Aluhut steht ihr gut, sie ist wohlgemut

Die Pharmafachverkäuferin hat eine Studie gele­sen. Jedenfalls bis zu dem lan­gen Absatz über Limitationen und der noch viel län­ge­ren Liste der Reaktionen aus der Fachwelt. Dort wird das nicht peer-review­te Werk für grot­ten­schlecht befun­den und sei­ne Zurückziehung gefordert.

Es geht um "Aluminum-Adsorbed Vaccines and Chronic Diseases in Childhood: A Nationwide Cohort Study" vom 15.7.25. Die AutorInnen mach­ten sich den Umstand zunut­ze, daß in Dänemark alles und jedes über eine digi­ta­le ID unan­ony­mi­se­rt abruf­bar ist.

»… Für die Studie hat ein Team vom Statens Serum Institut in Kopenhagen Daten aus dem Leben von mehr als 1,2 Millionen Kindern ausgewertet…

Dabei zeig­te sich: Geimpfte Kinder, die oft mit alu­mi­ni­um­hal­ti­gen Impfstoffen geimpft wur­den, haben kei­nes­wegs ein erhöh­tes Risiko für Erkrankungen des Immunsystems oder neu­ro­lo­gi­sche Entwicklungsstörungen, wie dies immer wie­der befürch­tet wor­den war.«

Damit sind wir beim ersten gro­ßen Kritikpunkt der wis­sen­schaft­li­chen Kommentare. Da nicht geimpf­te Kinder vor­sätz­lich aus der Beobachtung aus­ge­schlos­sen wur­den, kann es kei­ner­lei Aussage geben über erhöh­te oder ver­rin­ger­te Risiken durch die Impfung. Auf Kritik ant­wor­ten die VerfasserInnen:

»Dr. Kuhbandner und Dr. Stabell Benn et al. bekräf­ti­gen, dass die 15.237 unge­impf­ten Kinder als Referenzgruppe her­an­ge­zo­gen wer­den soll­ten. Wir sind ande­rer Meinung. Wie bereits erwähnt, unter­schei­den sich in die­ser Beobachtungsstudie Kinder, die die­se wich­ti­gen Impfungen für Säuglinge ver­mei­den, wahr­schein­lich erheb­lich in ihrer Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen im Vergleich zu geimpf­ten Kindern, deren kumu­la­ti­ve Aluminiumexposition auf­grund exo­ge­ner Programmänderungen vari­iert.«

Bei den "Corona-Impfstoffen" wur­de in aller Regel ver­gli­chen, ob ein drit­ter Booster nütz­li­cher sei als ein zwei­ter, hier geht es um die Frage, ob vier oder drei Milligramm Aluminium schäd­li­cher sei­en. Das Verhältnis zu null Boostern respek­ti­ve null Aluminium konn­te der­art nicht fest­ge­stellt wer­den. Doch Berndt ist begei­stert, wenn der Grund dafür auch Kopfschütteln her­vor­ru­fen muß:

»Rein rechnerisch schrumpfte das Risiko durch das Aluminium sogar

Rein rech­ne­risch schrumpf­te das Risiko für eine neu­ro­lo­gi­sche Entwicklungsstörung sogar mit der Menge an auf­ge­nom­me­nem Impf-Aluminium – und zwar mit jedem Milligramm um sie­ben Prozent. Das Risiko für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung sank um zwei Prozent und das Risiko, eine all­er­gi­sche oder ato­pi­sche Erkrankung wie Neurodermitis zu bekom­men, sank rech­ne­risch um ein Prozent. Zu ent­spre­chen­den Ergebnissen kamen auch wei­te­re Auswertungen nach Geschlecht und Geburtsjahr sowie eine ver­län­ger­te Datenauswertung bis zum ach­ten Lebensjahr der Kinder.«

Und über­haupt sagen Stiko und PEI:

»Eine Scheibe Käse kann mehr Aluminium enthalten als alle Impfdosen der ersten Lebensjahre zusammengenommen

