
"»Die Pandemie ist in einem chinesischen Labor entstanden, durch Gain-of-function-Forschung.« Das ist keineswegs eine wissenschaftlich fundierte Erkenntnis zum Ursprung von Covid-19, sondern eine Hypothese, die in den Vereinigten Staaten zur vermeintlich festen politischen Gewissheit geworden ist. So fest, dass sogar Erlässe des Präsidenten damit begründet werden. Es gibt bis heute aber keinen öffentlich einsehbaren, wissenschaftlich belastbaren Beleg dafür. Gleichwohl ist die Laborhypothese nicht auszuschließen, denn die technischen Möglichkeiten dafür bestehen. Solange wir keinen Beweis dafür haben, dass der Pandemie-Erreger aus Tieren stammt, wird die Debatte weitergehen…
Öffentlich nachvollziehbare Daten weisen nach heutigem Stand übereinstimmend in Richtung eines natürlichen Ursprungs der Pandemie…
Als Ursprung kommen nach normalem Ermessen nur Tiere in Frage, die das Virus damals in sich trugen.
Wissenschaft im Griff der politischen Agenda
Im postfaktischen Zeitalter kann es allerdings schnell vorkommen, dass Politik die Prinzipien der Wissenschaft aushebelt. Hier werden aus Vermutungen rasch handlungsleitende Gewissheiten, wenn sie in eine bestehende Agenda passen."
Er weiß halt, wovon er spricht. Gemeint ist allerdings die Entwicklung in den USA, die tatsächlich ähnlich apodiktische Züge zeigt wie die seinerzeitige Coronapolitik, ergänzt durch evangelikale Ausprägungen. Was Drosten fuchst:
"Wenn die Diskussion darauf kommt, geht es immer wieder um Gain-of-Function-Forschung. Damit ist die gentechnische Veränderung von Krankheitserregern gemeint, in der Annahme, dass der Erreger von Covid-19 auf diese Weise hergestellt worden sei. »Dangerous gain-of-function research«, eine schon dem Begriff nach gefährliche Forschung also, wird in dieser Debatte zum Leitmotiv einer neuen Wissenschaftsfeindlichkeit.
In den USA wurde »dangerous gain-of-function research« per Dekret gestoppt – umgesetzt wurde bereits ein Finanzierungsstopp solcher Arbeiten durch die National Institutes of Health. Die höchst unscharfen Definitionen, die in dem Zusammenhang aufgebracht werden, lassen sich allerdings auf jedwede Forschung an Krankheitserregern anwenden, je nach Auslegung bis hin zu Experimenten im Biologiekurs der gymnasialen Oberstufe…"
Die US-Querdenker bedrohen damit nicht nur Drostens Futtertröge, sondern unsere Jugend, deren Stärke jüngsten Studien zufolge besonders natürwissenschaftlich geprägt sind.
"Laien lesen den wörtlich so verwendeten Slogan »stop dangerous gain-of-function research« nicht etwa als »denjenigen Teil der Gentechnik stoppen, der gefährlich ist«, sondern als: »Die gefährliche Gentechnik muss gestoppt werden.«…"
Wem nützt das? Schuldige Gene
Diese für seine Verhältnisse aufsehenerregende Frage stellt Drosten, ohne sie zu beantworten:
"… Wem nützt das?
