Das Fachblatt für alternative Fakten ordnet ein:

Es war eine Überraschung für die Schaumkronen der verschwörungsideologisch hoch Motivierten:
»… Auf der SWR-Website wird den Hörerinnen und Hörern eine Vorschlagsliste angezeigt, die man wie eine Datenbank durchsuchen kann. Sie basiert „auf dem Sound von SWR1 und der Tradition der Hitparade“. In der Regel genügt dann ein Klick auf den Song, um Punkte zu vergeben. Allerdings: Auch Stücke, die in der Liste nicht auftauchen, kann man wählen. Dazu muss man Interpret und Titel selbst in ein Eingabefeld tippen.
Songs von Reinhard Mey fand man auch 2025 über die Schnellsuche. „Nein, meine Söhne geb’ ich nicht“ war dieses Mal – das fiel einigen bald auf – nicht dabei. Eine Überraschung, ein Rätsel, denn in der „Tradition der Hitparade“ stand das Stück ja durchaus. Einer der Zuständigen beim SWR musste es, warum auch immer, aus der Datenbank für die Liedvorschläge gelöscht haben…
Auch wenn hier also von Canceln oder Nichtnominierung keine Rede sein kann: Es war sicher ein Fehler, dass der SWR nicht proaktiv darauf hinwies, dass er das Stück aus der Liste genommen hatte. „Kriegsdienstverweigerung und Flucht vor dem Krieg – Themen, die heute aktueller sind denn je“, schrieb Ende 2023 ein SWR-Autor über das „Söhne“-Lied, und seither sind die weltanschaulichen und sozialpolitischen Schaumkronen rundherum eher größer geworden. Da der Song am Ende sogar besser abschnitt als 2024, kann die Fan-Verwirrung am Ende aber nicht allzu groß gewesen sein…
Die Gegenredner, vom verschwörungsideologisch hoch motivierten Blog „NachDenkSeiten“ bis zur Wagenknecht-Partei, stufen die Erklärung des Senders erwartungsgemäß als Ausrede ein…
Dass der SWR im Vorfeld nicht erkannt hat, welche Wirkung die Listenstreichung haben würde, war ein kommunikatives Versäumnis. Trotzdem grassieren die alternativen Fakten über die Öffentlich-Rechtlichen natürlich auch dieses Mal, wie und wo sie wollen…«
Siehe auch:

Da teilt aber jemand kräftig aus. Der Herr hat wohl beim schwarzen Kanal gelernt.
Wie schön, dass die kalten Krieger aus ihren Löchern kommen. Das erinnert an alte Zeiten.
Zitat 1:
"Einer der Zuständigen beim SWR musste es, warum auch immer, aus der Datenbank für die Liedvorschläge gelöscht haben…"
Zitat 2:
"Dass der SWR im Vorfeld nicht erkannt hat, welche Wirkung die Listenstreichung haben würde, war ein kommunikatives Versäumnis."
Hier passt was gehörig nicht zusammen! Erst soll nur EINER der Zuständigen beim SWR im Alleingang für die Löschung verantwortlich sein, und dann redet man von dem (!) SWR, der schon im VORFELD (!) etwas nicht erkannt haben will.
Zitat 3:
"Die Gegenredner, vom verschwörungsideologisch hoch motivierten Blog „NachDenkSeiten“ bis zur Wagenknecht-Partei, stufen die Erklärung des Senders erwartungsgemäß als Ausrede ein…"
Welche Erklärung…?! Stattdessen bekommt man nur von Ideoloie durchtränktes Gefasel!
Bei den Propagandamedien liegen die Nerven blank.
@Klabautermann*frau: In einem anderen Blogbeitrag von aa schriebst Du, dass der Titel "Etwas modernisierungsbedürftig?" sei. Ist er auch. Und Mey hat ihn mit Gastmusikerinnen und Gastmusikern neu und in einer moderneren Form aufgenommen: https://youtu.be/1q-Ga3myTP4
Diese Version vermittelt die von Mey beabsichtigte Botschaft besonders eingängig mit einer in Mark und Knochen gehenden Intensität – hörenswert!
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi
Ah, die Süddeutsche wieder mal (Zitat) :
„Dass der SWR im Vorfeld nicht erkannt hat, welche Wirkung die Listenstreichung haben würde, war ein kommunikatives Versäumnis. Trotzdem grassieren die alternativen Fakten über die Öffentlich-Rechtlichen natürlich auch dieses Mal, wie und wo sie wollen…"
Natürlich, liebe Redakteure der Süddeutschen, Ihr sprecht mir ja so aus dem Herzen!
Das ist nämlich genauso wie in der menschengemachten Corona-Krise, als die Regierung "im Vorfeld [nur] nicht erkannt hatte, welche Wirkung ihre weitreichenden Grundrechtsverletzungen wie Impfpflicht, Maskenpflicht, Ausgehverbote, Versammlungsverbote, Zugangsverbote, Lockdowns, Schulschließungen haben würden" (habe ich noch was vergessen?)
Es war natürlich damals auch nur ein kommunikatives Versäumnis. Nur darin bestand damals (und besteht heute) der Fehler.
Mit anderen Worten:
Die Politik hatte die verfügten Zwangs-Maßnahmen nur nicht richtig erklärt. Die Maßnahmen an sich waren dagegen völlig angemessen und deshalb in Ordnung (die „Expertin“ Frau Prof. Cornelia Betsch als Expertin für Gesundheitskommunikation kann das bestätigen).
Es ist natürlich auch völlig klar, dass die Gegenredner, also die rechten, verschwörungsideologisch hoch motivierten Coronaleugner und Impfgegner, die Politik(er) durch ihre in Umlauf gebrachten „alternativen Fakten“ schon immer diskreditieren wollten und die völlig plausible Erklärung der Politik „erwartungsgemäß (auch) als Ausrede eingestuft hatten“.
Diese verschwörungstheoretisch hoch motivierten Gegenredner sind aber auch sowas von lästig…