Korrelationen wären rein zufällig

faz​.net (21.8.25, Bezahlschranke)

»… Die natio­nal­so­zia­li­sti­schen Anführer ahn­ten bereits Anfang August 1941, dass der Krieg gegen die Sowjetunion schei­tern könn­te. Um die älte­ren Deutschen ruhig­zu­stel­len, die sich ange­sichts des nun begon­ne­nen Zweifrontenkriegs an die Not und den Hunger im Ersten Weltkrieg erin­ner­ten, erhöh­ten sie die Renten um 15 Prozent, wobei beson­ders schlecht gestell­te Rentner sowie die Witwen und Waisen zula­sten gut gestell­ter Rentenempfänger bevor­zugt wur­den. Zudem wur­den Rentner erst­mals kran­ken­ver­si­chert. Bis dahin war der Kranken­versicherungs­schutz seit Bismarcks Zeiten mit der Verrentung auto­ma­tisch erlo­schen. Bezahlt wur­den bei­de Sozialgeschenke aus den Löhnen der völ­lig recht­lo­sen Zwangsarbeiter, für die die Unternehmen dop­pel­te Sozialabgaben abzu­füh­ren hat­ten, und von den Juden…

Also kein Sozialstaat ohne Räuberstaat?

Der Raub war von Anfang an inklu­diert. 1933 haben wir einen Reichshaushalt von sechs Milliarden Reichsmark. 1938, im Rüstungsboom und nach dem Anschluss Österreichs, haben wir Reichseinnahmen von 18 Milliarden. Die Ausgaben sind aber dop­pelt so hoch, das heißt schul­den­fi­nan­ziert. Dieses Geld muss ein­ge­trie­ben wer­den. Zuerst wird das Gewerkschaftsvermögen geraubt. Der zwei­te Raub ist das Anleihestockgesetz von 1934: Aktionäre wer­den gezwun­gen, einen Teil ihrer Dividenden in Staatsanleihen mit zehn­jäh­ri­ger Laufzeit anzu­le­gen. Das Geld ist weg. Aber nicht nur das: Ein paar Monate nach dem Erlass die­ses Gesetzes wer­den die Zinsen der Staatsanleihen gesenkt.

Eine gesteuerte Wirtschaft zur Selbstbedienung des Staates?

Ja. Es geht dar­um, das Kartenhaus, das der NS-Staat öko­no­misch war, immer wie­der neu zu sta­bi­li­sie­ren. Und da kommt die „Judenfrage“ ins Spiel. Die kom­plet­te Enteignung der deut­schen Juden im April 1938 bringt nach den Berechnungen des Wirtschaftsministeriums sie­ben Milliarden Reichsmark. Bei Reichseinnahmen von 18 Milliarden ist das eine Steigerung um fast vier­zig Prozent

Aber das Lösungsangebot der NSDAP war die Stigmatisierung einer bestimm­ten Bevölkerungsgruppe. „Die Juden sind an allem schuld“: am Kapitalismus, der Weltwirtschaftskrise, der sozia­len Ungerechtigkeit, der Niederlage im (Ersten) Weltkrieg. Wieso konn­te eine Mehrheit der Deutschen dar­auf einsteigen?

Der Antisemitismus – auch die­sen Begriff haben die Deutschen der Welt 1879 geschenkt – ver­schiebt die Judenfeindlichkeit von der Religion ins Soziale. Er macht Judenfeindschaft für moder­ne Volksparteien anschluss­fä­hig… Die NSDAP warb 1932 mit einem Bild, das Karikaturen jüdi­scher Einwanderer zeigt. Darüber steht in Sütterlinschrift: „Seit 1919 kamen täg­lich drei­zehn von ihnen über unse­re Grenzen.“ Dreizehn! Mit so etwas konn­te man unse­re Großeltern aufschrecken…

