Wer hat's erfunden?

Spahn, Lauterbach und all die ande­ren haben nur abge­kup­fert*:

biden​white​hou​se​.archi​ves​.gov (9.9.21)

»DER PRÄSIDENT: Guten Abend, lie­be Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ich möch­te mit Ihnen dar­über spre­chen, wo wir im Kampf gegen COVID-19 ste­hen, wel­che Fortschritte wir erzielt haben und wel­che Arbeit noch vor uns liegt…

Viele von uns sind fru­striert dar­über, dass fast 80 Millionen Amerikaner noch immer nicht geimpft sind, obwohl der Impfstoff sicher, wirk­sam und kosten­los ist…

Obwohl die Impfstoffe den Geimpften einen star­ken Schutz bie­ten, lesen wir, hören wir und sehen wir in den letz­ten Wochen Berichte über hos­pi­ta­li­sier­te Menschen, Menschen auf ihrem Sterbebett, die nicht geimpft sind.

Dies ist eine Pandemie der Ungeimpften. Und sie wird dadurch ver­ur­sacht, dass trotz des bei­spiel­lo­sen und erfolg­rei­chen Impfprogramms in Amerika, trotz der Tatsache, dass seit fast fünf Monaten an 80.000 ver­schie­de­nen Orten kosten­lo­se Impfstoffe zur Verfügung ste­hen, immer noch fast 80 Millionen Amerikaner die Impfung nicht erhal­ten haben…

Die Ungeimpften über­fül­len unse­re Krankenhäuser, über­la­sten die Notaufnahmen und Intensivstationen und las­sen kei­nen Platz für Menschen mit Herzinfarkt, Pankreatitis oder Krebs…

Wir kön­nen nicht zulas­sen, dass die­se Maßnahmen den Schutz der gro­ßen Mehrheit der Amerikaner behin­dern, die ihren Beitrag gelei­stet haben und zu einem nor­ma­len Leben zurück­keh­ren wollen.

Als Ihr Präsident kün­di­ge ich heu­te Abend einen neu­en Plan an, der mehr Amerikaner zur Impfung ver­pflich­tet, um die­je­ni­gen zu bekämp­fen, die die öffent­li­che Gesundheit blockieren…

Meine Aufgabe als Präsident ist es, alle Amerikaner zu schützen.

Deshalb gebe ich heu­te Abend bekannt, dass das Arbeitsministerium eine Notverordnung aus­ar­bei­tet, die alle Arbeitgeber mit 100 oder mehr Mitarbeitern, die zusam­men über 80 Millionen Arbeitnehmer beschäf­ti­gen, ver­pflich­tet, sicher­zu­stel­len, dass ihre Belegschaft voll­stän­dig geimpft ist oder min­de­stens ein­mal pro Woche einen nega­ti­ven Test vorlegt.

Einige der größ­ten Unternehmen ver­lan­gen dies bereits: United Airlines, Disney, Tysons Food und sogar Fox News.

Das Fazit: Wir wer­den geimpf­te Arbeitnehmer vor nicht geimpf­ten Kollegen schüt­zen. Wir wer­den die Ausbreitung von COVID-19 ein­däm­men, indem wir den Anteil der geimpf­ten Arbeitnehmer in Unternehmen in ganz Amerika erhöhen.

Mein Plan sieht vor, die Impfvorschriften, die ich zuvor für den Gesundheitsbereich erlas­sen habe, aus­zu­wei­ten. Ich habe bereits ange­kün­digt, dass wir Impfungen für alle Mitarbeiter von Pflegeheimen vor­schrei­ben wer­den, die Patienten mit Medicare und Medicaid behan­deln, da ich über die ent­spre­chen­de Bundesbefugnis verfüge.

Heute Abend nut­ze ich die­sel­be Befugnis, um die­se Vorschrift auf die­je­ni­gen aus­zu­wei­ten, die in Krankenhäusern, häus­li­chen Pflegeeinrichtungen oder ande­ren medi­zi­ni­schen Einrichtungen arbei­ten – ins­ge­samt 17 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Wenn Sie sich in einer Gesundheitseinrichtung behan­deln las­sen, soll­ten Sie wis­sen kön­nen, dass die Personen, die Sie behan­deln, geimpft sind. Ganz ein­fach. Ganz klar. Punkt.

