Verfassungsfeinde arbeiten sich zur Fünfprozentklausel hin

faz​.net (9.10.25, Bezahlschranke)

»... Im Extremfall auch Geld für Wohnung gestrichen

Jeder Arbeitslose schließt mit sei­nem Sachbearbeiter im Jobcenter eine Kooperationsvereinbarung. Die gibt es schon jetzt. So soll laut Bas „Augenhöhe“ her­ge­stellt wer­den zwi­schen dem Arbeitssuchenden und dem Arbeitsvermittler. Aber die­se Vereinbarung for­dert auch Mitwirkungspflichten ein.

Nimmt ein Arbeitsloser den ersten Termin, den er beim Jobcenter hat, nicht wahr, wird sogleich ein Folgetermin ver­ein­bart und eine Art Verwarnung aus­ge­spro­chen. Erscheint die Person auch zum zwei­ten Termin nicht, wer­den sofort 30 Prozent der Geldleistungen (momen­tan 563 Euro für eine allein­ste­hen­de Person) gestri­chen. Wird auch ein drit­ter Termin nicht wahr­ge­nom­men, wer­den hun­dert Prozent gestri­chen. Wenn dann das Jobcenter auch im Folgemonat kei­nen Kontakt zu dem Arbeitslosen bekommt, ihn auch nicht zu Hause antrifft, dann wird auch das Geld für die Wohnung gestrichen…

Wie will die SPD den eige­nen Leuten das ver­kau­fen? Immerhin trägt die Partei ja seit 20 Jahren schwer an ihrer Hartz-IV-Geschichte, die sie selbst als trau­ma­tisch emp­fin­det. Das Bürgergeld hat­te die SPD zu Ampelzeiten als Überwindung die­ses Traumas emp­fun­den und gefei­ert. Und jetzt begräbt eine Sozialdemokratin genau die­ses Bürgergeld…

Weder Merz noch Bas woll­ten am Donnerstag aber sagen, wie viel Geld sich so ein­spa­ren las­sen wird. Es gehe dar­um, Menschen in Arbeit zu brin­gen, sag­te Bas aber­mals. Wenn 100.000 Personen neu eine Arbeit auf­näh­men, spar­te das eine Milliarde Euro pro Jahr.«

Die offi­zi­el­le Zahl der Arbeitslosen lag im September bei 3.582.000 (finanz​nach​rich​ten​.de, 30.9.25). Es ver­geht kei­ne Woche ohne Ankündigung von Massenentlassungen, zumeist hoch­qua­li­fi­zier­ter Beschäftigter.

Neben der durch Engstirnigkeit und Ignoranz der Anteilseigner ver­ur­sach­ten Automobilkrise trifft es auch Angestellte der Luftfahrtindustrie. Die pro­fi­ta­ble Lufthansa will ihre Gewinnmarge so steigern:

wall​street​-online​.de (26.9.25)

Bas und Klingbeil machen hun­der­te Milliarden für die Rüstung locker und reden uns ein, Schuld an den Schulden sei­en wahl­wei­se fau­le Arbeitslose, Geflüchtete oder der Russe. Sie wer­den nie begrei­fen, daß die­se Demagogie eher Wasser auf die Mühlen ande­rer leitet.

26 Antworten auf „Verfassungsfeinde arbeiten sich zur Fünfprozentklausel hin“

  1. "Nullrunden", "Santkionen", "Leistungsentzug", …

    Ich wähl dann ab sofort die Faschisten. Obwohl das für mich völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv ist, und ich mit denen nichts am Hut habe.

    Die Aussicht, dass Sozialdemokraten als Folge ihrer aso­zia­len und men­schen­feind­li­chen Politik wie­der im Konzentrationslager lan­den könn­ten, ist ein­fach zu verlockend.

    1. @Nimm2, die Sozialdemokraten waren schon immer zutiefst gespal­ten: In Faschisten und Sozialisten, Rechte und Linke. In den 1920er Jahren war die­se Spaltung noch beson­ders aus­ge­prägt, jedoch sorg­ten die Monopolbourgeoisie und der rech­te Flügel dafür, den sozia­li­sti­schen Teil in die­ser Partei zu beseitigen.

      Im Laufe die­ser Entwicklung ent­ar­te­te sich die SPD und wur­de zum Handlanger und Wegbereiter Hitlers.

