US-Wahrheitsministerium geht gegen entartete Kunst vor

zdfheu​te​.de (13.8.25)

Aus einem Dekret des Frühjahrs wird zitiert:

»Das unver­gleich­li­che Erbe unse­rer Nation, das Freiheit, Rechte des Einzelnen und das Glück der Menschen vor­an­treibt, wur­de als ras­si­stisch, sexi­stisch, unter­drücke­risch oder ander­wei­tig unrett­bar mit Makeln behaf­tet dar­ge­stellt.«

Dabei ist bekannt, daß die irre­gu­lä­ren Einwanderer ab dem 16. Jahrhundert nur mit äußer­ster Umsicht die Ureinwohner dazu bewo­gen, ihre Jagdgründe zu ver­las­sen oder ande­ren­falls in deren Ewigkeit ein­zu­ge­hen. Das Abschlachten ihrer Herden und die Zerstörung der Nahrungsgrundlage rich­te­te sich aus­drück­lich gegen ter­ro­ri­sti­sche Übergriffe der Eingeborenen. Daß es fast zwei­hun­dert Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung dau­ert, den impor­tier­ten Sklaven und ande­ren Schwarzen Bürgerrechte zuzu­ge­ste­hen, ist eine schänd­li­che woke Erzählung. Das gilt eben­so für die zahl­lo­sen Interventionen im US-Hinterhof, die zwei­fel­los die Wahrung des Friedens und der Menschenrechte zum Ziel hatten.

Sicherlich sind die Trumpschen Zensurpläne des­halb popu­lär, weil sie auch eine Reaktion auf den abge­ho­be­nen Teil der libe­ra­len Bourgeoisie dar­stel­len. Wie über­all auf der Welt hat auch er die Geschichte des Landes instru­men­ta­li­siert. Mit der Problematisierung von deren ver­bre­che­ri­schen Aspekten ver­bun­den war aller­dings ein Habitus, der im Gegensatz zur tat­säch­li­chen Politik stand und ihn für vie­le Menschen als ver­lo­gen durch­schau­bar mach­te. Bezeichnenderweise war bei den letz­ten Wahlen aus­schlag­ge­bend, daß gera­de die sozi­al und poli­tisch Marginalisierten das Vertrauen in die demo­kra­ti­sche Politmaschine ver­lo­ren. Sie stell­ten fest oder spür­ten, daß sich hin­ter woken Sprüchen auch hier knall­har­te Interessen ver­bar­gen. Die Arbeiterklasse war als Stimmenbeschaffer erwünscht, ein Engagement für sie nicht erkenn­bar. Illegale Tötungen im Ausland über Drohnenangriffe waren unter demo­kra­ti­schen Präsidenten so ver­brei­tet wie unter repu­bli­ka­ni­schen, an Aufrüstung des israe­li­schen Regimes und ihrer bedin­gungs­lo­sen poli­ti­schen Unterstützung nah­men sich bei­de Parteien nichts, Abschiebungen waren unter Biden zahl­rei­cher als unter Trump.

Völlig unter­schätzt wur­de zudem der Widerstand gegen die "Covid-Maßnahmen", der aus sehr unter­schied­li­chen, auch unap­petlt­li­chen, Spektren gespeist wur­de. Mit einem genia­len pro­pa­gan­di­sti­schen Coup gelang es so Trump, dem Verursacher und Finanzier der welt­wei­ten "Impfkampagnen", sich an die Spitze einer Bewegung für die indi­vi­du­el­le Freiheit zu set­zen. Die Macht der Pharmakonzerne, wich­ti­ger Geldgeber auch sei­ner Partei, wird inzwi­schen etwas behin­dert durch die Einstellung der staat­li­chen Finanzierung von mRNA-Entwicklungen zu Atemwegserkrankungen, aber nicht wirk­lich in Frage gestellt. Durch die Beschränkungen für Nicht-US-Konzerne wird ihre Markstellung sogar erhöht.

Wir haben also einen ver­ständ­li­chen Unmut dar­über, daß jede Unterhaltungsserie eine Quote schwar­zer, jüdi­scher Transmenschen auf­wei­sen muß, die sich dem Klimawandel ent­ge­gen­stem­men. Er wird genutzt für ein reak­tio­nä­res Rollback gegen die Rechte von Frauen, MigrantInnen und Nichtweißen.

In das glei­che Horn stößt der Bericht des US-Außenministeriums zur Menschenrechtslage in Deutschland. Sie habe sich ver­schlech­tert, was zwei­fel­los eine zutref­fen­de Beobachtung ist. Verbunden ist das mit nicht beleg­ten Zahlen und stump­fem Rassismus:

»"Forschungen legen nahe, dass ein wich­ti­ger Treiber des Antisemitismus in Deutschland (…) die Masseneinwanderung (legal, ille­gal und über Asyl) von Bevölkerungsgruppen war, die mit grö­ße­rer Wahrscheinlichkeit anti­se­mi­ti­sche Überzeugungen ver­tre­ten als gebür­ti­ge Deutsche, mit Rekordzahlen von Migranten aus Syrien, Afghanistan und der Türkei in den ver­gan­ge­nen Jahren", heißt es in dem Bericht.«

Allerdings trifft der Bericht an die­sem Punkt auf weit offen­ste­hen­de Türen hier­zu­lan­de. Er geht nicht so weit wie Vizepräsident Vance, der im Februar das Lied "Die Straße frei den blau­en Bataillonen" sang.

Einen ähn­li­chen Reflex nutzt Staatsminister* Weimer, wenn er ner­vi­ges und vor allem fol­gen­lo­sen Gendern in Medien und Institutionen angreift:

pres​se​-augs​burg​.de (13.8.25)

Was ihm nicht auf­fällt: 60 bis 80 Prozent der Menschen in Deutschland leh­nen sei­ne Regierung ab. Sollt man das nicht respek­tie­ren?

* in einer ersten Version hat­te ich Weimer zum Staatssekretär dega­driert, sorry!

3 Antworten auf „US-Wahrheitsministerium geht gegen entartete Kunst vor“

  1. US-Wahrheitsmini­ste­ri­um

    Haha. Echt'n Witz. 

    Im Übrigen ist alles was heu­ti­ge Museen aus­stel­len nicht frei von Propaganda. Damit ist die BRD poli­tisch wie kul­tu­rell rückständig.

  2. PS: Wenn die Propaganda alles rich­tig gemacht hat, erzeu­gen allein schon bestimm­te Begriffe wie "Einwanderung", "Migration", "Flüchtlinge", "Genderismus", "Queer" sowie auch der Begriff "Steuergeldverschwendung" Hass, Neid und Missgunst in der Bevölkerung. 

    Prüfen Sie sich selbst.

  3. Da wo sich der US Staat zurück­zieht, sprin­gen ande­re in die Bresche:

    https://www.dw.com/de/usa-bill-gates-verm%C3%B6gen-usaid-stiftung-afrika-v1/a‑72770690

    Nach USAID-Aus: Bill Gates will in Afrika "all-in" gehen
    Antonio Cascais
    04.06.20254. Juni 2025

    "Am Hauptsitz der Afrikanischen Union kün­digt Bill Gates an, mit sei­ner Stiftung Gesundheits- und Agrarprojekte in Afrika mas­siv zu för­dern und dabei auch Künstliche Intelligenz ein­zu­set­zen. Experten mah­nen zur Vorsicht.…"

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