Die Schaffenskraft der Powerfrau der "Süddeutschen Zeitung" zum Wohle der deutschen Gesundheitsindustrie nötigt Respekt ab.

»… Schon heute kann KI in der Medizin Gewaltiges leisten, zum Beispiel bei der Früherkennung von Krebs. So zeigten kürzlich Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein im Fachblatt Nature Medicine, dass durch den Einsatz von KI im deutschen Mammographie-Screening-Programm fast 18 Prozent mehr Brustkrebs im Frühstadium entdeckt wird – und zwar ohne dass es häufiger zu Fehlalarm kam…«
Wie stets ist der eifrigen Propagandistin entgangen, daß besagte Studie über das erfolgreiche deutsche KI-System Vara nicht nur von der Herstellerfirma finanziert wurde, sondern von mehreren Mitarbeitern und Honorarempfängern, darunter den beiden Korrespondenzautoren, durchgeführt wurde.
»Auch in anderen Bereichen der Medizin zeigt sich immer wieder, wie sehr KI helfen kann, sogar in der Psychotherapie.
Umso mehr lässt nun die Nachricht aufhorchen, dass dort, wo KI in der Medizin eingesetzt wird, leider mit der Zeit Kompetenzen verloren gehen können. So verlernen Ärzte und Ärztinnen, die Darmspiegelungen mithilfe von KI analysieren, laut einer aktuellen Studie im Lancet Gastroenterology & Hepatology, Vorstufen von Darmkrebs auch noch zu finden, wenn sie gerade keine KI zur Hand haben. Schon nach wenigen Monaten mit KI-Assistenz erkannten Ärzte aus vier spezialisierten polnischen Zentren ohne KI um 20 Prozent weniger Krebsvorstufen als vor der Einführung von KI in ihrem Krankenhaus…
Die Frage ist nur: Wie schlimm ist das? Man mag das alles bedauern und als Kulturverlust betrachten. Aber die Chancen durch neue Technologien wie die KI sind groß. Manche Fähigkeiten braucht man eben nicht mehr, wenn es eine Technologie gibt, die ohnehin viel besser darin ist als der Mensch. Das gilt auch auf dem sensiblen Feld der Medizin…
Es gilt, sich der Fallstricke bewusst zu sein, mögliche Probleme durch begleitende Risikoforschung zu entdecken und gezielt zu minimieren…
Es gilt, Dinge nicht ungefragt zu übernehmen, Ergebnisse auf ihre Plausibilität zu überprüfen und Technologien regelmäßig zu evaluieren. Denn beim Thema Verantwortung sind Menschen immer noch unschlagbar. Okay, zugegeben, auch nicht alle.«
Okay, zugegeben, das ist wie mit dem Alkohol. Der ist viel besser darin, die ewigen Alltagssorgen vergessen zu machen, als der Mensch mit seinen altmodischen Grübeleien. Ja, es gibt da auch Fallstricke, derer man sich bewußt sein sollte. Dennoch muß man akzeptieren, daß man manche Fähigkeiten wie diese Nachdenkerei eben nicht mehr braucht und sich den Neuerungen der Brauereiwissenschaft und der Vinologie nicht entgegenstemmen kann.
Ich bin mir inzwischen keineswegs mehr sicher, ob die Artikel von Frau Berndt nicht doch von Vara geschrieben werden.
Der 2022 verstorbene Satiriker Hans Scheibner sang 1979 (youtube.com):
Scheibner legte sich nicht nur mit der linken Liedermacherszene an, sondern mußte zeitlebens mit dem Absetzen seiner Beiträge in Medien kämpfen. 1985 wurde vom NDR seine Sendung "… scheibnerweise" eingestellt, nachdem er zum zum dreißigjährigen Bestehen der Bundeswehr sang: "Die Frauen (von heute) sind ja selbst nicht zu retten. Ihre Söhne schicken sie noch immer in den Krieg/und mit Mördern teilen sie die Betten!". Die "Hamburger Morgenpost" kündigte ihm nach sechs Jahren täglicher Kolumne wegen einer Satire über die auffälligen Sympathien Hamburger Polizisten für die Neo-Nazi-Szene. Mehr zum Erfinder des Gassenhauers "Schmidtchen Schleicher" auf de.wikipedia.org.

Genau. Das macht doch nichts. Aber darum geht es ja auch nicht. Denn nur die Profite müssen stimmen.
Künstliche Intelligenz ist eine Krücke. Daher Krücken Intelligenz (KI).
