Ethik, Epic und "substanzielle finanzielle Mehrwerte"

Im Rahmen der MAGA-Kampagne und der Amputation der Daten-Souveränität geht die Charité wei­ter voran.

Die Firma Charité teilt mit:

»… Epic Systems hat sei­nen Unternehmenssitz in den Vereinigten Staaten von Amerika: Der Datenstandort des neu­en KIS wird aber Deutschland oder das euro­päi­sche Ausland sein. Alle gesetz­li­chen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung wer­den gewähr­lei­stet. Die Zusammenarbeit wird auf deut­scher und euro­päi­scher Rechtsbasis begrün­det. Die Sicherheit von Gesundheitsdaten ist ein zen­tra­les Anliegen der Charité. Patientinnen und Patienten kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass das neue Krankenhausinformationssystem die­se Anforderung unein­ge­schränkt gewähr­lei­sten wird.

Die Charité plant für das KIS bis zum Erreichen des sta­bi­len Regelbetriebs wie bereits in der Markterkundung avi­siert einen finan­zi­el­len Rahmen von rund 200 Millionen Euro. Darin ent­hal­ten sind neben den Kosten für Epic Systems unter ande­rem not­wen­di­ge Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie Kosten für Implementierungs­unterstützung. Über die Finanzierung ist der Vorstand in engen Gesprächen mit dem Berliner Senat. „Mit dem neu­en KIS wird es uns gelin­gen, sub­stan­zi­el­le finan­zi­el­le Mehrwerte zu schaf­fen. Gleichzeitig ermög­licht uns das neue KIS trotz demo­gra­phi­schen Wandels und deutsch­land­weit wei­ter­hin her­aus­for­dern­der Krankenhausfinanzierung beste Patientenversorgung auf einem wirt­schaft­lich gesun­den Fundament zu erbrin­gen“, erläu­tert Astrid Lurati, Vorstand Finanzen und Infrastruktur. Die Entscheidung für Epic Systems steht noch unter Gremienvorbehalt des Aufsichtsrats.«
cha​ri​te​.de (12.12.25)

Übersetzungshilfe: Datenstandort könn­te das euro­päi­sche Ausland sein. Also bei­spiels­wei­se Albanien, das bereits Vorläufer für ille­ga­le Internierungen von Geflüchteten ist. Alle gesetz­li­chen Vorgaben der EU wer­den gewähr­lei­stet; gemeint sind die Datenschutz­bestimmungen, die ste­tig wei­ter durch­lö­chert wer­den – auf Druck der US-Techkonzerne und der Trump-Administration (s.u.). Über die Finanzierung ist der Vorstand in engen Gesprächen mit dem Berliner Senat,  sprich: sie ist über­haupt noch nicht geklärt. Selbst der Aufsichtsrat hat noch nicht zugestimmt.

Dessen Mitglied Alena Buyx dürf­te bei den Plänen eine siche­re Bank darstellen.

Wenn auch eini­ge Namen inzwi­schen anders lau­ten und sich Kleinigkeiten ver­än­dert haben, ist die­ser Überblick über Struktur und jün­ge­re Geschichte der Charité aus dem Jahr 2020 noch immer informativ:

Ergänzend:

Und noch viel mehr über https://​www​.coro​dok​.de/​?​s​=​i​n​t​e​r​e​s​s​e​n​+​c​h​a​r​ite


»Zugriff durch Geheimdienste

Die Gutachter soll­ten klä­ren, ob und in wel­chem Umfang US-Geheimdienste und ande­re staat­li­che Stellen ein recht­li­ches Zugriffsrecht auf Daten in der Cloud besit­zen, selbst wenn die Infrastrukturen außer­halb der Vereinigten Staaten betrie­ben wer­den. Laut dem Gutachten erlau­ben ins­be­son­de­re der Stored Communications Act (SCA), der durch den Cloud Act erwei­tert wur­de, sowie Abschnitt 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) US-Behörden, Cloud-Anbieter zur Herausgabe von Daten zu verpflichten.

Ein bri­san­ter Punkt ist die Feststellung zur Reichweite der US-Jurisdiktion. Unternehmen sind dem­nach ange­hal­ten, Daten auch dann her­aus­zu­ge­ben, wenn die­se außer­halb der USA gespei­chert sind. Entscheidend ist dem­nach nicht der phy­si­ka­li­sche Speicherort der Informationen, son­dern die Kontrolle dar­über durch die betrof­fe­ne Firma. Das impli­ziert, dass selbst Daten, die in Rechenzentren auf euro­päi­schem Boden lie­gen und über deut­sche Tochtergesellschaften ver­wal­tet wer­den, dem Zugriff unter­lie­gen. Voraussetzung ist, dass die US-Muttergesellschaft die letzt­li­che Kontrolle aus­übt…«

2 Antworten auf „Ethik, Epic und "substanzielle finanzielle Mehrwerte"“

    1. > Haha. Auf ame­ri­ka­ni­schen Servern sind Ihre Daten sicher.

      Doof ist nur, wenn der Provider auf die Idee kommt, sei­ner Server zu ver­kau­fen. Alles schon erlebt: Hier in Deutschland. Dumm nur, daß mit dem Verkauf der Server auch mei­ne Domäne weg war.

      Sichr ist Sichr.

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