Frau BK'in läßt fragen. Aus dem freigeklagten Schriftwechsel zwischen BMG und RKI (14)

Als Physikerin war Merkel ja prak­tisch vom Fach. So konn­te sie im Bundestag auch wun­der­bar den Ct-Wert erklä­ren, was aller­dings im Protokoll gefälscht wur­de (s.u.). Ihre Kompetenz wird auch an die­ser Frage deutlich:

Eine Antwort fin­det sich in den Dokumenten so wenig wie zu der Frage von Spahn zu "Auffrischimofungen":


Am 27.8.21 will Spahn vom RKI wie­der etwas erfah­ren (der Mensch schreibt, wie er denkt):

Es ant­wor­tet ein geschwärz­ter Mensch aus der RKI-Werkstatt für betreu­tes Modellieren mit zwei Grafiken. Die eine aus dem Universum der Karagianniden sieht über­haupt nicht gut aus für die "Impfung" – die Intensivbetten blei­ben nach dem "sta­ti­schen Modell" ordent­lich gefüllt:

Die zwei­te ist völ­lig los­ge­löst von irdi­schen Gegebenheiten, aber farb­lich durch­aus krea­tiv, und zeugt von einer beacht­li­chen Phantasiekraft der Eingewiesenen:

Fraglos wäre ein belie­bi­ges Werk der Dadaisten aussagefähiger.


Sodann fin­den wir wie­der ins­ge­samt sieb­zehn geschwärz­te Seiten eines frei ver­füg­ba­ren Artikels in den Dokumenten. Eine Antwort fehlt.


Zu Merkels Auftritt im Bundestag am 23.6.21 (you​tube​.com) schrieb ich damals auf coro​dok​.de:

Sag', daß das nicht wahr ist!

Die Kanzlerin erklärt im Bundestag, daß sie Drostens Postcasts zu "SARS-Cov-19" hört und des­halb nicht ansatz­wei­se ver­steht, was ein CT-Wert ist. Und nie­mand fragt nach den Tassen im Schrank.

Im Stenografischen Bericht des Bundestags wird die Rede an ver­schie­de­nen Stellen gefälscht. Dort heißt es auf S. 49.:

»Erstens. Wenn ein PCR-Test posi­tiv ist, dann hat der Betroffene SARS-CoV‑2.

Zweitens. Mit einem PCR-Test ist ein Ct-Wert ver­bun­den. Es geht um irgend­ei­ne Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Dieser Ct-Wert kann über oder unter 25 lie­gen. Ist er unter 25, ist der Mensch ansteckend, ist er über 25, ist er nicht ansteckend.«

Fälschungen von Dokumenten sind mir als Historiker oft begeg­net. Ein der­ar­ti­ges Tempo und eine sol­che Dreistigkeit machen mich aller­dings fassungslos.

Farbige Hervorhebungen nicht in den Originalen.

14 Antworten auf „Frau BK'in läßt fragen. Aus dem freigeklagten Schriftwechsel zwischen BMG und RKI (14)“

    1. Das nennt man Stille Propaganda @Peter Pan. Also man bringt skan­dal- und VT-träch­ti­ge Postwurfsendungen unters Volk und war­tet die Reaktionen ab.

      Wenn sich alle drauf­stür­zen und der Aufschrei "end­lich wird Corona auf­ge­ar­bei­tet" kommt, ist das genau die Reaktion die erwar­tet wurde.

      1. Und das stopft die Kanäle voll bis kei­ner mehr zuhö­ren kann. Dann kommt – Wem sei Dank – die Arztserie.

        Wenn das nicht so sim­pel wäre, könn­ten wir wohl noch Karriere machen. 😉

        Wer ist der beste Propagandaexperte im gan­zen Land? .… na? …

  1. wenn ich das pro­to­koll mit dem video ver­glei­che, kann ich die "fäl­schung" nicht erken­nen. es sind "Berichtigungen", so wie Vorlesungstexte les­bar gemacht werden:
    "dann hat der Mensch sars-cov-19": "Wenn ein PCR-Test posi­tiv ist, dann hat der Betroffene SARS-CoV‑2."
    die aus­sa­gen von mer­kel sind aller­dings "ver­strahlt".

    Plenarprotokoll: 235. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 23. Juni 2021
    Seite: 30424:
    "Sebastian Münzenmaier (AfD):
    Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Bundeskanzlerin, laut einer aktu­el­len Studie der Universität Duisburg-Essen mit über 160 000 Teilnehmern sind die momen­tan durch­ge­führ­ten PCR-Tests, die ja die Grundlage für den Inzidenzwert bil­den, hin­sicht­lich der Ansteckungsgefahr eines Getesteten nicht aus­sa­ge­kräf­tig. Laut dem Autor der Studie, Professor Dr. Stang, waren im Vergleichszeitraum der Studie über 60 Prozent der posi­tiv Getesteten nicht mehr ansteckend, da der Ct-Wert über 25 lag und die Viruslast dem­entspre­chend zu gering für eine Ansteckung war.
    Die posi­ti­ven PCR-Tests – ich habe es ja gera­de gesagt – sind momen­tan die Grundlage für den Inzidenzwert, und die­ser Inzidenzwert ist die­ser Bundesregierung nach die Voraussetzung für mas­si­ve Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten. Professor Dr. Andreas Stang äußert sich dazu wie folgt – ich zitie­re mit Erlaubnis der Präsidentin –: Die am Ende errech­ne­te Zahl von Sars-CoV‑2 posi­tiv Getesteten soll­te daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt wer­den. Vor die­sem Hintergrund fra­ge ich Sie: Stimmen Sie die­ser Aussage zu? Und wenn nein: Warum nicht?

    Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin:
    Nein, ich stim­me der Aussage so nicht zu. Ich glau­be, dass auch gute wis­sen­schaft­li­che Antworten, die ich hier nicht wie­der­ge­ben kann – zum Beispiel von Herrn Professor Drosten in sei­nem letz­ten Podcast –, gege­ben wurden.
    Ich will nur ganz all­ge­mein sagen: Wenn Sie sich den PCR-Wert eines Erkrankten anschau­en, dann sehen Sie, dass der sich auf­baut und nach einem Höhepunkt wie­der abbaut. Das heißt, wenn man im Verlaufe der Krankheit jeden Tag einen PCR-Test machen wür­de, hät­te man immer eine bestimm­te Verlaufskurve. Teile davon ver­lau­fen unter­halb von 25, und Teile davon lie­gen über 25. Mal ist man mehr ansteckend, mal kommt man in den Ansteckungsbereich, und dann ist man wie­der gar nicht mehr ansteckend.
    Wir hat­ten ja nur eine end­li­che Zahl an PCR-Tests zur Verfügung. Die ein­zi­ge Frage ist: Haben wir man­chen Menschen viel­leicht eine um drei oder vier Tage zu lan­ge Quarantäne zuge­mu­tet? – Sie kön­nen mit einem PCR-Test, mit dem Sie zu 100 Prozent her­aus­be­kom­men, ob jemand die Krankheit hat, nicht sagen, ob er sich mit sei­nem PCR-Wert auf dem abstei­gen­den oder auf dem
    auf­stei­gen­den Ast befin­det, in wel­chem Stadium der Infektion er ist.
    Ich glau­be, dass wir mit Blick auf die Verfügbarkeit von PCR-Tests im Großen und Ganzen ver­ant­wort­lich gehan­delt haben. Wenn man unend­lich vie­le sol­cher Tests hät­te, dann könn­te man die Quarantänezeit hin­ten und vor­ne natür­lich ein biss­chen ver­kür­zen, aber so wäre das nicht ver­ant­wort­lich gewe­sen, weil man bezogen
    auf das Individuum ja gar nicht weiß, wie sich die PCR-Konzentration ver­än­dert. Das kann bei dem einen schnell, bei dem ande­ren lang­sam gehen. Sie kön­nen ja nicht stünd­lich testen und fra­gen, ob der Wert jetzt über oder unter 25 liegt und ob Sie den Betroffenen noch auf die Straße las­sen dür­fen. Deshalb ist das nach bestem Wissen und Gewissen gut gemacht.
    (Beifall bei der CDU/​CSU)

    [erneu­te nachfrage]

    Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin:
    Damit, dass ver­schie­de­ne Varianten auf­tau­chen kön­nen, müs­sen wir rech­nen, solan­ge nicht die gesam­te Weltbevölkerung geimpft ist.

    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/​CSU, der SPD und des BÜNDNISSES 90/​DIE GRÜNEN)

    Jetzt will ich noch mal ver­su­chen, zu ord­nen, was Sie jetzt hier gesagt haben.
    Erstens. Wenn ein PCR-Test posi­tiv ist, dann hat der Betroffene SARS-CoV‑2.
    Zweitens. Mit einem PCR-Test ist ein Ct-Wert ver­bun­den. Es geht um irgend­ei­ne Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit. Dieser Ct-Wert kann über oder unter 25 lie­gen. Ist er unter 25, ist der Mensch ansteckend, ist er über 25, ist er nicht ansteckend. Sie wis­sen aber nicht, in wel­chem Moment des Krankheitsverlaufes Sie die­se Messung machen, ob er mor­gen also einen niedrigeren
    oder einen höhe­ren Ct-Wert hat. Davon hängt aber ab, ob er mor­gen noch ansteckend ist oder nicht. Das heißt, im Grundsatz ist der PCR-Test immer ein her­vor­ra­gen­der Indikator für die Antwort auf die Frage, ob jemand krank ist, und wenn ich mir den Ct-Wert im Zeitverlauf angucke, dann kann ich sagen, wann man mit gro­ßer Wahrscheinlichkeit ansteckend ist und wann nicht.
    Jetzt fra­gen Sie nach der Inzidenz. Das ist ja was ganz ande­res. Die Inzidenz ist die Zahl der Menschen pro Hunderttausend Einwohner, die in den letz­ten sie­ben Tagen einen posi­ti­ven PCR-Test hat­ten. Bezogen auf die­se Inzidenz ergab sich bei den bis­he­ri­gen Varianten die Evidenz – ich hole die Zeit bei der näch­sten Frage wieder
    rein –, dass die Häufigkeit eines Krankenhausaufenthaltes, die Häufigkeit von schwe­ren Krankheitsverläufen und die Häufigkeit von Long Covid sound­so hoch waren.
    Durch das Impfen wird sich das ändern. Das heißt, dass die Zahl der beleg­ten Intensivbetten in die­ser und jener Weise von der Inzidenz abhängt, was wir im letz­ten Winter gese­hen haben, wird nicht mehr eins zu eins gelten.
    Wie das sein wird, wie viel weni­ger schwe­re Verläufe es auf­grund der ein­zel­nen Impfstoffe geben wird und wie vie­le ande­re Menschen man anstecken wird, selbst wenn man sel­ber nicht schwer erkrankt, hängt von der Impfquote ab, also davon, wie vie­le Menschen sich imp­fen las­sen. Je mehr sich imp­fen las­sen, umso leich­ter haben wir es. Es wird sich durch das Impfen aber ver­än­dern, und des­halb kann ich für den Herbst die­ses Jahres noch kei­ne Aussage treffen.

