Diese geheim gehaltene Erkenntnis von Lothar Wieler ist zu lesen in einer Erwiderung vom 20.11.20 (!) auf Vorschläge, die offenbar von Christian Drosten stammen.


Das Papier, auf das sich Wieler bezieht, wird in den Dokumenten ohne Verfasserangaben wiedergegeben.

Diktion und das Hauptthema "rückblickende Clusterkontrolle" legen die Vermutung sehr nahe, daß es sich hier um ein Werk von Christian Drosten handelt.
»… Im Kern der Strategie stünde eine rückblickende Clusterkontrolle. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass Superspreader entscheidend für die Verbreitung der Infektion sind. Es ist davon auszugehen, dass zwischen 60 und 80% der Neuinfektionen durch Superspreading-Cluster entstehen. Die meisten Patienten verursachen selbst keine Cluster, haben sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Cluster infiziert. Die Suche nach der Infektionsquelle bei neudiagnostizierten Patienten ist oft schwierig. Bei neudiagnostizierten Schülern ist der Verdacht aber offensichtlich, dass die Schulklasse der Infektionsort ist. Da die meisten Verläufe bei Schülern wenig symptomatisch sind, gilt in Schulen um so mehr die Regel: Jeder clusterbezogene Indexfall ist mit höherer Wahrscheinlichkeit im Cluster infiziert worden, als dass er die Infektion zum Zeitpunkt der Testung selbst ins Cluster eingetragen hat. Die Cluster-definierende Einheit ist der Klassenverband. Hier ist im Fall einer Neudiagnose von einem unerkannten Cluster auszugehen.
Nach Diagnose des Indexfalls erfolgt eine sofortige Quarantäne aller Klassenmitglieder zu Hause für zunächst 5 Tage ab dem Diagnosetag des Indexfalls. Der Infektionszeitpunkt des Indexfalls liegt zu diesem Zeitpunkt ca. 6–12 Tage zurück. Eine von heute an verhängte Isolation von fünf Tagen entspricht also einer im Nachhinein verhängten Quarantäne von 12–15 Tagen .
Man geht nun davon aus, dass nicht der Indexfall, sondern ein anderer, noch unbekannter Schüler (oder ein Lehrer) das Cluster zu dem Zeitpunkt gestartet hat, zu dem sich unser bekannter Indexfall infiziert hat. Die Quarantäne wird verhängt, weil es wahrscheinlich ist, dass sich zum selben Zeitpunkt auch andere Klassenmitglieder infiziert haben. Die Infektionen laufen hier sehr synchron, d.h. es liegt die einzeitige Charakteristik eines Superspreading-Events vor. Wegen des unbestätigten Status der auf Verdacht unter Quarantäne stehenden Klassenmitglieder werden dagegen deren Eltern und andere Haushaltsmitglieder nicht unter Quarantäne gestellt. Nur bei Auftreten von Symptomen tritt eine Haushaltsquarantäne in Kraft. Wegen des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts werden auch die Lehrer nicht in die Clusterisolation einbezogen. Lehrern sollte eine niedrigschwellige und symptomgerichtete Diagnostik zur Verfügung gestellt werden…«
Das realitätsleugnende Geschwurbel (mir gefällt am besten "die einzeitige Charakteristik eines Superspreading-Events") war selbst Wieler zu viel. Zu Drostens Steckenpferd Cluster siehe seinen hinreißenden Podcast vom 1.9.20, in der auch die kasachische Wüstenmaus, Perkolation und die Selbstwahrnehmung "Ich spreche bewusst ein bisschen diffus" vorkommen:
Wenige Wochen später legte er nach:
Viel mehr via https://www.corodok.de/?s=cluster.
»Es ist mit Fortschreiten der Epidemie nach den Herbstferien also mit einer Amplifikation in den Schulen zu rechnen.«
So heißt es in dem von Wieler zerlegten Papier. So kann nur Drosten sprechen. Wieler hingegen hielt sein Wissen vor der Öffentlichkeit versteckt.
Update
Wie sehr sich internes Wissen im RKI und nach außen kommunizierte Aussagen unterscheiden, wird aus einem weiteren Dokument der Sammlung erkennbar ("Stand: 18.11.2020"). Hier spricht aus jeder Formulierung Christian Drosten:


"Carlos A. Gebauer
@GebauerCarlosA
3h
Ich werde bisweilen gefragt, warum ich die Sicherheit mancher Produkte, die in jüngerer Vergangenheit vielfach zum Einsatz kamen, mit einer gewissen Vorsicht beurteile.
Darauf antworte ich, mich nicht auf allgemeine Ondits zu verlassen, sondern u.a. die eigenen Risikobeschreibungen von Herstellern gegenüber strengen Börsenaufsichten zu lesen.
Zulassungsbehörden machen so etwas sicher bei ihren Routinen auch ganz vordringlich. Denn was könnte zur Einschätzung insbesondere von Innovationen authentischer sein als die Beschreibung des Erfinders?
Hier habe ich – rein exemplarisch – ein Beispiel aus dem März 2021 angefügt. Ich erinnere mich, wie lebhaft wir diese Themen damals im Freundeskreis diskutiert haben.
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1776985/000156459021016723/bntx-20f_20201231.htm
"
https://nitter.net/pic/orig/media%2FG661QZGXMAAgF2T.jpg
Achten Sie auf "könnte" …
https://www.berliner-zeitung.de/news/corona-impfungen-usa-pruefen-todesfaelle-von-kindern-fda-will-zulassung-verschaerfen-li.10007974
Ganz fauler Trick: Verwirrung stiften.