Biontech zu "Nebenprodukten und Kontaminanten" bei der mRNA-Produktion

Acht zum Teil hoch­ran­gi­ge Beschäftige von Biontech haben einen Artikel zum "Verständnis der Auswirkungen von Nebenprodukten und Kontaminanten der in vitro Transkription" ver­faßt. Mehr als vier Jahre nach der Vermarktung ihres Stoffes denkt die Firma über eine "Verbesserung der mRNA-Reinigung" nach.

pmc​.ncbi​.nlm​.nih​.gov (10.7.24)

Im Abstract heißt es (Hervorhebungen von mir):

»… Je nach IVT-Bedingungen und nach­fol­gen­den Reinigungs­schritten kön­nen jedoch ver­schie­de­ne Nebenprodukte wie dsRNA, abor­ti­ve RNAs und RNA:DNA-Hybride ent­ste­hen. Unerwünschte Nebenprodukte kön­nen, wenn sie nicht ent­fernt wer­den, zusam­men mit der mRNA in vol­ler Länge for­mu­liert wer­den und durch Aktivierung von Mustererkennungsrezeptoren des Wirts eine Immunantwort in den Zellen aus­lö­sen. In die­ser Übersicht fas­sen wir die poten­zi­el­len Arten von IVT-Neben­produkten, ihre bekann­te bio­lo­gi­sche Aktivität und ihre mög­li­chen Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Sicherheit von mRNA-Therapeutika zusam­men. Darüber hin­aus geben wir einen kur­zen Überblick über nicht-nukleo­tid­ba­sier­te Kontaminanten wie RNasen, Endotoxine und Metallionen, die, wenn sie in der IVT-Reaktion vor­han­den sind, eben­falls die Aktivität von mRNA-basier­ten Arzneimitteln beein­flus­sen kön­nen. Wir dis­ku­tie­ren außer­dem aktu­el­le Ansätze zur Anpassung der IVT-Reaktions­bedingungen oder zur Verbesserung der mRNA-Reinigung, um eine opti­ma­le Leistung für medi­zi­ni­sche Anwendungen zu erzie­len.«

Den Artikel hat Sabine Stebel gefun­den und dis­ku­tiert ihn aus­führ­lich auf drbi​ne​.sub​stack​.com.