Neue Schocker von Bude und Kolbl

Erinnern wir uns. Im März 2020 beauf­trag­te der dama­li­ge Innenminister Seehofer, der sei­nen 65. Geburtstag mit 65 Abschiebungen fei­er­te, sei­nen Staatssekretär mit Erarbeitung eines Strategiepapiers: Es soll­te ein Wort-Case-Szenario zu Corona beschrei­ben. Markus Kerber, ein frü­he­rer Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, stell­te blitz­schnell ein Gremium von sechs "Wirtschaftsweisen" zusam­men. Dazu kam neben Bude über­ra­schend ein Soziologe und mit Kolbl ein wei­te­rer Wichtigtuer. Zu der Vorgeschichte, die in das von Schmidt-Chanasit beschrie­be­ne Panikpapier mün­de­te, s. u. a. hier und hier.

Später mach­te vor allem Bude mehr­fach von sich reden, etwa in die­sem Kontext:

Auch dazu, mit Originalton: Win-win in Madagaskar.

Der No-Covid-Aktivist gehör­te im November 2021 zu den UnterzeichnerInnen eines "Brandbriefs" des Vakzinismus, gerich­tet an "die Politik":

Im September 2022 war er neben Sandra Ciesek, Christian Karagiannidis, Cornelia Betsch gern gese­he­ner Gast eines von Melanie Brinkmann gelei­te­ten "Wissenschaftlichen Symposium":

Noch 2023 und 2024 zeigt er sich völ­lig lernresistent:


Die neu­er­li­chen Warrnungen Bude las­sen nur eine Antwort zu:

Oder, wie im Oktober 2023 zutref­fend fest­ge­stellt wurde:


"Existenzieller Einsatz" auch von jungen Menschen verlangt

Ansonsten: Weder der im Tweet zitier­te Artikel der "Welt" noch das zugrun­de lie­gen­de Interview im "Tagesspiegel" (Bezahlschranke) vom 14.8.25 lohnt sich. Es sei denn, man mag sich ergöt­zen an "Bonmots" wie "Das Konservative will das Schlechte ändern und das Gute bewah­ren, das Faschistische will das Alte dem Neuen opfern", "Wenn wir sagen, dass die AfD eine faschi­sti­sche Partei ist, gibt es nur zwei Auswege: eine Volksfrontregierung gegen sie zu bil­den oder zu den Waffen zu grei­fen. Beides hal­te ich für falsch und töricht", "Es geht um die poli­ti­sche Ökonomie und Technologie der näch­sten Welt, die die Staatsbedürftigkeit der Gesellschaft erkennt".

Am ehr­lich­sten ist viel­leicht die Antwort zur Wehrpflicht:

»Ein wei­te­rer Konfliktpunkt zwi­schen den Generationen ist die Wehrpflicht. Manche jun­ge Menschen haben den Eindruck, dass Ältere sie gemüt­lich aus dem Sessel her­aus dazu auf­for­dern, in Kasernen Dienst zu lei­sten.
Das ist ein völ­lig fal­sches Bild. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass nen­nens­wer­te Teile der jün­ge­ren Generation das ernst­haft glau­ben. Die Boomer waren auch bei der Bundeswehr, und damals war die Bedrohung aus dem Osten eben­so real wie heu­te. Wenn man wirk­lich glaubt, dass wir hier einen Lebensentwurf zu ver­tei­di­gen haben, dann ver­langt das auch von jun­gen Menschen einen exi­sten­zi­el­len Einsatz…

Wir Boomer waren immer zu vie­le, im Kindergarten, in der Schule, auf den Arbeitsmärkten, und wir sind auch zu vie­le am Lebensende. Auf uns war­tet die Entwicklungsaufgabe des wür­di­gen Sterbens…«

3 Antworten auf „Neue Schocker von Bude und Kolbl“

  1. was wird eigent­lich ver­tei­digt, wenn "wir hier einen Lebensentwurf zu ver­tei­di­gen haben"?
    das "Schutzgut" ist die Verfassung/​das Grundgesetz.
    Die Geltung des Grundgesetzes und sein Geltungsbereich, der iden­tisch ist mit den Staatsgrenzen, dem Hoheitsgebiet.
    Der Geltungsbereich des Grundgesetzes ist der Freiraum der Deutschen.
    Insofern wird die Freiheit verteidigt.
    Das Grundgesetz ist "unser" Lebensentwurf, näm­lich der der Gesellschaft.
    Ein Eroberer zer­stört die­sen Lebensentwurf, die Freiheit, die Gesellschaft oder ver­klei­nert den Freiraum.
    Soldaten töten und wer­den getö­tet, für die Geltung des Grundgesetzes = die Souveränität des deut­schen Staates.
    "Russland" bedroht die Souveränität Deutschlands, die das Parlament sou­ve­rän, selb­stän­dig, frei­wil­lig beschrän­ken kann, durch Übertragung der Gesetzgebung auf inter­na­tio­na­le oder euro­päi­sche Institutionen oder durch zwi­schen­staat­li­che Verträge oder Grundrechte, als die vom Grundgesetz her ver­füg­ba­ren Bausteine des Lebensentwurfes, kön­nen ein­ge­schränkt wer­den, ange­sichts einer "Gefahr": Krankheit, Sommer.

    1. Das Grundgesetz kennt seit viieeelen Jahren, wie die Verfassung ande­rer Staaten das Staatsziel oder Staatsprinzip Nachhaltigkeit und führt direkt in die 17 SDGs, allen vor­an SDG 3, 4, 9.

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