Wer die Bevölkerung kriegstauglich machen will, muß die Opfer auf feindlicher Seite als womöglich bedauerlich, aber doch "unausweichlich" darstellen. Die der "guten" Seite haben dagegen einen anderen Stellenwert. Die ARD-Korrespondentin in Israel folgt zwar im Wesentlichen der vorgegebenen Sprachregelung, kann ihre Erkenntnisse der brutalen Kriegsführung aber hin und wieder in ihren Berichten unterbringen. Dafür wird sie mit einem Haßkommentar in der "FAZ" abgestraft.

Frau Schapira fährt alles auf, was an Instrumenten im Werkzeugkasten der Staatsräson verfügbar ist. "Aktivismus und wissentliche Verbreitung von Hamas-Propaganda" prägten die öffentlich-rechtlichen Medien. "Die Folgen für jüdisches Leben in Deutschland lassen sich unter anderem in der Statistik nachlesen, die einen neuen Rekord an antisemitischen Gewalttaten verzeichnet". Zu diesen Gewalttaten der Polizeistatistik gehört schon der Ruf "From the river to the sea…". In infamer Weise wird die Korrespondentin so verantwortlich gemacht für tatsächliche wie imaginierte Gewalttaten in Deutschland.
»… Die Menschen in Gaza leiden, die Bilder der Zerstörung sind erschütternd. Das ist die Seite, die wir täglich gezeigt bekommen. Die andere Seite sehen wir nicht: weder die erbarmungslose Terrorherrschaft der Hamas noch das Leid der traumatisierten israelischen Gesellschaft…
Es braucht Mut, gegen den vorherrschenden Meinungskanon zu verstoßen. Im vertraulichen Gespräch berichten Mitarbeitende von einem bedrückenden Klima der Ausgrenzung derjenigen, die sich nicht einreihen in die „Palästina-Solidarität“.…«
Das ist eine geradezu atemberaubende Umkehrung der Verhältnisse in deutschen Medien.
»Die Hamas wusste, dass die unausweichlich folgenden Bilder der Zerstörung in Gaza, der leidenden Zivilbevölkerung und toter Kinder ihre stärkste politische Waffe sein würden…«
Unausweichlich seien die Bilder zehntausender toter Kinder und anderer Massaker der israelischen Armee, deren Opfer die des Hamas-Terrors um ein Vielfaches überschreiten. Unausweichlich mithin die Anmaßung eines hochgerüsteten Regimes, in allen Nachbarländern gezielte Tötungen von Hamas-Funktionären, ihren Familienmitgliedern und unbeteiligten Zivilpersonen vorzunehmen. Wer dies auch nur schildert – eine Verurteilung war von Frau von der Tann nicht zu hören – soll Schuld tragen an besagten antisemitischen Gewalttaten.
Eine historische Einordnung gilt ähnlich wie beim Krieg in der Ukraine als Feindpropaganda:
»Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann glaubte, den bayerischen Antisemitismus-Beauftragten Ludwig Spaenle darauf hinweisen zu müssen, dass der 7. Oktober 2023 eine „historische Vorgeschichte“ habe. Das klingt nach „aber“ und meint genau das: die Relativierung des Hamas-Pogroms. Übertrieben? Dann stellen wir uns kurz die berechtigte Empörung vor, wenn eine Journalistin auf die „historische Vorgeschichte“ des Holocaust hinweisen würde…«
Ist dies nicht Dummheit, dann ist es üble Propaganda. Selbstverständlich hat der Holocaust eine Vorgeschichte und wer sie thematisiert, rechtfertigt ihn nicht. Doch in der Tat trifft auch den die "berechtigte Empörung", der etwa auf die Unterstützung der NSDAP durch bedeutende Teile der deutschen Hochfinanz und Großindustrie hinweist, die nicht zuletzt Nutznießer bei Bau und Betrieb der Vernichtungslager und des Angriffskrieges auf ganz Europa waren.
»Vereinfachung komplexer Vorgänge durch einseitige Parteinahme, Emotionalisierung statt Analyse – die Logik der sozialen Medien bestimmt inzwischen auch die Nachrichten: Tiktok und Instagram für junge User, ARD und ZDF für ihre Eltern und Großeltern…«
Recht hat sie. Nur verkehrt Frau Schapira ("Redakteurin beim Hessischen Rundfunk") die Seiten. Einseitige Parteinahme für Israel wie für die Ukraine und penetrante Emotionalisierung bestimmen wahrlich für jeden nachvollziehbar die deutsche Medienwelt.
