
»In Dänemark erhalten vier Patienten eine Entschädigung vom Staat, nachdem sie nach der Anwendung des Abnehmmedikaments Wegovy beziehungsweise des Diabetesmedikaments Ozempic schwere Sehschäden bekommen hatten. Das teilte die dänische Behörde für Patientenschadenfälle (Patienterstatningen) mit. Zusammen erhalten die vier Patienten demnach Entschädigungszahlungen im Wert von umgerechnet rund 107.000 Euro…
Der dänischen Behörde zufolge haben bislang 43 Patientinnen und Patienten in Dänemark einen Entschädigungsantrag gestellt. Davon habe man nun fünf bearbeitet. Ein Antrag wurde abgelehnt, vier Patienten wurde eine Entschädigung zugesprochen.
Es seien sehr komplexe Fälle, erklärte die Behörde. Zum einen, weil die Medikamente recht neu seien, zum anderen, weil die Betroffenen durch ihre Vorerkrankungen – unter anderem Diabetes und erhöhter Blutdruck – ohnehin ein höheres Risiko hätten, an NAION zu erkranken.
Die Medikamente Ozempic und Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk sind auch in Deutschland ungemein beliebt. Hierzulande sind sie ebenfalls gegen Diabetes Typ 2 beziehungsweise viele Fälle von Übergewicht zugelassen.«
Wie könnte man auch auf die Idee kommen, daß der Hersteller für Schäden haftet…



Trotz der Erkenntnisse von Marx/Engels aus dem vorletzten Jahrhundert, niedergeschrieben z.B. im Kommunistischen Manifest, glauben immer noch viele das Märchen von "Unser" Staat.
@Blaue Zunge,
den Meisten ist die Rolle des Staate gar nicht klar. Von daher:
Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse.
Im Sozialismus wie im Kapitalismus.
Entschädigungsgeld vom Staat? Da sieht man doch wessen Interessen der Staat vertritt, ganz sicher nicht die Interessen der Geschädigten. Und ob da wirklich gezahlt wird, ist noch eine ganz andere Frage.
21.11.2025, 14:09 Uhr – Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
Statement: Dr. Ina Czyborra zum Bundesratsbeschluss KHAG
Berlins Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, äußert sich zum heutigen Beschluss des Bundesrates zum Krankenhausreformanpassungsgesetz wie folgt:
„Ich bin froh über den heutigen Beschluss. Bund und Länder haben lange und intensiv um die Reform gerungen. Jetzt können wir endlich in die Umsetzung gehen und unseren Krankenhäusern die nötige Planungssicherheit geben.
Ich habe immer betont, dass wir die Krankenhausreform auch in Berlin dringend brauchen. Zum einen, um die Situation der Krankenhäuser unter den aktuellen wirtschaftlichen und personellen Herausforderungen so zu gestalten, dass auch weiterhin eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung gewährleistet ist. Und zum anderen, um die Versorgungsqualität der Krankenhäuser zu erhöhen. Unser Fokus in Berlin liegt dabei auf einer sinnvollen Konzentration von medizinischen Angeboten, der Schärfung der Klinikprofile und dem effizienteren Einsatz vorhandener Ressourcen.
Für Berlin freut mich besonders, dass wir eine Ausnahmeregelung zur Standortdefinition erzielt haben. Die bisherige vorgesehene, starre 2000-Meter-Regelung hätte einen seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitenden Verbund wie die Charité Universitätsmedizin mit mehreren Campi künstlich zerschnitten. Das wäre planerisch falsch gewesen.
Damit die Krankenhausreform wirksam wird, müssen wir aber auch weitere strukturelle Defizite angehen. Unser Gesundheitssystem ist an vielen Stellen überreguliert. Das bindet Personal, das in der Versorgung fehlt. Wir brauchen interoperable Systeme statt Insellösungen. Es fehlen Schnittstellen, um Daten effizienter zu nutzen. Und nicht zuletzt kann die Ambulantisierung dazu beitragen, stationäre Ressourcen zu entlasten und Fachkräfte gezielter einzusetzen.
Die Krankenhausreform ist aber auch wichtig, um unser Gesundheitssystem widerstandsfähiger aufzustellen. Pandemien, geopolitische Risiken oder Cyberangriffe zeigen, wie verwundbar wir sind. Gerade öffentliche Krankenhäuser tragen hier eine besondere Verantwortung. Sie sind in Krisen, militärischen Lagen oder bei großen Schadensereignissen unverzichtbar. Deshalb müssen die geplanten Investitionen in IT-Sicherheit, Modernisierung und Krisenfestigkeit vom Bund künftig mehr berücksichtigt werden.“