"Bequemer, Wildvögel verantwortlich zu machen, als sich mit einer milliardenschweren Industrie wie der Geflügelwirtschaft anzulegen"

Es wäre nicht die "Süddeutsche Zeitung", wie wir sie ken­nen und has­sen gelernt haben, wenn sie ein Interview vom 29.10.25 mit der eme­ri­tier­ten Biologin Diana Bell nicht unter die Überschrift „Das Virus fin­det immer neue Wirte“ stel­len wür­de. Dabei setzt Bell ganz ande­re Schwerpunkte, als sie im Vorspann mit "Das Virus stel­le eine der größ­ten Bedrohungen für die Tierwelt dar" ange­kün­digt wird. Das sieht sie zwar tat­säch­lich so, stellt aber Zusammenhänge her:

»… Seevögel etwa, die beson­ders stark von der Vogelgrippe betrof­fen sind, ste­hen bereits unter Druck durch Nahrungsmangel infol­ge von Überfischung, durch Meeresverschmutzung mit Plastik und Chemikalien – und natür­lich durch den Klimawandel.

Was muss getan wer­den, um die Krankheit ein­zu­däm­men oder sogar zu überwinden?

Um das Schlimmste abzu­wen­den, müs­sen wir die Hauptquelle die­ses Virus ange­hen: die Massentierhaltung von Geflügel. „"Bequemer, Wildvögel ver­ant­wort­lich zu machen, als sich mit einer mil­li­ar­den­schwe­ren Industrie wie der Geflügelwirtschaft anzu­le­gen"“ weiterlesen

Terrorismus aus dem Weißen Haus

So berich­tet die "Bild-Zeitung" über den "Karibik-Zwist". "Trump lässt wei­ter Koks-Kähne bom­bar­die­ren", gegen den "Diktator", was sonst.

bild​.de (23.10.25)

Dutzende Tote haben die Angriffe auf angeb­li­che oder tat­säch­li­che Drogenschmuggler bereits geko­stet. Unabhängig von der Begründung sind die Attacken zwei­fel­los völ­ker­rechts­wid­rig, was selbst von den eng­sten Verbündeten in Mittelamerika so gese­hen wird. Das beküm­mert weder den Friedensnobelpreisträger in spe noch die in blin­der Gefolgschaft gefan­ge­ne Bundesregierung. Für letz­te­re sind Drohnen unbe­kann­ter Herkunft das, was für Trump "Koks-Kähne" sind. Sie müs­sen her­hal­ten für einen zügel­lo­sen Militarismus. Der unge­bro­che­ne wirt­schaft­li­che Niedergang des Westens soll so wett­ge­macht wer­den – mit dra­ma­ti­schen Folgen für die Sozialsysteme, den Welthandel und einen ohne­hin fra­gi­len Frieden in der Welt. So haben schon immer unter­ge­hen­de Systeme agiert. Die in ihnen Lebenden müs­sen sich ent­schei­den, ob sie in den Abgrund fol­gen oder ihren Herrschenden das Handwerk legen wollen.