Ein "FAZ"-Herausgeber ist beeindruckt davon, daß sich die eine Kriegspartei mit pompösem Aufwand auf halbwegs gemeinsame Positionen verständigt hat. Aber erst, wenn das russische Vermögen verteilt wird, wird die EU Putin und Trump die Flötentöne beibringen.

Der Link zu dem Artikel heißt nicht "pfeifen-im-wald", sondern "ukraine-krieg-die-eu-muss-putin-zeigen-was-sie-kann". Es heißt dort:
»… Doch könnte die aufkeimende Hoffnung, dass damit ein großer Schritt wenigstens hin zu einer Waffenruhe gemacht worden sei, jäh erfrieren, wenn aus Moskau ein eiskaltes Njet zum europäischen Plan ertönt …
Auch Putin wird besonders interessieren, was er sich unter der „multinationalen Truppe“ vorzustellen hat und welche Qualität die „verbindlichen“ Beistandszusagen für Kiew haben sollen. Bisher hat er alles kategorisch zurückgewiesen, was seine Möglichkeiten zur Fortsetzung seines Krieges einschränken würde. Soldaten aus NATO-Staaten, also auch deutsche, will er in der Ukraine nicht haben…«
Was für ein fulminante Erkenntnis! Aus genau diesem Grund hat der Kreml den Krieg begonnen: Nie wieder sollten deutsche Soldaten, aber auch keine der mit ihnen Verbündeten, an der europäischen Grenze zu Rußland stehen. Deutsche Panzer und Raketenwerfer hat Rußland hinnehmen müssen, Bodentruppen der NATO-Länder stellen offenbar eine rote Linie dar.
Auch Kohler weiß, daß das unrealistisch ist. Deshalb klammert er sich an die gleichwohl untaugliche Hoffnung, am Donnerstag werde beschlossen, "das eingefrorene Geld der russischen Zentralbank für die Ukraine nutzbar zu machen".
»Käme in Brüssel eine Einigung nicht zustande, dann erwiese sich die EU wieder als der Papiertiger, vor dem weder Putin noch Trump Respekt haben.«
Sollte der Große Vorsitzende mit seinen etwas großmäuligen Worten doch Recht gehabt haben?
»Alle Reaktionäre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie nicht gar so mächtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktionäre, sondern hat das Volk eine wirklich große Macht.
"Gespräch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong" (August 1956), Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV
Ebenso wie es nichts auf der Welt gibt, das nicht eine Doppelnatur hätte (das ist eben das Gesetz der Einheit der Gegensätze), so haben auch der Imperialismus und alle Reaktionäre eine Doppelnatur: sie sind wirkliche Tiger und zugleich Papiertiger. Im Laufe der Geschichte waren die Sklavenhalterklasse, die Klasse der Feudalherren und die Bourgeoisie vor ihrem Machtantritt und eine Zeitlang nachher voller Lebenskraft, revolutionär und fortschrittlich; sie waren echte Tiger. In der Folgezeit kam es jedoch, da ihr jeweiliger Widerpart die Klasse der Sklaven, die Bauernschaft und das Proletariat – allmählich erstarkte und gegen sie einen immer heftigeren Kampf führte, nach und nach zu einem Umschlag ins Gegenteil: sie verwandelten sich in Reaktionäre, in Rückständige, in Papiertiger und wurden beziehungsweise werden letzten Endes vom Volk gestürzt. Die reaktionären, rückständigen, verfaulenden Klassen behalten aber auch dann, wenn ihnen das Volk die Entscheidungsschlacht auf Leben und Tod liefert, ihre Doppelnatur bei.
Einerseits sind sie echte Tiger, die Menschen fressen, Millionen und aber Millionen Menschenleben vernichten. Der Kampf des Volkes ist eine Zeit hindurch voller Schwierigkeiten und Härten, sein Weg voller Windungen und Wendungen. Das chinesische Volk brauchte, um die Herrschaft des Imperialismus, des Feudalismus und des bürokratischen Kapitalismus in China zu liquidieren, mehr als hundert Jahre, und Dutzende Millionen Menschen mußten ihr Leben lassen, ehe im Jahre 1949 der Sieg errungen war. Sehen Sie, waren das nicht lebendige Tiger, eisenharte Tiger, echte Tiger? Letzten Endes aber haben sie sich in Papiertiger, in tote Tiger, in butterweiche Tiger verwandelt. Das sind historische Tatsachen. Hat man denn das alles nicht gesehen und gehört? Wahrlich tausendmal und aber Tausende Male! In Tausenden und Zehntausenden von Fällen! Somit muß man von ihrem Wesen her, aus einer langen Perspektive, in strategischer Hinsicht den Imperialismus und alle Reaktionäre als das betrachten, was sie in Wirklichkeit sind als Papiertiger. Darauf müssen wir unser strategisches Denken gründen. Anderseits sind sie aber wiederum lebendige, eisenharte, wirkliche Tiger, die Menschen fressen können. Darauf müssen wir unser taktisches Denken gründen.