»Diese Form des „Embedded Journalism“ wird klaglos akzeptiert…«
Das muß wie ein Hohn auf die JournalistInnen wirken, die, wenn überhaupt, nur unter Kontrolle der israelischen Armee, aus dem Gazastreifen berichten konnten und zu Dutzenden durch sie hingerichtet wurden.
»Am 28. Juli 2025 wurde in Israel eine wissenschaftliche empirische Studie veröffentlicht, die zum Ergebnis kommt, dass es weder für eine Hungersnot in Gaza Belege gebe noch für systematische Angriffe auf Zivilisten. Darüber informiert uns die Korrespondentin nicht. Sie interviewt stattdessen zwei Experten, die nichts mit der Studie zu tun haben und von „Genozid“ sprechen…«
Wie bei Corona können Studien noch so abstrus sein – wenn sie von den richtigen Experten kommen, haben sie zu gelten. Gegenläufige Erkenntnisse erfahren, ebenso wie bei Corona, den Verriß durch angebliche Faktenchecker:
»Auch die gerade veröffentlichten und journalistisch sofort verbreiteten Zahlen des Max-Planck-Instituts Rostock von geschätzt mindestens 100.000 Kriegstoten in Gaza bezweifelt der Militärhistoriker und Mitautor der Studie, Professor Danny Orbach von der Hebräischen Universität Jerusalem, wie er am vergangenen Mittwoch persönlich im Bundestag ausführte…«
Die Perfidie der Autorin gipfelt in dem Satz:
»Sophie von der Tann ist das junge ARD-Gesicht der Parole „Free Palestine from German Guilt“.«
Ich habe hier zu lesen aufgehört.

Lässt die Staatsräson nicht auch in Gießen zuschlagen? Wie ordnen Sie den jüngsten Kampf gegen Rechts in Gießen ein? Ich würde mir hierzu – und zur staatlichen Förderung von Kämpfern für eine "rechtsfreie" Demokratie – Ihre Bewertung wünschen, da ich Sie in der Coronazeit als unparteilichen, nüchternen und damit vorbildlichen Kritiker wahrgenommen habe.
@Sica, auch Gießen hat wieder gezeigt wer hier wen bekämpft. Die Staatspolizisten wissen genau wen sie verkloppen.
Man muß berücksichtigen daß die/der Durchschnittsdeutsche keine andere "Logik" kennt – von möglichen Faktenlagen gar nicht erst angefangen.
Darüber hinaus zeigt es uns das "Menschenbild" Derer, die die Wahrnehmung und die Medien lenken. Die kennen wir ja bereits.
Interessant daß "Spaltungen" durch alle Lager (!) gehen. Wer eine Positionierung "links" oder "rechts" zu identifizieren versucht, verdeutlicht in hohem Maße die eigene Position.
Merkt man zunehmends auch im Alltag. Das ist wohl die Entwicklung schlechthin?! Das ist aber eine sehr subjektive Wahrnehmung, wie die meisten anderen vermutlich auch. Das ist das charakteristische an "Spaltungen". "Bubbles, zu neudeutsch.
Auch das Anstreben einer "Freiheit von Bubbles", schafft wohl bloß wieder neue Bubbles. Kann man machen wenig, mus man gugge zu ??? – Ein "TREND"
Wer die Bevölkerung "kriegstauglich" machen will, muß Falschmeldungen verbreiten. Wobei natürlich kein Volk der Welt kriegstauglich sein kann, sondern bestenfalls ein Teil der Bevölkerung dazu bereit ist, einem Krieg gegen andere Völker zuzustimmen. Mithin ist es die Aufgabe der herrschenden Klasse, sich mit den Mitteln der Propaganda bei einen möglichst großen Teil des Volkes eine solche Zustimmung zu erschleichen.
Apropos "Studien" et al:
Derartige Esther-güsse waren schon damals (sogar "mir dem Wissen von") schwer bekömmlich:
https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/schaut-nach-israel/
Neben der beruhigenden(??) Erkenntnis, dass es sich bei Israel um ein "Imoflabor" handle und irgendwas zwischen Brechreiz und Schmunzeln ob einfältig-drosti-söderischer Bonmots wie "Das Virus hat kein Mitleid mit den Langsamen"
stellt sich auch die Frage, ob die Au-Torin zu jenen gehört, die grundsätzlich
"gefangen sind im Netz von Verschwörungsspinnereien"??
Die albernen Behauptungen von den "Wellenbrechungen" mittels "Maßnahmen", wie "Impfungen", "Boostern", "Green-Pässe" (und natürlich Massentests + GaGa‑2–3 Regeln) könnte man ja als eine Art Globuli oder (womöglich immer noch mehrheitsfähigen) "normalen" Wahn durchgehen lassen , solange man nicht jenen Teil (> 20%?) der Bevölkerung dafür verantwortlich macht, wenn es dann doch nicht ganz so klappt wie inbrünstig behauptet und fest geglaubt.
