Unser tägliches Brodt

»…Gegen sol­che Mutmaßungen und Verschwörungs­erzählungen setzt eine Studie aus Frankreich im Fachblatt Jama Network Open nun einen wich­ti­gen Kontrapunkt: Die Covid-19-Impfungen, die im Dezember 2020 began­nen, stei­ger­ten kei­nes­wegs die Sterblichkeit. Das ist das Fazit einer umfas­sen­den Datenanalyse. Vielmehr lag das Sterberisiko für Geimpfte deut­lich nied­ri­ger als für Ungeimpfte.

Das galt sogar für jün­ge­re Menschen unter 57 Jahren, die in der Pandemie weni­ger stark gefähr­det waren. Und auch über das Jahr 2021 hin­aus, als die mei­sten Impfungen statt­fan­den und noch die beson­ders aggres­si­ve Delta-Variante des Coronavirus wütete..

„Diese Studie hilft, der Desinformation ein Ende zu setzen.“

Für die neue Studie haben Epidemiologen von der Universität Paris-Saclay zusam­men mit einer Gruppe von Wissenschaftlern der fran­zö­si­schen Gesundheitsbehörden und der fran­zö­si­schen natio­na­len Krankenversicherung sämt­li­che Sterbedaten der fran­zö­si­schen Bevölkerung zwi­schen 18 und 56 Jahren über die ver­gan­ge­nen Jahre aus­ge­wer­tet. Sie konn­ten dazu auch Daten von Krankenversiche­rungen und Krankenhäusern nutzen.

Zwischen Mai und Oktober 2021 haben dem­nach 22,7 Millionen Menschen die­ser Altersgruppe ihre erste Covid-19-Impfung bekom­men – in den aller­mei­sten Fällen die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. In den fol­gen­den 45 Monaten sind dann von den Geimpften exakt 98 429 Personen gestor­ben, das ent­spricht 0,4 Prozent. Von den 5,9 Millionen gleich­alt­ri­gen Personen, die kei­ne Impfung bekom­men haben, star­ben hin­ge­gen 32 662 Menschen, was 0,6 Prozent entspricht…

Allerdings waren die Geimpften im Schnitt gebil­de­ter und finan­zi­ell bes­ser gestellt – Faktoren, die in Frankreich eben­so wie in Deutschland die Lebenserwartung erhö­hen.«

Ach so.

Versteckte Faktoren. Und wieder der Watzlmann

»Die Autoren um Laura Semenzato und Mahmoud Zureik berück­sich­tig­ten dies in wei­te­ren sta­ti­sti­schen Analysen; der die Sterblichkeit redu­zie­ren­de Effekt der Impfung blieb den­noch bestehen. Letztlich las­se sich aber, trotz aller Mühen, nicht voll­stän­dig aus­schlie­ßen, dass es womög­lich doch ver­steck­te Faktoren über die Impfung hin­aus gebe, die die Geimpften län­ger leben lie­ßen, schrei­ben die Autoren.

Die Studie kön­ne letzt­lich nicht bewei­sen, dass die Impfung das Sterberisiko gesenkt habe, sagt auch Dmitri Jdanov, Experte für Sterblichkeitsanalysen am Max-Planck-Institut für demo­gra­fi­sche Forschung in Rostock. „Aber sie zeigt, dass die Impfung das kurz- und mit­tel­fri­sti­ge Sterberisiko gewiss nicht erhöht.“ In der Summe sei der posi­ti­ve Effekt der Impfung offen­sicht­lich…«

Und sowie­so: "Ernste Nebenwirkungen blie­ben dem­nach sel­ten".

»„Die Studie wider­legt sehr schön die Kampagne ‚Plötzlich und uner­war­tet‘, die Todesfälle durch die Impfung sug­ge­riert. Sie belegt, dass eine mRNA-Corona-Impfung nicht mit einer erhöh­ten Sterblichkeit ein­her­geht“, sagt auch der Immunologe Carsten Watzl vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund…«


Christina Berndt wäre nicht das Brodt, hät­te sie die (zwei­fel­haf­te) Studie wirk­lich gele­sen. Zunächst ein­mal heißt es dort:

»Ergebnisse In die­ser Kohortenstudie mit 22,7 Millionen geimpf­ten und 5,9 Millionen unge­impf­ten Personen hat­ten geimpf­te Personen über einen media­nen Nachbeobach­tungs­zeitraum von 45 Monaten ein um 74 % gerin­ge­res Risiko, an schwe­rem COVID-19 zu ster­ben, und kein erhöh­tes Risiko für die Gesamtmortalität.«

Von län­ge­rem Leben steht dort zunächst nichts. Wie kom­men die­se Ergebnisse zustan­de, die im übri­gen eine alters­mä­ßig erheb­li­che ein­ge­schränk­te Gruppe (18 bis 59 Jahre) darstellen?