„In Impfstoffen sind im Vergleich aber nur sehr gerin­ge Mengen an Aluminium ent­hal­ten“, betont der Kinderarzt Reinhard Berner, Direktor der Kinderklinik an der TU Dresden und Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), wel­che die Impfempfehlungen für Deutschland erar­bei­tet. Ohnehin neh­me man täg­lich viel grö­ße­re Mengen Aluminium über Luft, Wasser und Nahrung auf, schreibt das für die Überwachung von Impfstoffen zustän­di­ge Paul-Ehrlich-Institut auf sei­ner Website: „Die zusätz­li­che Aufnahme von Aluminiumverbindungen über Impfungen im Leben eines Menschen ist im Vergleich dazu mini­mal.“ So wer­den Kindern in den ersten bei­den Lebensjahren nicht mehr als fünf Milligramm Aluminium mit Impfungen inji­ziert, wäh­rend allein in einer Scheibe pro­zes­sier­tem Käse bis zu 50 Milligramm von dem Leichtmetall ent­hal­ten sein kön­nen und in Nudeln etwa drei Milligramm pro Kilogramm.«

Auch nach die­ser Logik müß­te sich das PEI auf­lö­sen, was ein rich­ti­ger und wich­ti­ger Schluß, wenn auch aus einer fal­schen Annahme, wäre.

»Die däni­sche Analyse gibt nun also erneut Entwarnung. Für die Studie wur­den Daten all jener 1 224 176 Kinder aus­ge­wer­tet, die zwi­schen 1997 und 2018 in Dänemark gebo­ren wur­den. Für jedes Kind rech­ne­ten die Forschenden zusam­men, wie viel Aluminium es in den ersten bei­den Lebensjahren mit Impfungen auf­ge­nom­men hat­te. Diese Mengen gli­chen sie mit dem Auftreten von 50 chro­ni­schen Krankheiten bis zum fünf­ten Geburtstag ab, dar­un­ter Asthma, Allergien, Autismus, ADHS und ver­schie­den­ste Autoimmunerkrankungen. Dabei boten die däni­schen Langzeitdaten nicht nur wegen ihrer Masse einen wert­vol­len Zugang: Mit der Zeit änder­ten sich zudem die ver­wen­de­ten Impfstoffe und damit auch der Aluminiumgehalt in den Vakzinen; auch kam es mit­un­ter zu Lieferengpässen, sodass die Mengen an Aluminium, die die Kinder erhiel­ten, je nach Geburtsjahrgang vari­ier­ten. Im Durchschnitt waren es drei Milligramm pro Kind, die Menge schwank­te indi­vi­du­ell zwi­schen null und 4,5 Milligramm.«

Das ist zum einen falsch und zum ande­ren pro­ble­ma­tisch. Ausgeschlossen von der Untersuchung wur­den 160.181 in dem Zeitraum gebo­re­ne Kinder, denn:

»Um in unse­re Studie auf­ge­nom­men zu wer­den, muss­ten die Kinder im Alter von 2 Jahren noch am Leben sein, nicht aus Dänemark aus­ge­wan­dert sein, kei­ne bestimm­ten ange­bo­re­nen oder vor­be­stehen­den Erkrankungen (ein­schließ­lich ange­bo­re­nes Rötelnsyndrom, Atemwegserkrankungen, pri­mä­re Immundefizienz und Herz- oder Leberversagen) haben und kei­ne unplau­si­ble Anzahl von Impfungen erhal­ten haben (Ergänzungstabelle 1, ver­füg­bar unter Annals​.org). Darüber hin­aus schlos­sen wir Kinder aus, deren Mütter vor der Geburt nicht min­de­stens zwei Jahre in Dänemark gelebt hat­ten.«

Dazu zähl­ten allein 34.547 Kinder, die zu vie­le Impfungen erhielten:

Problematisch ist, daß bei extrem schwan­ken­den Aluminiumanteilen der Impfstoffe über die Zeit die "kumu­la­ti­ve Aluminiumexposition durch Impfungen" zur sta­ti­sti­schen Grundlage erklärt wur­de. Für die weni­gen dif­fe­ren­ziert betrach­te­ten Daten wird rät­sel­haft erklärt: "Für die mei­sten ein­zeln ana­ly­sier­ten Ergebnisse waren die Obergrenzen der 95 %-KI nicht mit rela­ti­ven Erhöhungen von mehr als 10 % oder 30 % ver­ein­bar".

