Schotter mit Spritzen

Im Februar war zu lesen:

»… Das ver­gan­ge­ne Geschäftsjahr ende­te mit sie­ben Prozent mehr Umsatz (957 Millionen Euro) und acht Prozent mehr ope­ra­ti­vem Gewinn (258 Millionen Euro). Am besten lief das Geschäft mit sol­chen Spritzen, die zum Beispiel Covid-Impfstoffe und ande­re mRNA-Impfstoffe ent­hal­ten, soge­nann­te Polymer-Spritzen, und mit Glasfläschchen.

Zugleich ist Schott Pharma Nutznießer etwa des Booms der Abnehmspritzen, die seit Anfang 2022 auch in Europa zuge­las­sen sind. Nach Angaben des Unternehmens wer­den welt­weit mehr als 25.000 Injektionen pro Minute mit einem haus­ei­ge­nen Produkt an Patienten verabreicht…

Hoffnungsträger mRNA

Denn offen­sicht­lich hängt das Geschäft vor allem an weni­gen Großkunden. Weil die Nachfrage ins­be­son­de­re nach Covid-Impfstoffen aber ste­tig sinkt, sind auch die­se Spritzen nun weni­ger gefragt. Und das bekommt das Unternehmen zu spü­ren. Die Hoffnung des Verpackungs-Spezialisten ist nun, dass Krebs-Impfstoffe auf Basis der mRNA-Technologie auf den Markt kom­men…«

6 Antworten auf „Schotter mit Spritzen“

  1. Mit wel­chem Recht ver­gif­ten die uns? Mit wel­chem Recht machen die Profite auf unse­re Kosten? Mit wel­chem Recht zer­stö­ren die Umwelt und Klima?

  2. Das Datum ist sicher ein Fehler sein, oder hat­ten da ein paar Mainzer die Köpfe zusam­men­ge­steckt, und die Glaskugel rich­tig interpretiert?

    https://​www​.lbbw​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​e​r​f​o​l​g​e​-​e​r​z​i​e​l​e​n​/​s​c​h​o​t​t​-​k​o​c​h​f​e​l​d​e​r​_​a​a​b​y​j​x​k​x​t​f​_​d​.​h​tml

    07.11.2019
    Fläschchen für den Corona-Impfstoff

    SCHOTT pro­du­ziert mil­lio­nen­fach Fläschchen für Corona-Impfstoffe. Allein 2021 haben die Mainzer glä­ser­ne Phiolen für fünf Milliarden Impfdosen ausgeliefert.

    Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Wettlauf gegen Covid-19. Im Vordergrund stan­den die Forscherinnen und Forscher, die wirk­sa­me Impfstoffe gegen Corona such­ten, wäh­rend im Hintergrund vie­le hel­fen­de Hände dafür sorg­ten, dass tat­säch­lich mög­lichst vie­le Menschen mög­lichst schnell gegen Covid-19 geimpft wer­den konn­ten. Also pro­du­zier­te der Technologiekonzern SCHOTT bereits ab 2019 die Glasfläschchen für noch zu ent­wickeln­de Impfstoffe – auf Vorrat. Als die Impfstoffe tat­säch­lich auf den Markt kamen, konn­te der Mainzer Innovationsführer lie­fern: 2020 wur­den Fläschchen für 2 Milliarden Impfdosen her­ge­stellt, 2021 sogar für 5 Milliarden Impfdosen.

    Drei Viertel der Hersteller von Corona-Impfstoffen nut­zen die Fläschchen von SCHOTT, die in Werken in China, den USA und Ungarn pro­du­ziert wer­den. Die dafür not­wen­di­gen Pharmarohre aus Glas ent­ste­hen in Mainz. Das Besondere an der SCHOTT-Phiole (im Fachjargon: Vial) ist das hoch­rei­ne Glas aus Borosilikat. Es ver­hin­dert, dass sich Partikel mit dem Impfstoff ver­mi­schen. Auch bei man­chen Corona-Schnelltests wer­den Gläser von SCHOTT eingesetzt.
    5 Milliarden Impfdosen gegen das Corona-Virus wur­den allein 2021 aus den Glasfläschchen von SCHOTT verabreicht.