Rede auf der Tagung des Politbüros des ZK der KP Chinas in Wutschang (1. Dezember 1958), zitiert in der Anmerkung zum "Gespräch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong", Ausgewählte Werke Mao Tse-tungs, Bd. IV
Ich sagte, daß alle angeblich mächtigen Reaktionäre nur Papiertiger sind. Der Grund dafür liegt in ihrer Loslösung vom Volk. Sehen Sie, war Hitler nicht ein Papiertiger? Wurde Hitler nicht geschlagen? Ich sagte auch, daß der Zar, der chinesische Kaiser und der japanische Imperialismus Papiertiger gewesen sind. Wie Sie wissen, wurden sie alle gestürzt. Der USA-Imperialismus ist noch nicht niedergeschlagen. Er hat noch Atombomben. Ich denke, auch er wird niedergeschlagen werden. Er ist auch ein Papiertiger.«
infopartisan.net (Abruf 17.12.25)
Auf diesem Portal war in grauer Corona-Vorzeit auch folgende Abrechnung zu lesen:

Ein weiterer Beitrag von Nielsen zwei Jahre später wird dokumentiert in:

Der Über-(oder Übel-?)gang von der EU-Kriegsratlosigkeit via Großsprecherischem Vorsitzendem zur «trend onlinezeitung» ist wahrlich gelungen. Ich erinner mich, daß ich letzteres auch mal gelesen hab. Seit 2021 nur noch Archiv? Ist man den Covid-Tod gestorben? Immerhin:
«Diese Webseite bewahrt und vermittelt die 25jährige Geschichte der Onlinezeitung TREND und ihrer Domain INFOPARTISAN. Alle in dieser Zeit veröffentlichten Beiträge, Dokumente und virtuellen Reprints repräsentieren auf vielfältige Weise eine Politik, deren Ziel die soziale Emanzipation und die Aufhebung des Kapitalismus sind. Die Archivbestände dienen ausschliesslich wissenschaftlichen und dokumentarischen Zwecken sowie der politischen Bildung.»
Aufhebung des Kapitalismus durch gläubiges Mitmachen bei dessen «Zentralisierungsschwindeln» (Nick Hudson). Hoch lebe die linke Dialektik! (Oder muß es heißen: der kryptolinke Dialek-Trick?)
Der «altlinke» Medizinphilosoph Dr. med. Helmut Jäger aus Rotenburg (Wümme) und Betreiber des «Medizinischen Coachings»* hat die Situation in einem Kommentar auf meinem Kanal so beschrieben:
«Europa hat seine Visionen verloren und hängt zwischen den Stühlen: "Renaissance in China" und "Imperiale Endzeit-Neo-Religion" in Amerika. Primitivreflexe bei Reptilien sind in solchen Situationen Angriff (mehr Krieg), Flucht (Vasallen-Unterwerfung) oder Kollaps (Selbstmord aus Angst vor dem Tod). Man könnte aber auch intelligent handeln und sich auf der Basis des eigenen kulturellen Reichtums kreativ neu erfinden. Die Eliten werden das nicht tun, aber wir könnten es.»
– https://t.me/weltexperiment/3101?comment=4463
*) https://www.medizinisches-coaching.net/
Russland hat nicht nur Panzer und Raketenwerfer der NATO hingenommen, sondern diese systematisch zerstört (was viele russischen und ukrainischen Männern das Leben gekostet hat). Russland führt in der Ukraine einen Krieg gegen die NATO, angeblich mit Halbleiterbauteilen aus Waschmaschinen und halb nackt herum laufenden Soldaten. Von ARD über Bild bis ZDF halten deutsche Massenverblödungsmedien am Endsieg des NATO-Stellvertreters Ukraine fest, während Russland die Bestände der NATO leert und die Kleptokratie die Ukraine als Waschmaschine für von den Bürgern der EU und USA gestohlenes Geld bis zum bitteren Ende nutzt. Der Plan der NATO, Russland über einen Stellvertreterkrieg zu zerstören, ist kläglich gescheitert, während die Geldwäsche bestens läuft. Die NATO ist ein Instrument für ein paar Wahnsinnige geworden (wenn sie das nicht schon immer war), die die Weltherrschaft anstreben.