Gentechnische Forschung nach strikten Regeln
Gain-of-function(GoF)-Forschung ist kein Skandal und kein Verbrechen, sondern ein handwerklicher Standard in der Biomedizin. Ohne diesen grundlegenden Ansatz der funktionellen Genetik wären die größten Durchbrüche der Pharma- und Immuntherapie unmöglich gewesen. Und jene GoF-Arbeiten, die tatsächlich mit Risiken einhergehen, etwa bei der Erforschung von Krankheitserregern, finden unter aufwändigen technischen und biologischen Sicherheitsmaßnahmen statt, damit es eben nicht gefährlich wird…
In der Genetik führt der Weg zum Verständnis über die Statistik. Die Genome verschiedener Menschen unterscheiden sich an allen möglichen Stellen. Stimmen sie aber bei den Trägern einer Erbkrankheit an einer einzigen bestimmten Stelle überein, bei Gesunden hingegen nicht, dann haben wir dort das krankmachende Gen gefunden. So einfach stellt sich die Situation jedoch meist nicht dar… Die schiere Zahl an zusätzlich möglichen Veränderungen im Genom erzeugt ein derart starkes Hintergrundrauschen, dass wir das jeweils schuldige Gen oft nicht mit Sicherheit bestimmen können. Hier kommen wir zur Idee der direkten, funktionellen, nicht nur statistischen Untersuchung der Genfunktion…"
Der ist gut! ZKBS hilft wachenden Behörden
Ganz kann auch Drosten die Risiken nicht ignorieren:
"Untersuchen wir beispielsweise, welche Gene einem krankmachenden Bakterium eine Antibiotikaresistenz verleihen, dann erzeugen wir im Labor unter Umständen resistente Bakterienstämme, die bei einer Infektion schlecht zu kontrollieren wären. Ein anderes Beispiel wäre ein Virus, das uns normalerweise nicht gefährlich wird, durch GoF-Veränderung aber die Fähigkeit erhält, den Menschen zu infizieren. Ein solches Szenario vermuten manche hinter dem Ursprung von Sars-CoV‑2.
Zahlreiche Vorkehrungen gegen einen Laborunfall
Die Infektionsforschung kennt solche Gefahren seit Langem und unterwirft sich daher gesetzlich verankerten Sicherheitsmaßnahmen…
Über alle entsprechenden Vorschriften, Einstufungen und Prozeduren wachen die jeweils zuständigen Landesbehörden. Verstöße ziehen hohe Strafen und disziplinarische Konsequenzen nach sich. Mit der interdisziplinär besetzten, hochangesehenen »Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit« (ZKBS) verfügen die Landesbehörden zudem über ein permanentes wissenschaftliches Beratungsgremium…"
Landesbehörden wachen also, und sie lassen sich beraten von der ZKBS. Wie darf man sich das vorstellen?
Stellvertretender Vorsitzender des Gremiums in Prof. Dr. Uwe Groß. Er mußte sich schon früher mit Drosten beschäftigen. 2022 hatte Ursel Heudorf, habilitierte Ärztin und außerplanmäßige Professorin und bis 2019 stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts in Frankfurt (Main), eine harte Kritik an Drostens Befürwortung von Schulschließungen verfaßt. Sie wurde von anderen KritikerInnen und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene unterstützt. Drosten warf ihr "haltlose und missverständliche Unterstellungen, die sich auch durch das selektive Anführen von Literaturhinweisen nicht erhärten lassen" vor. Einer der darauf von der "Welt" Befragten war Uwe Groß. Der Aufseher von noch gefährlicheren Unternehmungen Drostens antwortete: "Ich halte es für sehr schwierig, hierzu eine valide Stellungnahme abzugeben, die alle Fragen hinlänglich beantwortet". Quellen und mehr dazu in "Haltlose und missverständliche Unterstellungen" auf corodok.de.
Hundeleine desinfizieren
Chef der ZKBS ist Prof. Dr. Dr. med. vet. Thomas W. Vahlenkamp. Der hatte im April 2020 zu bedenken gegeben:
»Beim Ausführen von Hunden ist darauf zu achten, dass nur Mitglieder aus dem eigenen Haushalt den Hund begleiten dürfen, keine fremden Hunde gestreichelt werden und der Spaziergang nicht dazu genutzt wird, um sich mit Freunden oder Bekannten zu treffen. Eine besondere Situation liegt dann vor, wenn ein Hund aufgrund einer Quarantänisierung des Besitzers von einer dritten Person ausgeführt werden muss. In diesem besonderen Fall ist darauf zu achten, dass die Hygienemaßnahmen auch die Hundeleine einschließen.«
vet-magazin.de (7.4.20)
Als im Dezember 2023 der nachfolgende Beitrag veröffentlicht wurde, war dort zu lesen, daß unter den zwölf "sachverständigen Personen", die Mitglieder der ZKBS waren, und ihren Stellvertretern drei direkt aus der Pharmaindustrie kamen (Roche, GSK, Boehringer). Aktuell ist der Boehringer-Mann durch den Betreiber eines Joint Ventures mit BASF ersetzt worden. Er ist jedoch weiterhin eine von acht "sachkundigen Personen, die verschiedene gesellschaftliche Interessengruppen vertreten", und tritt als Sachwalter der Wirtschaft an.