Die Mordgemeinschaft kon­sti­tu­iert sich stu­fen­wei­se und zunächst lang­sam. 1933 gibt es Übergriffe auf Juden und Kommunisten, 1934 dann die Staatsmorde beim „Röhm-Putsch“. Dann wird der Volksgerichtshof ein­ge­rich­tet, der bei Mördern und Kinderschändern grund­sätz­lich Todesurteile ver­hängt. Nebenbei wird die Zwangssterilisierung von psy­chi­schen Kranken, schwe­ren Alkoholikern und Epileptikern ein­ge­führt. Dabei ster­ben fünf Prozent der ste­ri­li­sier­ten Frauen bei der Operation, die damals noch die Öffnung der Bauchhöhle erfor­der­te. Auch dar­an gewöhnt man sich. Dann wird nach den Olympischen Sommerspielen 1936 der Vierjahresplan ver­kün­det: Da heißt es, wir müs­sen den Gürtel enger schnal­len und uns auf den Krieg vor­be­rei­ten, um den Frieden zu bewah­ren. Und wir müs­sen Devisen spa­ren, wegen der Rüstung und für das Anlegen einer rie­si­gen Reichsgetreidereserve. In die­sem Zusammenhang fin­det 1938 die Enteignung der Juden statt… Den gan­zen Sommer über herrscht Kriegsangst und, wie Goebbels for­mu­liert, „poli­ti­sche Siedehitze“ im Volk. Damit wer­den die Deutschen für den Zweiten Weltkrieg konditioniert…

Sie bezeich­nen den Zweiten Weltkrieg als „die mör­de­risch­ste Konkursverschleppung der Menschheitsgeschichte“. Was wäre mit Hitlers Staat pas­siert, wenn er nicht aus­ge­bro­chen wäre?

Der wäre weg gewe­sen. Die Finanzpolitik des „Dritten Reichs“ war ja ein rei­nes Schneeballsystem: Es wird immer mehr Geld aus­ge­ge­ben, die Inflation wird durch Preis- und Lohndiktate zurück­ge­staut. Alles läuft auf Staatsbankrott hin­aus. Schon Ende 1938 wuss­ten die Nazis nicht mehr, wie sie die näch­sten Beamten­gehälter bezah­len soll­ten. Die Einverleibung von Österreich und der Rest-Tschechei brin­gen noch Devisen und etwas Gold her­ein, aber das reicht nicht. Nur der Krieg ret­tet das Regime vor der Zahlungsunfähigkeit…

Gleichzeitig lau­fen die Euthanasiemorde an. Das sind Morde von Deutschen an Deutschen. Man beginnt mit behin­der­ten Säuglingen, dann wer­den Arbeitsgruppen für die Gaskammern ein­ge­setzt. Aus Berlin wer­den inner­halb weni­ger Monate sechs­tau­send Menschen zu den Mordstätten gefah­ren. Das spricht sich rum. Aber die Leute fin­den sich damit ab, weil Krieg ist – und weil die erb­bio­lo­gi­sche Propaganda sie unter Druck setzt. Der Widerstand blieb extrem gering, und die poli­ti­sche Führung lernt dar­aus: Die Deutschen neh­men mas­sen­haf­ten Mord selbst an ihren eige­nen Familienmitgliedern hin…

„Wir haben sowie­so so viel auf dem Kerbholz“, schreibt Goebbels. Das heißt: Wir kön­nen nicht zurück. Jetzt kommt es dar­auf an, die deut­sche Bevölkerung in das Mordgeschehen mit hin­ein­zu­zie­hen. Am Ende des Jahres 1941 haben die Deutschen zwei Millionen erschos­se­ne, ver­hun­ger­te oder erfro­re­ne rus­si­sche Kriegsgefangene und 900.000 ermor­de­te Juden auf dem Gewissen, eine unge­heu­re Steigerung der Gewalt in ganz kur­zer Zeit. In die­sem Kontext extrem radi­ka­li­sier­ter Gewalt wird dann der syste­ma­ti­sche Mord an den euro­päi­schen Juden beschlos­sen – und durchgesetzt…

