Spahn, Lauterbach und all die anderen haben nur abgekupfert*:

»DER PRÄSIDENT: Guten Abend, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, wo wir im Kampf gegen COVID-19 stehen, welche Fortschritte wir erzielt haben und welche Arbeit noch vor uns liegt…
Viele von uns sind frustriert darüber, dass fast 80 Millionen Amerikaner noch immer nicht geimpft sind, obwohl der Impfstoff sicher, wirksam und kostenlos ist…
Obwohl die Impfstoffe den Geimpften einen starken Schutz bieten, lesen wir, hören wir und sehen wir in den letzten Wochen Berichte über hospitalisierte Menschen, Menschen auf ihrem Sterbebett, die nicht geimpft sind.
Dies ist eine Pandemie der Ungeimpften. Und sie wird dadurch verursacht, dass trotz des beispiellosen und erfolgreichen Impfprogramms in Amerika, trotz der Tatsache, dass seit fast fünf Monaten an 80.000 verschiedenen Orten kostenlose Impfstoffe zur Verfügung stehen, immer noch fast 80 Millionen Amerikaner die Impfung nicht erhalten haben…
Die Ungeimpften überfüllen unsere Krankenhäuser, überlasten die Notaufnahmen und Intensivstationen und lassen keinen Platz für Menschen mit Herzinfarkt, Pankreatitis oder Krebs…
Wir können nicht zulassen, dass diese Maßnahmen den Schutz der großen Mehrheit der Amerikaner behindern, die ihren Beitrag geleistet haben und zu einem normalen Leben zurückkehren wollen.
Als Ihr Präsident kündige ich heute Abend einen neuen Plan an, der mehr Amerikaner zur Impfung verpflichtet, um diejenigen zu bekämpfen, die die öffentliche Gesundheit blockieren…
Meine Aufgabe als Präsident ist es, alle Amerikaner zu schützen.
Deshalb gebe ich heute Abend bekannt, dass das Arbeitsministerium eine Notverordnung ausarbeitet, die alle Arbeitgeber mit 100 oder mehr Mitarbeitern, die zusammen über 80 Millionen Arbeitnehmer beschäftigen, verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre Belegschaft vollständig geimpft ist oder mindestens einmal pro Woche einen negativen Test vorlegt.
Einige der größten Unternehmen verlangen dies bereits: United Airlines, Disney, Tysons Food und sogar Fox News.
Das Fazit: Wir werden geimpfte Arbeitnehmer vor nicht geimpften Kollegen schützen. Wir werden die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen, indem wir den Anteil der geimpften Arbeitnehmer in Unternehmen in ganz Amerika erhöhen.
Mein Plan sieht vor, die Impfvorschriften, die ich zuvor für den Gesundheitsbereich erlassen habe, auszuweiten. Ich habe bereits angekündigt, dass wir Impfungen für alle Mitarbeiter von Pflegeheimen vorschreiben werden, die Patienten mit Medicare und Medicaid behandeln, da ich über die entsprechende Bundesbefugnis verfüge.
Heute Abend nutze ich dieselbe Befugnis, um diese Vorschrift auf diejenigen auszuweiten, die in Krankenhäusern, häuslichen Pflegeeinrichtungen oder anderen medizinischen Einrichtungen arbeiten – insgesamt 17 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Wenn Sie sich in einer Gesundheitseinrichtung behandeln lassen, sollten Sie wissen können, dass die Personen, die Sie behandeln, geimpft sind. Ganz einfach. Ganz klar. Punkt.
Als Nächstes werde ich eine Durchführungsverordnung unterzeichnen, die nun alle Mitarbeiter der Exekutive der Bundesregierung zur Impfung verpflichtet – alle. Und ich habe eine weitere Durchführungsverordnung unterzeichnet, die Bundesauftragnehmer dazu verpflichtet, dasselbe zu tun.
Wenn Sie mit der Bundesregierung zusammenarbeiten und Geschäfte mit uns machen wollen, lassen Sie sich impfen. Wenn Sie Geschäfte mit der Bundesregierung machen wollen, lassen Sie Ihre Mitarbeiter impfen…
Wir waren geduldig, aber unsere Geduld ist am Ende. Ihre Weigerung hat uns alle etwas gekostet. Also bitte, tun Sie das Richtige. Aber glauben Sie nicht nur mir, hören Sie auch den ungeimpften Amerikanern zu, die in Krankenhausbetten liegen, ihren letzten Atemzug tun und sagen: „Hätte ich mich doch nur impfen lassen.“ „Hätte ich doch nur.“…
Es gibt zwei verschiedene Kategorien: Kinder ab 12 Jahren, die jetzt für eine Impfung in Frage kommen, und Kinder unter 11 Jahren, die noch nicht für eine Impfung in Frage kommen.
