
Zwei Meldungen der heutigen "Tagesschau": Frau Nahles, geübt im Verkünden sinkender SPD-Wahlergebnisse, berichtet von fallenden "Jobzahlen". Direkt im Anschluß erklärt Anja Kohl den Boom deutscher DAX-Konzerne. Sie seien global aufgestellt und verdienten irgendwo immer.

Kann Nikodemus.AI helfen?
Was daherkommt wie ein Naturgesetz (oder gar ein göttliches?), beschreibt in Wirklichkeit ein Grundprinzip des Kapitalismus, in dem ein Jegliches dem Erzeugen von Profit untergeordnet ist. Verschärft wird der Trend durch die politischen Handlanger, die mit Kriegsvorbereitung wie zuvor mit "Pandemiemaßnahmen" die einen hätscheln und die vielen anderen die Zeche zahlen lassen. An diesem Prinzip will keine der relevanten Parteien etwas ändern. Uneinig ist man sich allenfalls darin, welche Minderheit man aktuell zur Jagd freigibt, um vom Wesentlichen abzulenken.

"Minderheiten"
Werden zur Jagd freigegeben, um die Mehrheit davon abzulenken, dass sie ebenfalls zu den Verlierern gehört.
Unsere Gesellschaft ist gemacht, um den Reichtum der schätzungsweise oberen 5% zu mehren, die von Aktien, Renditen, Mieten, Erbschaften oder Vermögen leben.
Ein Feudalsystem. Die Mehrheit der Verlierer merkt es nicht, weil die Tagesschau es ihnen nicht gesagt hat, und die Zeitung es nicht schreibt.
@ Isnixgut: Danke für die Erinnerung, dass der Finanzkapitalismus sich weitgehend zu erledigen scheint und der Weg in eine neue Art des Feudalismus als übergeordnete Kategorie beschritten wird. Eine durchaus interessante Diskussion.
Zumindest wird Nahles nicht verbal ausfällig. Sonst hieße das "Ab morgen kriegen sie in die Fresse". Die Diskussion, ob dies nicht letztlich dennoch in Form der Sanktionsorgien und Maßregelungen erfolgt, soll an dieser Stelle unterbleiben.
"An diesem Prinzip will keine der relevanten Parteien etwas ändern."
Selbstverständlich nicht. Dies würde die diese "freiheitliche Demokratie" Finanzierenden verärgern und es gäbe Probleme mit den Futtertrögen, in die die Rüssel der Bonzen und niederen Funktionärskategorien tief getaucht werden. Und dies betrifft nicht nur monetäre Vorteile, sondern jegliche Vorteile, die diese Personenkategorien genießen.
"Uneinig ist man sich allenfalls darin, welche Minderheit man aktuell zur Jagd freigibt, um vom Wesentlichen abzulenken."
Das beliebte "teile und herrsche", seit Urzeiten in Gebrauch und ein echter Evergreen. Solange sich die Massen teilen und beherrschen lassen und nicht aufmucken, wird sich nichts ändern. Zur Erinnerung: Das freiheitlich-demokratische System läuft nunmehr auf Autopilot. Mit den entsprechenden Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung. An willigen Bütteln in Form der Funktionärskategorien und Organisationen mangelt es nicht.
Nein, "das Grundprinzip des Kapitalismus", also der wirtschaftlichen Freiheit, respektive Klugheit, lautet: Kaufe günstig, verkaufe teuer. So wird ein Schuh daraus. Und noch vieles andere, worauf sich insbesondere Venezolaner jetzt freuen können. Weil sie jetzt endlich (nach rund 25 Jahren!) die Sozen mit ihrem unwirtschaftlichen "Kapitalismus"-Fimmel, respektive ‑Unfug, los sind.
@SV: Die müssen sich ja halbtotfreuen, daß ihr Öl jetzt den Amis gehört! Aber die meisten Ossis haben 1989 auch nicht an den „Kapitalismus“-Fimmel glauben wollen. Wem gehören jetzt ihre Betriebe?
