat unse­re Redaktion ein Bild des vene­zo­la­ni­schen Diktators gezeigt, das mit KI mani­pu­liert war. Hier erklä­ren wir den Fall…

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Sie rasen durch den Grunewald

Der alte kal­te Kaffee ist der "Funke Mediengruppe" eine Schlagzeile wert.

"... Das Lageso rät, den Impfschutz zu prü­fen und feh­len­de Impfungen nach­zu­ho­len. Seit Mitte Dezember 2025 wur­den drei Fälle der Klade Ib in Berlin bestä­tigt, zwei davon ver­mut­lich durch loka­le Ansteckung…"

Darunter die­se Anzeige:

Der Tanz geht weiter

Tägliche neue Bekennerschreiben über­for­dern den Geheimdienst. Ging er gestern noch (war­um?) davon aus, daß alle authen­tisch sei­en, gerät die­se Annahme ange­sichts der Absurdität der Schreiben ins Wanken.

Echt:

Fälschung:

»… Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) sei­en von der Polizei und dem Betreiber Berliner Stromnetz elf Stellen über­prüft wor­den. Auch die Senatsinnenverwaltung bestä­tig­te die Überprüfung. „Es gab kei­ne Feststellungen“, sag­te eine Sprecherin…«

Das oben gezeig­te (gefak­te) Logo ist kaum abstru­ser als die­ser Text:

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Tennis-Wahlkampf

Es gibt jede Menge Dinge, die dem Regierenden Bürgermeister in Berlin vor­zu­wer­fen sind. Er steht für das rigo­ro­se Spardiktat des schwarz-roten Senats, die zuneh­men­de Militarisierung der Stadt, ein ver­fas­sungs­wid­ri­ges Polizeigesetz mit umfas­sen­den Überwachungs­szenarien und vie­les mehr. Das alles ver­schwin­det hin­ter der popu­li­sti­schen Empörungswelle sämt­li­cher Parteien. Wegner hat eine Stunde Tennis gespielt! Anstatt "nach einem ter­ro­ri­sti­schen Anschlag in der schlimm­sten Stromkrise seit Jahrzehnten bei den betrof­fe­nen Menschen vor Ort zu sein", wie der Spitzenkandidat der abstiegs­be­droh­ten SPD gespiel­te Empörung for­mu­liert. Ich weiß nicht, ob Herr Krach in der Nacht bei Edeka hei­ßes Wasser aus­ge­ge­ben hat. Die hei­ße Luft des Mannes, des­sen Partei jede Schweinerei des Senats mit­trägt, wäre aber auch dann peinlich.

Ich erin­ne­re mich dar­an, wie aller­or­ten Ursula von der Leyen staats­män­ni­sches (-fräu­li­ches?) Verhalten ange­dich­tet wur­de, als sie devot Trumps Golfplatz auf­such­te, um sich des­sen Zollpolitik zu unter­wer­fen. Sport und Politik – geht doch.