Die Renten wer­den erhöht, die Bierproduktion gestei­gert, die Tabakversorgung ver­bes­sert, das fin­det alles auf einer Ebene statt…

Die Anführer [set­zen] auf Inklusion. Das beginnt mit Versteigerungen der Hinterlassenschaften der Deportierten: Waren die­se arm, fand die Versteigerung auf dem Treppenabsatz statt. Das inte­gra­ti­ve Moment die­ser Enteignungen, von denen Millionen Deutsche pro­fi­tier­ten, ist kaum zu über­schät­zen. Die ver­haf­te­ten Juden wer­den kolon­nen­wei­se und bei Tageslicht zu den Bahnhöfen geführt – irgend­wie nach Osten, jeden­falls auf Nimmerwiedersehen…«

Heute sind es nicht mehr die Juden. Von der Schuld an ihnen frei­ge­kauft hat sich eine deut­sche Staatsräson, die Verbrechen des sich selbst so ver­ste­hen­den jüdi­schen Staates nicht nur dul­det, son­dern durch Waffenlieferungen, poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Unterstützung und die Niederhaltung jeg­li­cher Kritik erst ermöglicht.

Die öko­no­mi­sche Logik der Kriegstauglichkeit ist anson­sten recht ver­gleich­bar der Wirtschafts- und Militärpolitik der Nazis. Ein schrump­fen­des "BIP", trotz mas­si­ver Investitionen in das Militär, führt zu einem noch Mehr an Kriegsvorbereitungen. Das heu­te herr­schen­de Personal ist dabei noch nicht ein­mal so schlau, die Bevölkerung zu "inklu­die­ren".

Die aber ist aber mit ande­ren Dingen beschäf­tigt als mit dem Erstaunen dar­über, daß die Profiteure von damals über­wie­gend die von heu­te sind. Die Zerschlagung der wirt­schaft­li­chen Grundlagen des Faschismus, die die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg beschwo­ren, war als­bald dem über­mäch­ti­gen Interesse der Westmächte zum Opfer gefal­len, den bereits von den Nazis mar­kier­ten Gegner, einen noch so holp­ri­gen Versuch einer Alternative zum Kapitalismus, zu Fall zu bringen.

15 Antworten auf „Korrelationen wären rein zufällig“

  1. > Die Zerschlagung der wirt­schaft­li­chen Grundlagen des Faschismus, die die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg beschworen,

    fand nur in der Sowjetischen Besatzungszone statt. Ja, die Alliierten hat­ten es ver­spro­chen, 1945 mit ihren Unterschriften in Potsdam. Aber die West-Allierten, Staatsmänner der UNO (!) haben nie vor­ge­habt sich an ihre Versprechungen zu halten.

  2. Propaganda! Die Opposition wur­de zer­schla­gen, inhaf­tiert, ermor­det! Dummes Gewäsch, was das angeht. Da wäre viel zu zu sagen. Aber was den Hauptpunkt angeht, das Ponzi-Scheme, durch­aus inter­es­sant. Aber ist das nicht über­all so? Schon Marx' Wertgesetz begrün­det ja den Zwang des Kapitals zu end­lo­sem Wachstum. Auf einem end­li­chen Planeten schwierig…

  3. «Die Zerschlagung der wirt­schaft­li­chen Grundlagen des Faschismus, die die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg beschwo­ren, war als­bald dem über­mäch­ti­gen Interesse der Westmächte zum Opfer gefal­len, den bereits von den Nazis mar­kier­ten Gegner, einen noch so holp­ri­gen Versuch einer Alternative zum Kapitalismus, zu Fall zu bringen.» 