      1. @Erfordia: Jau. Für die einen sind die eigent­li­chen Schuldigen am deut­schen Faschismus Henry Ford und über­haupt die Amis, für die ande­ren die Sozialdemokraten. Was immer mit "Entartung" gemeint sein soll – ich ver­mu­te, die Verabschiedung von der Idee einer Klassenvertretung, die ihren Beitrag zur ideo­lo­gi­schen Entwaffnung der dama­li­gen Arbeiterklasse und damit zum Wachstum der NSDAP als ver­meint­li­che Alternative für Deutschland bei­trug -, so bleibt Ihre Behauptung a) unbe­legt und b) in der fata­len Logik der geschei­ter­ten zeit­wei­li­gen These der KPD und der Komintern, wonach der "Sozialfaschismus" der Sozialdemokratie die größ­te Gefahr sei.

            1. @aa, Buchtipp:

              Der Irrweg einer Nation, Alexander Abusch, Verlag der Nation 1950.

              Habe ich doch oft genug zitiert die­ses Buch, da haben Sie wohl mei­ne Beiträge nicht gelesen.

        1. @aa, der Weg zu Hitler bestand dar­in, die demo­kra­ti­sche Linke der SPD aus­zu­schal­ten. Und was danach übrig blieb, soll­te klar sein.

      2. @Erfordia…

        Nicht nur Die. Sie tun die Rolle der SPD wohl stark überbewerten.

        Ein ande­res Beispiel:
        "Nach der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Machtübernahme steigt die Zahl der NSBO-Mitglieder bis Mai 1933 sprung­haft auf etwa 700.000 an. … in der Erwartung, sie wer­de das Erbe der Gewerkschaften antre­ten. … bald über­nimmt die DAF … wird die NSBO nach einer ersten „Generalsäuberung” im Herbst 1933 nur wenig spä­ter, im Sommer 1934, poli­tisch ausgeschaltet."
        Aus: https://​www​.gewerk​schafts​ge​schich​te​.de/​1​9​3​3​-​b​i​s​-​1​9​4​5​-​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​e​n​-​5​5​5​0​1​-​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​e​n​-​d​e​r​-​n​a​t​i​o​n​a​l​s​o​z​i​a​l​i​s​t​e​n​-​5​6​6​0​7​.​htm

        Aber auch nicht mehr als ein Beispiel. Den wehe­men­te­sten "Gegner" sah die NSDAP poli­tisch "Rechts". Hier reagier­te man mit Zusammenschlüßen und Einverleibungen, neben kate­go­ri­scher Gewaltanwendung selbstredend.
        Daher erken­nen wir in der NSDAP-Politik zunächst "lin­ke" Komponenten, spä­ter eher "kon­ser­va­ti­ve" Züge. Ziel der "poli­ti­schen Partei" war es Mitglieder, und somit poli­ti­sche Macht zu erlan­gen. Man schätzt die NSDAP von 1945 auf etwa 10 Millionen Mirglieder. Es schwankt von Historiker zu Historiker wohl gra­vie­rend. Die höch­ste Schätzung die mir je unter­ge­kom­men war, belief sich auf 14 Millionen beschlag­nahm­te Mitgliedskarteien der Parteizentrale in München, nach BDC. Es waren also sehr Viele!

        Vermutlich konn­te die SPD dage­gen gar nicht "anstin­ken", und sie wuß­ten das auch ver­mut­lich. Daher wohl das selt­sa­me Verhalten. Rein rech­ne­risch, kamen wohl eini­ge "Nazis" aus ursprüng­lich "lin­kem" Stall, nicht Wenige dürf­ten dahin auch wie­der irgend­wie zurück­ge­kehrt sein. – Aber Ja, auch Heute kön­nen einem SPD-Leute wie Nazis vor­kom­men. – Keep cool, was soll man mehr dazu sagen … ?

        Man muß sich fra­gen ob die NSDAP als "Partei" nach extremst moder­nen poli­ti­schen Taktierereien und Handeln, über­haupt zu stop­pen war. Die Außenwahrnehmung die­ser Organisation war sehr auf die Deutschen "gemünzt", wel­che direkt, nach Kultur und Erziehung, aus einer feu­da­len Struktur stamm­ten. Das poli­ti­sche Umfeld "Weimar", war für Politprofis a‑la "Übersee-Demokratie" ver­mut­lich ein eher "leich­tes Spiel", wenn auch mit kul­tu­rel­len "Besonderheiten".