Als Nächstes wer­de ich eine Durchführungsverordnung unter­zeich­nen, die nun alle Mitarbeiter der Exekutive der Bundesregierung zur Impfung ver­pflich­tet – alle. Und ich habe eine wei­te­re Durchführungsverordnung unter­zeich­net, die Bundesauftragnehmer dazu ver­pflich­tet, das­sel­be zu tun.

Wenn Sie mit der Bundesregierung zusam­men­ar­bei­ten und Geschäfte mit uns machen wol­len, las­sen Sie sich imp­fen. Wenn Sie Geschäfte mit der Bundesregierung machen wol­len, las­sen Sie Ihre Mitarbeiter impfen…

Wir waren gedul­dig, aber unse­re Geduld ist am Ende. Ihre Weigerung hat uns alle etwas geko­stet. Also bit­te, tun Sie das Richtige. Aber glau­ben Sie nicht nur mir, hören Sie auch den unge­impf­ten Amerikanern zu, die in Krankenhausbetten lie­gen, ihren letz­ten Atemzug tun und sagen: „Hätte ich mich doch nur imp­fen las­sen.“ „Hätte ich doch nur.“…

Es gibt zwei ver­schie­de­ne Kategorien: Kinder ab 12 Jahren, die jetzt für eine Impfung in Frage kom­men, und Kinder unter 11 Jahren, die noch nicht für eine Impfung in Frage kommen.

Das Sicherste für Ihr Kind ab 12 Jahren ist, es imp­fen zu las­sen. Sie wer­den gegen vie­le Krankheiten geimpft. Das ist alles. Lassen Sie sie impfen.

Wie bei Erwachsenen tre­ten fast alle schwe­ren COVID-19-Fälle, die wir bei Jugendlichen beob­ach­ten, bei unge­impf­ten 12- bis 17-Jährigen auf – einer Altersgruppe, die bei den Impfquoten hinterherhinkt.

Also, lie­be Eltern, las­sen Sie bit­te Ihre Teenager impfen.

Was ist mit Kindern unter 12 Jahren, die noch nicht geimpft wer­den kön­nen? Nun, der beste Weg für Eltern, ihr Kind unter 12 Jahren zu schüt­zen, beginnt zu Hause. Alle Eltern, alle jugend­li­chen Geschwister und alle Betreuungspersonen in ihrem Umfeld soll­ten geimpft sein.

Kinder haben ein vier­mal höhe­res Risiko, ins Krankenhaus ein­ge­lie­fert zu wer­den, wenn sie in einem Bundesstaat mit nied­ri­gen Impfquoten leben als in Bundesstaaten mit hohen Impfquoten…

Heute sind etwa 90 Prozent des Schulpersonals und der Lehrkräfte geimpft. Wir soll­ten die­se Quote auf 100 Prozent erhö­hen. Meine Regierung hat bereits dafür gesorgt, dass Lehrkräfte an Schulen, die vom Verteidigungsministerium betrie­ben wer­den, geimpft wer­den – denn als Präsident im föde­ra­len System habe ich die Befugnis, das Verteidigungsministerium und das Innenministerium dazu zu ver­pflich­ten. Diese Befugnis habe ich.

Heute Abend kün­di­ge ich an, dass wir von allen fast 300.000 Pädagogen im staat­lich finan­zier­ten Programm „Head Start” ver­lan­gen wer­den, sich eben­falls imp­fen zu las­sen, um Ihre Jüngsten – unse­re Jüngsten – die wert­voll­sten Amerikaner zu schüt­zen und den Eltern Sicherheit zu geben…

Darüber hin­aus erhö­hen wir die Verfügbarkeit neu­er Medikamente, die von ech­ten Ärzten emp­foh­len wer­den, nicht von Verschwörungstheoretikern. Die mono­klon­a­len Antikörperbehandlungen sen­ken nach­weis­lich das Risiko einer Krankenhausbehandlung um bis zu 70 Prozent für nicht geimpf­te Menschen, die Gefahr lau­fen, eine schwe­re Erkrankung zu entwickeln…

Wir haben nun auch mit der Lieferung von wei­te­ren 500 Millionen COVID-Impfstoffen – Pfizer-Impfstoffen – begon­nen, die wir gekauft haben, um sie an 100 ein­kom­mens­schwa­che Länder zu spen­den, die Impfstoffe benö­ti­gen. Und ich wer­de noch in die­sem Monat wei­te­re Maßnahmen ankün­di­gen, um dem Rest der Welt zu helfen…

Gott seg­ne Sie alle und alle, die wei­ter­hin an vor­der­ster Front gegen die­se Pandemie kämp­fen. Und möge Gott unse­re Truppen beschützen.