    Wobei Autoren wie Rügemer oder Preparata notie­ren, dass schon der deut­sche Krieg gegen die Sowjetunion und davor der Aufstieg des Faschismus in den 1920ern ohne ame­ri­ka­ni­sche Unterstützung nicht mög­lich gewe­sen wäre. Und Dagmar Henn hat die BRD den «Plan B der Nazi-Eliten genannt» (Freidenker, Heft 1–25, noch nicht online), die Herrschaften wuss­ten also von Anfang an wer neu das Sagen hat.

  4. "Das heu­te herr­schen­de Personal ist dabei noch nicht ein­mal so schlau, die Bevölkerung zu "inklu­die­ren"

    Was von einer Hybris zeugt wel­che die Nazis nie befal­len hat. Wie das Göbbels-Zitat hier gut ein­ge­bracht ja auf­zeigt. Sie waren sich der "Schlinge" um ihren Hals, von Anfang an wohl bewußt. Diese wür­de sich mit jeder Art von Versagen mehr und mehr zu zie­hen. Und so kam es dann ja auch. Heute glau­ben die Eliten weni­ger an Konsequenzen. Aber sie haben sich auch bei wei­tem noch nicht so stark in die Kriminalität hin­ein­ge­wagt. Vermutlich hat es eine Mehrheit der Betreffenden eigent­lich auch nicht vor.

    Interessant dazu, der Fall Röper und Lipp, bei dem Thomas Röper kor­rekt auf den Aspekt der Menschnrechtsverletzungen hin­weist, die Aussperrung aus Deutschland das Eine, wür­de sich umge­kehrt aus­wir­ken befän­de er sich im Land. Er glaubt an einen Versuch, mit dem man die Sanktionierung von Personen gene­rell testen möch­te. Es gab über Corona Stimmen inner­halb der Politik, wel­che die Aberkennung der Staatsbürgerschaft for­der­ten. Das gin­ge bei Staatenlosigkeit in Richtung "Vogelfreiheit". Im "Großen und Ganzen" ist der Faschistenstaat längst auf dem Weg. Für Wenige (noch) wur­de er ja bereits zur bit­te­ren Realität.

    Also möch­te ich an ein Ereignis erin­nern bei dem EU-Staatschefs an die "euro­päi­sche Vergangenheit unter den Franken" erin­ner­ten! Das ist noch gar nicht so lan­ge her (das Erinnern), und maka­be­rer­wei­se steu­ern eini­ge Politiker auf so etwas wohl hin. Das böte ja – wie prak­tisch – einen histo­ri­schen "Unterbau" für ein euro­päi­sches Feudalwesen.

    Interessant daß Historiker im Fall Hitler bemer­ken, wie die "Gauleiter" nach der "Machtergreifung" zu klei­nen Feudalherren zu mutie­ren schei­nen, und auch aus die­sem Aspekt ein Krieg der dro­hen­den Partikularisierung der Parteimacht, aus Sicht der Führung ent­ge­gen­wir­ken könnte.

    Es war, glau­be ich Walter Hofer, der die NS-Bewegung mit einem Zug ver­glich, der in Bewegung gesetzt wur­de und durch die ent­stan­de­nen "Dynamiken der gro­ßen Massen" nicht mehr zu ent­schleu­ni­gen war. Ein Trägheitsvergleich!

  5. hit­ler macht Krieg, um sich zu retten?

    Anlaß des Artikels scheint mir ein Jubiläum zu sein:
    Wikipedia: "Hitlers Volksstaat"
    "Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und natio­na­ler Sozialismus ist ein im Frühjahr 2005 erschie­ne­nes Buch des Historikers Götz Aly. Thema ist die Zustimmung der deut­schen Bevölkerung zum natio­nal­so­zia­li­sti­schen Herrschaftssystem. Alys Hauptthese ist, dass ein Großteil der Bevölkerung die sozi­al und ega­li­tär ori­en­tier­te „Gefälligkeitsdiktatur“ auf­grund mate­ri­el­ler Vorteile unter­stütz­te, die auf Raub, Zwangsarbeit, Enteignung und Ausbeutung beruhten."

