Es gibt Studien, die von den großen Medien durchgewunken werden. Sie werden nicht hinterfragt, selbst wenn sie nachweisbar von der Industrie durchgeführt werden. Die Coronazeit ist voller solcher Beispiele. Wenn die Ergebnisse ausnahmsweise dem gängigen Narrativ widersprechen, werden sie überaus kritisch beäugt.

Wessen haben sich das Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung, die FU Berlin, dass Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) und die Universität Marburg schuldig gemacht?
»… Das Forschungsteam sprach während der Demonstration Teilnehmer an, die dann zu Hause an einer Onlinebefragung auf Deutsch oder Englisch teilnehmen konnten. Aus den 301 verwerteten Fragebögen und 43 Kurzinterviews vor Ort erfährt man, dass die Teilnehmer bemerkenswert gebildet sind. 58 Prozent hatten einen Hochschulabschluss, elf Prozent sogar einen Doktortitel. 86 Prozent seien Deutsche, ganze sechs Teilnehmer gaben an, palästinensische Eltern zu haben…
Der zentrale Befund nachAuswertung von 43 Kurzinterviews und den Fragebögen: Die Menschen hätten auf der Straße keine Israelfeindschaft artikuliert, sondern Trauer und Solidarität gegenüber den Toten in Gaza. Was diese Menschen „sonst über Israel denken“, sei nicht im „Fokus der Studie“ gewesen. Aber wie will man sich von der angeblichen medialen Voreingenommenheit empirisch unterscheiden, wenn man es selbst nicht besser wissen will?
Die Teilnehmer wurden aufgefordert, ihre Position zu der Aussage zu formulieren, dass „Palästina als Staat anerkannt“ werden solle. Neunzig Prozent stimmten hier tatsächlich „voll und ganz“ zu, aber was damit gemeint sei, welcher Staat, auf welchem Territorium, unter Einschluss von ganz Palästina oder als Zweistaatenlösung, all diese doch entscheidenden Spezifikationen blieben ungefragt…
Was wollten sie sonst noch nicht wissen? Die Studie fragt, ob es „in Deutschland genug Raum für Trauer um die Opfer in Gaza“ gibt, was fünfzig Prozent der Teilnehmer entschieden bestreiten. Warum wurden sie nicht auch gefragt, ob es einen solchen Raum für die israelischen Opfer der Massaker vom 7. Oktober gibt? …
Immerhin fragt die Studie auch, ob „jüdisches Leben in Deutschland aufgrund seiner Geschichte besonders geschützt werden sollte.“ Dass 79 Prozent des hochgebildeten und „reflektierten Protestmilieus“ dieser Aussage zustimmten, verdeutliche ihr „ausgeprägtes Bewusstsein für die besondere deutsche historische Verantwortung“, so die Autoren. Das mag sein, aber die aktuelle Diskussion dreht sich darum, warum die ausgeprägte Sorge um den Schutz des jüdischen Lebens in Deutschland für viele so völlig problemlos mit einer tiefen Abneigung gegen den Staat Israel vereinbar ist. Es war offensichtlich nicht das Ziel der Studie, zur Klärung dieser Kontroverse beizutragen, sonst hätte sie auch andere Fragen stellen müssen. Man muss das als vertane Chance bedauern.«

Die vertane Chance des Ewiggleichen. So sad.
Jedes menschliche Leben. Bedarf des Schutzes in Verantwortung eines Staates.
Immer wieder wird hervorgehoben, dass auch Akademiker mit dem von Deutschland massiv unterstützen Genozid an Palästinensern ein Problem haben. Um den Mord abzulehnen, muss man nicht studiert haben. Es reicht Menschlichkeit aus. Diese fehlt den am (Völker)mord Beteiligten vor Ort in Palästina ebenso wie in den Fabriken und Amtsstuben (einschließlich der Präsidentenpaläste und Parlamente), egal wer in diesen sitzt.
Welcher Ethnie Mörder angehören und welche Staatsbürgerschaft diese haben, ist irrelevant. Mord bleibt Mord. Und Beihilfe zum Mord bleibt Beihilfe zum Mord. Und man sollte nicht nur abstrakt Institutionen betrachten ("die da"), die dies ermöglichen. Selbstverständlich geht "der Staat" gegen jeden vor, der auch nur einen Namen nennt. Dies ist ja Verunglimpfung oder Schlimmeres.