Stiko bittet um "Amtshilfe für die Bereitstellung von klinischen Studiendaten der Impfstoffhersteller". Neu veröffentlichte Protokolle des Paul-Ehrlich-Instituts (3)

Das drit­te jetzt frei­ge­ge­be­ne Dokument des PEI beginnt vielsagend:

Das gesetz­lich mit der Prüfung von Risiken beauf­trag­te Institut for­mu­liert die­se vor­ab ledig­lich als "theo­re­tisch" und hat kei­ne gro­ße Eile, sich damit zu beschäf­ti­gen. Haupttagesordnungspunkt ist folglich:

Dazu wird ein far­ben­fro­hes Papier eines bis jetzt in sei­ner Zusammensetzung unbe­kann­ten "Externen Krisenstabs" diskutiert:

Schön dar­an zu erken­nen ist, daß ein Institut "im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit" kaum für eine unab­hän­gi­ge Expertise in Frage kommt.

Auffallend: Die Ständige Impfkommission kommt höch­stens am Rande vor. Das Thema "Impfempfehlung" über­nimmt das dafür nicht zustän­di­ge RKI:

Auch an einem zwei­wö­chent­lich statt­fin­de­nen "Jour Fixe Impfen" sind ledig­lich "BMG, RKI, PEI, BzgA", nicht aber die Stiko beteiligt.

AGI steht für eine "Arbeitsgemeinschaft Infektionsschutz". Zu die­sem Gremium habe ich ledig­lich erfah­ren kön­nen, daß sich dort "Bund und Länder regel­mä­ßig abstim­men" (spie​gel​.de, 12.8.21). Auf einer RKI-Seite ist zu lesen, daß man mit der AGI zusam­men­ar­bei­te. In offi­zi­el­len Dokumenten wie dem "Nationalen Pandemieplan" (gmkon​line​.de, 2.3.17 und edoc​.rki​.de, 2017) erscheint sie nicht. In einer "Unterrichtung durch die Bundesregierung" vom 4.10.22 ist ohne wei­te­re Einzelheiten von einer "Arbeitsgemeinschaft Infektionsschutz der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden" die Rede. Eine IFG-Anfrage im Nachgang zum "Spiegel"-Artikel wur­de vom Ministerium abge­lehnt: "Das Dokument, auf das der Spiegel sich bezieht, ist jedoch kein amt­li­ches Dokument im Sinne des Informationsfreiheitsgesetzes, da es sich um einen Entwurf han­delt".

In einer eige­nen Folie kommt dann doch die Stiko vor. Hier erfah­ren wir wenig, aber immer­hin: Es gibt noch kei­ne Impfempfehlung und noch nicht ein­mal kli­ni­sche Studiendaten der Impfstoffhersteller:

Das hin­dert das PEI nicht dar­an, schon mal ein "Impfkonzept" zu erstellen.

Das paßt zu der Aussage von Lothar Heinz Wieler, von 2011 bis 2020 Mitglied im Wehrmedizinischen Beirat desBMVg, aus dem Oktober 2020, also noch nach die­ser Sitzung:

»Also, wie gehen alle davon aus, daß im näch­sten Jahr Impfstoffe zuge­las­sen wer­den. Wir wis­sen nicht genau, wie die wir­ken, wie gut die wir­ken, was die bewir­ken, aber ich bin sehr opti­mi­stisch, daß es Impfstoffe gibt. Ja.«

Das hat­te er in einem Phoenix-Interview gesagt. Dort hat­te er auch auf die­se Frage des Moderators Alfred Schier:

»Wer Freiheitsrechte der Menschen ein­schränkt, wer für wirt­schaft­li­chen Lockdown sorgt, der muß das gut begrün­den. Nur hat die­se Begründung im Lauf der Zeit immer wie­der gewech­selt. Am Anfang hieß es, wir müs­sen auf die Verdoppelungszahlen ach­ten, dann hieß es, wir müs­sen drauf ach­ten, daß die Intensivbetten aus­rei­chen, und dann hieß es, wir müs­sen zehn­tau­sen­de von Toten ver­hin­dern. Aber zumin­dest bis­her ist all das nicht eingetreten.«

so geant­wor­tet:

»Also, was Sie sagen, das ist aus mei­ner Sicht eine Wahrnehmung… Das Wichtigste für uns ist natür­lich, wir wol­len mög­lichst wenig Menschen in Deutschland sehen, die sich mit dem Virus infi­zie­ren und schwer dar­an erkran­ken. Und die ande­ren Dinge, die Sie anspre­chen, sind ja alles nur Beschreibungen von die­sem Ausgang.«

Quelle und mehr in Wieler ist sehr opti­mi­stisch und weiß gar nichts.

Mehr als die­se Folien gibt es nicht in dem ver­öf­fent­lich­ten Dokument.

(Hervorhebungen in gelb von mir.)

Wird fort­ge­setzt.

3 Antworten auf „Stiko bittet um "Amtshilfe für die Bereitstellung von klinischen Studiendaten der Impfstoffhersteller". Neu veröffentlichte Protokolle des Paul-Ehrlich-Instituts (3)“

  1. Zur Erinnerung: Mitte September 2020 arbei­ten die an einem "Impfkonzept", obwohl die zu die­sem Zeitpunkt laut eige­nen Protokollen genau wuss­ten, dass es kei­ne "Pandemie" gab. Ich wür­de ger­ne in abseh­ba­rer Zukunft all die Namen jener Personen sehen, die so viel kri­mi­nel­le Energie auf­brach­ten, dass sie mit Lügen, Terror, Erpressung und Zwang Menschen zur Teilnahme an einem gen­tech­ni­schen Experiment trieben.

  2. Einfach irre was sich da an Arbeitsgemeinschaften und son­sti­gen Glücksrittervereinigungen zusam­men­ge­rot­tet hat.

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