    "Mark Spoerer unter­schei­det vier Einzelthesen in Alys Darstellung.

    Der Holocaust sei „der kon­se­quen­te­ste Massenraubmord der moder­nen Geschichte“ gewesen.
    Die Ausbeutung des Auslands hät­te den Krieg stär­ker finan­ziert als das Inland.
    Durch Umverteilung von oben nach unten habe sich das Regime die Zustimmung der Mehrheit erkauft.
    Das Versprechen eines „Volksstaates“ und eines „natio­na­len Sozialismus“ hät­te nur nach einem Sieg ein­ge­löst wer­den können."

    Daraus sol­len jetzt par­al­le­len und ana­lo­gien zu heu­te gezo­gen werden?

    "Die öko­no­mi­sche Logik der Kriegstauglichkeit ist anson­sten recht ver­gleich­bar der Wirtschafts- und Militärpolitik der Nazis."

    "anson­sten recht"?

    wel­ches Bruttoinlandsprodukt ist maß­geb­lich, welche/​r Machthaber führen/​t Krieg, um an der Macht zu bleiben?

    Die Bevölkerung wird nicht "inklu­diert", weil "Deutschland" bezahlt, mit Verarmung.
    Die EU ist der Kriegsverlierer des Ukrainekrieges und "Deutschland" ist der Verlierer der Verlierer, denn die Energiekosten sind die Basis der Wettbewerbsfähigkeit.

    ich bezweif­le, daß Analogien ein taug­li­ches Analysewerkzeug sind.
    Die ana­lo­gie im Sinne der FAZ führt dahin: Putin ist der "Anführer" einer "Räuberbande", Putin hat "Rußland" geret­tet, durch Expansion, Imperialismus.

  6. Fundstück:

    Selbst Hitler räum­te am Ende sei­nes Lebens ein, daß er sich total ver­rech­net hat­te: „Dem stär­ke­ren Ostvolk gehört aus­schließ­lich die Zukunft“, bemerk­te er 1945 zu sei­nem Rüstungsminister Albert Speer.

    Quelle: Joachim Petzold, Faschismus – Regime des Verbrechens

    1. @Erfurter:

      Hitler ver­stand "sei­nen" Nationalsozialismus als den Überlebenskampf, aus dem der Stärkere natur­ge­mäß her­vor­zu­ge­hen hat. Das war sein per­sön­li­cher Wahnsinn!

      Dem "Verlierer" stün­de rein natur­ge­wollt nichts zu.

      Daraus läßt sich leicht ablei­ten, daß es kei­nen homo­ge­nen Nationalsozialismus gab, und Überzeugungen auch Lippenbekenntnissen und Phrasen gleich durch Viele gehand­habt wur­den. Insbesondere nach­dem sie die Galgen sahen, vermutlich.

      Man zog es schließ­lich vor sich dem Sieger unter­zu­ord­nen, und dem ggf. zu die­nen, um das eige­ne Überleben so ange­nehm und aus­sichts­reich wie mög­lich ver­le­ben zu kön­nen – mehr­heit­lich jeden­falls. Das dürf­te sich durch rei­ne Zahlen leicht bele­gen las­sen. Die mei­sten Nazis waren eben nicht die Hasardeure die man ihnen nachsagt.

      Und die Organisation der strik­ten Hirarchie – dürf­te leicht zu über­neh­men gewe­sen sein. Gehorsam und Unterwürfigkeit nach oben, unnach­gie­big­keit nach unten, wenn mög­lich. In "die­nen­der Führungsrolle"?

      Man stellt sie Heute noch ger­ne etwas ste­reo­ty­per dar, die­se alten Nazis. Dann kommt man nicht gleich drauf daß sie zu Millionen ihr Leben in der BRD wei­ter führ­ten. – Huch!

