Abschieben muß sich wieder lohnen. "Das wäre wuchtig"

Der Kampf gegen die Migration und die davon betrof­fe­nen Menschen ist eine wah­re Farce. Trump läßt Zehntausende, die sich aus den "kom­mu­ni­sti­schen Unrechtsregimen" Kuba und Venezuela in die USA auf­mach­ten, dahin abschie­ben. Die Bundesregierung kun­gelt mit isla­mi­sti­schen Regierungen in Afghanistan und Syrien, um ein paar Dutzend Straftäter und "Gefährder" los­zu­wer­den. Und wir stär­ken die über­la­ste­ten Kommunen mit sol­chen Mitteln:

faz​.net (19.7.25, Bezahlschranke)

»… Die Bundespolizei hat seit dem 8. Mai – als Bundesinnen­minister Alexander Dobrindt die Zurückweisung anord­ne­te – 400.000 Überstunden ange­häuft. Seither wur­den, Stand Mittwoch, 350 Asylsuchende abge­wie­sen. Das sind 1142 Überstunden pro ver­hin­der­tem Asylbewerber. Oder, einen Stundenlohn von drei­ßig Euro unter­stellt, 34.285 Euro je ver­hin­der­tem Asylbewerber…«

"Manfred Weber, CSU-Vize, aber eben auch Vorsitzender der Europäischen Volkspartei und Chef von deren Fraktion im Europäischen Parlament", hat auch eine Idee für gut ange­leg­tes Geld:

»Weber ver­langt „einen mas­si­ven Ausbau“ der Grenzschutz­behörde Frontex „auf min­de­stens 30.000 Einsatzkräfte“. Darunter sol­le auch „hoch qua­li­fi­zier­tes Personal aus Deutschland“ sein. Der Vorschlag des Europapolitikers: „Wenn wir bei­spiels­wei­se alle Beamten, die der­zeit inner­eu­ro­pä­isch Grenzen sichern, an die Außengrenze sen­den wür­den, dann wäre das wuch­tig.“…«

Das Drangen von von der Leyen

»… Von der Leyen drang gegen­über Merz dar­auf, dass sich Deutschland eng mit den betrof­fe­nen Nachbarn abstimmt. Außerdem rang sie ihm ab, dass er nun bei jeder Gelegenheit sagt, die Einschränkungen an den Grenzen sei­en „zeit­lich begrenzt“ – wie es dem Schengener Grenzkodex ent­spricht. Ursprünglich, noch als Spitzenkandidat, hat­te Merz ange­kün­digt, er wer­de als Kanzler anwei­sen, die Staatsgrenzen „dau­er­haft zu kon­trol­lie­ren“. Gegen einen so offen­kun­di­gen Bruch des Europarechts hät­te Brüssel vor­ge­hen müssen.

Zwar meckern meh­re­re Nachbarstaaten über die deut­schen Maßnahmen, weil die­se jeden Tag Zehntausende Pendler beein­träch­ti­gen. Doch hat bis­her noch kein Staat geklagt. Um ein Haar wäre die luxem­bur­gi­sche Regierung von ihrem eige­nen Parlament dazu auf­ge­for­dert wor­den. Doch konn­te sie dies abwen­den, indem Innenminister Léon Gloden ledig­lich Einspruch bei der EU-Kommission erhob…«

Irreguläres Schwimmen

»… Die Menschen woll­ten „in ihrem rea­len Leben die Wirkung einer deut­lich redu­zier­ten irre­gu­lä­ren Migration spü­ren, ob im Schwimmbad, in der Kita oder in der Schulklasse“, sagt Schuster und nennt sogar eine Zahl, von der an es poli­tisch reicht: „Dafür braucht Deutschland meh­re­re Jahre eine sehr deut­li­che Reduzierung des Zugangs unter 100.000.“

Wenn das die Messlatte ist, könn­ten die Zurückweisungen noch vie­le Jahre dau­ern.«

Gut, daß die Union stets ein offe­nes Ohr für die Sorgen und Nöte "der Menschen" hat.

2 Antworten auf „Abschieben muß sich wieder lohnen. "Das wäre wuchtig"“

  1. Ätzend wie der Staat mit sei­nem Volk, mit sei­nen Staatsbürgern umgeht. Aber wir wis­sen ja, wer von Migration pro­fi­tiert und wem sie nützt. Migration ist nur eine ande­re Art von Unterdrückung!

  2. https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​d​i​e​-​p​r​e​s​s​e​s​c​h​a​u​-​1​7​1​8​.​h​tml

    "Die WELT AM SONNTAG hat dazu einen Vorschlag für die EU: „Es ist die Drittstaaten-Lösung, auch bekannt als ‚Ruanda-Modell‘. Das Prinzip: Die EU ver­la­gert die Asylprüfung in einen siche­ren Drittstaat außer­halb ihres Territoriums. Großbritannien plan­te ein sol­ches Modell in Ruanda. Weil Gerichte den Briten die­se Lösung unter­sag­ten und par­al­lel Italiens Versuch schei­ter­te, Asylverfahren nach Albanien aus­zu­la­gern, ver­fe­stig­te sich der Eindruck, das Modell sei nicht umsetz­bar. Sowohl im bri­ti­schen als auch im ita­lie­ni­schen Modell aber fehl­te ein Element: die par­al­le­le Aufnahme von Asylbewerbern über Resettlement – sprich das Einfliegen einer bestimm­ten Anzahl aner­kann­ter Flüchtlinge, die in Ländern fern der EU ihre Asylverfahren durch­lau­fen haben. Erst wenn sol­che lega­len Kontingente die beste Chance auf eine Eintrittskarte in die EU sind, ist das Drittstaaten-Modell kei­ne ver­kapp­te Abschottung, son­dern eine fai­re und huma­ni­tä­re Lösung. Dann gelan­gen nicht die Stärksten und Zahlungskräftigsten nach Europa, son­dern jene, die Schutz am mei­sten benö­ti­gen. Nur dann kann sich Europa nach­hal­tig aus dem Dilemma sei­ner Asylkrise befrei­en“, glaubt die WELT AM SONNTAG."

    Müssen die denn immer alles nach­ma­chen, was das Trampel jen­seits des Atlantiks tut?

    Ich fürch­te es kom­men immer dunk­le­re Zeiten in Deutschland. Fast habe ich den Wunsch, daß die Schmierfinken von Welt und Co. mal in die Situationen gera­ten, aus denen Menschen flüch­te und in Booten ihr Leben ris­kie­ren um dann jah­re­lang in Lagern oder als "Illegale" über­le­ben ver­su­chen und mög­lichst ihre Familien zu unterstützen.

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