Das Sicherste für Ihr Kind ab 12 Jahren ist, es impfen zu lassen. Sie werden gegen viele Krankheiten geimpft. Das ist alles. Lassen Sie sie impfen.
Wie bei Erwachsenen treten fast alle schweren COVID-19-Fälle, die wir bei Jugendlichen beobachten, bei ungeimpften 12- bis 17-Jährigen auf – einer Altersgruppe, die bei den Impfquoten hinterherhinkt.
Also, liebe Eltern, lassen Sie bitte Ihre Teenager impfen.
Was ist mit Kindern unter 12 Jahren, die noch nicht geimpft werden können? Nun, der beste Weg für Eltern, ihr Kind unter 12 Jahren zu schützen, beginnt zu Hause. Alle Eltern, alle jugendlichen Geschwister und alle Betreuungspersonen in ihrem Umfeld sollten geimpft sein.
Kinder haben ein viermal höheres Risiko, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, wenn sie in einem Bundesstaat mit niedrigen Impfquoten leben als in Bundesstaaten mit hohen Impfquoten…
Heute sind etwa 90 Prozent des Schulpersonals und der Lehrkräfte geimpft. Wir sollten diese Quote auf 100 Prozent erhöhen. Meine Regierung hat bereits dafür gesorgt, dass Lehrkräfte an Schulen, die vom Verteidigungsministerium betrieben werden, geimpft werden – denn als Präsident im föderalen System habe ich die Befugnis, das Verteidigungsministerium und das Innenministerium dazu zu verpflichten. Diese Befugnis habe ich.
Heute Abend kündige ich an, dass wir von allen fast 300.000 Pädagogen im staatlich finanzierten Programm „Head Start” verlangen werden, sich ebenfalls impfen zu lassen, um Ihre Jüngsten – unsere Jüngsten – die wertvollsten Amerikaner zu schützen und den Eltern Sicherheit zu geben…
Darüber hinaus erhöhen wir die Verfügbarkeit neuer Medikamente, die von echten Ärzten empfohlen werden, nicht von Verschwörungstheoretikern. Die monoklonalen Antikörperbehandlungen senken nachweislich das Risiko einer Krankenhausbehandlung um bis zu 70 Prozent für nicht geimpfte Menschen, die Gefahr laufen, eine schwere Erkrankung zu entwickeln…
Wir haben nun auch mit der Lieferung von weiteren 500 Millionen COVID-Impfstoffen – Pfizer-Impfstoffen – begonnen, die wir gekauft haben, um sie an 100 einkommensschwache Länder zu spenden, die Impfstoffe benötigen. Und ich werde noch in diesem Monat weitere Maßnahmen ankündigen, um dem Rest der Welt zu helfen…
Gott segne Sie alle und alle, die weiterhin an vorderster Front gegen diese Pandemie kämpfen. Und möge Gott unsere Truppen beschützen.
Lassen Sie sich impfen.«
Danke auch hier für den Hinweis auf diese Rede in einem Kommentar! Sie dokumentiert anschaulich das Gemisch aus Halbwahrheiten und ganzer Verlogenheit der Pandemiepolitik weltweit. Mit Zwang aller Art wollte Biden das von Trump gestartete weltweite "Impfprogramm" vorwärts und Umsatz wie Gewinn von Pfizer in unermeßliche Höhen treiben.
* Update Falsch. Zwar stammt der berüchtigte Tweet Spahns vom 3.11.21. Aber schon am 8.9.21 war auf dw.com diese Unwahrheit zu lesen:


"Rückblickend ist das, was ich während der Corona-Krise gesagt habe, überhaupt nicht skandalös. Im Gegenteil. Die allgemeine Impfpflicht, gegen die ich mich damals unter anderem ausgesprochen habe, ist nie realisiert worden, und zwar aus guten Gründen. Damals aber war die Stimmung extrem aufgeheizt und in vielen Medien wurde eine andere Sicht vertreten. Unter solchen Umständen kann man schnell die eigene Position in der Öffentlichkeit verlieren. Man hat dann keine relevante Stimme mehr, sondern wird ins Team „verrückt“ eingeordnet. Das wäre mir damals wohl auch passiert, wenn ich nicht den Moment erkannt hätte, in dem sich durch Beharren schlicht nichts mehr gewinnen lässt und letztlich nur noch temporäres Schweigen hilft.
