Wenn es um die amerikanischen Freunde geht, wird nicht gekleckert:

»Gewürdigt werde ihre Rolle bei der genetischen Manipulation von T‑Zellen, die Krebszellen angreifen und eliminieren, hieß es. June und Sadelain verwenden dabei synthetische Rezeptoren, sogenannte chimäre Antigenrezeptoren (CAR), die es den T‑Zellen ermöglichen, Krebszellen zu erkennen und zu vernichten…
Die Preisvergabe wird über das Universitätsklinikum Gießen und Marburg organisiert. Die Auszeichnung soll im Dezember vom hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein (CDU) in Wiesbaden verliehen werden…«

Wir Menschen sind aufeinander angewiesen. Das zeigt sich nicht nur in meiner Familie wo ich meine schwerbehinderte Frau pflegen muss sondern in der ganzen Gesellschaft. Kein Mensch lebt für sich allein, jeder Mensch braucht Essen, Trinken, Kleidung und eine Wohnung, eine medizinische Versorgung, eine Arbeit und die Arbeit der Anderen.
Ist es da nicht geradezu närrisch, daß die Ergebnisse menschlicher Arbeit gar nicht dazu verwendet werden menschliche Bedürfnisse zu befriedigen sondern als Profit in privaten Taschen landen?
Ist es nicht an der Zeit dies zu ändern? Nämlich dafür zu sorgen daß die Ergebnisse gesellschaftlicher Arbeit dahin fließen wo sie hingehören: In die Gesellschaft!
"Die Stiftung des im vergangenen Jahr verstorbenen Gründers des Asklepios-Klinikkonzerns …"
Noch einer, der in seinem Leben zu wenig Steuern gezahlt hat. Vielen Dank an Politker und ihre Gesetze, die den gesellschaftlichen Reichtum an Privatpersonen verschenken, damit diese posthum mit Geld um sich werfen können.
Genau isnixgut. Es ist der Staat der diese privaten Interessen vertritt und durchsetzt. Toller Staat nicht wahr?
Produktionsmittel gehören in die Hand des Volkes!
Grosse Broermann hat das umgesetzt, was er in den USA als funktionierendes Profitmodell betrachten und studieren konnte. In der Hochzeit des beginnenden Neoliberalismus der achtziger Jahre exakt zum richtigen Zeitpunkt, um an der Privatisierung der Gesundheitsleistungen und des öffentlichen Eigentums extrem verdienen zu können.
Eine besagte Therapie mit CAR‑T löst in der Regel schwere Nebenwirkungen des Immunsystems aus. Für einige totgeweihte Patienten mag es eine Option sein, für eine "Massenanwendung" erscheint dies äußerst fraglich.
Neutral betrachtet: Immerhin etwas, das tatsächlich vorhanden ist. Im Gegensatz zu den fieberhaften Träumen in der Mainzer Genklitsche.