Allerorten wird bereits mit der "nächsten Pandemie" geplant. Dabei verbiete sich eine Fehlerdiskussion über die Coronapolitik, der Blick müsse nach vorne gerichtet werden. Was ist dabei zu sehen? Unendliche Geldsummen gehen in die Kriegsvorbereitung, auch im Gesundheitssystem. Dafür muß logischerweise an allen anderen Stellen gespart werden. Das betrifft nicht nur die Hebammen und nicht nur Berlin.

»… Grund für die Kürzungen ist der Sparkurs des Berliner Senats. Bei den Landeszuschüssen für Lehre und Forschung an die Charité sollen um die 22 Millionen Euro im Jahr wegfallen. Das entspricht acht Prozent der Landesmittel von bisher 270 Millionen Euro für das größte Uniklinikum Europas…
Auch in anderen Charité-Studiengängen werden gekürzt [sic]: Bei der Humanmedizin sollen 10 Prozent der Studienplätze wegfallen, bei den zukünftigen Zahnärzten 25 Prozent. Die Angewandte Hebammenwissenschaft ist jedoch mit 50 Prozent Kürzungen am stärksten betroffen…
Auf die 63 Studienplätze an der Charité kamen dieses Jahr rund 400 Bewerbungen. …«
Von Christian Drosten ist bekannt, daß er sich lautstark gegen die Kürzungen im Gesundheitsbereich der USA engagiert. Er sieht die Wissenschaftsfreiheit bedroht, weil zweitweilig andere Kapitalfraktionen als bislang entscheiden, was förderungswürdig ist und was nicht. Von einem Aufschrei gegen die Zurichtung von Lehre und Forschung in der BRD habe ich nichts vernommen.
Siehe auch:

Es ist schon lange her. War das die Pandemie ohne Übersterblichkeit. – Schrecklich!
Aufarbeitung? – Wir wissen wir doch somit schon Alles!
Aber Ernst beiseite. Können dann die Privilegiertenkinder nicht besser lernen, wenn die Klassen weniger überfüllt sind. Und der Campus wird sicherer und überschaubarer. Die Elitenförderung wird dann bestimmt besser sein so. Eure Excellencen … 😉
Natürlich gibt es da keinen Aufschrei. Es ist völlig normal im Kapitalismus, daß sich Interessen und Bereitschaften für Investitionen ständig verändern, das ist alles ständig in Bewegung.