Seitenweise Schwärze zu Kritik an Drosten. Aus dem freigeklagten Schriftwechsel zwischen BMG und RKI (2)

Eine beson­ders alber­ne Schwärzung betrifft die Seiten 43–50, die so aussehen:

Sie beinhal­ten einen Aufsatz vom 21.5.20 mit dem Titel "A Critical Assessment of Some Recent Work on COVID-19", der unschwer im Internet zu fin­den ist. Der Text stammt von dem Statistiker Jörg Stoye, der an der pri­va­ten Cornell University in den USA lehrt. Er beschäf­tigt sich kri­tisch mit Arbeiten von Christian Drosten (Jones et al.) und Hendrik Streeck.

Das Spannende ist, daß Jens Spahn den (hier geschwärz­ten) Text und eine Mail Stoyes (?) an Lothar Wieler weiterleitet:

Stoye been­det sein Fazit mit der Bemerkung:

»Obwohl bei­de oben genann­ten Studien von Experten sofort kon­tro­vers dis­ku­tiert wur­den, habe ich den Eindruck, dass kri­ti­sche Stimmen in der Öffentlichkeit nur bei der Gangelt-Studie Gehör fan­den. Insgesamt han­delt es sich hier mög­li­cher­wei­se um einen sel­te­nen Fall, in dem eine schnel­le Begutachtung einer wis­sen­schaft­li­chen Arbeit den Nachrichtenzyklus plau­si­bel beein­flusst hät­te.«
arxiv​.org (27.5.20)

Weitere sechs geschwärz­te Seiten betref­fen den Artikel "A dis­cus­sion and reana­ly­sis of the results repor­ted in Jones et al. (2020)" von Leonhard Held von der Universität Zürich. Dessen Summary lautet:

»Zusammenfassung Die vor­lie­gen­de Studie kann nicht als abschlie­ßend ange­se­hen wer­den. Die ursprüng­li­che Analyse von Jones et al. (2020) lei­det unter klei­nen Stichprobengrößen bei Kindern und Jugendlichen. Eine erneu­te Analyse der zusam­men­ge­fass­ten Daten mit einem Trendtest deu­tet dar­auf hin, dass es mode­ra­te, aber kei­ne über­wäl­ti­gen­den Hinweise auf eine Zunahme der Viruslast mit zuneh­men­dem Alter gibt. Eine erneu­te Analyse der ursprüng­li­chen Daten auf indi­vi­du­el­ler Ebene könn­te wei­te­re Erkenntnisse über den Zusammenhang zwi­schen Viruslast und Alter lie­fern.«

Auch die­se kri­ti­sche Analyse der Behauptung von Drosten zu hoher Virenlast bei Kindern, wird von drei Seiten auf die­se Stelle redu­ziert (das Original habe ich nicht fin­den können):

Stoye, Held und Liebl gehör­ten zu den Stimmen, die die "Bildzeitung" rei­ße­risch und mit einer unzu­tref­fen­den Überschrift ver­mark­ten woll­te. Das Ergebnis war, daß die Autoren sich von die­ser Darstellung distan­zier­ten und damit die eben­so fal­schen Meldungen der "Qualitätspresse", sie hät­ten inhalt­lich abge­schwo­ren, ermöglichten.

In der Dokumentensammlung gibt es weder eine Stellungnahme des RKI noch eine Bewertung von Jens Spahn


Ganze 19 Seiten vol­ler Schwärze machen die­ses Dokument aus, ver­mut­lich ein­ge­reicht von Liebl oder Streeck.

Auch zu die­sem nicht unwich­ti­gen Thema feh­len die Antworten.

(Wird fort­ge­setzt)

4 Antworten auf „Seitenweise Schwärze zu Kritik an Drosten. Aus dem freigeklagten Schriftwechsel zwischen BMG und RKI (2)“

  1. https://kodoroc.de/wp-content/uploads/2025/10/2025–10-26_00-31–16.png

    Guten Tag.
    Mir wird ganz schwarz vor Augen.
    Gibt es dage­gen etwas?
    Schwarzen Kaffee?
    Schwarzen Tee?
    Black Lines Matter?
    Ist das ein wei­te­res frei­ge­klag­tes, nee schwarz gemal­tes Schwarzbuch der Coronamaßnahmen-Verbrechen?

    WOLLEN DIE MICH TOTAL VER… en?

    Schwarz, schwarz, schwarz sind alle mei­ne Bilder,
    schwarz, schwarz, schwarz ist alles, was ich mag.
    Darum lieb* ich alles, was so schwarz ist,
    weil mein Schatz ein Schornsteinfeger ist.

    Mein Schatz fegt den Dreck weg,
    den Dreck von geld­gie­ri­gen Virologen, Politikern, Pharmaunternehmern, den Dreck vom Stecken ver­lo­ge­ner Seelen. Dreck am Stecken, wie wahr, dunk­ler geht es kaum.

    Da sehe ich doch viel lieber:

    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​p​L​L​u​i​f​W​R​4Mg

    Ist Schwarzsehen jetzt wie­der erlaubt? Schwarzsehen, schwarz­hö­ren, schwarz­fah­ren? Tunnelblicke in den schwar­zen Kanal einer welt­wei­ten Verschwörung von Verbrechern und Lügnern.

  2. Da fällt mit ein Standard"argument" aus den Olympchen der Rechtgläubigsten ein (mal mit tadeln­dem Zeigefingerchen, mal mit gezuck­tem Schulterchen kredenzt):
    "Hinterher ist man immer schlauer".

    Nö, *man* ja viel­leicht, DIE eben mei­stens nicht (ob "Pandemie", deren tat­säch­li­che Gefährlichkeit/​Mortalität *man* spä­te­stens im Mai 2020 kann­te und damit das "Maßnahmen"-Regime hät­te been­den MÜSSEN, womit sich sowohl "hin­ter­her", wäh­rend und "vor­her" als auch "Impfung" als "ein­zi­gen Weg" aus eben­die­ser erle­digt hätten)!
    Und "schlau­er" erst recht nicht, außer man ska­liert (ober­schlau!) ggf. unter­schied­li­che Spielarten von Dummdreistigkeit qua­li- oder quantitativ.
    Den "Schwärzenden" (und Schwätzenden) war und ist offen­sicht­lich bewusst, dass ihrer Chefetage vor­ge­wor­fen wer­den könn­te, schon damals(!) schlau(!) genug gewe­sen zu sein, dies aber aus Angst (z.B. vor medi­al auf­ge­sta­chel­ten, wüten­den Rechtgläubigen, aka Wählenden) auf die Lange Bank ( = "Verfügbarkeit von Impstoffen") gescho­ben haben. 

    (vgl. auch
    https://​www​.coro​dok​.de/​h​i​n​t​e​r​h​e​r​-​i​s​t​-​m​a​n​-​i​m​m​e​r​-​s​c​h​l​a​u​e​r​-​a​b​e​r​-​n​u​r​-​g​a​n​z​-​k​u​rz/ )

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