Merz zu Spahn: "Wir haben es hier zum Teil mit mafiösen Strukturen des sozialen Missbrauchs zu tun"

Ach nein, am Tag der Anhörung von Frau Sudhof im geheim tagen­den Haushaltsausschuß des Bundestags mein­te der amtie­ren­de Kanzler Andere:

»Bundeskanzler Friedrich Merz hat grund­le­gen­de Reformen der Sozialversicherungen ange­kün­digt. Der CDU-Chef sag­te beim Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand der CDU-/CSU Bundestagsfraktion in Berlin, es sei bei den Sozialversicherungssystemen noch eine Menge zu tun. Die Koalition habe die Einrichtung von Kommissionen verabredet…

Merz sag­te außer­dem, es wer­de eine grund­le­gen­de Reform des Bürgergelds geben. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) habe recht. „Wir haben es hier zum Teil mit mafiö­sen Strukturen des sozia­len Missbrauchs zu tun. Wir wer­den das abstel­len.“ Aus dem Bürgergeld sol­le eine Grundsicherung werden…

Die Entscheidung, die Stromsteuer nicht für alle zu sen­ken, ver­tei­dig­te Merz. Die Priorität sei zunächst, die Wettbewerbsfähigkeit des pro­du­zie­ren­den Gewerbes in Deutschland zu stär­ken…«
faz​.net (8.7.25)

8 Antworten auf „Merz zu Spahn: "Wir haben es hier zum Teil mit mafiösen Strukturen des sozialen Missbrauchs zu tun"“

  1. Machthaber Merz schwallt mäch­tig daher, Streber Spahn (Nebentätigkeit: Immobilien?) nickt freu­dig. Und die Täter (m/​w/​d) der seit über einem Jahrhundert die Interessen der "unte­ren" Klasse(n) ver­ra­ten­den Sozialdemokraten exe­ku­tie­ren und erklä­ren das Ganze den Untertanen. So sieht die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grundordnung in einem sozia­len Bundesstaat aus. Warum erstaunt dies nicht?

  2. Irgendwo muss das Geld für das teu­re Ballerzeug ja her­kom­men. Bei sei­nen Blackrock-Freunden kann Merz es schlecht holen. Wenn er deren Abgaben erhöht, ver­las­sen sie ein­fach das Land. Im Gegensatz zu den Armgemachten in in der Grundsicherung, hat die Anlegerfraktion außer­dem hoch­pro­fes­sio­nel­le Lobbyisten. Einer davon ist gera­de Bundeskanzler.

    Un die "Sozialdemokraten" sind wie üblich bei jeder Schweinerei dabei …

  3. Der Rüstungshaushalt liegt über den Kosten für Bürgergeld, und soll bis 2029 um 300% steigen.

    Allein für Panzer lässt man mal eben 100 Milliarden sprin­gen, inklu­si­ve Hi-Fi Kopfhörer für 13.800 Euro das Stück, von denen nie­mand weiß, wofür man so etwas braucht.

    Markus Söder dage­gen will Bürgergeldempfängern die augefal­le­ne Stromsteuersenkung in die Schuhe schieben: 

    "„Es kann nicht sein, dass wir beim Bürgergeld Rekordausgaben haben und des­we­gen ande­re wich­ti­ge Anliegen wie Entlastungen bei der Stromsteuer auf­schie­ben müssen“

    Ist das schon Volksverhetzung? Kann er dafür straf­recht­lich belangt werden?