Lassen Sie sich imp­fen.«

Danke auch hier für den Hinweis auf die­se Rede in einem Kommentar! Sie doku­men­tiert anschau­lich das Gemisch aus Halbwahrheiten und gan­zer Verlogenheit der Pandemiepolitik welt­weit. Mit Zwang aller Art woll­te Biden das von Trump gestar­te­te welt­wei­te "Impfprogramm" vor­wärts und Umsatz wie Gewinn von Pfizer in uner­meß­li­che Höhen treiben.


* Update Falsch. Zwar stammt der berüch­tig­te Tweet Spahns vom 3.11.21. Aber schon am 8.9.21 war auf dw​.com die­se Unwahrheit zu lesen:

dw​.com (8.9.21)

9 Antworten auf „Wer hat's erfunden?“

  1. "Rückblickend ist das, was ich wäh­rend der Corona-Krise gesagt habe, über­haupt nicht skan­da­lös. Im Gegenteil. Die all­ge­mei­ne Impfpflicht, gegen die ich mich damals unter ande­rem aus­ge­spro­chen habe, ist nie rea­li­siert wor­den, und zwar aus guten Gründen. Damals aber war die Stimmung extrem auf­ge­heizt und in vie­len Medien wur­de eine ande­re Sicht ver­tre­ten. Unter sol­chen Umständen kann man schnell die eige­ne Position in der Öffentlichkeit ver­lie­ren. Man hat dann kei­ne rele­van­te Stimme mehr, son­dern wird ins Team „ver­rückt“ ein­ge­ord­net. Das wäre mir damals wohl auch pas­siert, wenn ich nicht den Moment erkannt hät­te, in dem sich durch Beharren schlicht nichts mehr gewin­nen lässt und letzt­lich nur noch tem­po­rä­res Schweigen hilft.
    Sie haben geschwie­gen, um sich zu retten?

    Das Schweigen war schreck­lich, weil es Ohnmacht bedeu­tet und nah an der Feigheit ist. Aber es war der ein­zig mög­li­che Weg, sozi­al und medi­al zu über­le­ben. Für Aristoteles ist der Mut das Mittel zwi­schen der Feigheit und dem Leichtsinn. Man braucht, um mutig zu sein, durch­aus eine Sensibilität für mög­li­che Risiken. Der Abgrund der Feigheit aber ist immer da. Sie darf uns nicht bestim­men. So beugt man sich einem Konformitätsdruck, der nicht von oben, son­dern von den Seiten kommt, und arbei­tet sel­ber an einer Verengung des Diskursfeldes mit."

    https://​www​.ber​li​ner​-zei​tung​.de/​k​u​l​t​u​r​-​v​e​r​g​n​u​e​g​e​n​/​d​e​b​a​t​t​e​/​s​v​e​n​j​a​-​f​l​a​s​s​p​o​e​h​l​e​r​-​i​m​-​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​d​e​r​-​a​b​g​r​u​n​d​-​d​e​r​-​f​e​i​g​h​e​i​t​-​i​s​t​-​i​m​m​e​r​-​d​a​-​l​i​.​1​0​0​0​4​047

    1. Verzeihung, aber das ist ein­fach nur eins:
      ER-BÄRM-LICH!

      Flasspöhlers "tem­po­rä­res Schweigen" (wie viel Jahre?) hat nur einem Menschen gehol­fen: ihr selbst.
      Sie 'phi­lo­so­phiert' sich ihre FEIGHEIT jetzt hübsch zurecht …

  2. Es geht um sehr viel mehr als die Gewinne von Pfizer. Das Geld, das für das Spritzmittel von den Bürgern gestoh­len wur­de und kri­mi­nel­len Vereinigungen zuge­scho­ben wur­de, ist nichts, wirk­lich "pea­nuts" im Vergleich zu der Bedeutung des digi­ta­len Zentralbankgeldes als Ersatz für das bis­he­ri­ge Geldsystem.