Was sollten wir unbedingt verbessern?
Das weiß Christian Drosten, und er formuliert es in der ihm eigenen schönen Art:
"Vieles in der derzeitigen aufgeregten Debatte beruht auf Ungenauigkeiten, und so manches öffentlich debattierte Thema wird ohne Sachkenntnis behandelt. Viele trauen sich aus Unkenntnis keine Äußerung zu, andere machen sich die Wissenslücken strategisch zunutze, um dort hinein ihre eigenen Argumente zu platzieren. Das sollten wir unbedingt verbessern.
Präzise Begriffe verhindern eine unscharfe Debatte
Beginnen wir damit, durch klare Sprache für gemeinsame Argumentationsgrundlagen zu sorgen. Nennen wir potenziell gefährliche GoF-Forschung doch so, wie wir es wirklich meinen: »gain of resistance« (GOR), »gain of transmissibility« (GOT) und »gain of virulence« (GOV) – also das Verleihen von erhöhter Resistenz, leichterer Übertragbarkeit und zusätzlicher Virulenz…"
Ob es das besser macht? Oder sein Hinweis, daß diese "Verbesserungen" von Erregern "von vornherein in Sicherheitslaboren der Stufen 2, 3 oder 4 stattfinden"? Wo Drosten hin will, wird unübersehbar formuliert:

"Die größten Entdeckungen in der Grundlagenforschung wären ohne Gentechnik an Krankheitserregern undenkbar gewesen. Das gilt für die »Genschere« CRISPR-Cas ebenso wie für Corona-Impfstoffe oder Hepatitis-C-Medikamente. Eine methodische Leittechnologie, die seit Jahrzehnten praktiziert und kontinuierlich fortentwickelt wurde, werden wir nicht aufgeben, bloß weil ein Stimmungsumschwung in den USA eine neue Wissenschaftsfeindlichkeit erzeugt. Unsachgemäße Debatten zum Thema schaden nicht nur der Forschung, sondern auch den Patienten, der Wirtschaft und letztendlich der ganzen Gesellschaft."
Daß auch Alena Buyx die erwähnte Entwicklung gentechnischer Impfstoffe "ethisch" begleitete (im Rahmen eines von der EU mit 10,4 Millionen Euro geförderten Projekts) ist im genannten corodok-Beitrag zu erfahren. Dort ist auch mehr zu lesen über die umfangreichen Förderprogramme zu GoF, von denen auch Drosten profitierte.
Recht geben würde ich Drosten, wenn er zur Laborthesen-Debatte bemerkt: "Jedwede Version ihres Ursprungs hätte keine Bedeutung dafür, wie die Pandemie anschließend ihren Lauf nahm und was unternommen wurde, um sie zu kontrollieren"
Wertschöpfung nicht durch überbordende Regulation versperren.
Mitunter spricht Drosten erfreulichen Klartext:
"Welchen Nutzen die Gain-of-function-Forschung hat
Brauchen wir solche Forschungsprojekte? Keine Frage: Wenn es darum geht, die Achillesferse eines Virus zu entdecken, einen molekularen Angriffspunkt, gegen den wir ein Medikament entwickeln können, dann überwiegt der Nutzen das Risko. Ein Nutzen wohlgemerkt auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Kaum jemand möchte schließlich die Forschung, die Innovation und die daraus hervorgehende Wertschöpfung durch überbordende Regulation versperren…"
Zum Glück, so Drosten, haben wir die vor zehn Jahren eingeführten Regulationen überwunden. Warum? " Potenziell gefährliche, in natürlichen Viren getrennt vorkommende Mutationen wurden in einem Virus kombiniert, um zu sehen, was die Natur noch in petto hat". Es ging damals um Vogegrippe-Viren. Und da sie sich auch heute wieder als Drohkulissen anbietet, folgert er:
"Wir können einfach fragen, wo wir heute ohne das damals generierte Wissen stünden. Dabei stellen wir fest: Was vor zehn Jahren kritisiert wurde, hilft uns heute zu verstehen, wie die verbreiteten Ausbrüche von H5N1-Vogelgrippeviren bei Milchvieh in den Vereinigten Staaten zu bewerten sind…
Es gibt viele weitere Fragen, die derzeit unbeantwortet sind und sich mit Gain-of-transmissibility- oder Gain-of-virulence-Ansätzen klären ließen. Zum Beispiel haben sich Vogelgrippeviren, die in Kühen zirkulieren, bisher nicht mit menschlichen Grippeviren gekreuzt. So ein Ereignis steht oft am Anfang einer Pandemie. Kann das noch geschehen? Man hätte das mittels GoF-Forschung längst im Labor untersuchen können. Wohl vor allem aus politischen Gründen wurde es bisher nicht gemacht. Aber wollen wir wirklich nichts über die Kreuzungsfähigkeit des Virus wissen und die Bedrohung erst wahrnehmen, wenn sie in der Natur realisiert wurde?…"
Die Frage, ob Drosten ein Verbrecher genannt werden darf, wird auch in der Fortsetzung des "Zeltplatz-Beleidigungs-Prozesses" behandelt. Der Gerichtstermin wurde verschoben, und Drosten setzt alles in Bewegung, dort nicht erneut aussagen zu müssen.

