Julius Geiler, dem alles Linke zuwider ist, das sich nicht in den staatstragenden Bahnen von SPD und Grünen bewegt, freut sich über eine "linke" Besetzung an der TU-Berlin. Die ist, anders als propalästinensische Aktionen, eine gute, weil sie sich gegen einen halbwegs linken AStA wendet.

»An der Technischen Universität (TU) in Berlin-Charlottenburg werden seit Montagvormittag Räumlichkeiten des Allgemeinen Studierendenausschusses (kurz: Asta) von Studierenden besetzt, die mit der Aktion auf antisemitische Tendenzen und Terror-Glorifizierung auf ihrem Campus und im Studierendenausschuss aufmerksam machen wollen…
Die Studierenden fordern unter anderem konkret keine antisemitischen Veranstaltungen mehr auf dem Campus, keine Unterstützung antisemitischer Gruppen durch den Asta und „aufklärende und präventive Veranstaltungen“, zu allen Formen von Antisemitismus. Zudem solle der Posten des Antisemitismusbeauftragten der TU Berlin neu besetzt werden…«
Antisemitismus ist in den Köpfen von Geiler und seinen MitstreiterInnen, jegliche Kritik an Israel und dem Völkermord in Gaza sowie der Okkupation des Westjordanlands durch rechtsextreme Siedler.
»Polizeieinsatz hatte nichts mit Besetzung zu tun
Verwirrung gab es zunächst um einen Polizeieinsatz: Auf einem Foto des Instagram-Accounts der Besetzer ist zu erkennen, dass zwischenzeitlich Polizeikräfte das Gebäude betreten hatten. Anschließend hätten sich Beamte vor dem Gebäude positioniert, schreiben die Aktivisten. Sie behaupteten bei Instagram, dass die TU die Polizei gerufen habe.
Eine Sprecherin widersprach dieser Darstellung, nachdem auch der Tagesspiegel darüber berichtet hatte. Die Leitung der Universität habe weder die Polizei gerufen noch ins Gebäude gelassen. Sie sei in Gesprächen und beobachte die Situation, das Hausrecht über die betroffenen Räume habe aber der Asta, hieß es.
Ein Polizeisprecher klärte am Nachmittag darüber auf, dass der Einsatz nichts mit der Besetzung zu tun gehabt habe. Vielmehr ging es um Ermittlungen zu einer Sachbeschädigung an Plakaten der Bundeswehr.
Er verwies auf ein Bekennerschreiben auf dem Portal Indymedia, demzufolge eine Gruppe namens „Werkstatt für Antifaschistische Aktionen“ in mehreren Gebäuden der TU Plakate des IT-Dienstleisters der Bundeswehr, der BWI GmbH, mit einem Totenkopf und Warnhinweisen wie auf Zigarettenpackungen beklebt hatte. Aufgrund dieser Selbstbezichtigung sei ein Funkstreifenwagen zur TU geschickt worden, sagte der Polizeisprecher. Maßnahmen gegen die Asta-Besetzer habe man nicht ergriffen.«
Werbeaktionen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen sind für den "Tagesspiegel" offenbar kein Grund für Kritik.
Zu Geilers leidenschaftlichem Engagement gegen Coronaprotestierende und Friedensbewegte siehe:
https://www.corodok.de/?s=julius+geiler und
https://kodoroc.de/?s=geiler
(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

Mir geht dieser Palästinenserhaß langsam auf den Zeiger.
" … Plakate des IT-Dienstleisters der Bundeswehr, der BWI GmbH, mit einem Totenkopf und Warnhinweisen wie auf Zigarettenpackungen beklebt hatte."
Geht klar, Herr Kommissar! Wenn auf der Werbung für Müsli-Riegel ein Totenkopf gezeichnet wird, gibt's auch eine spezielle Ermittlung. Wo käme man hin, wenn hier mit zweierlei Maß gemenssen wird. Also, sowas.
Die Antisemitismus-Keule langweilt. Mord bleibt Mord, egal, von welcher Ethnie, Glaubenbekenntnis, beruflichem Status, Staatsbürgerschaft etc. verübt. Und Beihilfe zum Mord bleibt Beihilfe zum Mord. Daher schwinge ich verbal die Keule gegen die antisemitismuslabernden Mörder und deren Mittäter und Helfenden. Es gibt keine Rechtfertigung für Mord.
O'Mikron, Propaganda lebt von der Verdrehung der Begriffe. Und davon, ständig irgendwelche Schubladen auszuhecken um Menschen zu diskriminieren als Ziel für den ausgestreckten Zeigefinger.
Was bitte sind denn Antisemiten? Sehen Sie, allein dieser Begriff ist völlig verwirrend. Wir Marxisten hingegen bevorzugen klare Definitionen und Begriffe die jeder versteht. Ganz sicher ist die Besetzung und Zerstörung bestehender Staatsgebiete ein völkerrechtswidriger Akt. Ergo ist es völlig unstrittig ob es einen Staat Palästina gegeben hat, auch wenn ein Großteil der in Palästina lebenden Menschen Nomaden sind. Sehen Sie, auch ein Großteil der Mongolischen Bevölkerung sind Nomaden, haben die deswegen, also aufgrund ihrer nomadischen Lebensweise etwa nicht das Recht auf einen Staat? Dieselbe Frage können wir für viele weitere Länder Asiens stellen. Aber die richtige Antwort kann nur lauten:
Jedes Volk, jede Nation der Welt hat das Recht, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und damit auch das Recht auf einen Staat!
Und ausgerechnet die Vertreter des BRD-Staates, die selbst nur Marionetten sind und in ihrem eigenen Staatsgebiet NULL Respekt vor jedwelchen Nationalitäten haben, faseln da von irgendwelchen *ismen.
SPD und die Grünen sind ja auch Neoliberale Linke. Solidarische Politik die von Menschen für Menschen da ist – Fehlanzeige…
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Lieber Ösi, die Parteien in DE sind innerlich genauso gespalten wie die Parteien in AT. Genauso wie es in der deutschen SPD Menschen gibt die demokratisch-sozialistisch denken gibt es die auch in den Parteien Österreichs.