Die "Süddeutsche Zeitung" bleibt ihrem Ruf als Pharma-PR-Firma treu. Der Begriff "Fehlinformationen" ist tatsächlich angebracht. Es gibt auch eine gute Nachricht.

»… SZ: Frau Nishtar, zuletzt lief es ziemlich gut für die Organisation. Im vergangenen Jahr haben die von Gavi unterstützten Impfungen 1,7 Millionen Leben gerettet – das ist ein Rekordergebnis.
Sania Nishtar: Ja, wir haben uns von der Pandemie erholt und uns erfolgreich auf die Kinder konzentriert, die damals nicht erreicht wurden. Zudem haben wir neue Impfstoffe eingeführt. Ein Beispiel ist der HPV-Impfstoff, der erste Impfstoff zum Schutz vor Krebs. Es gibt zudem einen neuen Impfstoff gegen Malaria, der die Sterblichkeit senkt…
Wenn wir mit einem Minus von 1,5 Milliarden Dollar rechnen, heißt dies, dass wir 75 Millionen Kinder weniger impfen können. Das könnte 1,1 Millionen Todesfälle bedeuten…
Impfstoffe sind extrem streng reguliert. Schon der Prozess, den ein Hersteller durchlaufen muss, um eine Lizenz für eine Produktionsstätte zu erhalten, ist sehr strikt. Impfstoffe werden in einem unabhängigen Verfahren aufwendig bewertet. Für Länder mit geringerem Einkommen macht dies die WHO mit einer Gruppe von sehr erfahrenen Fachleuten. Die Behörden in den Ländern prüfen dann alle Details sehr sorgfältig nach. Und wenn die Impfstoffe eingesetzt werden, werden alle potenziellen Nebenwirkungen weltweit erfasst und ausgewertet. Das ist in dieser Rigorosität einzigartig. Ich möchte daher in aller Bescheidenheit sagen, dass der Bereich der Impfstoffe einer der am stärksten regulierten und überwachten Bereiche ist und auch wir nichts unversucht lassen, um sicherzustellen, dass die Impfstoffe sicher in die Arme der Kinder gelangen…«
Die gute Nachricht: Gavi gives up.
»Gleichwohl haben Sie vor Kurzem eine Strategie vorgelegt, wie Sie sich zurückziehen können, und andere Organisationen dafür kritisiert, nicht ebenfalls ihr eigenes Ende zu planen. Wieso?
Wir sehen ganz klar, dass die bisherige Art der Entwicklungshilfe ausgedient hat. Das sage nicht nur ich. In ganz Afrika wächst die Erkenntnis, dass man, wie es in dem Sprichwort heißt, nicht den Fisch will, sondern die Angel. Man will die Werkzeuge, die Fähigkeiten und natürlich die Anschubfinanzierung, um schließlich auf eigenen Beinen stehen zu können…
Wenn wir sagen, dass wir uns selbst überflüssig machen wollen, dann meinen wir, dass die Länder die Verantwortung für die Impfungen übernehmen sollten. Und dass wir künftig ein kleineres Geschäft betreiben, das sich auf die globalen Aufgaben konzentriert: Preisverhandlungen, Forschungsförderung und Bevorratung. Und wir glauben, dass alle Organisationen in diese Richtung denken sollten.«
Der wirkliche Chef der Gavi als Chair of the Board ist José Manuel Barroso. Er ist der Vorvorgänger von Ursula von der Leyen im Amt der EU-Kommissionspräsidentschaft. Barroso sitzt für Goldman Sachs im Steering Committe der Bilderberg-Konferenz (bilderbergmeetings.org, Abruf 28.10.25).
Siehe auch:
Köpfe hinter der Impfallianz Gavi. Wer organisiert und profitiert

Veranstaltungen vom Typ Gavi: Ein multimilliardenschwerer «Philanthrop» gründet selbige (bei Gavi heisst es, Gates sei der nämliche), hat aber komischerweise nicht das Geld, um sie zu finanzieren. Das soll bitteschön die Allgemeinheit tun. Finde den Fehler.
"Wenn wir mit einem Minus von 1,5 Milliarden Dollar rechnen, heißt dies, dass wir 75 Millionen Kinder weniger impfen können. Das könnte 1,1 Millionen Todesfälle bedeuten…"
Zunächst einmal bedeutet dies, dass die Pharmakonzerne den entsprechenden Umsatz nicht so ohne weiteres einstecken. Daher wird der Profit dann mittels Preiserhöhungen generiert, wenn die Betteltour nicht erfolgreich ist.
Die Dame sollte sich der Frage stellen, ob denn die Impflinge all ordentlich über die Risiken aufgeklärt wurden. Oder ob dies in "dem einen oder anderen Fall" ganz einfach "vergessen" wurde oder aus Versuchszwecken unterlassen wurde.
Gibt es einen mit mehr Orden dekorierten EU-Politiker als Manuel Barroso?
@aa, Sie haben recht, den Satz "Gavi fehlen Milliarden…" muss ich nicht erklären. Das erklärt sich nämlich von selbst 🙂
Allen Deutschen Unternehmern fehlen Milliarden.