Suizid-Prävention mit Stiftungen

Es geht bei die­ser dpa-Meldung nicht um eine Selbstkritik des Berufsstandes, der über­wie­gend ohne einen ein­zi­gen Blick in die Beipackzettel der "Impfstoffe" bestens dotier­te Spritzen verabreichte.

faz​.net (1.9.25)

»Ärzte bekla­gen man­geln­des Gesundheitswissen in der Bevölkerung – und Krankenkassen ver­su­chen auch in Hessen, mit Kursangeboten die Lücken zu schlie­ßen. So star­tet die AOK Hessen im September eine neue Reihe mit nahe­zu 300 Angeboten in 60 Städten, maxi­mal 3.600 Menschen kön­nen teilnehmen…

Laut Barmer wird bei rund jedem vier­ten Heranwachsenden zwi­schen 10 und 19 Jahren eine psy­chi­sche Erkrankung dia­gno­sti­ziert. «Man lernt, die kom­pli­zier­te­sten Gleichungen zu lösen, aber nicht, wie man see­lisch gesund bleibt oder eine gute Beziehung führt», kri­ti­sier­te bei ihrem Amtsantritt an der Uni Frankfurt/​Main die ein­zi­ge deut­sche Lehrstuhlinhaberin für Suizid-Prävention, Ute Lewitzka…«

Diese Information irri­tiert in die­sem Kontext.

Es mag sinn­voll sein, eine sol­che Forschungsstelle ein­zu­rich­ten. Ob dies an der Frankfurter Goethe-Universität hilf­reich ist mit einer Stiftungsprofessur, die die "Crespo Foundation, die Henryk-Sznap-Stiftung und die Dr. Elmar und Ellis Reiss Stiftung" für fünf Jahre finan­zie­ren (aktu​el​les​.uni​-frank​furt​.de (15.11.24), ist frag­lich. Die Meldung läßt Elmar Reiss zu Wort kom­men, geht aber nicht auf die bei­den ande­ren Stiftungen ein. Die Crespo Foundation geht laut Wikipedia zurück auf die Enkelin des Gründers des Wella-Konzerns. Der hat­te sein Vermögen u.a. mit Zwangsarbeit und Spenden an die NSDAP erwor­ben, wofür die Firma 1948 in der SBZ ent­eig­net wur­de. Im Westen tat es der Karriere des Kunstsammlers kei­nen Abbruch. Und wer weiß, viel­leicht tut die Stiftung auch Gutes.

Über die Henryk-Sznap-Stiftung habe ich nichts Näheres fin­den kön­nen. Und auch über den Herrn selbst ist offen­bar wenig bekannt.

Elmar Reiss wur­de 2024 zum Ehrensenator der Goethe-Universität ernannt, wobei her­vor­ge­ho­ben wur­de, daß sein Lebenslauf von "einem aus­ge­präg­ten Gespür für pro­fi­ta­ble Geschäftsmöglichkeiten geprägt ist". Zeitgleich erhielt er den Hessischen Verdienstorden. Reiss ist Mitglied des Stiftungskuratoriums der Goethe-Universität, dem wei­te­re VertreterInnen "phil­an­tro­pi­scher" Gesellschaften wie Dr. Jörg Appelhans, Vorstand der Johanna Quandt Stiftung, aber auch Pharma- und ande­re Konzerne ange­hö­ren. Was Appelhans mit Christian Drosten zu tun hat, ist u.a. zu lesen in:

Kommerzielle Interessen von Charité und Labor Berlin 

Eine gewis­se Skepsis ist ange­bracht bei die­sen Äußerungen der Stiftungsprofessorin:

»Künstliche Intelligenz als Präventionshilfe?

Mit ihrer Professur, der von drei Stiftungen finan­ziert wird, will Lewitzka Aufmerksamkeit auf das Thema Suizid len­ken, Expertise bün­deln und Einfluss auf die Politik neh­men, um Präventionsprogramme voranzutreiben.

Perspektivisch könn­te Künstliche Intelligenz bei der Prävention hel­fen, glaubt Lewitzka: Eine KI könn­te die ver­schie­de­nen Parameter für eine Gefährdung „wie in einem 3D-Puzzle“ zusam­men­set­zen, um dar­aus pass­ge­naue Hilfsangebote abzu­lei­ten.«
stutt​gar​ter​-nach​rich​ten​.de (17.7.25)

in Kombination mit:

»Ausschlaggebend für die Entwicklung erfolg­rei­cher Präventionsmaßnahmen ist eine umfas­sen­de Datengrundlage. In einem säch­si­schen Pilotprojekt konn­te Lewitzka bereits zei­gen, dass die zeit­na­he Erfassung und Auswertung von Suizidversuchen über spe­zi­ell geschul­te Notrufleitstellen die Erstellung von soge­nann­ten Heatmaps ermög­licht, also visu­el­len Darstellungen von Orten und Häufigkeiten.«
aktu​el​les​.uni​-frank​furt​.de (15.11.24)

Immer wie­der lesenswert:

Finstere Traditionen der Goethe-Universität

4 Antworten auf „Suizid-Prävention mit Stiftungen“

  1. Gerd GiGerenzer, WolfGanG Gaissmaier, elke kurz-milcke, lisa m. schWartz und steVen Woloshin


    Wie oft lie­fert ein HIV-Test oder ein Screening zur Krebsfrüherkennung fal­sche Ergebnisse?
    Was sagen Überlebens- und Sterberaten wirk­lich aus? Selbst vie­le Ärzte wis­sen dar­über nicht
    Bescheid. Der Psychologe Gerd Gigerenzer und sein Team erklä­ren, wie man das Risiko einer
    Erkrankung oder die Chancen auf Genesung rich­tig einschätzt

    https://www.spektrum.de/pdf/gug-09–10-s034-pdf/1006101?file

    o.
    Vorsicht beim rela­ti­ven Risiko! Auch Ärzte ver­ste­hen die Statistiken hin­ter Screening-Programmen oft nicht
    Michael Simm
    https://​deutsch​.med​scape​.com/​a​r​t​i​k​e​l​a​n​s​i​c​h​t​/​4​9​0​4​174

  2. "Ärzte bekla­gen man­geln­des Gesundheitswissen in der Bevölkerung …"

    Das sind die­sel­ben Ärzte, die pau­sen­los Menschen ein expe­ri­men­tel­les, gen­tech­ni­sches Spritzmittel inji­zier­ten, ohne dass sie wuss­ten, was die­ses Spritzmittel ist und wie es wirkt. Die haben weder sich selbst noch ihre Opfer über das Spritzmittel infor­miert. Die Menschen, die infol­ge des­sen gestor­ben sind oder nun schwer ver­letzt allei­ne gelas­sen sind, inter­es­siert die­se Ärzte einen Dreck.

    Nun wol­len die angeb­lich eine psy­chi­sche Erkrankung unter einem Viertel der Jugendlichen dia­gno­sti­ziert haben, denen sie womög­lich lebens­lang die Produkte der kri­mi­nel­len Pharmakonzerne verschreiben.

    Spätestens seit der Inszenierung der "Corona-Pandemie" kom­me ich zu dem Schluss, dass die mei­sten Ärzte und die Interessenvertreter des Gesundheitswesens einen Dachschaden haben. Es gibt natür­lich Ausnahmen, die von den Irren mit allen Mitteln bekämpft werden.

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