  4. Elitenforscher Michael Hartmann. Leider hin­ter Bezahlschranke. Auszug:

    "… In der Politik … stamm­te bis Ende des letz­ten Jahrhunderts die Mehrheit der Mitglieder aus nor­ma­len Verhältnissen, etwa Kinder von mitt­le­ren Beamten, von mitt­le­ren Angestellten, von Selbständigen, Facharbeitern, sel­ten sogar Kinder unge­lern­ter Arbeiter. Die brei­te Bevölkerung war noch mehr­heit­lich vertreten. …

    In den letz­ten Bundesregierungen stamm­te die Mehrheit dann aber aus den obe­ren vier Prozent, mit einem Spitzenanteil von fast 70 Prozent in der ersten Merkel-Regierung. …

    […] die rekru­tie­ren sich immer aus dem­sel­ben Reservoir, und die sozia­le Herkunft bestimmt ganz ent­schei­dend, wie eine Person über gesell­schaft­li­che Probleme denkt, etwa sozia­le Ungerechtigkeit oder Steuern. […] Je rei­cher die Elite-Angehörigen auf­ge­wach­sen waren, umso vehe­men­ter waren sie gegen höhe­re Steuern. Das heißt, mit der Herkunft kom­men auch bestimm­te Denkweisen und Haltungen. Das ist das poli­tisch Brisante."

    Aus die­ser Schicht der Wohlhabenden stam­men auch Friedrich Merz und Markus Söder, die bei Bürgergeldempfängern die kräf­tig Leistungen strei­chen, und mäch­tig spa­ren wol­len, wäh­rend sie gleich­zei­tig ein Füllhorn über die deut­sche Rüstungsindustrie ausschütten.

    "Was kann man tun, um die Strukturen der Eliten zu verändern?

    Wir brau­chen eine Arbeiterkinderquote, so wie wir eine Frauenquote brauch­ten. Anders ändert sich nichts."

  5. @ Wie die obe­ren vier Prozent seit 150 Jahren das Land lenken:

    '"Was kann man tun, um die Strukturen der Eliten zu verändern?"'

    Wenn dies dis­ku­tiert wer­den soll, dürf­te man sich mög­li­cher­wei­se als Zielobjekt für die Liste des Staatsschutzes emp­feh­len in die­sem frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Rechtsstaat, der uns Untertanen vor Desinformation und jeg­li­cher Diskussion von Systemalternativen oder ‑modi­fi­ka­tio­nen abwei­chend von den Zielen der 4% mit­tels rigo­ro­ser, bru­talst­mög­li­cher demo­kra­ti­scher Zensur beschützt. Auch vor Gedankenverbrechen. 

    Es ist im Übrigen nicht die Frage, ob ein Merz oder Söder aus die­ser Schicht stam­men, son­dern wie die­se "Elite" der 4% mit ihrem Zaster den Einfluss kauft. Direkt und vor allem indi­rekt. Gestern, heu­te und – ohne Änderung – auch morgen.

  6. > Wir brau­chen eine Arbeiterkinderquote, so wie wir eine Frauenquote brauchten. 

    Irgendwelche Quotenregelungen bewir­ken gar nichts. Wenn sich was ändern soll muß man das gan­ze System umkrem­peln. Gucken wir uns das werk­tä­ti­ge Volk doch mal an: Dem Volke gehört hier gar nichts. Gemeindeland? Haha, schö­nes Wort, aber Gemeindeland gehört nicht dem Volk son­dern dem Staat. Und die­ser Staat ver­tritt nicht das Volk son­dern pri­va­te Interessen. So ändert auch eine zuneh­men­de staat­li­che Beteiligung an Privatunternehmen nichts an der bestehen­den Gesellschaftsordnung.

  7. Seit Jahren sag ich's – zum einen Ohr rein wie zum ande­ren raus! Wir haben seit län­ge­rem nun zwei CDU'en und zwei SPD'en. Vier zuviel, wie ich mit­ler­wei­le resi­gniert erkannt haben möch­te. Doch die BSW-Einparteien-Lösung kann natür­lich auch kei­ne sein. Und das Ales nur zur Bespaßung der teu­er-finan­zier­ten NGO's?

    Frau Klöckner mein­te neu­lich rügend: "Wir wol­len uns im Bundestag nicht gegen­sei­tig der Lüge bezich­ti­gen!". Aber – mit Verlaub – ein Anfang wär's doch schon­mal ;-D Frau K!

    Wir Steuerzahlen zah­len Gut, bloß die "show", die ist ja woll ist Mist!

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