        Mir ist "der Groschen gerutscht", im Bezug auf Nazis, als ich halb­wegs kla­re Zehlen ver­glei­chen konn­te. Schließlich sind sie ja plötz­lich alle weg gewe­sen … 😉 [Von Wegen ! … ]

        1. Komplettierung I.

          Allerdings ist mir noch was wich­ti­ges ein­ge­fal­len, was zu sagen wäre. Ob SPD, CDU, AFD, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen .….

          Die Parteien sind das Problem, nicht die Lösung!

          Was Gewerkschaften angeht, die ver­tre­ten eine schwin­den­de "Clientel". (Fälschlicherweise – mei­nes Erachtens müss­ten sie in die Politik ein­grei­fen und sie tun's nicht um Kontroversen der "Ergebnisse" wil­len, aus dem Wege zu gehen?)
          Was BI's angeht, das funk­tio­niert nicht ohne "U‑Boote". Und die Suche nach even­tu­el­len (Spaltern) selbst, spal­tet bereits das Gesamte, auto­ma­tisch. Und "Vereinsmeiereien"! – Ein Wettbewerb der "Streber, Blockwarte und Arschkriecher" .… ?

          Die "Wir-müs­sen-reden-Fraktion" redet mei­net­we­gen viel, ver­mut­lich aber auch viel in "Blasen". Schalte ich ÖR's ein, kann ich von "Fortschritten" nichts erken­nen. Alle rele­van­ten Stellen sind bereits er- und besetzt. Mit Leuten deren Bezeichnungen in Wörterbüchern stehen! 😉

          Ansonsten war­te ich bis wie­der wich­ti­ge Themen auf­ge­wor­fen wer­den. Es feh­len gan­ze, the­men­be­schraenk­te, kom­plet­tie­ren­de Blogs nach die­sem sehr guten Muster ? Mir feh­len zB. die IT-Kenntnisse, zur guten Tat. mein Thema wäre zum Beispiel "Einschränkung der Bürgerrechte und Harz-IV." oder so ähn­lich. Politischer Betrug und schleichende/​verborgene Faschistisierungen.

  2. Es geht um Unterdrückung. Die Maßnahmen sind nicht neu. Was wirk­lich neu ist, ist das Ausmaß der Propaganda, damit auch der letz­te Dödel irgend­wann sagt daß er das gut findet.

  3. "Kooperationsvereinbarung soll Augenhöhe herstellen".

    Ich unter­schrei­be doch kei­ne Vereinbarung mit einem Verein, der damit droht, mich zu ver­nich­ten, wenn ich nicht "koope­rie­re".

    Das ist ja wie bei Stasi, Gestapo, Securitate oder wie sie alle hie­ßen. Erpressung und Zersetzung.

    1. @ Gestasi: Im Prinzip ist es ver­gleich­bar einem zwi­schen Trump und Netanyahu aus­ge­han­del­ten Waffenstillstand, bei dem die Hamas ein Ultimatum zur Zustimmung hat. Mit der Wumme am Schädel, wird gefragt, ob man damit ein­ver­stan­den ist. So funk­tio­niert dies in einer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Welt.

  4. für die gesell­schaft ist das eine katastrophe,
    für den staats­haus­halt aber nur pea­nuts, ange­sichts der relationen.

    die men­schen sol­len "in arbeit gebracht" wer­den, für das wirt­schafts­wachs­tum, da zählt jeder cent?
    wirt­schafts­wachs­tum = schul­den­dienst, kreditwürdigkeit?

    1. nach­ge­reicht:

      Nachdem sich der Zustand sta­bi­li­siert hat (wuerg), sehe ich mich grad in der Lage ernst­haft Beitrag lei­sten zu können.

      Es ist nun ein­mal so, daß der­je­ni­ge Bundesbürger, in der Tat sieht, daß "Jobboersen" schein­bar aber­tau­sen­de von "Stellenangeboten" anbie­ten. Wie soll man's dem Unbedarften (ein schrump­fen­der Teil der Bevölkerung) erklä­ren. Kurz und schmerz­los: DEM IST NICHT SO! man könn­te einen Bundesweiten Blog damit aus­fül­len. Das wär mal was. Jobbetrug von der ande­ren Seite.

