Seine Planung steht in einem frappierenden Gegensatz zu den expertierenden SeherInnen, die lange zuvor schon Putin zu einem Angriff ansetzen sehen.

Ganz einig sind sich die Leute aus den militärischen Kompetenzzentren dabei nicht. Die in die ARD eingebettete "Russland-Expertin Sabine Adler" sieht eine "echte Kriegsgefahr im Herbst", "Militär-Experte Professor Sönke Neitzel" raunt: "Vielleicht ist dieser Sommer der letzte Sommer, den wir noch im Frieden erleben" focus.de (12.3.25).
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt "vor einem möglichen russischen Angriff ab 2028" n‑tv.de (22.1.25). Bundeswehr-General Carsten Breuer und Carlo Masala "warnen, dass Wladimir Putin Europa 2029 angreifen könnte" news.de (21.3.25).
Vager warnt Michael Cecire, Verteidigungs- und Sicherheitsforscher. »Er sagte, dass Russland laut einer Reihe von Einschätzungen europäischer Verbündeter „in der Lage sein könnte, innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre einen Angriff auf die NATO zu starten“« fr.de (5.7.25).
Der "Militärexperte Gustav Gressel" weiß aus Modellierungen: »Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland ein EU-Land angreife, liege bei 80 Prozent. Nachrichtendienste hätten berechnet, dass es in „fünf bis acht Jahren so weit sein könnte“« msn.com ("vor 4 Monaten").
"Boris Pistorius machte in der ARD eine klare Ansage: Deutschland soll bis 2029 kriegstüchtig sein. Denn dann sei Russland in der Lage für einen Angriff auf Nato-Gebiet, worauf man vorbereitet sein müsse" focus.de (23.6.25).
Welche Jahreszahl auch immer aus der Lottotrommel gezogen wird, mit den Plänen des Kanzlers ist keine kompatibel. Dabei sind sie zwar realitätsblind, aber von verlockender Logik: Erst verdient die deutsche Industrie an der Zerstörung der Ukraine und anschließend an ihrem Wiederaufbau. In den meisten Kleinstaaten des zerschlagenen Jugoslawiens hat so etwas bereits bestens funktioniert. Sollte die Ukraine dann jemals nicht mehr ein Klotz am Bein der EU sein, der durchgefüttert werden muß, könnte man auch über eine Mitgliedschaft in dem Verein sprechen, der allen Ernstes 2012 den Friedensnobelpreis erhielt. Aus der Begründung:
»Die EU erlebt derzeit ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten und beachtliche soziale Unruhen. Das Norwegische Nobelkomitee wünscht den Blick auf das zu lenken, was es als wichtigste Errungenschaft der EU sieht: den erfolgreichen Kampf für Frieden und Versöhnung und für Demokratie sowie die Menschenrechte; die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens.«
tagesschau.de (12.10.12)

Die Glücksritter sind wieder unterwegs, Golgräberstimmung!
Dinge passieren im Großen, im Kleinen, und manchmal auch mehr in den mittleren Ebenen der Bedeutung.
Mit dem "Beendenwollen" des Konfliktes kündigt Merz mit Nichten eine Kehrtwende an. Nöh, der macht einfach was er immer macht – mal "Einen Raushaun" und gucken, dann weiter. So wird man Kanzler. Seht Ihr, liebe Kinder – machts wie Onkel Donald, ganz nach persönlichem Vermögen und Gusto. 😉
Nun gibt's einen Freundschaftspakt zwichen D. und GB., und F. ist mit im Gespräch. Das klingt Gut – weil sich zwei verschieden-amerikophile mit einem bon-ameri-critique-Spirite verbänden. mal sehen was kommt. Eines wird aber deutlich, Wenn es innerhalb der EU an "Freundschaftsabkommen" Not tut, sagt es sehr viel über den Zusatnd aus. Wird sich die EU so weiter bilden, oder wird ihr "gelebtes Modell" endgültig in die Jagdgründe der Theorien übergehen. Ein Weiterbestehen im Halbschatten wird wohl zu wenig sein. Jedenfalls kann nicht bestehen was nicht funktioniert. Da hilft auch kein Triumph eines wie auch immer gearteten Willens. Für die EU wird, unterm Strich – mit Verlaub – NICHT das ALLERGERINGSTE getan. Was denn bitteschön? Das Konstrukt wird stattdessen mit erschreckender "Erfolgsbilanz" durch international agierende Gauner unterschiedlicher Bindung mißbraucht, um nationalen Gesetzgebungen zu entgehen. (!) "Little Global" – Paradisische Zustände der falsch verstandenen "Anarchie" neoliberaler Kräfte. (!Denk mal an!)
So oder so, Herr Merz wird sich nicht ändern. Auch wenn's langweilig klingt, behaltet eure politics "in the eye" – d'ya understand.….. – the real "junk"?
[und ich würde persönlich warnen, vor derartiger Kritikgabe, sie wiegt nämlich meines Erachtens schwerer als man gemeinhin meinen sollte – careful, "der Rechte Weg" ist (wiegt) oft viel schwerer als es den An-Schein hat]