@ admin: Danke für die Erinnerung. Dies kommt davon, wenn Kapitalismus mit dem prächtig ausgestatteten Schaufenster gleichgesetzt wird, das in Westdeutschland gehegt und gepflegt wurde. Zumindest das Bild davon. Selbst heute wird Kapitalismus oftmals noch immer mit diesem Schaufenster gleichgesetzt. Und mit Wettbewerb, den es aufgrund der informellen Quasi-Kartelle für die entscheidenden Ressourcen und Güter kaum oder nicht gibt.
Man muss immer wieder in Erinnerung rufen, dass es bei der Einverleibung des Staates DDR letztlich kaum um Betriebe ging, sondern um das Absatzgebiet. Produktionskapazität war ausreichend im Westen vorhanden. Und daher macht dann die Besetzung der entscheidenden Gremien mit dem Personal der Wettbewerber bei der sogenannten Privatisierung selbstverständlich Sinn. Neben der gezogenen "nuklearen" Option eines Währungsschocks. Und der Übernahme der Schulden der überflüssigen Betriebe mittels "Sondervermögen" mit den Forderungen in den Büchern der privatisierten Banken, die mittels diesem Sondervermögen bedient wurden. Es dürfte ein Meisterstück eines Herrn Staatssekretär Köhler gewesen sein. Das waren Zeiten …
Venezuela bietet da einem imperialen Kolonialherrn trotzdem deutlich mehr. Rohstoffe und ein Absatzgebiet für die produzierten Güter. Geradezu klassisch.
Hauptsache, das Geld geht nicht an die Sozen. Die geben am liebsten das Geld anderer Leute aus, bis auch das weg ist. Es gab allerdings nicht wenige SED- und LPG-Bonzen, die dann nach Ende der Tyrannei der „Kapitalismus“-Brabbler unter Hammer und Sichel, zu Großgrundbesitzern wurden.
@sv: Wie ich bereits einmal erwähnte, lasse ich solche Kommentare des Amusements wegen stehen.
Tja @sv, es war schon amüsant, nach 1990 einen ehemaligen Abteilungsleiter der SED-Kreisleitung Erfurt/Nord plötzlich als Aktionär und Geschäftsführer einer Steuerkanzlei wiederzutreffen. Der auch noch damit rumgeprotzt hat, daß der BRD-Staat mit einer Viertel-Million DM Anteiler an seiner Kanzlei ist.
@sv
Deswegen geht es den Menschen in Haiti so viel besser als in Kuba, ne?
Der Sog des Kapitals. Aus dem Besitz an Aktien ergibt sich automatisch ein einziges Ziel: Profit. Entweder in Form von Dividenden oder infolge An- und Verkauf. Jede Investition hat dasselbe Ziel und jede Investition ist im Grunde genommen ein Handel und ein spekulatives Geschäft. Mit Wirtschaft haben Aktienkurse natürlich nicht das Geringste zu tun und jeder Investor investiert und subventioniert auch nur weil er sich Profite davon verspricht.
Den Wenigsten jedoch ist bewusst, was diese Ziele für Konsequenzen haben. Denn anstelle der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse führen diese Ziele zu einer Überproduktion an materiellen Gütern, zu einer gnadenlosen Ausbeutung von Mensch und Umwelt, zur Zerstörung von Klima, Natur und Umwelt und schließlich zum Untergang der ganzen Menschheit.
Mehr dazu im Kapital, oder hier in Kurzform leicht verständlich:
https://rolfrost.de/produktion.html
@Erfordia:
Und seit wann führt die "Erkenntnis" zur Lösung. Auch so ein "Phenomen"? Letztenendes ist es ja auch die Taktik der Regierenden, eine "Wahrheit" vor die Wahrheit zu rücken. Und warum machen Sie das eigentlich ja ganz genau so, wie unsere Regierung.
WER, Welche Wahrheit verschleiern möchte, ist doch sehr offensichtlich. Aber oft sehen die Leute ausgerechnet (!) das Offensichtlichste nicht. Auch ein Phenomen.
Früher war es der Rosenkranz, heute ist es die Tagesschau.