Was sagt eigentlich Alena Buyx dazu?

"Allein in den ver­gan­ge­nen bei­den Wochen sei es an fünf Tagen zu Komplettausfällen oder erheb­li­chen Beeinträchtigungen im E‑Rezept-System oder der dahin­ter lie­gen­den Telematik-Infrastruktur gekom­men", teilt der Lobbysprecher der Apotheken mit. Eugen Brysch hat eine pri­ma Idee.

Multitalent Alena Buyx ist auch Mitglied im Digitalbeirat der gema­tik, die für die Infrastruktur der E‑Rezept-Abwicklung zustän­dig ist. Der hat­te am 25.3.25 vor­ge­schla­gen: "Definition einer beson­de­ren Gruppe von Ärzten wie zB Notfallmediziner, die auf die Inhalte der ePA auch ohne Mitwirkung des Patienten zugrei­fen kön­nen"(gema​tik​.de). Verräterisch ist hier das "zB".

Vorsitzender der Geschäftsführung der gema­tik ist Florian Fuhrmann, der sei­ne Sporen u.a. drei Jahre lang als Manager der CompuGroup Medical Deutschland AG ver­dien­te. Die wie­der­um hat gera­de einen Großauftrag der Bundeswehr erhal­ten (s. Gibt es eigent­lich das Wort "Schweinheiligkeit"?).

Was sagt die Deutsche Stiftung Patientenschutz, die prak­tisch aus ihrem Vorsitzenden Eugen Brysch besteht?

"Die Deutsche Stiftung Patientenschutz for­dert der­weil ein Vorwarnsystem für Störungen. »Die Zeiten der Blackbox E‑Rezepte sind unver­züg­lich zu been­den«, sag­te Vorstand Eugen Brysch. Mit einem »tages­ak­tu­el­len E‑Rezept-Radar« könn­ten Ärzte direkt dar­über infor­miert wer­den, ob das System funk­tio­niert oder ein Papierrezept aus­ge­ge­ben wer­den muss. Von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ver­lang­te Brysch, sie müs­se die Gematik anwei­sen, einen monat­li­chen Störungsbericht vor­zu­le­gen."

Werden künf­tig in der Tagesschau täg­lich sol­che Dashboards zu sehen sein?

2 Antworten auf „Was sagt eigentlich Alena Buyx dazu?“

  1. Was Buyx dazu sagt, ist so rele­vant wie der Sack Reis in China, der eben gera­de umge­kippt ist. Von einem Büttel (m/​w/​d) der wirt­schaft­li­chen Interessen etwas gegen die­se Interessen zu erwar­ten, ist schon sehr gewagt. Immer dar­an den­ken: Fleißig und aus­gie­big eskalieren. 

    Für die ent­schei­den­de Frage der Datensouveränität jeder ein­zel­nen Person und der Unverfrorenheit der par­la­men­ta­ri­schen Büttel des Großkapitalismus, die­se dem Großkapital zur Ausbeutung zuzu­schie­ben, kann Digitalisierung in min­de­stens zwei Arten unter­teilt wer­den: Digitalisierung, die tech­nisch funk­tio­niert, Datensicherheit und Datennutzung für nur die ursprüng­lich auch via ana­lo­gen Dokumenten vor­ge­se­he­nen Zwecke gewähr­lei­stet und anwen­der­freund­lich ist, und "Zeug", das schlicht nichts taugt und für den "Nutzer" hoch gefähr­lich im Sinne der Datensouveränität und von Nachteil ist. Deutschland ist klar der zwei­ten Kategorie zuzu­ord­nen. Und dies wird sich auch nicht ändern, da die Zielrichtung die wirt­schaft­li­che und pro­fit­ori­en­tier­te Nutzung der Daten ist. Und damit ist nicht eine opti­mier­te Effizienz der Bearbeitung gemeint. Hinzu kommt, dass deut­sche Institutionen immer und über­all das Rad neu erfin­den und grund­sätz­lich Verschlimmbesserungen erfolgen.

  2. Die übli­chen Spielchen unter Privatunternehmen. Als ob den Privatunternehmern oder den Staat jemals die Funktionalitäten irgend­wel­cher Patientenakten, gleich ob ana­log oder digi­tal, jemals inter­es­siert hätte.

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