»Exposition Die Exposition wur­de defi­niert als Erhalt einer ersten mRNA-Dosis zwi­schen dem 1. Mai und dem 31. Oktober 2021. Personen, die bis zum 1. November 2021 nicht geimpft waren, wur­de ein zufäl­li­ges Indexdatum zuge­wie­sen, das auf den Impfdaten der geimpf­ten Personen basierte.

Wichtigste Ergebnisse und Messgrößen Zur Schätzung der 4‑Jahres-Gesamtmortalität wur­den Cox-Modelle ver­wen­det, die nach sozio­de­mo­gra­fi­schen Merkmalen und 41 Begleiterkrankungen gewich­tet wur­den. Die Zeit bis zum Ereignis wur­de bei Tod durch alle Ursachen, COVID-19-Impfung bei nicht expo­nier­ten Personen oder Beendigung der Studie am 31. März 2025 zen­siert. Es wur­den ergän­zen­de Analysen durch­ge­führt, dar­un­ter ein Vergleich der bis zum 31. Dezember 2023 ver­füg­ba­ren Haupttodesursachen. Die Nachbeobachtung begann in bei­den Gruppen 6 Monate nach dem Indexdatum, um den Immortal-Time-Bias zu berück­sich­ti­gen. Die kurz­fri­sti­ge Mortalität inner­halb von 6 Monaten nach der Impfung wur­de in einer sepa­ra­ten, unab­hän­gi­gen Studie unter Verwendung ange­pass­ter selbst­kon­trol­lier­ter Fallserienmodelle bewer­tet.«

Neben den ande­ren Tricksereien ist dies die größ­te Verfälschung. Todesfälle inner­halb eines Jahres nach der "Impfung" wer­den ein­fach aus der Analyse ent­fernt. Über die sepa­ra­te Auswertung wird nur spär­lich berich­tet. Selbst hier heißt es: "Die weni­gen Ereignisse, die am Tag der Impfung auf­tra­ten, wur­den sepa­rat betrach­tet". Auch hier sol­len "Ungeimpfte" häu­fi­ger an Krebs, Kreislauferkrankungen und ande­ren Ursachen gestor­ben sein.

Ein Füllhorn an Tricksereien

»Ergebnisse Insgesamt wur­den 22 767 546 geimpf­te und 5 932 443 nicht geimpf­te Personen über einen Zeitraum von medi­an (IQR) 45 (44–46) Monaten beob­ach­tet… Geimpfte Personen hat­ten ein um 74 % gerin­ge­res Risiko, an schwe­rem COVID-19 zu ster­ben (gewich­te­te Hazard Ratio [wHR], 0,26 [95 % CI, 0,22–0,30]) und ein um 25 % gerin­ge­res Risiko für die Gesamtmortalität (wHR, 0,75 [95 % CI, 0,75–0,76]), wobei ein ähn­li­cher Zusammenhang beob­ach­tet wur­de, wenn Todesfälle durch schwe­res COVID-19 aus­ge­schlos­sen wur­den. Die Sensitivitätsanalyse ergab, dass geimpf­te Personen unab­hän­gig von der Todesursache durch­weg ein gerin­ge­res Sterberisiko hat­ten. Die Mortalität war inner­halb von 6 Monaten nach der COVID-19-Impfung um 29 % gerin­ger (rela­ti­ve Inzidenz 0,71 [95 % KI, 0,69–0,73]).«

Auf welch wun­der­sa­me Weise auch der Tod durch Unfälle, Krebs oder Herzerkrankungen durch die "Impfung" ver­hin­dert wur­de, ist nicht zu erfah­ren. Dafür erle­ben wir den glei­chen Statistik-Schmu wie bei den Zulassungsstudien: Die ins­ge­samt mode­ra­te Sterblichkeit in bei­den Gruppen wird rela­ti­viert. Aus dem Verhältnis von 0,4 Prozent zu 0,6 wird eine um 29 Prozent ver­rin­ger­te Mortalität kon­stru­iert. Dabei wur­den die Quoten von 0,432 bzw. 0,551 ziel­füh­rend gerundet.