Aus den Reaktionen der Fachwelt (nur die Überschriften, alle mit Quellenangaben ver­se­hen), die über­wie­gend dem Urteil fol­gen: "Die beste Beschreibung der Studie: Wir haben uns selbst unter­sucht und kei­ne Fehler gefun­den":

  • Eine über­kom­pli­zier­te und weit­ge­hend unnö­ti­ge Analyse
  • Verzerrte Stichprobe? Dosisabhängige Gesundheitsindikation?
  • Konsistente Risikoreduktionen deu­ten auf syste­ma­ti­sche Verzerrungen in den Beobachtungsdaten zur Impfstoffsicherheit hin
  • Versagen der Begutachtung durch Fachkollegen, das zu Misstrauen gegen­über der aka­de­mi­schen Medizin beiträgt
  • Unordnung im Register
  • Mögliche Fehlklassifizierung der Exposition
  • Die Schlussfolgerung wider­spricht der Analyse
  • Neubewertung des Risikos in der Studie von Andersson et al.: Analyse der aus­ge­las­se­nen Kohorte von Kindern, die kei­nen alu­mi­ni­um­hal­ti­gen Impfstoffen aus­ge­setzt waren
  • Gesunde Impfstoffempfänger oder tie­fe­re Mängel? Ein kri­ti­scher Blick auf die beru­hi­gen­den Behauptungen zu Aluminiumhilfsstoffen in Impfstoffen für Kinder
  • Eine Rücknahme ist gerechtfertigt

Das alles inter­es­siert Frau Berndt nicht. Sie schließt mit: "Saure und sal­zi­ge Lebensmittel soll­ten nicht in unbe­schich­te­ten Aluschalen zube­rei­tet wer­den"


Am 14.8.25 ergänzt Berndt unter dem Titel "Arbeit im Alter. '75 ist das neue 60'" ihre Expertise auf einem ande­ren Gebiet. Es geht um den "nahe­zu rebel­li­schen Vorstoß" von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU), das Rentenalter zu erhö­hen. "Aber wie sinn­voll ist eine Erhöhung des Renteneintrittsalters eigent­lich aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht?", fragt Berndt. Bei ihrem Verständnis von Wissenschaft fin­det sie wenig über­ra­schend ExpertInnen. die mei­nen: Aber so was von sinn­voll. Eine von ihnen wird am Ende so zitiert:

»Eine Obergrenze für das „Arbeiten kön­nen“ gibt es nicht, betont Ursula Staudinger. „Wenn man auf die japa­ni­sche Insel Okinawa blickt, wo noch die Hundertjährigen auf dem Feld und im Laden ste­hen, dann sieht man, dass es kein vor­be­stimm­tes Ende für Erwerbstätigkeit gibt. Es kommt auf die Anforderungen und auf die Gemeinschaft an.“«

So gese­hen hat Frau Berndt noch fast fünf­zig Jahre Feldarbeit vor sich.

12 Antworten auf „Aluhut steht ihr gut, sie ist wohlgemut“

  1. Etikettenschwindel erklärt für Doofe. Was für eine Überraschung: Das was drauf­steht ist nicht drin. Und das was drin ist, steht nicht drauf. Und auch der Preis hat nichts mit dem Inhalt zu tun.

  2. "Warum gab es kei­ne unge­impf­te Vergleichsgruppe?
    "Es wäre viel ein­fa­cher und aus­sa­ge­kräf­ti­ger gewe­sen, wenn man ein­fach Säuglinge, die nie einen Impfstoff mit Aluminiumzusatz erhal­ten haben, mit Säuglingen ver­gli­chen hät­te, die einen sol­chen Impfstoff erhal­ten haben", kri­ti­sier­te der eng­li­sche Toxikologe und Aluminium-Experte Christopher Exley – eben­falls in einem Letter an das Journal.
    Anders Hviid ent­geg­ne­te dar­auf, dass voll­stän­dig unge­impf­te Kinder rela­tiv sel­ten sind. "Sie sind wahr­schein­lich auch nicht mit geimpf­ten Kindern hin­sicht­lich Faktoren wie Lebensstil ver­gleich­bar." Deshalb las­se sich eine Gruppe unge­impf­ter Kinder sta­ti­stisch nur schwer kontrollieren.
    Ein recht eigen­ar­ti­ges Argument, das offen­bar bedeu­ten soll, dass man gar kei­ne Studien durch­füh­ren kann, in denen geimpf­te mit unge­impf­ten Kindern ver­gli­chen werden.
    Gerade das wäre aber – nach Ansicht vie­ler Kritiker – drin­gend nötig, um die Ausgangsfrage der Studie tat­säch­lich zu beantworten.
    Zumal es die Daten der unge­impf­ten Kinder ja gab: 15.237 Kinder hat­ten laut däni­schem Impfregister gar kei­ne Alu-Impfung erhalten.
    Und nun wirds spannend. 