Berndt versucht erfolglos das wegzuschreiben, was schlicht das Problem darstellt: Sofern KI nicht als Krücke begriffen wird, die nur eine Hilfestellung sein kann, sondern als kompletter Ersatz für menschliche Intelligenz und Entscheidungsfindung angewandt wird, und damit die Rolle einer Intelligenzprothese ausfüllt, kann dies nur negative Folgen für die Existenz der Menschheit nach sich ziehen. Prothesen können niemals das Original ersetzen. Dies ist auch für Intelligenzprothesen der Fall.
Sofern nun der Einwand kommt, dass die Prothese manchem Original überlegen zu sein scheint, so muss zwingend berücksichtigt werden, dass jeder Mensch unterschiedliche Fähigkeiten besitzt und diese auch entsprechend gefördert und trainiert werden müssen. Exakt an diesen beiden Punkten setzt die Profitabilität der KI ein. Diese Punkte entfallen, wenn die Krücke zur Prothese gemacht wird.
Ärzte verhalten sich deswegen oft am allerdümmsten, weil sie selber es für am allerunwahrscheinlichsten halten.
😉
https://youtu.be/amGyAgfGm2U?t=32
@Der Elitezettel: Das ist gar nicht Frau Berndt! Sie sieht nur so ähnlich aus.
@aa:
Es ging mir ja eigentlich nicht um Frau Berndt, sondern um die Ärzte und den "Elitezettel" welchem nach sie welche sein sollen (was ja genau genommen noch nicht mal in jeden Einzelfall so ist) und ihr "Brett vorm Kopp" (im übertragenen Sinn) – So, der Satz ist nu lang genug.
Jedwede äußere Ähnlichkeit zu Frau Berndt beruht also auf Zufall und nur auf Zufall. Fiel mir vorher so nicht auf, sorry. Geht aber durch. 😉
Zum Thema von "Rechts"! und/oder "Links". Man sollte diejenigen "dissen" welche quasi darum bitten. Andernfalls kommt es bloß zu mannigfalt'gen gegenseitigen Verwechselungen, was angebliche Richtungen betrifft. Vieleicht wäre das "Durchsichtiger" folgten Menschen die sich bedisst fühlen weniger Führern, mehr sich selbst. Ein Traum der Menscheheit … ? – Fraglich
Rechts und Links dient unter anderem auch Leuten als "Ausweg", denen sonst nichts mehr geistreicheres einfällt. Siehe unsere Parteien. Genau So.
déjà vu!
Erinnere mich noch an den Untergang des Abendlands, Mitte der 1970er, nachden die ersten "billigen" (nach heutiger Kaufkraft gut 150€) und klobigen Taschenrechner anfingen allmählich das mühsame, riesige Adam-Zeux in den allgemeinen Matschbirnen zu ersetzen.
Der Segen für Viele kostete zusätzlich die Fähigkeit zu überschlagen: "Fette Finger" und, schwupps, konnte eine Multiplikation zweier einstelliger Zahlen ungestraft in einem 7‑stelligen Ergebnis münden, das respektvoll und unkritisch wie heutzutage zuweilen Virologen-Modellierungen herausposaunt wurde, ohne dass sich Widerspruch regte.
Insofern hat sogar vielleicht eine ansonsten oft einfältige (und womöglich [fremd]interesssengeleitete Hohepriesterin des wahren Glaubens Recht, wenn sie statt blindem Vertrauen in maschinelle "KI"-Hilfsmittel eine kritische Begleitung durch den nutzenden Homo sapiens empfiehlt: sei es zwecks Qualitätskontrolle oder Verbesserung eben dieses Hilfsmittels.
Allerdings fehlt mir persönlich das Vertrauen in den Nutzen der implizit propagierten Früherkennung (ob mit oder ohne "KI"):
ob die verblödende Ärzteschaft jetzt (u.a. durch den suggerierten "KI"-induzierten "Kulturverlust") 20% weniger oder entsprechend mehr "Krebsvorstufen" entdeckt ist mir persönlich so lange wurscht, wie ich nicht weiß, was genau ich davon per Saldo habe: mehr Lebenszeit und ‑qualität? (sei es durch eine Wunderpille, schmerz- und risikoloses Wegschnippeln, die Verringerung von Fehldiagnosen?).
Meine und die Interessen des medizinisch-industriellen Komplexes decken sich schließlich nur bedingt.
Wieviel ist Wurzel aus 4?
Ein Schüler der 68er schiebt das auf dem Rechenstab zusammen und sagt: Ungefähr 2
Ein 68er mit Taschenrechner tippt es ein und sagt:
Genau 2