»Design, Studienpopulation und Ergebnisse

Unsere Kohorte umfass­te leben­de Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren, die zum 1. November 2021 in Frankreich wohn­ten und im Jahr 2020 eine Erstattung von Gesund­heits­­leistungen erhal­ten hat­ten (z. B. für eine ärzt­li­che Konsultation, eine zahn­ärzt­li­che Behandlung, Medikamente, Laboruntersuchungen, einen Krankenhausaufenthalt usw.). Dieses letz­te Auswahl­kriterium ermög­lich­te es uns, Personen mit ähn­li­chen Interaktionen mit dem Gesundheitssystem unab­hän­gig von ihrem Impfstatus ein­zu­be­zie­hen…«

Gesunde Personen, die kei­ne Interaktionen mit dem Gesundheitssystem vor­wei­sen konn­ten, blie­ben damit außen vor. Weiter:

»Personen, die vor dem 1. Mai 2021 geimpft wur­den (12,0 %) oder die wäh­rend des Einschlusszeitraums eine erste Dosis eines ande­ren (d. h. nicht auf mRNA basie­ren­den) COVID-19-Impfstoffs erhiel­ten (1,4 %), wur­den aus­ge­schlos­sen

In der nicht geimpf­ten Gruppe wur­den 641.910 Personen (10,8 %) wäh­rend der Nachbeobachtungszeit geimpft…«

Hinzu kom­men Kleinigkeiten wie die, daß 1,9 Prozent der "Geimpften" aus fran­zö­si­schen "Überseegebieten" kamen, in der Vergleichsgruppe aller­dings 7,5 Prozent.

Die nach­ge­ra­de hei­len­de Wirkung der Spritzen trat ein, obwohl in der "geimpf­ten" Gruppe mehr Vorerkrankungen auf­tra­ten und die Teilnehmenden älter waren. Na klar:

»Wir stell­ten außer­dem fest, dass geimpf­te Personen sozio­öko­no­misch bes­ser gestellt waren und wahr­schein­lich von einer bes­se­ren Gesundheitsversorgung pro­fi­tier­ten, Variablen, die in unse­ren Daten nicht aus­rei­chend erfasst wur­den. Diese Faktoren könn­ten teil­wei­se den beob­ach­te­ten nega­ti­ven Zusammenhang zwi­schen Impfung und Sterblichkeit erklä­ren und die Auswirkungen von Alter und Begleiterkrankungen ausgleichen…

Zweitens hat­ten wir außer den Todesfällen, die nach einer Einweisung wegen einer COVID-19-Infektion im Krankenhaus auf­tra­ten, kei­nen Zugang zu Daten über die Todesursachen für den gesam­ten Nachbeobachtungs­zeitraum, konn­ten jedoch die Ursachen für die Todesfälle in der ersten Hälfte des Nachbeobachtungszeitraums ermit­teln, die 59 % der Todesfälle aus­mach­ten. Die Verteilung der Hauptursachen stimm­te jedoch mit den natio­na­len Zahlen für eine ähn­li­che Altersgruppe über­ein…«

Spätestens jetzt ist die Katze aus dem Sack. Wie auch bei uns sind die Covid-Toten frag­lich und als ledig­lich posi­tiv gete­stet zu ver­ste­hen. Außerdem: Nichts Genaues weiß man nicht. Man will es nicht wissen.


Man darf sicher sein, Frau Berndt wird die­se Studie, die zu ganz ande­ren Ergebnissen kommt, nicht zur Kenntnis nehmen:

