Mehrheit ist Mehrheit. Oder?

Abgesehen davon, daß die Fragestellung bekloppt und beim "Meinungsforschungsinstitut Civey" jedes Ergebnis zu bestel­len ist, muß der Autorin eine fort­ge­schrit­te­ne Dyskalkulie unter­stellt wer­den. "13 Prozent sehen eine Neuauszählung nega­tiv, 36 Prozent sogar sehr nega­tiv", "Mit 37 Prozent ins­ge­samt sieht fast jede vier­te befrag­te Person eine Neuauszählung posi­tiv, 29 Prozent sogar sehr posi­tiv".

Solche Mathematikgenies wer­den auch tätig gewe­sen sein, als die Johns-Hopkins-Universität für ihr berüch­tig­tes Dashboard von die­sem Blatt ver­sorgt wur­de. Am 3.4.20 berich­te­te tages​schau​.de: "Die Universität [lässt] wis­sen, dass ihre Hauptquelle – das "Worldometer" – ein auf Echtzeitstatistiken spe­zia­li­sier­ter Datendienst sei, der sich für Deutschland nahe­zu aus­schließ­lich der Daten von der "Berliner Morgenpost" bedie­ne".

Was das BSW angeht, so haben die Pfründenverwalter des zustän­di­gen Bundestagsausschusses ent­schie­den, den Zugang lästi­ger Konkurrenz zu ver­mei­den und lie­ber nicht neu zu zäh­len. Vergleichbar wäre es, wenn eine Hehlerbande dar­über zu befin­den hät­te, ob der Besitzstand ihrer Güter über­prüft wer­den sollte.