    Versteckte Zahlen
    Christof Kuhbandner, Professor für Psychologie und aus­ge­wie­se­ner Statistik-Fachmann von der Universität Regensburg ent­deck­te, dass man die Daten der Kinder, die nie eine Aluminium-Impfung erhal­ten haben, aus den im Supplement der Studie zur Verfügung gestell­ten Daten rela­tiv ein­fach aus­rech­nen kann. Hier gibt es den down­load-link für die­se Daten, falls jemand selbst sta­ti­stisch tätig wer­den möchte.
    Bevor die Studie kor­ri­giert wur­de, ergab sich auch für die unge­impf­ten Kinder das kurio­se Resultat, dass Aluminium in Impfungen offen­bar vor Autismus und ADHS schützen.
    Mit den kor­ri­gier­ten Daten kippt der Trend aber nun aber kom­plett in die Gegenrichtung.
    In sei­nem Brief an das Journal schreibt Kuhbandner: "Diese Berechnungen zei­gen eine deut­li­che Verringerung des Krankheitsrisikos bei Kindern, die kei­ne alu­mi­ni­umadsor­bier­ten Impfstoffe erhal­ten haben, im Vergleich zu denen, die sol­che Impfstoffe erhal­ten haben, mit sta­ti­stisch signi­fi­kan­ten Ergebnissen für meh­re­re Endpunkte."

    Die Risikoreduktion für Kinder, die kei­ne Alu-Impfung erhal­ten haben, beträgt 19% für die gesam­te Hauptgruppe der Allergischen Krankheiten. Am deut­lich­sten fällt die Risikoreduktion bei all­er­gi­scher Bindehautentzündung (-34%) und Neurodermitis (-27%) aus. Auch bei Nahrungsmittelallergien (-23%), Arzneimittelallergien (-22%) und Autismus (-13%) ist der Trend eindeutig. 

    Kuhbandner schließt sei­nen Brief mit fol­gen­der Forderung: 

    "Da die Studienautoren nicht über das signi­fi­kant gerin­ge­re Krankheitsrisiko bei Kindern berich­ten, die kei­nen alu­mi­ni­um­hal­ti­gen Impfstoffen aus­ge­setzt waren, erscheint eine Überarbeitung ihres Artikels ange­bracht. Wenn die­ser Effekt nach Adjustierung um mög­li­che Störfaktoren bestehen bleibt, ist auch eine Überarbeitung der Schlussfolgerungen erfor­der­lich. Ohne sol­che Überarbeitungen besteht die Gefahr, dass irre­füh­ren­de Informationen ver­brei­tet werden."

    https://​ehgart​ner​.blog​spot​.com/​2​0​2​5​/​0​7​/​a​l​u​-​i​m​p​f​u​n​g​e​n​-​s​c​h​u​t​z​e​n​-​d​o​c​h​-​n​i​c​h​t​-​v​o​r​.​h​tml

  3. "Martin Krohs@m_krohs 9h

    „Aber ist das denn über­haupt wis­sen­schaft­lich?“ – „Gegenfrage: Wie willst du das denn feststellen?“

    Die mei­sten von uns glau­ben, ziem­lich gut zu wis­sen, was Wissenschaftlichkeit aus­macht. Aber was ist es genau?

    Eine bestimm­te Methodik? Das wis­sen­schaft­li­che Experiment? Eine spe­zi­fi­sche Logik oder Rationalität? Kritik und Überprüfung durch Fachkollegen? Oder kommt Wissenschaftlichkeit durch eine bestimm­te Haltung der Forschenden zustan­de, durch bestimm­te wis­sen­schaft­li­che „Tugenden“?

    Und wel­che Disziplinen sind über­haupt Wissenschaften? Ist die Medizin eine Wissenschaft? Oder ist sie eine Therapiepraxis? Oder etwas von bei­dem? Wie ist es mit der Rechtskunde?

    Und sol­len Wissenschaften sich nur dar­um küm­mern, was ist? Oder auch dar­um, was sein soll­te? Lässt sich das über­haupt von­ein­an­der tren­nen? In wel­chen Fällen ja, in wel­chen nein?

    Und natür­lich die über allem schwe­ben­de Frage: Kann man sich dar­auf ver­las­sen, was die Wissenschaften sagen? Liefern die Wissenschaften DIE WAHRHEIT?