      1. Es mag schon sein daß Hitler wahn­sinng war. Aber er hat­te Auftraggeber und Oligarchen die ihn finan­ziert haben und das war das alles Entscheidende.

        Im Übrigen hat sich die Erkenntnis daß den Völkern des Ostens die Zukunft gehört nicht nur bei Hitler durchgesetzt.

  7. Und was kommt dabei raus, wenn ein Millionär mit Privatflugzeug mit einem abge­wähl­ten Parlament beschlie­ßen lässt, Deutschland zur größ­ten Militärmacht des Universums in Europa zu machen?

    Elend, und ver­mut­lich Krieg.

  8. Das deut­sche Wirtschaftswunder auf Basis der Aufrüstung und der Kriegsertüchtigung war bereits 1936 Thema einer Analyse des vom NS-Regime ver­bann­ten Ökonomen Hans Priester. Der trei­ben­de Faktor wur­de von Priester in den mas­si­ven Staatsaufträgen gese­hen und die nahe­zu kom­plet­te Umstellung auf eine qua­si-staat­lich gelenk­te Wirtschaft. Dies bereits vor dem Vierjahresplan. Die glei­che Aufrüstung und Kriegsertüchtigung ist in Deutschland und Europa wie­der bestimmend. 

    Rüstungsindustrie schafft weder Wohlstand noch sichert sie Wohlstand und Wohlstandsniveau. Vielmehr ver­nich­tet sie Wohlstand. Und dies bereits bevor Bomben und Granaten ein­schla­gen. Statt einer Anhebung des Wohlstandsniveaus der Arbeiter und der Bevölkerung wird "der Gürtel enger geschnallt" und wer­den Lohnkürzungen, Wehrdienst etc. hingenommen. 

    Die Frage ist, wann das heu­ti­ge Regime zu den Mitteln Zwangsanleihe und ähn­li­chen Instrumenten grei­fen wird. Ohne die­se Instrumente war schon die Wehrwirtschaft im Dritten Reich nicht lebensfähig.

    1. @sv: Ich lie­be die­se hoch­in­tel­lek­tu­el­len Auseinandersetzungen: "Das Grundproblem besteht in der mar­xi­sti­schen Idiotenideologie. Die Anhänger der Marx-Sekte glau­ben näm­lich, dass sich nach den Schriften ihres Propheten auf Deuer [sic] immer unaus­weich­lich und zwangs­läu­fig das sozia­li­sti­sche Paradies ein­stel­le, in dem Milch und Honig von den Bäumen trop­fen und nie­mand mehr etwas ande­res arbei­ten muss, als das, wozu er gera­de Lust und Muße hat, und jeder dann alles arbei­ten darf, weil es kei­ne Anforderungen, kei­ne Prüfungen, kei­ne Lernpflichten mehr gäbe…

      Und wie das mit dem Sozialismus eben so ist: Strunzdumm und funk­tio­niert nicht." 

      Der Herr beschäf­tigt sich mit dem Bildungssystem. Das war, wie alle DDR-Bürger ja wis­sen, so was von unter­le­gen dem frei­en ("kapi­ta­li­sti­schen")…

      1. Das Bildungssystem der alten Bundesrepublik (bis 1990) war dem des kol­lek­ti­vi­sti­schen und unter­drücke­ri­schen SED-Staates in der Tat über­le­gen. Das Bildungswesen wur­de dann durch die Linken zer­legt, nicht zuletzt durch unre­gu­lier­te Einwanderung. Erst haben die Sozialisten im Bestreben, bes­ser als die frei­en Länder zu sein, die Kandarre ange­zo­gen – und mit ML die Hirne gewa­schen, dann haben sie obstruk­tiv das Bildungswesen zer­legt, nach­dem sie im Hort des Bösen fort­ge­jagt wur­den. Merkel war eine Linke.

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