Das dürfte nicht nur auf das Gesundheitssystem zutreffen.
»Immer mehr Menschen sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem deutschen Gesundheitssystem. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Fast jeder Zweite (47 Prozent) gab demnach im Juli an, weniger zufrieden oder unzufrieden zu sein. 40 Prozent zeigten sich zufrieden, 12 Prozent vollkommen oder sehr zufrieden.
Noch im Januar waren die Zahlen deutlich positiver. Auf die gleiche Frage antworteten damals 30 Prozent, sie seien weniger oder nicht zufrieden. «Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass sie für immer weiter steigende Beiträge keinen angemessenen Gegenwert mehr bekommen, zum Beispiel wenn sie lange auf Arzttermine warten müssen», kommentierte der Vorstandsvorsitzende der TK, Jens Baas. Die Unzufriedenheit mit dem System habe sich seit 2021 sogar fast verfünffacht.
Die Krankenkasse fordert ein Sofortprogramm, mit dem Beitragsanstiege im nächsten Jahr ohne Leistungskürzungen verhindert werden sollten. Einsparmöglichkeiten gebe es zum Beispiel bei den Kosten für Medikamente. So könne die Politik Zeit für eine grundlegende Reform gewinnen. Für 2026 rechnen die Krankenkassen aktuell mit einem Defizit von bis zu acht Milliarden Euro.«
Die "Wirtschaftswoche" schrieb:
»Der weltweite Umsatz mit Arzneimitteln beträgt mehr als 1,3 Billionen US-Dollar. Das geht aus den aktuellsten Daten des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) hervor.«

»… Das Unternehmen gibt an, täglich etwa 1,5 Millionen Impfdosen zu liefern und hat derzeit 19 Impfstoffkandidaten in Entwicklung. Zu den hergestellten Medikamenten gehören solche gegen HIV, Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen sowie Impfstoffe, etwa gegen Malaria. Im Jahr 2023 erzielte GSK einen Gesamt-Nettoumsatz von 30,3 Milliarden Britische Pfund, umgerechnet rund 40,6 Milliarden US-Dollar, und belegt damit den zehnten Platz im Ranking der weltweit größten Pharmakonzerne 2025.«

»AstraZeneca, bekannt durch seinen Covid-19-Impfstoff AZD1222, wurde 1999 durch die Fusion der schwedischen Astra AB und der britischen Zeneca Group gegründet. Heute hat der Konzern seinen Hauptsitz in Cambridge, Großbritannien.
AstraZeneca zählt zu den führenden forschenden Pharmakonzernen weltweit und ist besonders aktiv in den Bereichen Onkologie, Biopharmazeutika, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Impfstoffe und seltene Erkrankungen. Mit einem Umsatz von 45,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 belegt das britische Unternehmen mit schwedischen Wurzeln den siebten Platz im globalen Pharma-Ranking.«

»… Erhebliche Bekanntheit erlangte der Arzneimittelproduzent zuletzt durch den gemeinsam mit dem deutschen BioNTech hergestellten Covid-19-Impfstoff Corminaty. Heute sind Unternehmensangaben zufolge 88.000 Menschen weltweit für das Unternehmen tätig. Pfizer verzeichnete 2023 einen Umsatz von 58,5 Milliarden US-Dollar. Zwar ist der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr damit um 42 Prozent gesunken, dennoch bleibt Pfizer einer der umsatzstärksten Pharmakonzerne der Welt.«

»Das US-amerikanische Gesundheitsunternehmen Johnson & Johnson ist mit Abstand der größte Pharmakonzern der Welt. 2023 erwirtschaftete der Konzern einen Nettoumsatz von 85,2 Milliarden US-Dollar… «

»… Bei dieser Frage denken womöglich viele an die Bayer AG, deren riesiger Industriekomplex in Leverkusen schon von der A1 aus ins Auge fällt. Doch in diesem Jahr wurde Bayer von einem anderen Unternehmen überholt: Boehringer Ingelheim, ein Familienunternehmen, ist nach Umsatz zur Nummer eins in Deutschland aufgestiegen.
Während Bayer im Jahr 2023 einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro machte, verbuchte Boehringer eigenen Angaben zufolge rund 26 Milliarden Euro Umsatz…«

»Das meistverkaufte Medikament der Welt ist Keytruda, ein Krebsmedikament des US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co. Es handelt sich hierbei um einen monoklonalen Antikörper, der das Immunsystem stimuliert und so die Bekämpfung von Krebszellen unterstützt. Keytruda erzielte 2023 einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar.
An zweiter Stelle der umsatzstärksten Arzneimittel steht Humira, ein Präparat des US-amerikanischen Unternehmens AbbVie in Zusammenarbeit mit seinem japanischen Partner Eisai. Das Medikament dient zur Behandlung diverser Immunerkrankungen und generierte 2023 einen Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar.
Den dritten Platz belegt aktuell der COVID-19-Impfstoff Corminaty von BioNTech/Pfizer. Der mRNA-Impfstoff schützt vor der Virus-Infektion und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 11,2 Milliarden US-Dollar.«
Wahrscheinlich stimmen die Zahlen. Daß der mRNA-Impfstoff vor der Virus-Infektion schützt, ist bekanntlich eine Falschinformation.
(Hervorhebungen in blau nicht in den Originalen.)



Was hat denn der Umsatz von Arzneimitteln mit Versorgung zu tun!?
Gar nichts!
Im Übrigen beeinhaltet der Begriff "Umsatz" auch das was an der Börse (Großhandel) umgesetzt wird. Und bei vielen Produkten ist es so, daß sie nur an den Börsen gehandelt werden und dann auf dem Müll landen. Was bei den meisten Produkten in Waren-Termin-Geschäften der Fall ist.
Und dann gibt es auch Firmchen die ihre eigenen Produkte kaufen und diesen Scheinhandel dann als Umsatz deklarieren (z.B. e‑Autos, kam sogar im Fernsehen).
@Erfurter: Könnten Sie ein paar der "vielen Produkte" nennen, "nur an den Börsen gehandelt werden und dann auf dem Müll landen"?