Was das bedeutet, haben wir während der vergangenen Jahre nur ansatzweise erlebt. Deshalb sollten wir als Bürger der EU darüber nachdenken, ob Russland vielleicht auch uns gegen das in der EU herrschende Regime hilft. Nicht dass dies die Absicht der russischen Regierung oder gar der russischen Bevölkerung wäre. Wieso sollten sie. Aber am Ende könnte es genau darauf hinauslaufen, wenn wir die Situation erkennen und uns wehren. Und genau deshalb unternimmt diese von größenwahnsinnigen Kriminellen mit Weltherrschaftsanspruch gesteuerte EU alles, um uns mundtot zu machen. Die Wahrheit könnte unsere Kleptokratie stören.
Zelendski sprach in Berlin auch über Tribunale. In Brüssel werden diese tatsächlich schon vorbereitet und sogar finanziert. Bis dahin wird noch viel weißes Pulver durch die Nasen westlicher Schauspieler gespült.Sprache jedenfalls, kann ein echter Tiger sein, wenn man das passende Wort zur rechten Zeit findet. "Abstrichjungen" war so eines.
Und es gibt noch mehr von der Sorte in diesem und dem anderen Blog. (Bsp: "Habilitierte Lotteriebetreiber") Das erbost natürlich so manchen Papiertiger.
Ja genau. Das russische Vermögen. Das hätten die gerne. Darum gehts ja die ganze Zeit.
Die folgende Einlassung war eine Einschätzung von gestern. Inzwischen ist mit einem anderen Zungenschlag eine Stellungnahme von Sevim Dagdelen auf den Nachdenkseiten heraus: http://www.nachdenkseiten.de/?p=143751 . Inzwischen haben sich die USA in eine für sie selbst abträgliche Position manövriert. Einerseits wollen sie im Benehmen mit der RF die Auseinandersetzung in der Ukraine beenden, andererseits geben sie den Eskalationskräften Im Westen Europas grünes Licht. Das kommt in der RF nicht gut an. Nach den nächsten drei Tagen in Brüssel werden wir vielleicht mehr Klarheit haben ??? Hier mein Komment von gestern:
"Abseits jeder Detailkenntnis von beschlossenen Dokumenten oder dem was hinter den Kulissen so alles verhandelt und belatschert wird, reicht die Kenntnis von dem Kernelement des (scheinbaren?) Konsenses der Kriegskoalition nach zwei tagen Berliner Beratung aus: Die irreversible Ein- und Anbindung der Ukraine in den "Politischen Westen" soll durch eine wie auch immer ausgeführte Stationierung von Streitkräften der Kriegskoalition in der U. in Stein gemeißelt werden. Diese Streitkräfte werden von der Kriegskoalition als "Friedensstreitmacht" oder auch "Garantiemacht" oder ähnlich benannt.
Dieser Beschluss steht in diametralen und unversöhnlichen Widerspruch zu den (bisherigen?) offiziellen Zielen der Russischen Föderation, die ja nicht nur Bündnisfreiheit der U, sondern auch den Verzicht auf die Stationierung ausländischer Streitkräfte (isb. der NATO) auf deren Territorium einfordert. Bemerkenswert ist die Zustimmung/Unterstützung/Duldung (?) dieser Position durch die USA.
Die Motivsuche:
1.Diese Forderung könnte als von den USA geduldete bewusste Provokation gemeint sein. Hält nämlich die RF an ihrer DoA tatsächlich fest, so muss sie das auch faktisch umsetzen. Das bedeutet faktisch eine weitere Eskalation hinsichtlich der gewählten militärischen Mittel. Die "Friedenstruppen" würden angegriffen. Neben der Energieinfrastruktur würden auch Knoten der Verkehrsinfrastruktur der U (besonders im Westen) zum Ziel. Odessa und Charkow werden für die RF zu territorialen Zielen. Eine derartige Eskalation zöge einen weteren reaktiven Dreh durch U+Koaltion nach sich, z.B. eine Ausweitung des Krieges mit Fernwaffen, die kaum abzufangen sind, den Ausschluss der RF aus der Ostsee, Bedrohung des Kaliningrader Gebietes o.a.m.. Nach gegenwärtiger Lageeinschätzung wäre aber eine solche weitere Eskalation nicht im Interesse der USA, es sei denn sie "vergnügen" sich daran, wie sich zu ihrem Nutzen die RF und EUropa gegenseitig schwächen.