Sie haben geschwiegen, um sich zu retten?
Das Schweigen war schrecklich, weil es Ohnmacht bedeutet und nah an der Feigheit ist. Aber es war der einzig mögliche Weg, sozial und medial zu überleben. Für Aristoteles ist der Mut das Mittel zwischen der Feigheit und dem Leichtsinn. Man braucht, um mutig zu sein, durchaus eine Sensibilität für mögliche Risiken. Der Abgrund der Feigheit aber ist immer da. Sie darf uns nicht bestimmen. So beugt man sich einem Konformitätsdruck, der nicht von oben, sondern von den Seiten kommt, und arbeitet selber an einer Verengung des Diskursfeldes mit."
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/debatte/svenja-flasspoehler-im-interview-der-abgrund-der-feigheit-ist-immer-da-li.10004047
Verzeihung, aber das ist einfach nur eins:
ER-BÄRM-LICH!
Flasspöhlers "temporäres Schweigen" (wie viel Jahre?) hat nur einem Menschen geholfen: ihr selbst.
Sie 'philosophiert' sich ihre FEIGHEIT jetzt hübsch zurecht …
Es geht um sehr viel mehr als die Gewinne von Pfizer. Das Geld, das für das Spritzmittel von den Bürgern gestohlen wurde und kriminellen Vereinigungen zugeschoben wurde, ist nichts, wirklich "peanuts" im Vergleich zu der Bedeutung des digitalen Zentralbankgeldes als Ersatz für das bisherige Geldsystem.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/biontech-aktie-faellt-nach-bericht-ueber-pfizer-ausstieg-a-2655f2ce-9c3e-4c5e-bf2e-0071e24ae362?
Pfizer orientiert sich schon mal um … .
Was wohl der nexte heiße Scheiß sein mag?
"Aya Velázquez@aya_velazquez 6h
Soeben fand die Anhörung von Prof. Dirk Brockmann im Sächsischen Landtag statt. Das BSW stellte auf Grundlage von Brockmanns Aussagen vor dem UA fest, dass die Maßnahmen ohne tragfähige Datenbasis waren – und lädt ihn ein weiteres Mal vor.
Hier die Pressemitteilung des BSW dazu:
"
https://nitter.net/aya_velazquez/
https://nitter.net/pic/orig/media%2FG5o2gNmWIAArcsn.png
https://nitter.net/pic/orig/media%2FG5o2gvRWUAADmVM.png
Bravo, Joe. Gut vom Teleprompter abgelesen!
Darf man annehemn, dass die Rede eine Stiftung der modRNA-Hersteller war, die recyclingfähig z.B. auch in der europäischen Kolonie verlautbart werden durfte durch die lokalen (politischen) Vertriebsrepräsentanten?
Ist der Schäferhund von Biden auch geimpft?
Deutsche Variante, dito:
O‑Ton:
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
das Coronavirus verändert zurzeit das Leben in unserem Land dramatisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialen Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.
Millionen von Ihnen können nicht zur Arbeit, Ihre Kinder können nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und, was vielleicht das Schwerste ist: uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind. Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.
Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie, weil ich Ihnen sagen will, was mich als Bundeskanzlerin und alle meine Kollegen in der Bundesregierung in dieser Situation leitet. Das gehört zu einer offenen Demokratie: dass wir die politischen Entscheidungen auch transparent machen und erläutern. Dass wir unser Handeln möglichst gut begründen und kommunizieren, damit es nachvollziehbar wird.
Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen.
Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.
Ich möchte Ihnen erklären, wo wir aktuell stehen in der Epidemie, was die Bundesregierung und die staatlichen Ebenen tun, um alle in unserer Gemeinschaft zu schützen und den ökonomischen, sozialen, kulturellen Schaden zu begrenzen. Aber ich möchte Ihnen auch vermitteln, warum es Sie dafür braucht, und was jeder und jede Einzelne dazu beitragen kann.
Zur Epidemie – und alles was ich Ihnen dazu sage, kommt aus den ständigen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert-Koch-Instituts und anderen Wissenschaftlern und Virologen: Es wird weltweit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff. Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unseres Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können.