      Umgekehrt aber sei gesagt, daß als ich noch in Arbeit war, kei­nen Sinn dafür hat­te, weil mein Kopf mit beruf­li­chem stark aus­ge­la­stet war, und sich das auch zeit­lich anders aus­ge­wirkt hat.

      Wenn Politiker auf Bundesebene aber nun auf Ideen kom­men, wie daß wir alle bloß in Arbeit kom­men müss­ten, dann fra­ge ich mich war­um wir ihnen ihre "Diplome" nicht gleich nach dem Kindergarten aus­hän­di­gen soll­ten. Dazwichen scheint näm­lich vie­les an Zeit völ­lig nutz­los bei die­sen Menschen ver­stri­chen zu sein. Im Kopf!

      Wir dre­hen uns aber nicht in einem Hamsterkreis, oder?

      "Wir muess­ten ein­fach nur mal eine Arbeit anneh­men … " – … Ich krieg die Tuer nich zu .…

  5. Verfassungswidrig ist das allzumal. 

    Die Arbeitgeber sind voll des Lobes. Doch was haben sie davon, wenn Menschen zur Arbeit gezwun­gen wer­den, wer­den sie kaum zuver­läs­si­ge und wohl­ge­son­ne­ne Angestellte werden. 

    Statt die Produktivitätssteigerung zur Arbeitszeitverkürzung zu nut­zen machen sich die Konzerne und Unternehmer die Taschen voll. Oftmals zah­len die­se Betuchten weder nen­nens­wert Steuern, noch zah­len sie Sozialbeiträge. 

    Was will man damit errei­chen? Mehr Kriminaliät? Mehr Elend auf den Straßen?

    1. @ oW: Gefügigkeit will man errei­chen. Furcht vor dem Abstieg ins finan­zi­el­le und sozia­le Nichts. Mit einer sol­chen Furcht kann man extrem viel errei­chen. Diese hört dann auf, wenn sich Massen zusam­men­schlie­ßen und dies furch­los ver­wei­gern. Bei einer Untertanenmentalität kommt lei­der noch nicht ein­mal der Organisationsgedanke auf. Und nein, Gewerkschaften sind in die­sem System Büttel des Kapitals, die nicht hel­fen wer­den, eher das Gegenteil. 

      Zum Thema Weitergabe von Produktivitätssteigerungen und Schaffung Nachfrage und Arbeitsplätze von einem logisch und von Scheuklappen ein Stück weit befreit den­ken­den Kapitalisten, der dies als not­wen­dig ansieht, um Nachfrage, Wachstum und Arbeitsplätze zu schaf­fen: Nick Hanauer ("Beware, fel­low plu­to­crats, the pitch­forks are coming"). Dies im eige­nen Interesse der kapi­ta­li­sti­schen Ordnung.

  6. "Wie will die SPD den eige­nen Leuten das verkaufen?"

    Die Antwort lau­tet: Sachzwänge. Friss oder stirb. Maul auf und gefressen! 

    Sofern auch die oder der Letzte noch nicht ver­stan­den hat, dass die SPD ein Teil der Parteienoligarchie mit einer Bonzenelite ist, die sich nicht vom Rest der Allparteien-Einheitspartei unter­schei­det, dem ist nicht mehr zu hel­fen. Die Funktion der SPD ist exakt das "Verkaufen" der Umverteilung von unten nach oben. Daher erüb­rigt sich eine wei­te­re Diskussion. Die SPD, ein zuver­läs­si­ger Büttel des Kapitals seit mehr als 111 Jahren. Dies ist der­zeit noch die SPD-Funktion. Ersatz wird danach die ultra-neo­li­be­ra­le AfD spie­len, die der­zeit bei den (noch) Arbeitenden hoch im Kurs zu ste­hen scheint und angeb­lich etwas "Besseres" verspricht. 

    Abgesehen davon: Selbst ohne Rüstungs-Russen-Wahn wür­de exakt in der glei­chen Weise gehan­delt durch die­se Parteienoligarchie. Der Lebensstandard muss radi­kal absenkt wer­den, die vor­han­de­ne Substanz her­aus­quescht wer­den bei dem ange­wand­ten Schrumpfungsmodell. Daher führt die Diskussion um "statt Rüstung sozia­le Leistungen" zu einer Endlosschleife. 

