Heute im Briefkasten: Die aktuelle Zeitung im Wert von 3,95 €, ummantelt mit drei ganzseitigen Anzeigen. Top aktuell die von GlaxoSmithCline und passend zur neuesten Stiko-Empfehlung mit der Überschrift "Gürtelrose – Nervenerkrankung im Schatten". Danach ist "fast jeder Dritte in Deutschland" asymptomatisch daran erkrankt. In der zweiten Anzeige wirbt BMW für die 530 PS starke Karosse X7. Dessen kleinere Variante mit 340 PS bekommt man gebraucht schon für 50.000 €. Die dritte Seite füllt eine Annonce von SAP, die für "digitale Souveränität" wirbt.
Im Textteil erfahre ich u.a.: "Hitler hatte seltenen Defekt". Rechts und Extremrechts entlasten die Industrie der EU von woker Bürokratie und der Einhaltung von Arbeits‑, Umwelt- und Menschenrechten. Das Wehrdienstgesetz ist nur "Ein Schritt, kein Sprung". 30 % der Bevölkerung, sagt Allensbach, "sind optimistisch, dass Deutschland sich in den kommenden zehn Jahren positiv entwickeln wird". Alleine im ersten Teil der Zeitung findet sich dann noch eine Dreiviertelseite mit einer Anzeige von Johnson&Johnson und eine ganzseitige Reklame, die frohlockt: "EU-Führerscheinreform erleichtert Millionen Menschen den Zugang zu einem Reisemobil". Herzlichen Dank, "FAZ"!

Für was werben Sie eigentlich @aa?
@Erfordia… :
Könnte man aber auch als "Drohung" auffassen, diese "Werbung"!?
Wie auch immer, er "wirbt" mit Sicherheit nicht für "Das Neue Wehrdienstgesetz". 😀 Das tut ja noch nicht mal die "Regierung". Dem Rationalisten ist natürlich völlig klar, daß die "Abschaffung" eines vorbildlichen Systemes "Allgemeiner Wehrpflicht", das so ziemlich verblödedste gewesen ist, was der "Regierung" jemals einfiel. Es tut einer Gesellschaft sehr gut, wenn junge Menschen (okay, hier Männer) ein Jahr der Gesellschaft opfern. Wer will, in der Armee, wer will im sozialen Bereich. Was hier verloren ging war in der Tat sehr einzigartig. Zum Ersten verringerte das (meiner Auffassung nach) jedwede Kriegsgefahr. Zum Anderen gibt es keine nachteiligen "Begleiterscheinungen", zumindest auf gesellschaftlicher Ebene. Nun stehen wir vor dem Problem, wer wen zu verteidigen hat. Das wird – behält man das so bei – den Staat "sprengen" – früher oder später! Keine Angst, das bleibt so nicht – wie auch immer .… (letzteres eine Vermutung)
Wir leben in "turbulenten" Zeiten. Als "Kind des Kalten Krieges" schreibe ich "turbulent" und nicht "gefährlich". Nicht weil es letzteres nicht wäre – nein, das ist es in hohem Maße – sondern weil das nichts Neues ist. Die Situation des "kalten Krieges" war nicht minder "gefährlich". Daß es am Ende nicht "eskalierte" sollte nicht als "Die Regel" in Betracht gezogen werden. In keinster Weise! Das scheint derzeit wohl die wirkliche Gefahr zu sein.
Na schönen Dank auch. Was in der redaktionellen Begleitlyrik zu den Werbeanzeigen steht, will ich gar nicht mehr wissen.
Haben die Journalisten, die so eifrig für Wehrdienst und Aufrüstung trommeln ("Ein Schritt, kein Sprung"), eigentlich schon ein Häuschen in der Südsee, wo sie ein halbes Jahr länger dabei zusehen können, wie ihre Kinder im atomaren Winter dahinsterben?
530PS – Das zieht doch nicht!
Aber, Hitler einen seltenen Defekt. – Selten? – Oh, my god…
Sorry, wir brauchen sie wieder. man hält's dann besser aus. Und es erklärt so vieles .…
https://www.youtube.com/watch?v=1G-zvfegoQo
Quelle: youtube.com