Aktuelles aus den Tollhäusern (1.9.25)

Nach lan­ger Zeit mal wie­der, heu­te von faz​.net.

Der Kampf gegen den Chinesen treibt ähn­li­che Blüten wie der gegen den Russen. Nicht sel­ten haben wie hier deut­sche Anleger den Schaden und nicht die "Machthaber".


»… Inflationsbereinigt lag die Wirtschaftsleistung im Frühjahr nicht höher als am Jahresende 2019, bevor die Schrecken der Corona-Pandemie begannen…

[Merz hat recht] – aber nicht, weil das Wachstum zu gering ist, son­dern weil der Sozialstaat das Wirtschaftswachstum erwürgt, ange­fan­gen von den Fehlsteuerungen des Bürgergelds über das stets geför­der­te Anspruchsdenken bis hin zu den hohen Sozialabgaben, die Investitionen ver­trei­ben und Arbeitsplätze ver­nich­ten.«

Die wür­gen­den Arbeitslosen haben schon etwas von den ter­ro­ri­sti­schen Impfverweigerern.


Das arme Pack sollt sich hier bera­ten lassen:


Aber sicher doch, meint der Redakteur.


Erst heu­te erschien die­ser Artikel in der Druckausgabe, unter der Überschrift "Europa stellt sich die Milliardenfrage", bei der Günter Jauch nicht mit­hal­ten kann:

Im Druck gibt es die­se Bildunterschrift: "Will rus­si­sches Vermögen nicht scho­nen: Kaja Kallas in Kopenhagen". Werden wir dem­nächst in der "FAZ" lesen, ein Bankräuber wol­le das Vermögen der Sparkasse nicht schonen?


Hier zie­he ich mei­nen Hut vor der gelun­ge­nen Bildauswahl:


Auch erst heu­te im Druck:

»... Auf meh­re­ren Videos von der Kundgebung ist zu sehen, wie ein Polizist einer Frau mit der Faust zwei­mal ins Gesicht schlägt, der Demonstrantin läuft Blut aus der Nase. Dem iri­schen Sender RTÉ zufol­ge teil­te die iri­sche Protestorganisation „Irish Bloc Berlin“ mit, der Arm der Frau sei gebro­chen, sie müs­se ope­riert werden…

Gegen sie wer­de wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermit­telt, hieß es wei­ter…«

Die Polizei prü­fe, "ob das Verhalten ver­hält­nis­mä­ßig war". Manchmal ist es gut, wenn das Ausland uns nicht mit der deut­schen Polizei allein läßt.

Siehe dazu die­se fol­gen­lo­se Meldung:

»Der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, hat das Vorgehen deut­scher Behörden gegen pro­pa­lä­sti­nen­si­sche Proteste im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg scharf kri­ti­siert. In einem Brief an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnt er vor schwer­wie­gen­den Eingriffen in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Berichten zufol­ge sei es zu „exzes­si­ver Gewalt“ der Polizei gegen Demonstranten gekom­men, dar­un­ter auch gegen Minderjährige, die teil­wei­se ver­letzt wor­den sei­en, schrieb O’Flaherty. Der Einsatz von Gewalt müs­se rechts­staat­li­chen Prinzipien wie Verhältnismäßigkeit, Legalität und Nichtdiskriminierung ent­spre­chen. Einzelne Teilnehmer sei­en angeb­lich einer über­mä­ßi­gen Online- und Präsenzüberwachung sowie will­kür­li­chen Polizeikontrollen aus­ge­setzt gewe­sen. O’Flaherty for­der­te die deut­sche Regierung auf, von jeg­li­chen Maßnahmen abzu­se­hen, die Menschen auf­grund ihrer poli­ti­schen Meinung, Religion, Nationalität oder ihres Migrationsstatus diskriminieren…

Auch außer­halb des öffent­li­chen Raums sieht O’Flaherty Einschränkungen der Meinungsfreiheit, etwa an Universitäten, in Schulen sowie im Kulturbereich. Zudem gebe es Berichte über Versuche, aus­län­di­sche Staatsangehörige wegen ihrer Teilnahme an Protesten oder poli­ti­schen Äußerungen zum Nahost-Konflikt abzuschieben…

