Ich dachte wirklich erst, das sei Satire zum Antikriegstag:

»Generationengerechtigkeit sieht anders aus: In der Debatte über die „Kriegstüchtigkeit“ konnte man in diesem Sommer überwiegend älteren Männern dabei zuhören, wie sie über die Pflichten der Jungen reden. Nicht besprochen wurde dagegen, welche Pflichten die ältere Generation bei der Landesverteidigung hat. Da ließe sich der Generation 60 plus durchaus noch ein wenig mehr zumuten.…
Für die Landesverteidigung mobilisiert werden können alle Bürger, die der Wehrpflicht unterliegen. Das sind dem Wehrpflichtgesetz zufolge im Verteidigungsfall männliche Staatsbürger im Alter von 18 bis 60 Jahren. Betroffen wären also auch die Jahrgänge, die wegen der Aussetzung nach 2011 nicht zum Grundwehrdienst eingezogen wurden. Betroffen wären auch jene, die den Dienst an der Waffe verweigert haben – in einem Krieg gibt es etwa in der Logistik, in Lazaretten, in der Verwaltung viele Tätigkeiten, die ohne Gewehr erledigt werden können und müssen. Das Land zu verteidigen, ist im Fall eines Kriegs die Aufgabe der ganzen Gesellschaft…
Die Menschen arbeiten heute ja auch länger, weil sie angeblich leistungsfähiger sind
Eine entsprechende Pflicht für Frauen könnte in Deutschland nur per Grundgesetzänderung eingeführt werden – die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit findet sich derzeit nicht im Bundestag. Aber könnte die Wehrpflicht im Fall eines Kriegs für Männer nicht wenigstens, unter Berücksichtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit, bis zur Rente gelten?…
Was das brächte? Militärisch vermutlich wenig bis nichts. Aber eine Ausweitung der Wehrpflicht im Verteidigungsfall würde das Bewusstsein dafür schärfen, dass Landesverteidigung alle Generationen betrifft. Und sie wäre ein Signal an die Jungen, die jetzt freiwillig die Bundeswehr flottmachen sollen: dass sie nicht allein sind, falls es ernst wird.«
Die 317 Kommentare (Stand 1.9. 23:59 Uhr) sind durchwachsen.

Die "Jungen" sind nicht allein, wenn sie ihre Abschlachtung verweigern, wozu man sie ermutigen sollte. Sie haben die Frauen und die Alten auf ihrer Seite – also die gesamte Gesellschaft.
Man könnte die handvoll intellekutellen Pyromanen an die Front schicken, die in irgendwelchen Schmierpostillen ihre pathologischen Kriegsfantasien ausleben. Dann wäre der Krieg schnell vorbei, und um die wäre es auch nicht schade.
«Ich dachte wirklich erst, das sei Satire zum Antikriegstag»
Jmd. der für die Süddeutsche schreibt, kennt den Antikriegstag? Unplausibel.
Passt 100% zum Bild "Die deutsche Armee muss in vier Jahren einsatzfähig sein".
Wer ein Bild einer durchgängig militarisierten Gesellschaft bzw. eines Militärstaates haben möchte, möge sich nach Israel begeben. Eine durchgängig verrohte und der Gewalt und Verbrechen gleichgültig gegenüberstehende Bevölkerung. Gut dressiert und mit Propaganda zugemüllt. Kurzgefasst: Nein, danke.
Krieg ist in jedem Fall zu verweigernder staatlich sanktionierter Massenmord.
“Readiness 2030”
—Joint White Paper for European Defence Readiness 2030
20.06.2025
White Paper on the Future of European Defence
In “A new era for European Defence and Security”
In her political guidelines presented on 18 July 2024, European Commission President Ursula von der Leyen identified defence as a priority and a key sector in completing the single market. An important part of that effort will be building a 'European Defence Union'.