Aber derartige – sogar "mit dem Wissen von damals" (dumm)dreiste – Aussagen:
"Omikron, die neue gefährliche Virusmutation, zwingt zu raschem Handeln" passen bestens ins Regal jener "Verschwörungsspinnereien", mit denen man *uns* über 3 Jahre im Konjunktiv zugemüllt und ein ganzes Land im Indikativ zwangsaliert hat:
"neu" (so wie im Grunde JEDE "Virusmutation"), "gefährlich" (wie das ganze Leben), "zwingt", "rasch" … auch wenn Nicht-Handeln per Saldo zwar mglw. besser, man aber de facto von Paranoikerinnen zu operativer Hektik genötigt wird.
Ich habe auch fertig.
zur "Kriegstauglichkeit"
https://www.deutschlandfunk.de/jugendliche-in-neukoelln-und-die-wehrpflicht-102.html
Es tat gut, diese Stimmen im DLF zu hören.
Wenn so viele junge Menschen das Vertrauen in staatliche Institutionen insbesondere in die Polizei verlieren, weil diese ungestraft maßlose Gewalt ausübt, hat das zumindest den positiven Effekt, dass diese auch nicht bereit sind, für diesen Staat zu töten. Das soll selbstverständlich kein Plädoyer für Polizeigewalt sein. Die Straflosigkeit muss ein Ende nehmen.
"Was wird aus unseren Kindern?" so lautet die Frage am Ende des Spielfilms: "Polizei".
http://www.ardmediathek.de/film/polizei-spuren-von-gewalt/
@o.W.:
und hier
https://archive.is/WyLLq
ein unerwarteter "Diskussionsbeitrag" aus einem Medium, das seit (mindestens) 5 Jahren durch
"rhetorische Härte gegen Teile der eigenen Bevölkerung" auffällt.
Hm. Gilt die Erkenntnis des neuen Kriegsdienstverweigerers, "dass die Kategorien Gut und Böse für Staaten auf Dauer nicht gelten können. Sie handeln in Grautönen und wechseln ihre Prioritäten mit den Umständen" womöglich sogar für das "Nachrichtenmagazin" für das er schreibt?
Der Kotau vor den "Umständen" ("Pandemie", "rechtsextreme Partei" …) war wahrscheinlich Voraussetzung für die (wenn auch bezahlschrankenbeschützte) Veröffentlichung.
"Jürgen Müller@IndikativJetzt 2h
Pazifistin drohen bis zu 14 Jahre Haft
Stefan Bentele Blanco schreibt auf Facebook:
„Die Menschen werden individuell Widerstand leisten; andernfalls würden wir sie auffordern, sich einem Völkermord auf Knien zu fügen.“
„Solidarität mit den Menschen im Libanon, und die Hisbollah hat nach Völkerrecht das Recht auf Widerstand – ich erinnere daran, dass der Besatzer dieses Recht nicht hat und rechtlich verpflichtet ist, zu versuchen, Völkermord zu verhindern.“
„Solidarität mit dem Widerstand. So wie der Widerstand in Europa gegen die Nazis gekämpft hat, müssen wir den Kampf gegen die Nazis unserer Generation unterstützen.“
„Widerstand ist nach moralischem und internationalem Recht ihr rechtmäßiges Recht. Wenn ihr keinen Widerstand wollt, dann schafft nicht die Umstände, die ihn notwendig machen. Solidarität mit dem Widerstand.“
„Dieser Unsinn, in den unsere Nation verfallen ist, in dem die eine Seite Völkermord begeht und die andere dafür verboten wird, dass sie dagegen kämpft. Ich glaube, die Hisbollah könnte Palästinas letzte Hoffnung sein.“
„Hamas, der Widerstand, ist nicht aus seinem Konzentrationslager ausgebrochen, um Juden als Juden anzugreifen. Wir können darüber diskutieren, ob bewaffneter Widerstand legitim ist. Natürlich darf es keine Angriffe auf Zivilisten geben.“
„Ich habe die Nase voll von der Mainstream-Medien-Propaganda über ‚von Hamas kontrollierte Zahlen des Gesundheitsministeriums‘. Hamas ist die Regierung in Gaza. Jedes Gesundheitsministerium der Welt wird von seiner Regierung geführt.“
„Bist du wach? Also liegt es an einfachen Menschen wie dir und mir, dem ein Ende zu setzen. Wir müssen unsere Macht zurückholen. Schließe dich mir in Solidarität mit den Menschen im Libanon und in Palästina an. Solidarität mit dem Widerstand.“
Für genau diese acht Tweets – herausgepickt aus 51.000 – soll eine erklärte Pazifistin auf Jersey, England, jetzt nach Terrorrecht bis zu 10 Jahre Haft bekommen.