Der Europarat ist von der EU unab­hän­gig und wur­de 1949 zum Schutz von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaat in Europa gegrün­det. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gehört zum Europarat.«

4 Antworten auf „Aktuelles aus den Tollhäusern (1.9.25)“

  1. «Will rus­si­sches Vermögen nicht scho­nen: Kaja Kallas in Kopenhagen»

    Man muss den österr. Immomann Gerald Markel für sei­ne neo­li­be­ra­len Ansichten nicht mögen, aber solan­ge wir im real exi­stie­ren­den Kapitalismus leben, dürf­te er mit Folgendem ten­den­zi­ell recht haben (leicht redigiert):

    «Stiehlt Europa die 300 Milliarden der rus­si­schen Zentralbank, die seit drei Jahren ein­ge­fro­ren sind, nun im näch­sten Sanktionspaket end­gül­tig, dann kommt der Jüngste Tag für den Finanzplatz Europa.

    Ich wie­der­ho­le es. Es gibt nur EIN unum­stöss­li­ches Gebot am Planeten des Geldes – anver­trau­tes Geld ist unan­tast­bar. Verstößt ein Wirtschaftsraum ohne jeg­li­che inter­na­tio­na­le Rechtsgrundlage gegen das EINZIGE GEBOT dann ist er ab der Minute der Tat toxisch.

    Und SÄMTLICHE Geldanleger des Planeten, von Zentralbank bis Fond, von Privatanleger bis zum Megakonzern zie­hen SOFORT ihre Einlagen ab – weil die Sicherheit die­ser Einlagen dann nicht mehr sakro­sankt ist.

    Um euch die Größenordnung auf­zu­zei­gen. Sagt Euch "Euroclear" etwas? Euroclear Bank ist eine inter­na­tio­na­le Wertpapierverwahrstelle (International Central Securities Depository – ICSD) mit Hauptsitz in Brüssel. Verwaltung von 35,6 Billionen EUR Vermögen (Assets); 295 Millionen Abwicklungen im Wert von 1.000 Billionen pro Jahr (!) Kein Fehler – 1000 Billionen nicht Milliarden !!

    Der größ­te Teil des rus­si­schen Geldes in Europa liegt bei Euroclear. Stehlen die Wahnsinnigen heu­te das Geld in Europa, ist [die] Euroclear Filiale China mor­gen beschlag­nahmt, weil die Russen in Hongkong oder Peking kla­gen. Das löst einen Dominoeffekt aus und Europas Banken sind einen Tag spä­ter Geschichte. Geschichte heißt Bankomaten und Filialen zu. Euer Geld ist WEG.

    Die Idee das rus­si­sche Vermögen der Ukraine zu geben klingt für Moraltaliban bestechend. In der öko­no­mi­schen Realität wäre es der SuperGAU, der Europa ver­nich­tet. Und davor könn­te sich kein Mensch schüt­zen – ich nicht, Du nicht, Milliardäre genau­so­we­nig wie Mindestpensionisten.»

    https://t.me/gema1963/12967

  2. Wir kön­nen uns die­ses Wirtschaftssystem nicht mehr lei­sten, in dem Shareholder und Investmentfonds an den Aktienmärkten lei­stungs­los den gesell­schaft­li­chen Reichtum abzocken, wäh­rend Arbeitslose und Geringverdiener zu Sündenböcken gestem­pelt werden.

    Einen Bundeskanzler, den die­ses System reich gemacht hat, brau­chen wir übri­gens auch nicht.

  3. Der Sozialstaat erwürgt das Wachstum? Über die Grundfrage des schwin­den­den Binnenkonsums braucht nicht mehr dis­ku­tiert zu wer­den, das Resultat ist evi­dent. Und da dies bewusst negiert wird, wird die Enteignung und Verarmung syste­ma­tisch von den Machthabern betrie­ben. Auch dies ist – system­be­dingt – seit Jahrzehnten der Fall. Es ist ein Schrumpfungsmodell für Europa.

  4. Lustig. Europa wird der neue Nahe Osten. Kriegstüchtigkeit und zusam­men­bre­chen­de Tollhäuser.

    Wer käme denn als zukünf­ti­ger Chaoslord in Frage? Läuft sich da irgend­je­mand warm?

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