  3. "Aya Velázquez@aya_velazquez 6h

    Soeben fand die Anhörung von Prof. Dirk Brockmann im Sächsischen Landtag statt. Das BSW stell­te auf Grundlage von Brockmanns Aussagen vor dem UA fest, dass die Maßnahmen ohne trag­fä­hi­ge Datenbasis waren – und lädt ihn ein wei­te­res Mal vor.

    Hier die Pressemitteilung des BSW dazu:
    "
    https://​nit​ter​.net/​a​y​a​_​v​e​l​a​z​q​u​ez/

    https://nitter.net/pic/orig/media%2FG5o2gNmWIAArcsn.png

    https://nitter.net/pic/orig/media%2FG5o2gvRWUAADmVM.png

  4. Bravo, Joe. Gut vom Teleprompter abgelesen!

    Darf man anne­hemn, dass die Rede eine Stiftung der modRNA-Hersteller war, die recy­cling­fä­hig z.B. auch in der euro­päi­schen Kolonie ver­laut­bart wer­den durf­te durch die loka­len (poli­ti­schen) Vertriebsrepräsentanten?

    Ist der Schäferhund von Biden auch geimpft?

  5. Deutsche Variante, dito:

    O‑Ton:

    Liebe Mitbürgerinnen, lie­be Mitbürger,
    das Coronavirus ver­än­dert zur­zeit das Leben in unse­rem Land dra­ma­tisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffent­li­chem Leben, von sozia­len Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.
    Millionen von Ihnen kön­nen nicht zur Arbeit, Ihre Kinder kön­nen nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlos­sen, und, was viel­leicht das Schwerste ist: uns allen feh­len die Begegnungen, die sonst selbst­ver­ständ­lich sind. Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation vol­ler Fragen und vol­ler Sorgen, wie es weitergeht.
    Ich wen­de mich heu­te auf die­sem unge­wöhn­li­chen Weg an Sie, weil ich Ihnen sagen will, was mich als Bundeskanzlerin und alle mei­ne Kollegen in der Bundesregierung in die­ser Situation lei­tet. Das gehört zu einer offe­nen Demokratie: dass wir die poli­ti­schen Entscheidungen auch trans­pa­rent machen und erläu­tern. Dass wir unser Handeln mög­lichst gut begrün­den und kom­mu­ni­zie­ren, damit es nach­voll­zieh­bar wird.
    Ich glau­be fest dar­an, dass wir die­se Aufgabe bestehen, wenn wirk­lich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen.

    Deswegen las­sen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es kei­ne Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemein­sa­mes soli­da­ri­sches Handeln ankommt.

    Ich möch­te Ihnen erklä­ren, wo wir aktu­ell ste­hen in der Epidemie, was die Bundesregierung und die staat­li­chen Ebenen tun, um alle in unse­rer Gemeinschaft zu schüt­zen und den öko­no­mi­schen, sozia­len, kul­tu­rel­len Schaden zu begren­zen. Aber ich möch­te Ihnen auch ver­mit­teln, war­um es Sie dafür braucht, und was jeder und jede Einzelne dazu bei­tra­gen kann.

    Zur Epidemie – und alles was ich Ihnen dazu sage, kommt aus den stän­di­gen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert-Koch-Instituts und ande­ren Wissenschaftlern und Virologen: Es wird welt­weit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff. Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unse­res Handelns: die Ausbreitung des Virus zu ver­lang­sa­men, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewin­nen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff ent­wickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit die­je­ni­gen, die erkran­ken, best­mög­lich ver­sorgt wer­den können.

    Deutschland hat ein exzel­len­tes Gesundheitssystem, viel­leicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unse­re Krankenhäuser wären völ­lig über­for­dert, wenn in kür­ze­ster Zeit zu vie­le Patienten ein­ge­lie­fert wür­den, die einen schwe­ren Verlauf der Coronainfektion erlei­den. Das sind nicht ein­fach abstrak­te Zahlen in einer Statistik, son­dern dass ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.

    Ich möch­te mich bei die­ser Gelegenheit zu aller erst an alle wen­den, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer son­sti­gen Funktion in unse­ren Krankenhäusern und über­haupt im Gesundheitswesen arbei­ten. Sie ste­hen für uns in die­sem Kampf in der vor­der­sten Linie. Sie sehen als erste die Kranken und wie schwer man­che Verläufe der Infektion sind. Und jeden Tag gehen Sie aufs Neue an Ihre Arbeit und sind für die Menschen da. Was Sie lei­sten, ist gewal­tig, und ich dan­ke Ihnen von gan­zem Herzen dafür.