    Die Weichen wer­den offen­sicht­lich der­zeit gestellt, um mit­tels krie­ge­ri­scher Zerstörung und Wiederaufbau das mit Scheingewinnen auf­ge­bläh­te Vermögen zu inve­stie­ren. Die SPD macht flei­ssig mit, um zu einem sol­chen "Wachstumsmodell" zu kom­men. Bewusst oder unbewusst.

    Dieses System kann mit den geka­per­ten Machtstrukturen, ein­schließ­lich des Designs der Wahlen, nicht mehr ohne Weiteres geän­dert wer­den. Dies wird jeden Tag erneut gezeigt. 

    Zum Thema Arbeitsplatzvernichtung, Künstliche Intelligenz etc. bleibt nur anzu­mer­ken, dass es eine Frage der Allokation ist. Würden die Profite der Produktionssteiegrungen nach unten durch­ge­reicht, so führ­te dies zu Nachfrage, Arbeitsplätzen und redu­zier­ten Arbeitszeiten bei min­de­stens glei­chem Entgelt. Ohne eine Änderung der Eigentumsverhältnisse ist dies nicht denkbar.

  7. Laut Bundesverfassungsgericht darf die Leistung nur gestri­chen wer­den, wenn das Opfer eine Arbeitsstelle ablehnt, von der es sei­nen Lebensunterhalt voll­um­fäng­lich bestrei­ten könnte.

    Wie vie­le sol­che Stellenangebote gibt es denn überhaupt?

    Ich erin­ne­re mich an die Zeiten, in denen das Repressionssystem noch "Hartz-VI" hieß. Was damals stets ver­schwie­gen wur­de: Es gab immer nur einen gerin­gen Bruchteil an Stellenangeboten, im Vergleich zur Anzahl der Leute, die im Leistungsbezug, und tat­säch­lich arbeits­fä­hig waren.

    Wenn die Spezialsozialtrulla 100.000 Leute in Arbeit brin­gen will, braucht sie 100.000 Vollzeitstellen, und die gibt es nicht.

    Letztlich wird das Ganze auf die Reise nach Jerusalem hin­aus­lau­fen. Einer bekommt den Job – bis er wie­der arbeits­los wird oder die Subventionierung aus­läuft – , zeh­ne blei­ben in der Menschenmühle, und finan­zie­ren mit ihrem unnö­tig erzeug­ten Leid den Lebensunterhalt der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Klientel unter Jobcenterangestellten und in der Arbeitslosenindustrie. (Fortbildungen, Puzzeln, Coaching, etc.)

    Ach ja, die "christ­li­chen" Parteien und ihre Einflüsterer: Die kön­nen sich dar­an auf­gei­len, dass ihre Steuerhinterziehungen und krum­men Bankgeschäfte aus dem Blickfeld gera­ten, und der Sündenbock an die Wehrlosen wei­ter­ge­reicht wird.

    Ein ech­tes Schweinesystem.

    1. @ rever­se tran­skrip­ta­se: Exakt der erst­ge­nann­te Punkt dürf­te eines der zen­tra­len Probleme bzw. einer der zen­tra­len Punkte sein. Es wird sank­tio­niert, egal ob recht­mä­ßig oder wider­recht­lich. Nun muss die oder der Sanktionierte Widerspruch ein­le­gen, der als unbe­grün­det zurück­ge­wie­sen wird. Und danach muss sie bzw. er dann kla­gen. So funk­tio­niert das Sanktionssystem natür­lich pri­ma. Die Quoten wer­den erfüllt.

  8. Wo wir gera­de dabei sind: Geldsack Merz, der seit Monaten gegen den Sozialstaat hetzt – bevor­zugt gegen Menschen im Bürgergeld – ver­wei­gert Auskünfte zu sei­nem Aktienbesitz.

    Stattdessen lässt er mit­tei­len, er habe sicher gestellt, dass "Konflikte mit sei­nen Aufgaben als Regierungschef augeschlos­sen sind".

    Wir wis­sen also nicht, mit wel­chen Rüstungsfirmen und Investment-Heuschrecken er sei­ne Milliönchen ver­mehrt, wäh­rend sei­ne Regierung Arbeitslosen das Existenzminimum ent­zie­hen las­sen will.

    Das ist demo­kra­tisch geschmink­te Feudalherrschaft.

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