»Zusammenfassung
In die­ser Studie wur­de ein stren­ger ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­scher Ansatz ver­wen­det, um die Übersterblichkeit in den deut­schen Bundesländern wäh­rend der ersten drei Jahre der COVID-19-Pandemie zu schät­zen. Regionale Trends wur­den zusam­men mit Zusammenhängen mit Indikatoren auf Landesebene ana­ly­siert: gemel­de­te COVID-19-Todesfälle und ‑Infektionen, Strenge der Maßnahmen, Impfquoten, demo­gra­fi­sche und sozio­öko­no­mi­sche Faktoren. Die durch­schnitt­li­che Übersterblichkeit war im ersten Jahr mode­rat, mit erheb­li­chen regio­na­len Unterschieden. Im zwei­ten Jahr stieg sie leicht an, wobei die regio­na­len Muster sta­bil blie­ben. Im drit­ten Jahr stieg die Übersterblichkeit stark an, die regio­na­len Unterschiede nah­men ab und es kam zu einer Verschiebung der am stärk­sten betrof­fe­nen Bundesländer, was auf das Auftreten eines neu­en Faktors für die Übersterblichkeit hin­deu­tet. In den ersten bei­den Jahren kor­re­lier­te die Übersterblichkeit stark mit den COVID-19-Todesfällen, obwohl die gemel­de­ten COVID-19-Todesfälle die Übersterblichkeit deut­lich über­stie­gen. Trotz stei­gen­der Übersterblichkeit gin­gen die COVID-19-Todesfälle im Laufe der Zeit zurück. Im drit­ten Jahr zeig­ten nur die Impfquote und das Vertrauen in Institutionen einen signi­fi­kan­ten Zusammenhang, wobei Letzteres voll­stän­dig durch die Impfquote ver­mit­telt wur­de. Höhere Impfquoten kor­re­lier­ten mit einem stär­ke­ren Anstieg der über­mä­ßi­gen Sterblichkeit und einem gerin­ge­ren Rückgang der COVID-19-Todesfälle und der Letalitätsraten, selbst nach Bereinigung um frü­he­re Sterblichkeitsraten und zeit­un­ab­hän­gi­ge Störfaktoren. Dieses robu­ste Ergebnis unter­streicht die Notwendigkeit einer drin­gen­den Untersuchung poten­zi­el­ler unbe­ab­sich­tig­ter Auswirkungen von Impfungen oder ande­rer bis­her ver­nach­läs­sig­ter Faktoren für die Sterblichkeit.«

Eine deutsch­spra­chi­ge "Zusammenfassung der Befunde" gibt es hier.

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

4 Antworten auf „Unser tägliches Brodt“

  1. Ich könn­te ja jetzt mit dem Wortspiel 'Dumm wie…' kom­men, aber…ach, las­sen wir das 😁.
    Hat unse­re aller­lieb­ste Erklärbärin und Hüterin der ein­zig wah­ren 'Studie' mitt­ler­wei­le eigent­lich ihren PPP bekom­men, ihren ganz Persönlichen Propaganda-Preis ?
    Wenn nicht, wird's lang­sam mal Zeit. So, wie die sich gegen­sei­tig ihre Orden an die Brust tackern.
    Aber viel­leicht war frü­her ein­fach mehr Lametta…

  2. Wie immer, dan­ke für die Analyse der "Studie", die eher ein Stapel zusam­men­ge­metz­ger­ter Informationen mit zwei­fel­haf­ten infor­ma­tio­nen ist.

    Bei den gesam­ten Versuchen, eine Übersterblichkeit oder deren feh­len anhand sta­tist­si­cher Methoden (und zwei­fel­haf­ter Parameter) zu bewei­sen, blei­ben zwei zen­tra­le Punkte auf der Strecke: Ab wann hat das modRNA-Prinzip von der Technik her funk­tio­niert? Es hat­te ca. 20 Jahre nicht funk­tio­niert. Und die Risiken wur­de mei­ner Kenntnis nach oft­mals offen genannt. Daher gab es eben kei­ne "Impfstoffe" auf die­ser Basis. Und es kommt auch nichts ohne staat­li­chen Zwang nach. Wo sind denn die mythi­schen Impfstoffe gegen Krebs? Wo sind denn vali­de Ergebnisse? Dazu das hoch­to­xi­sche Spike-Protein, das selbst­ver­ständ­lich jeden "Geimpften" schä­digt. Es ergibt sich aus der Logik. Es ergibt sich aus den tau­sen­den, die Probleme beka­men (und haben).

    Ich wage eine These: Gerade die "vul­ner­ablen Gruppen" taten gut dar­an, sich der Impfnötigung nicht zu unter­wer­fen. Exakt die­se Gruppen mit Vorschädigung sind von der Logik her ins­be­son­de­re gefähr­det durch die­se "Impfung".

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert