Janosch Dahmen hat was verloren. 97 % der ePA sind leer

Nun soll von der Geschwindigkeit der Krötenwanderung (Achtung, Hintersinn!) auf Tempo 30 geschal­tet werden.

aerz​te​blatt​.de (21.7.25)

»„Jährlich ver­lie­ren wir eine gro­ße Anzahl an Menschenleben durch den nied­ri­gen Digitalisierungsgrad unse­res Gesundheitssystems“, sag­te der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Augsburger Allgemeinen. Die CDU-Ministerin müs­se das Projekt ePA als Chefsache mit viel mehr Tempo vorantreiben.

Die elek­tro­ni­sche Patientenakte sei ein Versprechen „auf bes­se­re Versorgung, mehr Sicherheit und ein Ende der Zettelwirtschaft“, sag­te der Grünen-Politiker. Doch die­se Hoffnung dro­he ent­täuscht zu wer­den, wenn die Einführung unter Warken nun ins Stocken gerate.

Dahmen kri­ti­sier­te, dass nach Angaben der gro­ßen Krankenkassen AOK, Techniker und Barmer nach Start des Angebots im April bis­lang offen­bar weni­ger als drei Prozent der 70 Millionen ange­leg­ten elek­tro­ni­schen Patientenakten in der Praxis genutzt würden.

Die gerin­ge Nutzung der Akten lie­ge nicht an Ablehnung, „son­dern weil die rele­van­ten Inhalte feh­len“, beton­te der Gesundheitspolitiker…«

Viele Beiträge zum Kringeln über Janosch Dahmen, aber auch zum Erschrecken über die Speerspitze des Corona-Totalitarismus, gibt es unter https://​www​.coro​dok​.de/​?​s​=​d​a​h​men.

5 Antworten auf „Janosch Dahmen hat was verloren. 97 % der ePA sind leer“

  1. > »Die gerin­ge Nutzung der Akten lie­ge nicht an Ablehnung, „son­dern weil die rele­van­ten Inhalte feh­len“, beton­te der Gesundheitspolitiker…«

    Ja genau. Was der Arzt von der ePA zu sehen kriegt, legt der Patient fest.

  2. https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​h​a​u​s​a​e​r​z​t​e​v​e​r​b​a​n​d​-​e​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​r​-​p​a​t​i​e​n​t​e​n​a​k​t​e​-​d​r​o​h​t​-​b​r​u​c​h​l​a​n​d​u​n​g​-​1​0​0​.​h​tml

    "HausärzteverbandElektronischer Patientenakte droht eine Bruchlandung

    Auch Monate nach ihrer Einführung wird die elek­tro­ni­sche Patientenakte bis­her wenig genutzt. Der Hausärzteverband befürch­tet eine Bruchlandung. Er rügt, die Technik in den Praxen sei stör­an­fäl­lig und der Zugang für Patienten zu kompliziert.…"

    Warum aller­dings die Hausärzte sich so einen gro­ßen Nutzen davon ver­spre­chen sol­len, erschließt sich mir nicht. Denn sie ken­nen ihre PatientInnne meist mit Krankengeschichte. Für Zahnärzte gibt es sowie­so kei­nen Nutzen. Aber macht nix, ab Oktober müs­sen alle Arztpraxen mit­ma­chen, ver­pflich­tend. Fragt sich nur, war­um so weni­ge Kassenpatienten wider­spre­chen (die pri­va­ten machen soviel ich weiß eh nicht mit). Achso, ich ver­gaß, in ande­ren Ländern sei das alles längst gesche­hen, und nur Deutschland hin­ke hinterher.

  3. Was bringt das wenn nicht mal eine Stationsleiterin im KH weiss das eine Antibiotikainjektion zu einem Pilzbelag auf der Zunge füh­ren kann?Zitat:Das kommt doch gar nicht mit der Zunge im Berührung…die weiss auch gaaaa­anz sicher wie die Corona Brühe funktioniert!

  4. Wie soll die Akte auch mit histo­ri­schen Befunden gefüllt wer­den? Soll die Arbeit nach Indien aus­ge­la­gert wer­den? Woher all die Informationen neh­men? Dazu kommt daher, dass kein Arzt sich die näch­sten zwan­zig oder drei­ßig oder mehr Jahre auf die ePA ver­las­sen wird aus haf­tungs­recht­li­chen Aspekten her­aus. Wer garan­tiert, dass das Ding voll­stän­dig ist. Wer haf­tet für die durch feh­ler­haf­te histo­ri­sche Diagnosen, die, in der ePA gespei­chert sind und auf die sich der nun­mehr behan­deln­de Arzt ver­lässt? Wer garan­tiert die Vollständigkeit und wer haf­tet, wenn etwas fehlt? Der Patient unter­schreibt und bestä­tigt, dass das Ding voll­stän­dig ist? Die nega­ti­ven Aspekte der Datensicherheit und des Prinzips "need to know" außen vor­ge­las­sen. Fazit daher: Es bedarf kei­ner ePA, es bedarf einer Rekonstruktion (nicht: Reform) des Gesundheitssystems, dass bis zu all den Reformen über Jahrzehnte leid­lich funk­tio­nier­te. Es bedarf der Entfernung der kas­sen­frem­den Leistungen und die Übernahme der Kosten durch die Institutionen, die die­se wün­schen. Im Übrigen geht weder die Industrie noch sonst irgend­ei­ne Person oder Organisation, der oder die nicht im Einzelfall sepa­rat ermäch­tigt wur­de, die Gesundheitsdaten etwas an. Allein schon daher ist die ePA abzulehnen.

  5. Man könn­te ja mehr neue Befunde "erfin­den". Wenn irgend­ei­nem sau­blö­den Arzt sein Mittagessen nicht geschmeckt hat, crei­ert sich wie von selbst, bür­ger­fi­nan­zier­ter, über­zahl­ter "histo­ri­scher Dokumentenschrott"? – Scheiß drauf!

    ePA ab-ge-fackt
    schwipp-schwapp

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