Heute nicht in Berlin

Das Brandenburger Tor erstrahlt heu­te nicht in den Nationalfarben Grönlands. So weit geht die Solidarität mit der däni­schen Insel nun doch nicht, die für die US-Regierung ein ähn­li­ches stra­te­gi­sches Ziel wie Venezuela dar­stellt. Der Senat hält es lie­ber mit dem Blau, gepaart mit Gelb für die Ukraine oder Weiß für Israel. Wenn der grön­län­di­sche Regierungschef Nielsen dem­nächst wegen ter­ro­ri­sti­schen Heringsschmuggels von US-Spezialeinheiten ent­führt und in Washington vor Gericht gestellt wird, wird Merzler Kanz wie­der von einer "kom­ple­xen Lage" spre­chen. Ob es bei der Wahl des Naalakkersuisut Siulittaasuat über­haupt mit rech­ten Dingen zuge­gan­gen ist, muß auch geprüft werden.

Coming soon

Darf man noch lachen in Zeiten des Rücksturzes in die fin­ster­ste Zeit des US-Imperialismus? In denen der Reichskanzler Verständnis für den "kom­ple­xen Einsatz" des Kidnappings äußert? Darf man sich noch mit den ver­gleichs­wei­se pope­li­gen Spezialoperationen der Corona-Zeit beschäf­ti­gen? Ich habe mich für ein Ja ent­schie­den. Mir hat bei den unsäg­li­chen "Maßnahmen" Lachen gehol­fen, mich gei­stig gesund zu erhal­ten und nicht zu ver­zwei­feln. Und die Corona-Verbrechen sind so maß­los, daß ich mich nicht davon abhal­ten las­se, sie immer wie­der zu belegen.