    Also: Es geht dar­um, das Virus auf sei­nem Weg durch Deutschland zu ver­lang­sa­men. Und dabei müs­sen wir, das ist exi­sten­ti­ell, auf eines set­zen: das öffent­li­che Leben soweit es geht her­un­ter­zu­fah­ren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird wei­ter funk­tio­nie­ren, die Versorgung wird selbst­ver­ständ­lich wei­ter gesi­chert sein und wir wol­len so viel wirt­schaft­li­che Tätigkeit wie mög­lich bewahren.

    Aber alles, was Menschen gefähr­den könn­te, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft scha­den könn­te, das müs­sen wir jetzt redu­zie­ren. Wir müs­sen das Risiko, dass der eine den ande­ren ansteckt, so begren­zen, wie wir nur kön­nen. Ich weiß, wie dra­ma­tisch schon jetzt die Einschränkungen sind: kei­ne Veranstaltungen mehr, kei­ne Messen, kei­ne Konzerte und vor­erst auch kei­ne Schule mehr, kei­ne Universität, kein Kindergarten, kein Spiel auf einem Spielplatz. Ich weiß, wie hart die Schließungen, auf die sich Bund und Länder geei­nigt haben, in unser Leben und auch unser demo­kra­ti­sches Selbstverständnis ein­grei­fen. Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.

    Lassen Sie mich ver­si­chern: Für jeman­dem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpf­tes Recht waren, sind sol­che Einschränkungen nur in der abso­lu­ten Notwendigkeit zu recht­fer­ti­gen. Sie soll­ten in einer Demokratie nie leicht­fer­tig und nur tem­po­rär beschlos­sen wer­den – aber sie sind im Moment unver­zicht­bar, um Leben zu retten.
    Deswegen sind seit Anfang der Woche die ver­schärf­ten Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen zu eini­gen unse­rer wich­tig­sten Nachbarländer in Kraft.
    Für die Wirtschaft, die gro­ßen Unternehmen genau wie die klei­nen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die näch­sten Wochen wer­den noch schwe­rer. Ich ver­si­che­re Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirt­schaft­li­chen Auswirkungen abzu­fe­dern – und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.

    Wir kön­nen und wer­den alles ein­set­zen, was es braucht, um unse­ren Unternehmern und Arbeitnehmern durch die­se schwe­re Prüfung zu helfen.

    Und alle kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass die Lebensmittelversorgung jeder­zeit gesi­chert ist, und wenn Regale einen Tag mal leer­ge­räumt sind, so wer­den sie nach­ge­füllt. Jedem, der in den Supermärkten unter­wegs ist, möch­te ich sagen: Vorratshaltung ist sinn­voll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß; Hamstern, als wer­de es nie wie­der etwas geben, ist sinn­los und letzt­lich voll­kom­men unsolidarisch.

    Und las­sen Sie mich auch hier Dank aus­spre­chen an Menschen, denen zu sel­ten gedankt wird. Wer in die­sen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwer­sten Jobs, die es zur­zeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buch­stäb­lich den Laden am Laufen hal­ten. Jetzt zu dem, was mir heu­te das Dringendste ist: Alle staat­li­chen Maßnahmen gin­gen ins Leere, wenn wir nicht das wirk­sam­ste Mittel gegen die zu schnel­le Ausbreitung des Virus ein­set­zen wür­den: Und das sind wir selbst. So wie unter­schieds­los jeder von uns von dem Virus betrof­fen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder hel­fen. Zu aller­erst, indem wir ernst neh­men, wor­um es heu­te geht. Nicht in Panik ver­fal­len, aber auch nicht einen Moment den­ken, auf ihn oder sie kom­me es doch nicht wirk­lich an. Niemand ist ver­zicht­bar. Alle zäh­len, es braucht unser aller Anstrengung.

    Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie ver­wund­bar wir alle sind, wie abhän­gig von dem rück­sichts­vol­len Verhalten ande­rer aber damit eben auch: wie wir durch gemein­sa­mes Handeln uns schüt­zen und gegen­sei­tig stär­ken können.
    Es kommt auf jeden an. Wir sind nicht ver­dammt, die Ausbreitung des Virus pas­siv hin­zu­neh­men. Wir haben ein Mittel dage­gen: wir müs­sen aus Rücksicht von­ein­an­der Abstand hal­ten. Der Rat der Virologen ist ja ein­deu­tig: Kein Handschlag mehr, gründ­lich und oft die Hände waschen, min­de­stens ein­ein­halb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben beson­ders gefähr­det sind.

    Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns ver­langt wird. Wir möch­ten, gera­de in Zeiten der Not, ein­an­der nah sein. Wir ken­nen Zuwendung als kör­per­li­che Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist lei­der das Gegenteil rich­tig. Und das müs­sen wirk­lich alle begrei­fen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.

    Der gut­ge­mein­te Besuch, die Reise, die nicht hät­te sein müs­sen, das alles kann Ansteckung bedeu­ten und soll­te jetzt wirk­lich nicht mehr statt­fin­den. Es hat sei­nen Grund, war­um die Experten sagen: Großeltern und Enkel soll­ten jetzt nicht zusammenkommen.

    Wer unnö­ti­ge Begegnungen ver­mei­det, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täg­lich mehr Fälle küm­mern müs­sen. So ret­ten wir Leben. Das wird für vie­le schwer, und auch dar­auf wird es ankom­men: nie­man­den allein zu las­sen, sich um die zu küm­mern, die Zuspruch und Zuversicht brau­chen. Wir wer­den als Familien und als Gesellschaft ande­re Formen fin­den, ein­an­der beizustehen.
    Schon jetzt gibt es vie­le krea­ti­ve Formen, die dem Virus und sei­nen sozia­len Folgen trot­zen. Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast auf­neh­men, damit sie nicht ein­sam sind. Wir allen müs­sen Wege fin­den, um Zuneigung und Freundschaft zu zei­gen: Skypen, Telefonate, Mails und viel­leicht mal wie­der Briefe schrei­ben. Die Post wird ja aus­ge­lie­fert. Man hört jetzt von wun­der­ba­ren Beispielen von Nachbarschaftshilfe für die Älteren, die nicht selbst zum Einkaufen gehen kön­nen. Ich bin sicher, da geht noch viel mehr und wir wer­den als Gemeinschaft zei­gen, dass wir ein­an­der nicht allein lassen.

    Ich appel­lie­re an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die näch­ste Zeit gel­ten. Wir wer­den als Regierung stets neu prü­fen, was sich wie­der kor­ri­gie­ren lässt, aber auch: was womög­lich noch nötig ist. Dies ist eine dyna­mi­sche Situation, und wir wer­den in ihr lern­fä­hig blei­ben, um jeder­zeit umden­ken und mit ande­ren Instrumenten reagie­ren zu kön­nen. Auch das wer­den wir dann erklären.

    Deswegen bit­te ich Sie: Glauben Sie kei­nen Gerüchten, son­dern nur den offi­zi­el­len Mitteilungen, die wir immer auch in vie­le Sprachen über­set­zen lassen.

    Wir sind eine Demokratie. Wir leben nicht von Zwang, son­dern von geteil­tem Wissen und Mitwirkung. Dies ist eine histo­ri­sche Aufgabe und sie ist nur gemein­sam zu bewältigen.

    Dass wir die­se Krise über­win­den wer­den, des­sen bin ich voll­kom­men sicher. Aber wie hoch wer­den die Opfer sein? Wie vie­le gelieb­te Menschen wer­den wir ver­lie­ren? Wir haben es zu einem gro­ßen Teil selbst in der Hand. Wir kön­nen jetzt, ent­schlos­sen, alle mit­ein­an­der reagie­ren. Wir kön­nen die aktu­el­len Einschränkungen anneh­men und ein­an­der bei­ste­hen. Diese Situation ist ernst und sie ist offen. Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhän­gen, wie dis­zi­pli­niert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt.

    Wir müs­sen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zei­gen, dass wir herz­lich und ver­nünf­tig han­deln und so Leben ret­ten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.

    Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich dan­ke Ihnen.

    Quelle:
    https://​archiv​.cdu​.de/​n​o​d​e​/​4​9​500

    —-

  6. der tweet von Spahn stammt vom 3.9.2021

    ob er das vor­her schon irgend­wo auf­ge­schnappt hat, oder ob es sei­ne Idee war, weiß ich nicht. Finde ich auch nicht wichtig.

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