Deutschland hat ein exzellentes Gesundheitssystem, vielleicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unsere Krankenhäuser wären völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Coronainfektion erleiden. Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern dass ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.
Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zu aller erst an alle wenden, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer sonstigen Funktion in unseren Krankenhäusern und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Sie stehen für uns in diesem Kampf in der vordersten Linie. Sie sehen als erste die Kranken und wie schwer manche Verläufe der Infektion sind. Und jeden Tag gehen Sie aufs Neue an Ihre Arbeit und sind für die Menschen da. Was Sie leisten, ist gewaltig, und ich danke Ihnen von ganzem Herzen dafür.
Also: Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren.
Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren. Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können. Ich weiß, wie dramatisch schon jetzt die Einschränkungen sind: keine Veranstaltungen mehr, keine Messen, keine Konzerte und vorerst auch keine Schule mehr, keine Universität, kein Kindergarten, kein Spiel auf einem Spielplatz. Ich weiß, wie hart die Schließungen, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, in unser Leben und auch unser demokratisches Selbstverständnis eingreifen. Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.
Lassen Sie mich versichern: Für jemandem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden – aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten.
Deswegen sind seit Anfang der Woche die verschärften Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen zu einigen unserer wichtigsten Nachbarländer in Kraft.
Für die Wirtschaft, die großen Unternehmen genau wie die kleinen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Ich versichere Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern – und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.
Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen.
Und alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist, und wenn Regale einen Tag mal leergeräumt sind, so werden sie nachgefüllt. Jedem, der in den Supermärkten unterwegs ist, möchte ich sagen: Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß; Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.
Und lassen Sie mich auch hier Dank aussprechen an Menschen, denen zu selten gedankt wird. Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten. Jetzt zu dem, was mir heute das Dringendste ist: Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst. So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.
Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten anderer aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können.
Es kommt auf jeden an. Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten. Der Rat der Virologen ist ja eindeutig: Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben besonders gefährdet sind.
Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns verlangt wird. Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig. Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.
Der gutgemeinte Besuch, die Reise, die nicht hätte sein müssen, das alles kann Ansteckung bedeuten und sollte jetzt wirklich nicht mehr stattfinden. Es hat seinen Grund, warum die Experten sagen: Großeltern und Enkel sollten jetzt nicht zusammenkommen.
Wer unnötige Begegnungen vermeidet, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Fälle kümmern müssen. So retten wir Leben. Das wird für viele schwer, und auch darauf wird es ankommen: niemanden allein zu lassen, sich um die zu kümmern, die Zuspruch und Zuversicht brauchen. Wir werden als Familien und als Gesellschaft andere Formen finden, einander beizustehen.
Schon jetzt gibt es viele kreative Formen, die dem Virus und seinen sozialen Folgen trotzen. Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind. Wir allen müssen Wege finden, um Zuneigung und Freundschaft zu zeigen: Skypen, Telefonate, Mails und vielleicht mal wieder Briefe schreiben. Die Post wird ja ausgeliefert. Man hört jetzt von wunderbaren Beispielen von Nachbarschaftshilfe für die Älteren, die nicht selbst zum Einkaufen gehen können. Ich bin sicher, da geht noch viel mehr und wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen.
Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist. Dies ist eine dynamische Situation, und wir werden in ihr lernfähig bleiben, um jederzeit umdenken und mit anderen Instrumenten reagieren zu können. Auch das werden wir dann erklären.
Deswegen bitte ich Sie: Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.
Wir sind eine Demokratie. Wir leben nicht von Zwang, sondern von geteiltem Wissen und Mitwirkung. Dies ist eine historische Aufgabe und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen.
Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher. Aber wie hoch werden die Opfer sein? Wie viele geliebte Menschen werden wir verlieren? Wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wir können jetzt, entschlossen, alle miteinander reagieren. Wir können die aktuellen Einschränkungen annehmen und einander beistehen. Diese Situation ist ernst und sie ist offen. Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt.
Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.
Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich danke Ihnen.
Quelle:
https://archiv.cdu.de/node/49500
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der tweet von Spahn stammt vom 3.9.2021
ob er das vorher schon irgendwo aufgeschnappt hat, oder ob es seine Idee war, weiß ich nicht. Finde ich auch nicht wichtig.
@o.W.: Ich kenne nur den Tweet vom 3.11.21. Allerdings berichtete dw.com schon am 8.9.21 von einer entsprechenden Ausage Spahns. Danke jedenfalls, trage das nach!