"Sicherstellen, dass die Impfstoffe sicher in die Arme der Kinder gelangen"

Die "Süddeutsche Zeitung" bleibt ihrem Ruf als Pharma-PR-Firma treu. Der Begriff "Fehlinformationen" ist tat­säch­lich ange­bracht. Es gibt auch eine gute Nachricht.

sued​deut​sche​.de (28.10.25)

»… SZ: Frau Nishtar, zuletzt lief es ziem­lich gut für die Organisation. Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die von Gavi unter­stütz­ten Impfungen 1,7 Millionen Leben geret­tet – das ist ein Rekordergebnis.

Sania Nishtar: Ja, wir haben uns von der Pandemie erholt und uns erfolg­reich auf die Kinder kon­zen­triert, die damals nicht erreicht wur­den. Zudem haben wir neue Impfstoffe ein­ge­führt. Ein Beispiel ist der HPV-Impfstoff, der erste Impfstoff zum Schutz vor Krebs. Es gibt zudem einen neu­en Impfstoff gegen Malaria, der die Sterblichkeit senkt…

Wenn wir mit einem Minus von 1,5 Milliarden Dollar rech­nen, heißt dies, dass wir 75 Millionen Kinder weni­ger imp­fen kön­nen. Das könn­te 1,1 Millionen Todesfälle bedeuten…

Impfstoffe sind extrem streng regu­liert. Schon der Prozess, den ein Hersteller durch­lau­fen muss, um eine Lizenz für eine Produktionsstätte zu erhal­ten, ist sehr strikt. Impfstoffe wer­den in einem unab­hän­gi­gen Verfahren auf­wen­dig bewer­tet. Für Länder mit gerin­ge­rem Einkommen macht dies die WHO mit einer Gruppe von sehr erfah­re­nen Fachleuten. Die Behörden in den Ländern prü­fen dann alle Details sehr sorg­fäl­tig nach. Und wenn die Impfstoffe ein­ge­setzt wer­den, wer­den alle poten­zi­el­len Nebenwirkungen welt­weit erfasst und aus­ge­wer­tet. Das ist in die­ser Rigorosität ein­zig­ar­tig. Ich möch­te daher in aller Bescheidenheit sagen, dass der Bereich der Impfstoffe einer der am stärk­sten regu­lier­ten und über­wach­ten Bereiche ist und auch wir nichts unver­sucht las­sen, um sicher­zu­stel­len, dass die Impfstoffe sicher in die Arme der Kinder gelan­gen…«

Die gute Nachricht: Gavi gives up.

»Gleichwohl haben Sie vor Kurzem eine Strategie vor­ge­legt, wie Sie sich zurück­zie­hen kön­nen, und ande­re Organisationen dafür kri­ti­siert, nicht eben­falls ihr eige­nes Ende zu pla­nen. Wieso?

Wir sehen ganz klar, dass die bis­he­ri­ge Art der Entwicklungshilfe aus­ge­dient hat. Das sage nicht nur ich. In ganz Afrika wächst die Erkenntnis, dass man, wie es in dem Sprichwort heißt, nicht den Fisch will, son­dern die Angel. Man will die Werkzeuge, die Fähigkeiten und natür­lich die Anschubfinanzierung, um schließ­lich auf eige­nen Beinen ste­hen zu können…

Wenn wir sagen, dass wir uns selbst über­flüs­sig machen wol­len, dann mei­nen wir, dass die Länder die Verantwortung für die Impfungen über­neh­men soll­ten. Und dass wir künf­tig ein klei­ne­res Geschäft betrei­ben, das sich auf die glo­ba­len Aufgaben kon­zen­triert: Preisverhandlungen, Forschungsförderung und Bevorratung. Und wir glau­ben, dass alle Organisationen in die­se Richtung den­ken soll­ten.«


Der wirk­li­che Chef der Gavi als Chair of the Board ist José Manuel Barroso. Er ist der Vorvorgänger von Ursula von der Leyen im Amt der EU-Kommissionspräsidentschaft. Barroso sitzt für Goldman Sachs im Steering Committe der Bilderberg-Konferenz (bil​der​berg​mee​tings​.org, Abruf 28.10.25).

Siehe auch:

GAVI und WHO sichern Gewinne von Bavarian Nordic

Köpfe hin­ter der Impfallianz Gavi. Wer orga­ni­siert und profitiert

Trumpgun

4 Antworten auf „"Sicherstellen, dass die Impfstoffe sicher in die Arme der Kinder gelangen"“

  1. Veranstaltungen vom Typ Gavi: Ein mul­ti­mil­li­ar­den­schwe­rer «Philanthrop» grün­det sel­bi­ge (bei Gavi heisst es, Gates sei der näm­li­che), hat aber komi­scher­wei­se nicht das Geld, um sie zu finan­zie­ren. Das soll bit­te­schön die Allgemeinheit tun. Finde den Fehler.

  2. "Wenn wir mit einem Minus von 1,5 Milliarden Dollar rech­nen, heißt dies, dass wir 75 Millionen Kinder weni­ger imp­fen kön­nen. Das könn­te 1,1 Millionen Todesfälle bedeuten…"

    Zunächst ein­mal bedeu­tet dies, dass die Pharmakonzerne den ent­spre­chen­den Umsatz nicht so ohne wei­te­res ein­stecken. Daher wird der Profit dann mit­tels Preiserhöhungen gene­riert, wenn die Betteltour nicht erfolg­reich ist.

    Die Dame soll­te sich der Frage stel­len, ob denn die Impflinge all ordent­lich über die Risiken auf­ge­klärt wur­den. Oder ob dies in "dem einen oder ande­ren Fall" ganz ein­fach "ver­ges­sen" wur­de oder aus Versuchszwecken unter­las­sen wurde.

  3. @aa, Sie haben recht, den Satz "Gavi feh­len Milliarden…" muss ich nicht erklä­ren. Das erklärt sich näm­lich von selbst 🙂

    Allen Deutschen Unternehmern feh­len Milliarden.

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