Lessons learned

Allerorten wird bereits mit der "näch­sten Pandemie" geplant. Dabei ver­bie­te sich eine Fehlerdiskussion über die Coronapolitik, der Blick müs­se nach vor­ne gerich­tet wer­den. Was ist dabei zu sehen? Unendliche Geldsummen gehen in die Kriegsvorbereitung, auch im Gesundheitssystem. Dafür muß logi­scher­wei­se an allen ande­ren Stellen gespart wer­den. Das betrifft nicht nur die Hebammen und nicht nur Berlin.

tages​spie​gel​.de (19.8.25)

»… Grund für die Kürzungen ist der Sparkurs des Berliner Senats. Bei den Landeszuschüssen für Lehre und Forschung an die Charité sol­len um die 22 Millionen Euro im Jahr weg­fal­len. Das ent­spricht acht Prozent der Landesmittel von bis­her 270 Millionen Euro für das größ­te Uniklinikum Europas…

Auch in ande­ren Charité-Studiengängen wer­den gekürzt [sic]: Bei der Humanmedizin sol­len 10 Prozent der Studienplätze weg­fal­len, bei den zukünf­ti­gen Zahnärzten 25 Prozent. Die Angewandte Hebammenwissenschaft ist jedoch mit 50 Prozent Kürzungen am stärk­sten betroffen…

Auf die 63 Studienplätze an der Charité kamen die­ses Jahr rund 400 Bewerbungen. …«

Von Christian Drosten ist bekannt, daß er sich laut­stark gegen die Kürzungen im Gesundheitsbereich der USA enga­giert. Er sieht die Wissenschaftsfreiheit bedroht, weil zweit­wei­lig ande­re Kapitalfraktionen als bis­lang ent­schei­den, was för­de­rungs­wür­dig ist und was nicht. Von einem Aufschrei gegen die Zurichtung von Lehre und Forschung in der BRD habe ich nichts vernommen.

Siehe auch:

Lessons lear­ned

2 Antworten auf „Lessons learned“

  1. Es ist schon lan­ge her. War das die Pandemie ohne Übersterblichkeit. – Schrecklich!

    Aufarbeitung? – Wir wis­sen wir doch somit schon Alles!

    Aber Ernst bei­sei­te. Können dann die Privilegiertenkinder nicht bes­ser ler­nen, wenn die Klassen weni­ger über­füllt sind. Und der Campus wird siche­rer und über­schau­ba­rer. Die Elitenförderung wird dann bestimmt bes­ser sein so. Eure Excellencen … 😉

  2. Natürlich gibt es da kei­nen Aufschrei. Es ist völ­lig nor­mal im Kapitalismus, daß sich Interessen und Bereitschaften für Investitionen stän­dig ver­än­dern, das ist alles stän­dig in Bewegung.

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