Wie so viele andere vergleichebare überflüssige "Kreationen" ebenso, so dient auch dieser Artikel (das geführte Interview) ausnahmslos der Aufrechterhaltung und Pflege verschiedenster konstruierter Narrative, die schlicht notwendig sind, um das Gesamtkonstrukt, bestehend aus Lüge und Täuschung, dauerhaft in den Köpfen zu manifestieren. Dies ist jedoch insgesamt wenig verwunderlich, wenn man berücksichtigt, dass "Spektrum der Wissenschaft" Teil eines Verbunds von Wissenschaftsverlagen und Publikationen unter dem Dach der Verlagsgruppe Springer Nature ist.
Zitat:
"Öffentlich nachvollziehbare Daten weisen nach heutigem Stand übereinstimmend in Richtung eines natürlichen Ursprungs der Pandemie…"
Auch bereits von Grund auf gelogen! Erstens gab es keinerlei Pandemie im Sinne von erhöhter Morbidität und Mortalität (stattdessen wurden künstlich generierte sog. "Fälle" zum alleinigen Maßstab erhoben) und zweitens deuten die dazu inwischen angestellen wissenschaftlichen Forschungen (bez. der Herkunft von Sars-CoV‑2) auf das genaue Gegenteil hin.
Zitat:
""Die größten Entdeckungen in der Grundlagenforschung wären ohne Gentechnik an Krankheitserregern undenkbar gewesen. Das gilt für die »Genschere« CRISPR-Cas ebenso wie für Corona-Impfstoffe oder Hepatitis-C-Medikamente. Eine methodische Leittechnologie, die seit Jahrzehnten praktiziert und kontinuierlich fortentwickelt wurde, werden wir nicht aufgeben, bloß weil ein Stimmungsumschwung in den USA eine neue Wissenschaftsfeindlichkeit erzeugt. "
Was Drosten u.a. hier beschreibt bzw. was dieser zum Zweck der ganz gezielten Verneblung als Argument für die Notwendigkeit speziell auch der Gain-of-Function-Forschung anführt, hat mit der künstlich herbeigeführten Erhöhung (!) der Pathogenität (!!!) von (ansonsten zumeist banalen) Krankheitserregern so gut wie gar nichts gemeinsam. Tatsächlich ist und bleibt es dabei, dass aus jener Gain-of-Function-Forschung bisher keinerlei nutzbaren Therapieverfahren bzw. wirksame Medikamente hervorgegangen sind.
Nicht die Krankheitserreger werden verändert (was bei Viren ohnehin gar nicht geht) sondern die Organismen der Zielpersonen. Was ja die Impfungen nachweislich tun.
"Über alle entsprechenden Vorschriften, Einstufungen und Prozeduren wachen die jeweils zuständigen Landesbehörden. Verstöße ziehen hohe Strafen und disziplinarische Konsequenzen nach sich."
Soweit die Theorie. .. Außerdem würde das auch nichts mehr nützen, wenn der Schaden bereits angerichtet wurde.
Howgh, der Virologenhäutling hat gesprochen.
Man sollte die opportunistisch getriebene politische Diskussion in und aus den USA hierbei vernachlässigen. Allein anhand der Logik ergibt sich, dass es keiner Gain of Function-Forschung bedarf.
