Das Brandenburger Tor erstrahlt heute nicht in den Nationalfarben Grönlands. So weit geht die Solidarität mit der dänischen Insel nun doch nicht, die für die US-Regierung ein ähnliches strategisches Ziel wie Venezuela darstellt. Der Senat hält es lieber mit dem Blau, gepaart mit Gelb für die Ukraine oder Weiß für Israel. Wenn der grönländische Regierungschef Nielsen demnächst wegen terroristischen Heringsschmuggels von US-Spezialeinheiten entführt und in Washington vor Gericht gestellt wird, wird Merzler Kanz wieder von einer "komplexen Lage" sprechen. Ob es bei der Wahl des Naalakkersuisut Siulittaasuat überhaupt mit rechten Dingen zugegangen ist, muß auch geprüft werden.