The white paper was presented on 19 March 2025 entitled White Paper for European Defence Readiness 2030. …
…, in order to become a credible power and European pillar within NATO. … Parliament welcomed the five-point “ReArm Europe plan”. …
europarl.europa.eu/legislative-train/theme-security-and-defence-sede/file-white-paper-on-eu-defence
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“ReArm Europe/Readiness 2030”
Wie der Plan „ReArm Europe/Readiness 2030“ vorsieht, könnten in den nächsten vier Jahren rund 800 Mrd. € für militärische Projekte mobilisiert werden. Nach den Vorgaben des Weißbuchs für die EU-Verteidigungsbereitschaft 2030 wurden mehr als 500 vorrangige Projekte definiert. Diese reichen …
bayern.de/wp-content/uploads/2025/07/EB-07–2025.pdf
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[ Weißbuch für die EU-Verteidigungsbereitschaft 2030 ]
Introducing the White Paper for European Defence and the ReArm Europe Plan – Readiness 2030
The Commission and the High Representative have presented a White Paper for European Defence – Readiness 2030 on 19 March 2025. …
EUROPEAN READINESS 2030
d e f e n c e‑industry-space.ec.europa.eu/eu-defence-industry/introducing-white-paper-european-defence-and-rearm-europe-plan-readiness-2030_en
Zitat:
"Ich dachte wirklich erst, das sei Satire zum Antikriegstag:"
Solcherlei und viele weitere ganz ähnlich geartete Artikel sind aus propagandistischer Sicht notwendig. Hier kommen dann z.B. Unternehmen wie Scholz & Friends und Konsorten ins Spiel.
Wie bekanntlich ebenso schon bei der sogenannten "Corona-Pandemie" festzustellen, so wird auch in diesem Fall durch u.a. ein anhaltendes gegeneinander Ausspielen ("Jung" gegen "Alt") der Bevölkerung, die Fokussierung auf eine gleichzeitig dringend erforderliche gesamtgesellschaftliche Solidarität und vor allem eine ständige Konditionierung unter Zuhilfenahme von diffus-abstrakten ANGSTszenarien (z.B. durch vermeintlich lauernde "Pandemieszenarien, eine ständige "Bedrohung" durch Russland, die allgegenwärtige "Gefahr" des "menschgemachten", Klimawandels) versucht vom Hinterfragen der fundamental wichtigeren, übergeordneten Narrative abzulenken bzw. abzuhalten. Das Erzeugen von Angstgefühlen ist grundlegend essenziell für jegliche Arten von Manipulationsversuchen.
Wehrpflicht ab eine Million Vermögen.
Was wiedermal nicht gesagt wurde: Wer sich verweigert wird erschossen.
@ Erfurter: ??
Ausnahmen wird es sicherlich geben, zum Beispiel für Politiker, Oligarchen und die Maulhuren bei der Waffen-SZ & Co.
Stellt euch alle mal nicht so an – Marschall Radetzky hat auch erst im Alter von 90 Jahren, es war 1856, um seine Demission beim Kaiser Franz Josef II. ersucht, um danach noch volle zwei Jahre seinen Ruhestand zu genießen.
Nach solcherlei Maßstäben würden sogar die Rücklagen der heutigen gesetzlichen Rentenversicherung ausreichen …
Noch eine Ergänzung: Im Jahre 1914 wurde in der damaligen k.u.k. Monarchie in einer juristischen Zeitschrift vom Autor Rudolf Czizek ein Artikel mit der Überschrift "Die Landsturmpflicht" veröffentlicht, in welchem dargelegt wird, welche Reservistenpflichten jedem wehrfähigen Mann obliegen, aber auch, welche finanziellen Verpflichtungen den Familien nichtwehrfähiger Männer zukommen, die ersatzweise der Landsturmpflicht auf diese Weise genügen müssen.
Nichts Neues unter der Sonne also …
Wenn wir in dem legendären Satz (Zitat) : „Und wer auf ARD und ZDF angewiesen ist, der muß geistig zurückbleiben“ von Günter Herlt, einem ehemaliger Kommentator des DDR-Fernsehens, in der Aufzählung der ÖR-Medien noch die Süddeutsche (stellvertretend für die anderen deutschen „Qualitätsmedien") ergänzen, ist der Satz an Aktualität nicht mehr zu toppen.
Diese geradezu hellseherische Weitsicht hätte ich den ehemaligen DDR-Kommentatoren gar nicht zugetraut.