Konkret, weil sie:
– auf das „völkerrechtliche Recht auf Widerstand“ eines besetzten Volkes hinweist,
– Solidarität mit „dem Widerstand“ formuliert,
– und ausspricht, dass Hamas in Gaza nun einmal die de-facto-Regierung ist.
Die Staatsanwaltschaft behauptet ernsthaft:
– Schon zu sagen, Palästinenser hätten nach internationalem Recht ein Recht auf bewaffneten Widerstand, sei „Unterstützung von Terrorismus“.
– „Widerstand“ sei automatisch gleichbedeutend mit Hamas/Hisbollah – jede Rechtfertigung von palästinensischem Widerstand werde damit zur Unterstützung einer verbotenen Organisation.
– Selbst ein Jura-Dozent, der im Hörsaal korrekt erklärt, was das Völkerrecht dazu sagt, könnte sich strafbar machen.
So wie ich das sehe ist das offener Totalitarismus, um nicht direkt Faschismus zu schreiben. London hat zudem noch eine Regierungs-Anwältin—Alison Morgan KC—im Gericht sitzen, die den lokalen Juristen diktiert wie sie zu urteilen haben. Ganz schamlos.
Craig Murray ist der Meinung, dass Jersey hier ein Testballon ist. Eine etwas isolierte Insel. Und wenn das hier läuft und juristisch durchgeht, wird das auf den Rest von UK übertragen und dient quasi als Präzedenzfall, auf den sich dann andere Gerichte stützen können.
Wir leben wahrlich in düsteren Zeiten, wenn wir als Zivilgesellschaft sowas durchgehen lassen. Auch wenn's in dem Fall England und nicht Deutschland ist, bei uns ist die Sache ähnlich gelagert.
Man muss weder Hamas noch Hisbollah sympathisch finden, um zu sehen, was hier passiert:
Wer den Genozid-Vorwurf gegen Israel kontextualisiert und über „Widerstand“ spricht, soll als „Terrorunterstützer“ gebrandmarkt werden – mit allen Folgen: Karriere futsch, Konto weg, Knast.
Kurz gesagt:
Ausgerechnet im Namen der „westlichen Demokratie“ wird hier gerade durchgespielt, wie man »Völkerrecht, akademische Debatte und politische Solidarität« unter Terrorverdacht stellt.
Das deutlichste Zeichen der Faschisierung ist wohl zweifellos die Tatsache, dass mittlerweile jede Form von unerwünschtem Widerspruch am herrschenden System in irgendeiner Weise sanktioniert oder kriminalisiert wird. Die meisten halten einfach ihre Fresse, weil sie keine Probleme wollen. Der neue Faschismus macht sich breit und scheint kaum noch aufzuhalten. Wahrlich düstere Zeiten.
(Link zum Beitrag auf Facebook und zum Artikel im Kommentar)"
"Artikel von Craig Murray:
craigmurray.org.uk/archives/…
Beitrag von Stefan Bentele Blanco @ocubist:
facebook.com/1337.wayne/post…
"
https://nitter.net/IndikativJetzt/
04.12.2025, 12:45 Uhr – Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
ASOG-Novelle beschlossen: Mehr Befugnisse, mehr Schutz, mehr Sicherheit für Berlin
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat heute eine umfassende Reform des Allgemeinen Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Berlin (ASOG) beschlossen. Dazu der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner:
„Mit der heute vom Abgeordnetenhaus beschlossenen ASOG-Novelle bekommt Berlin eines der modernsten und konsequentesten Polizeigesetze in ganz Deutschland. Tatverdächtige können schneller ermittelt, Straftaten konsequenter verhindert und Frauen besser vor häuslicher Gewalt geschützt werden. Das neue Polizeigesetz stärkt unsere Sicherheitsbehörden auch bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und der Vereitelung von Terroranschlägen. Der Einsatz moderner Technik entlastet unsere Polizistinnen und Polizisten, die jeden Tag sehr viel leisten. Sie erhalten klarere Befugnisse, bessere Werkzeuge und mehr Rückhalt. Das neue Polizeigesetz ist ein klares Signal an die Berlinerinnen und Berliner: Ihre Sicherheit hat für uns höchste Priorität.“