„Die größten Entdeckungen in der Grundlagenforschung wären ohne Gentechnik an Krankheitserregern undenkbar gewesen.“
Zwischen Gentechnik und Gain of Function-Forschung ist es doch schon noch ein Unterschied. Für Letzteres ist die Gentechnik die Grundlage. So, wie keine Waffe beispielsweise ohne Kenntnis der physikalischen und chemischen Grundlagen entwickelt und produziert werden kann, so kann keine Gain of Function-Forschung ohne diese Gentechnikgrundlagen erfolgen. Muss daher eine Waffe als zwingendes Ergebnis am Ende eines Forschungsprozesses stehen? (Ok, nach der derzeit herrschenden Ideologie ist diese Logik ausgesetzt. Der Putin …) Bereits der Versuch, beides synonym zu setzen, ist nichts anderes, als ein Versuch, sich über die Logik hinwegzusetzen. Netter Versuch, aber nicht mehr. Vielmehr zeigt es die Intention bereits vor der eigentlichen Diskussion auf.
"… Gain-of-function(GoF)-Forschung ist kein Skandal und kein Verbrechen, sondern ein handwerklicher Standard in der Biomedizin. "
Dies ist exakt die gleiche Logik, die auf den Begriff des Terrorismus angewandt wird. Für die einen ist es ein Freiheitskampf, für die anderen kriminelles Verhalten. Dessen muss man sich immer bewusst sein. Man frage z.B. Sikorski, ob die Sprengung von Nordstream ein Verbrechen war und höre sich parallel dazu die Meinung der Betreiber der Pipeline an.
Von der Bezeichnung einer Person als Verbrecher oder Wohltäter unabhängig: Es mag zwar aus dem Blickwinkel eines Drosten wissenschaftlich (und persönlich existenzsichernd-profitabel) sein, Gain of Function-Forschung zu betreiben, aus einer anderen Perspektive ist es jedoch ein Verbrechen. In diesem Zusammenhang überzeugt jedoch die Argumentation von Drosten nicht, da ein willkürlich herbeigeführter Zuwachs an Gefährlichkeit kaum mit der Absicht erfolgen muss, gezielt eine Therapie mit und gegen einen existierenden Erreger zu erreichen. Hierfür ist auf den gegenwärtigen Zustand des Erregers abzustellen, nicht auf einen irgendwie gearteten hypothetisch vielleicht unter irgendwelchen abstrusen willkürlich geschaffenen Voraussetzungen vielleicht einmal irgendwann eintretenden Zustand. Auch ein Versuch, Mutationen bzw. die immanente Veränderung eines Virus zu simulieren, würde nicht überzeugen. Viren verändern sich ständig. Ein „Impfen“ dagegen ist und wird daher von einer Wirksamkeit zur Vermeidung einer Erkrankung und Übertragung immer ein gewisses Glücksspiel sein. Die Gentherapie ist im Übrigen auch keine Impfung.
Allgemein ist gültig: Forschung im kapitalistischen System ist nur dann rational, wenn dies einen Profit verspricht. Pharmazeutika versprechen nur dann einen Profit, wenn der Absatz mittels staatlich verordneten Abnahmegarantien (z.B. über die Akzeptanz abstruser Kosten durch Krankenkassen) oder aber durch „Abnahme“ der Ergebnisse militärischer Forschung erfolgt. Der Rest ist vom kapitalistischen System her ein Gerede ohne Substanz.
Wenn ich mich recht entsinne, hatte das von Ron Fouchier in Rotterdam zusammengebaute Vogelgrippevirus eine Letalität von etwa 50 Prozent für den Menschen.
Das Geld für die Gain-of-Function-Forschung kam zwar vom NIAID, aber nur, weil Fauci 2003/2004 die nach Powells Auftritt vor der UN und den offiziell von einer "lone nut" aus Fort Detrick verübten Anthrax-Anschlägen mit enormen Mitteln ausgestattete Biodefense-Forschung übernahm und so zum bestbezahlten Regierungsangestellten wurde. Es ist Dual-Use-Forschung, da man die Biowaffen, gegen die man Gegenmaßnahmen entwickeln will, ja erst einmal herstellen muss und auch zu anderen als Forschungszwecken verwenden kann.