2.Für die RF bedeutet die Hinnahme einer Stationierung nicht nur eine Niederlage, weil das explizite politische Operationsziel nicht erreicht wurde, nämlich die Ukraine insgesamt (territorial) nach eigenem Dünkeln zu positionieren, ihr den Poltischen Willen aufzuzwingen. Die klassischen ultimativen militärischen Mittel dazu sind immer noch die Vernichtung der Streitkräfte des Gegners aber in der gegenwärtigen Lage auch die notwendige vollständige Besetzung/Kontrolle des Territoriums des Gegners. Das weiß auch die RF, und sie weiß auch, dass sie dazu nicht in der Lage ist – und die West-Koalition weiß es auch! (Daher ja auch die Selbstbezeichnung in der RF "Sonder" bzw. "Spezial"). Mit dem Zulassen der Stationierung der "Friedens-Garantie-Force" würde die RF ihre Niederlage (als Resultat) eingestehen, in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit der RF entstünde die Frage nach dem Sinn der Anstrengungen, Mühen und Opfer der letzten (fast) vier Jahre. Damit wäre die innenpolitische Situation in der RF genauso fragil wie die in den USA oder letztlich auch hier (die Gründe sind allerdings unterschiedlich gelagert).
3.Zwar Verschwörungstheoretisch aber nicht ganz unplausibel: Die USA lassen die Europäischen Mäuse auf dem Tisch tanzen, haben aber im nicht-öffentlichen Hintergrund bereits einen Deal, wie man das ja jetzt nennt, in gröbsten Zügen abgeschlossen. So sah es ja bis zum Berliner-Kriegskoalitions-Gipfel auch aus. Ziel der USA wäre es, den Schein eines Zusammenhaltes in ihrer eigenen Hemisphäre aufrecht zu erhalten und den Eskalations-treibenden einen Spielraum zuzugestehen. Wissend, dass diese Position nicht durchhaltbar ist.
4.Die eskalations-treibenden Kräfte des Westens+U selbst wissen, dass der von ihnen eingeschlagene Weg für sie selbst und ihr politisches Überleben alternativlos ist. Sie sind gezwungen, die Prozesse sowohl zu beschleunigen (zeitlich) und auch vertiefen (Wahl der Mittel). Sie wissen genau, dass die von den USA selbst ausgerufene Hinwendung zu den noch mehr!) nationalistischen Kräften in den europäischen Einzelstaaten beschleunigt voranschreitet, in der BRD durch die US-Aktivitäten der AfD symbolisiert.
Das birgt viele tiefgreifende Konsequenzen (Macht-Arithmetik, Personal, Medien, Opposition, Exekutive, Judikative, .…die ganze Klaviatur von Herrschaft). "
17.12.2025, 13:09 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Berlin wird Zentrum der deutsch-ukrainischen Verteidigungskooperation
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Berlin wird zu einem zentralen Standort für die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft: Im Rahmen des Zehn-Punkte-Plans der Bundesregierung zur Vertiefung der Rüstungskooperation wird in Berlin das „Ukraine Freedom House“ als Verbindungsbüro der ukrainischen Defence-Industrie eröffnet. Ziel ist es, die Vernetzung der Verteidigungsindustrien beider Länder zu beschleunigen und konkrete gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.
Dazu Florian Hauer, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales, Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund:
„Die Eröffnung eines Verbindungsbüros der ukrainischen Rüstungsindustrie in Berlin ist ein wichtiges Signal. Sie beweist die strategische Bedeutung Berlins und passt hervorragend zum Vorhaben des Senats, in Berlin ein DefTech-Ökosystem aufzubauen. Die geplante Zusammenarbeit in der Verteidigungswirtschaft ist eine echte Win-Win-Lösung. Sie hilft der Ukraine und fördert zugleich die Innovationsfähigkeit Deutschlands in diesem Bereich.“
>> 17.12.2025, 13:09 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Berlin wird Zentrum der deutsch-ukrainischen Verteidigungskooperation
Ja. Bündelung der Kräfte zu Finanzierung eines ukrainischen Staates (Investmentfonds usw.). Um das Volk der Ukraine geht es dabei nicht.