    An der Frage, was Wissenschaft(lichkeit) eigent­lich ist, haben sich schon Generationen von Theoretikern die Zähne aus­ge­bis­sen. Auch Karl Popper hat sie mit sei­nem Kriterium der „Falsifizierbarkeit“ nicht gelöst (Probleme z. B.: nicht iso­liert test­ba­re Hypothesen, pre­kä­re Empirie in Geisteswissenschaften).

    Holm Tetens (FU Berlin) bil­det einen Katalog aus fünf „Wissenschafts-Idealen“: Wahrheit, Begründung, Erklärung und Verstehen, Intersubjektivität, Selbstreflexion. Sie wer­den, sagt er, je nach Wissenschaft unter­schied­lich rea­li­siert. Keine Definition von Wissenschaftlichkeit, aber immer­hin eine gro­bes Charakterisierungs-Werkzeug.

    Fazit: „Die“ Wissenschaftlichkeit gibt es nicht, auch nicht „das eine“ Kriterium.

    Wissenschaften bil­den einen Cluster. Oder, wie bei Wittgenstein die Spiele, eine „Familie“ mit höchst ver­schie­de­nen Mitgliedern („Brettspiele, Kartenspiele, Ballspiele, Kampfspiele, usw.“).

    Aber einen gemein­sa­men Nenner gibt es nicht. Und was zu die­ser Familie gehört, was nicht, lässt sich nicht kate­go­risch sagen – es muss bestän­dig aus­ge­han­delt wer­den (boun­da­ry work, Thomas F. Gieryn), und wird auch teils immer strit­tig bleiben.

    Um in einer pra­xis­re­le­van­ten Weise zu ver­ste­hen, was die heu­ti­gen Wissenschaften sind und wie sie funk­tio­nie­ren, hel­fen alle Definitionsversuche letzt­lich nur recht wenig. Wer kom­pe­tent über die Wissenschaften reden und mit wis­sen­schaft­li­cher Erkenntnis in Diskurs und Politik ope­rie­ren will, muss sich vor allem aktiv und unmit­tel­bar mit ver­schie­de­nen Wissenschaften befas­sen und mit ihnen ver­traut werden.

    Dazu muss man nicht unbe­dingt selbst for­schen, es hel­fen auch Erfahrungen aus zwei­ter Hand. Die soll­ten alles umfas­sen: nicht nur die Erfolge der Wissenschaften, son­dern auch ihre inne­ren Konflikte und die Fraglichkeiten, die ihre Ergebnisse oft mit sich bringen.

    Mehr hier: mkrohs​.pub/​e​p​i​s​t​e​m​i​c​-​t​o​o​l​kit…

    #epistemic_​toolkit #permanent_​preprint

    Aug 15, 2025 · 8:27 AM UTC"

    https://​nit​ter​.net/​m​_​k​r​ohs

  4. Tja, auch bzgl. Alu-Expertinnen stellt sich eine gene­rel­le Krötchenfrage:
    wie geht man mit Volxpfosten um?
    https://​www​.spie​gel​.de/​k​u​l​t​u​r​/​k​i​n​o​/​d​o​k​u​-​s​o​l​d​a​t​e​n​-​d​e​s​-​l​i​c​h​t​s​-​d​i​e​-​d​u​n​k​e​l​h​e​i​t​-​a​u​s​-​s​i​c​h​-​h​e​r​a​u​s​h​u​n​g​e​r​n​-​a​-​1​1​d​d​7​7​3​f​-​5​a​2​2​-​4​e​c​8​-​b​2​e​5​-​b​3​c​c​d​3​2​0​d​490
    (sie­he auch https://​archi​ve​.is/​I​7​vZG )
    Vor allem aber: "wie geht man mit Informationen um, die als Verschwörungserzählung dekla­riert wur­den und sich dann mit der Laborthese wohl doch als nicht ganz unwahr her­aus­ge­stellt haben?"