    Seit über 130 Jahren ist der Mainzer Konzern ein Innovationsführer im Bereich Spezialglas. Mit sei­nem Know-how und Unternehmergeist kann SCHOTT das rich­ti­ge Material für die unter­schied­lich­sten Innovationen lie­fern. Beispiele gefäl­lig? Mit ultra­dün­nem und bieg­sa­mem Schutzglas ist SCHOTT welt­wei­ter Wegbereiter für falt­ba­re Smartphones der Zukunft. Spektakulär sind auch die Lösungen für die Weltraumforschung. SCHOTT lie­fert die Spiegelträger für die größ­ten Teleskope der Welt, wie das Extremely Large Telescope in Chile. Fast 40 Meter Durchmesser wird der gigan­ti­sche Hauptspiegel des ELT haben. Er ist damit der größ­te sei­ner Art. Mit die­sem rie­si­gen Fernglas kön­nen Forscher kos­mi­sche Geheimnisse lüften.

    Solche Innovationen kosten viel Geld. Wenn es um Finanzierung geht, ist die LBBW mit dabei – zum Beispiel mit Schuldscheinen , die SCHOTT in Eigenregie über unse­re Plattform Debtvision managt. Außerdem über­neh­men wir Teile des Akkreditivgeschäfts und sichern Zahlungen im Ausland ab. 86 Prozent sei­nes Umsatzes von rund 2,2 Milliarden Euro macht der Technologiekonzern übri­gens mit sei­nen mehr als 16.200 Mitarbeitern übri­gens im Ausland.

    Normalerweise prü­fen wir Banker das Rating eines Unternehmens. Aber ein­mal im Jahr dreht SCHOTT den Spieß um, dann wer­den wir, die Kernbanken, von unse­ren Ansprechpartnern bei SCHOTT einem Rating unter­zo­gen. Das ist ziem­lich unge­wöhn­lich und eine Herausforderung. Aber so ler­nen wir, an wel­chen Stellen wir uns als LBBW noch ver­bes­sern müssen.

    SCHOTT scheut ja auch kei­ne Herausforderung. Das ist das Besondere an dem Unternehmen. Es gilt die Überzeugung: Mit Glas kön­nen wir die Zukunft gestal­ten. Für unse­re Kundenberater heißt das: immer die neue­ste Innovation von SCHOTT zu ken­nen, neue Geschäftsmodelle zu ver­ste­hen und die pas­sen­den Finanzierungen anzu­bie­ten. Definitiv ein span­nen­des Business. Wenn die Produktion von Borosilikat-Impfstofffläschchen hoch­fah­ren, um den Lockdown her­un­ter­zu­fah­ren, Ihr Business ist, dann ist die Produktion von Borosilikat-Impfstofffläschchen hoch­fah­ren, um den Lockdown her­un­ter­zu­fah­ren, auch unser Business. "[SIC!]

    Der Satz am Ende ist preis­wür­dig, da hat der Dominik echt Phantasie bewie­sen. Hat sich gelohnt, 300 Millionen zu inve­stie­ren. Mangelhaftes Deutsch hin oder her.

    https://​www​.pres​se​por​tal​.de/​p​m​/​2​3​1​1​4​/​4​1​6​8​059
    16.01.2019 – 16:58

    "SCHOTT AG
    SCHOTT inve­stiert 300 Millionen Euro in Geschäft mit Pharmaverpackungen


    SCHOTT ist ein inter­na­tio­nal füh­ren­der Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren her­aus­ra­gen­der Entwicklungs‑, Material- und Technologiekompetenz bie­tet das Unternehmen ein brei­tes Portfolio hoch­wer­ti­ger Produkte und intel­li­gen­ter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein inno­va­ti­ver Partner für vie­le Branchen, zum Beispiel Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. SCHOTT hat das Ziel, mit sei­nen Produkten zu einem wich­ti­gen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu wer­den. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nach­hal­ti­gen Erfolg. Mit über 15.500 Mitarbeitern an Produktions- und Vertriebsstandorten in 34 Ländern ist der Konzern welt­weit prä­sent. Im Geschäftsjahr 2017/​2018 erziel­te SCHOTT einen Umsatz von 2,08 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Diese ist eine der älte­sten pri­va­ten und eine der größ­ten wis­sen­schafts­för­dern­den Stiftungen in Deutschland. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine beson­de­re Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr."

  3. Es gibt auch für Schott Hoffnung: sogar der ADAC macht wie­der Werbung mit Suggestivfragen, die wohl sonst nie­mand mehr stellt:
    https://​www​.adac​.de/​n​e​w​s​/​c​o​r​o​n​a​-​h​e​r​b​s​t​-​t​e​s​t​-​i​m​p​f​u​ng/
    (Highlights:
    – das wie­der­ver­wurst­ba­re Bild, noch mit dem vor­letz­ten hei­ßen Scheißtext
    – die "Inzidenzen" mit der "VT", dass man die Anzahl der Tests berück­sich­ti­gen müsse
    – die Aussagen von "Fachleuten" und WHO
    – die beson­ders heim­tücki­schen Symptome
    – uvm).