    (Beifall bei der CDU/​CSU sowie bei Abge-
    ord­ne­ten der SPD)"

    1. @holger blank: Die erste "Berichtigung" könn­te man noch als Flüchtigkeitsfehler der Vorlesung durch­ge­hen las­sen. Wobei eine Kanzlerin, die das gan­ze Land wegen eines "neu­ar­ti­gen Virus" zum Stillstand ver­ur­teil­te, bes­ser vor­be­rei­tet sein sollte.

      Der zwei­te Fall ist klar eine Fälschung. Wenn näm­lich aus dem Gesagten "Ist er über 25, ist der Mensch ansteckend, ist er unter 25, ist er nicht ansteckend" im Protokoll dies wird: "Ist er unter 25, ist der Mensch ansteckend, ist er über 25, ist er nicht ansteckend".

  2. den Quatsch von der zeit­ab­hän­gi­gen Konzentration habe ich damals auch gehört. Da habe ich mich gefragt, war­um nie­mand wider­spricht und ihr erklärt, dass es die Verdoppelungszahl ist? Bei einem ct von 40 kann man über­all alles nach­wei­sen. Und Frau Merkel wuss­te das nicht und doziert unwi­der­spro­chen im Bundestag! Land der Dichter und Denker!

  3. Noch ein Nachtrag: Die mei­sten Clowns mit ihren Staubmasken vor ihren Gesichtern im Deutschen Bundestag mer­ken über­haupt nicht, was für einen Scheiß die BK*In vor ihnen ver­zapft. Das ist alles pein­lich. Wie wäre es mit einem Gelächter als Untermalung von sol­chen Bildern (mit Masken) und Aussagen wie jener der BK*In? Diese Damen und Herren kön­nen es über­haupt nicht ertra­gen, wenn man sich über sie lustig macht.

  4. The thing is: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat Zwei! – Koennte man aber wohl den "ct-wert" gen unend­lich set­zen ??? – Haette man viel hoe­he­re Fallzahlen. Und damit viel mehr "Positive" erwischt ???

    Man koenn­te das unend­lich fort­set­zen .….…. – Holla ! EEEHWIGE PANDEMIE , .….…

  5. Merkels Erklärung zeigt, dass sie den ct-Wert nicht ver­stan­den hat. Als Physikerin unter­liegt sie außer­dem einem Trugschluss bezüg­lich der PCR, dem auch vie­le "Experten" aus ande­ren tech­ni­schen oder medi­zi­ni­schen Berufen zum Opfer gefal­len sind. Sie glau­ben, bei den Massentestungen han­de­le sich um Experimente mit ver­läss­lich repro­du­zier­ba­ren Ergebnissen, aus denen man zwin­gen­de Schlussfolgerungen zie­hen könnte.

    Ihre Ausführungen demon­strie­ren lei­der auch die völ­lig abstur­se Wahnvorstellung, mit einer mög­lichst gro­ßen Menge an Testungen und Freiheitseinschränkungen eine Virus-Epidemie zu kon­troll­lie­ren. Möglicherweise muss man ihr zugu­te hal­ten, dass sie durch fal­sche Zahlen (Intensivbetten) getäuscht, und durch selbst­ver­lieb­te oder inter­es­sen­ge­lei­te­te Ratgeber manu­pu­liert wurde.

    Im Kern han­delt es sich um den mit­tel­al­ter­li­chen Glauben an magi­sche Rituale und erleuch­te­te Propheten. Leider muss­ten Milionen von Menschen unter die­sen Illusionen leiden.

  6. "…schon nach sehs Monaten…" war­um nur blei­ben mei­ne Augen da hän­gen? Sprachrekorder im Einsatz? Wie las­sen sich sol­che Fehler erklären.

    Wozu die Fälschungen? Weißwaschen. Realität ist der beste Beweis. Leider wer­den vie­le Menschen lie­ber belo­gen, als sich der Realität zu stel­len. Deshalb geht es so weiter.

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