
1996 sangen "Fettes Brot", getextet von Boris Lauterbach, aus ganz anderen Beweggründen:
"… «Nicht jedes Hautproblem bedarf zwangsläufig einer ärztlichen Behandlung in der Praxis», findet Hessens größte Krankenkasse, die AOK. «So manches erweist sich als harmlos oder kann rezeptfrei gelindert werden. Für Laien ist es aber nicht möglich, das genauer zu differenzieren.»
Daher bietet die AOK ihren Versicherten an, ein Foto der Hautstelle an einen «OnlineDoctor» zu schicken. Die Registrierung bei dem Anbieter ist für Versicherte der AOK Hessen kostenfrei. Ein dermatologisches Team meldet nach wenigen Stunden zurück, ob man zum Arzt sollte oder nicht.
AOK findet das Angebot «wegweisend»
«Erstaunlicherweise wird dieser Hautcheck noch relativ selten genutzt», wundert sich die AOK. 2024 wurden lediglich 3.350 Anfragen für die hessischen Versicherten registriert. Die Krankenkasse hält das Angebot dennoch für «wegweisend»…"
Die Idee greift zurück auf eine (kurzfristig) kostentechnisch sehr bewährte Coronaregel.
In der Meldung heißt es weiter:
"… Eine Stichprobe bei anderen Kassen in Hessen ergab, dass ein digitaler Haut-Check inzwischen Standard ist…" So bieten die Techniker Krankenkasse und die DAK ähnliche Dienste zur Abschreckung an.
"Der Teledoktor der Barmer ist per App und Telefon erreichbar. Das Angebot umfasst auch einen Haut-Check zur Ersteinschätzung dermatologischer Auffälligkeiten. Das Interesse sei groß, sagte ein Sprecher: «Das Haut-Check-Angebot des Teledoktors erzielte im Jahr 2024 ein Nachfragewachstum von 180 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.»…"

Es löst ja bloß die Telefondiagnose ab, die wir von Wochenend- und Feiertagsdiensten her, bereits kennengelernt haben. Man frägt sich hinterher selbst, weieso man eigentlich Kontakt gesucht hat.
"2024 wurden lediglich 3.350 Anfragen für die hessischen Versicherten registriert"
Scheint das Umfeld der Bediensteten zu sein, ein paar mehrfach.
WOW