    Wenn in mei­nem Umfeld nicht gera­de rela­tiv vie­le (Welle?) "mit irgend­was infi­ziert" wären, dann hät­te ich den Namen der aktu­el­len "Variante" wohl nie­mals erguckelt.
    Hoffnung macht mir, dass sogar den beson­ders Strenggläubigen mitt­ler­wei­le die Tests aus­ge­gan­gen sind und sie sich kei­ne neu­en mehr zu beschaf­fen scheinen.
    Aber es ist davon aus­zu­ge­hen, dass sich ab Oktober der eine oder die ande­re vom "Team Vorsicht" wie­der "Boostern" lässt, weil auch die Tagesschau wie­der dar­über "berich­tet" (was mir, wegen mei­nes Freiheitsverständnisses, egal wäre, sogar dann, wenn die "Auffrischungsimpflinge" mög­li­cher­wei­se des­we­gen "unser Gesundheitssystem" über­la­sten könn­ten, da ich ja über deren und die Coronazivergangenheit ande­rer Hauptverantwortlicher und "Mitläufer", innen und außen, gut Bescheid weiß)

  4. Schotter mit Pflegebedürftigen

    "Apotheker Handlungsfreiheit" und so …

    Zur Info:

    https://​www​.apo​the​ke​-adhoc​.de/​r​u​b​r​i​k​e​n​/​d​e​t​a​i​l​/​a​p​o​-​t​i​p​p​/​p​f​l​e​g​e​-​h​i​m​i​-​n​e​u​e​-​p​r​e​i​s​e​-​b​e​i​-​a​b​r​e​c​h​n​u​n​g​-​b​e​d​e​n​k​en/

    Beii die­sem Artikel wer­den Sie sich wahr­schein­lich nix denken.

    Was will die alte Frau schon wieder?

    In Deutschland wer­den 4 von 5 (ca. 4,9 Millionen) Pflegebedürftige zu Hause gepflegt..

    Jedem Pflegebedürftigen, der zu Hause gepflegt wird, steht ein kosten­lo­ses Pflegepaket pro Monat zu, wel­ches ver­sand­ko­sten­frei zuge­stellt wer­den muss.
    Für einen Pflegebedürftigen mit der Stufe 2 beläuft es sich auf 42 Euro.
    Das heißt, der Pflegebedürftige darf sich aus einer Liste von Pflegehilfsmitteln bis zu 42 Euro aus­su­chen, was er benötigt.

    Ich mache "das Problem" jetzt an einem Beispiel fest:

    Ein Paket mit 60 Flächen-Desinfektionstüchern kostet bei unse­rem Apotheker 4,45 Euro ( also 0,07416 pro Stück) im frei­en Verkauf an einen Kunden.
    Legt er die­ses jedoch in ein Pflegepaket, darf der Apotheker die­ses mit 10,20 Euro (0,17 Euro x 60) berechnen.

    (Und da ist nix mit gestie­ge­nen Preisen – ein Paket hat vor­her im frei­en Verkauf in unse­rer Apotheke 6,95 Euro geko­stet, jetzt 4,45 Euro)

    Diese Vorgehensweise /​die­se über­teu­er­ten Preise gel­ten jetzt auch für jedes ande­re Pflegehilfsmittel, wel­ches an einen Pflegebedürftigen abge­ge­ben wird.

    "Ab dem Leistungsmonat Juni 2025 ist die Empfangsbestätigung nicht mehr mit der Abrechnung ein­zu­rei­chen und ver­bleibt in der Apotheke und muss nicht mehr monat­lich über­mit­telt wer­den. Die Belege müs­sen künf­tig nur noch auf­be­wahrt und auf Anforderung der Pflegekassen in elek­tro­ni­scher Form vor­ge­legt werden."

    Heißt über­setzt:
    Der Apotheker kann auch noch mehr für die Pflegehilfsmittel berech­nen (was der Fall ist).
    Solange sich der Pflegebedürftige nicht beschwert und das mit­macht … – alles chick.
    Da kann man auch noch die Pauschale für den Lieferdienst bei der KK abrech­nen, obwohl man das Paket per­sön­lich abge­holt hat.

    Nach "Notleidenden Banken" haben wir jetzt "Notleidende Apotheken"

    Ist das jetzt Diskriminierung von Pflegebedürfigen oder nur rei­ne Abzocke?

    Jedenfalls aus­ge­dacht von aso­zia­lem Pack "im besten Deutschland, das wir je hatten".

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