    Die Coronalügnerszene ist zwar sowas von bescheu­ert, dass "man" sich als auf­ge­klär­ter Mensch schon seit 5 Jahren im fal­schen Doku-Film wähnt und sich auch ohne Regieanweisung fra­gen MUSS:
    "Glauben die­se Menschen das wirklich?"
    und bereits empi­risch fest­stel­len konn­te, dass die Antwort doch ziem­lich easy ist:
    "»Je mehr sozia­le Erfolge sie mit einer These haben, desto wah­rer fühlt sich die­se auch für sie an.« Die Frage nach Glauben oder Wahrheit sei somit hin­läng­lich. Auch mora­li­sche Argumente, wie der Vorwurf der Bereicherung am Leid ande­rer" [Hier muss ich doch noch eine Erklärung für recht­gläu­bi­ge Mitlesende ein­fü­gen: gemein(t) sind Maskendeals, "Impf"-stoffhersteller und ‑zen­tren, sowie Testhersteller und ‑zen­tren]
    "wür­den ver­puf­fen, denn in der Szene sei die Bereicherung über­haupt nichts Schlechtes" (zumin­dest dann nicht, wenn man es als altru­isti­sches, "soli­da­ri­sches" oder son­sti­ges selbst­lo­ses Gedöns ver­kau­fen kann – und der "Konsum" des Zeux vom Regime ohne­hin vor­ge­schrie­ben war).
    Obwohl: hät­ten man hie und da vielleicht
    "Sachlich und ruhig kor­ri­gie­ren" sollen?
    Wenn mal wie­der völ­lig bescheu­er­te Verschwörungstheorien kol­por­tiert wur­den (dass es sich bei sämt­li­chen "Impfgegnern" oder "Laborthesenvertretern" um bescheu­er­tes, fern­ge­steu­er­tes, rech­tes Gesox handele)?
    Wer kennt sie nicht, die Reaktion der Strengstgläubigen hier­auf? "Völlige Teilnahmslosigkeit".

    Abschließend stellt sich, auch ohne Berlinale, die Mutter aller Fragen:
    Haben "wir" z.B. eine
    "Fürsorgepflicht für Menschen mit Erkrankung, für Menschen, die öko­no­misch wei­ter oben ste­hen, die einen höhe­ren Bildungshorizont haben." (und trotz­dem oder gera­de des­we­gen tief in der Coronalügnerszene ver­sumpft sind?).
    Und soll­ten "wir" nicht in Sack und Asche gehen, weil wir "die­ser Fürsorge oft nicht nach[gekommen]" sind?

    1. @Giaur: Aber bit­te! Daran sind schuld der Russe, der Iraner, der Saudi und der Trump. Die zwin­gen uns, die wir doch ein­sich­tig sind, ihnen ihr Öl abzu­kau­fen und dar­aus Plastik zu machen!

  5. Als die Rede auf Quecksilber kam, das u.a. in Zahnfüllungen ver­wen­det wur­de kam, mein­te der Arzt, daß Hering ver­mut­lich mehr Quecksilber ent­hal­te. Nun wur­de Amalgam ver­bo­ten. Der "Umwelt" wegen. Mache sich einen Reim draus, wer will oder kann.

    Außerdem ist Mikroplastik gera­de Thema (gewe­sen). Im Hirn… fra­ge mich wie­viel die Jugend mit ihren zer­knüll­ten "OP"Masken in die Hosentasche und wie­der raus (ken­ne wen, der sich eine Maske in der Nähe einer Schule vom Baum gepflückt hat, weil ver­ges­sen, und fürs Einkaufen vor­ge­schrie­ben) nebst jede Menge Bakterien und Pilzen ein­ge­at­met hat…Ach was .…Vergessen…nicht ver­ge­ben, meinerseits.

  6. Wie wenig Frau Berndt und Wissenschaftlichkeit tat­säch­lich mit­ein­an­der zu tun haben, lässt sich bereits zu Beginn des Artikels an den fol­gen­den Aussagen bzw. Formulierungen ganz deut­lich erkennen:

    "…EINE gro­ße däni­sche Studie wider­legt sol­che Befürchtungen ENTGÜLTIG…"

    1. @Peter Pan:

      Mit "!Wissenschaftsjournalismus" kön­nen Sie ja unmög­lich Wissenschaftsjournalismus, und mit "Qualitätsjournalismus" unmög­lich Qualitätsjournalismus gemeint haben. Aber mit die­sen Anführungszeichen wird's immer shwe­rer. Das ist ja schon so, seit etwa "1984".

      Wir müs­sen die Begrifflichkeiten tren­nen, in Eigennamen und PR-Slogans, sag ich da! (viel­eicht mit Sonderzeichen? – zb "ein­ge­tra­ge­ner Werbeslogan" (eW~S) oder sowas)

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