
»Santanyi/Mallorca – Der Traum vom friedlichen Zweitwohnsitz auf Mallorca bekommt tiefe Risse. Im sonst so idyllischen Santanyi kocht die Wut über den Massentourismus über – jetzt richtet sie sich offen gegen Deutsche!
Unbekannte sprühten in der Nacht zu Samstag fremdenfeindliche Parolen an Dutzende Geschäfte und Autos im 12.800-Einwohner-Ort im Südosten von Mallorca. Die Botschaft ist eindeutig – und erschreckend: „Deutsche raus“ und „Ausländische Käufer fahrt zur Hölle“, in roter Farbe geschmiert an Fassaden, Fenstern und Fahrzeugen…
Santanyi an der mallorquinischen Südostküste gilt als besonders beliebt bei Deutschen. Viele von ihnen leben seit Jahren hier, zahlen Steuern, beschäftigen Personal – und erleben nun eine offene Feindseligkeit…
Seit Monaten wächst auf der Balearen-Insel die Ablehnung gegenüber Touristen und ausländischen Immobilienkäufern. Immer wieder kommt es zu Protesten, bei denen Demonstranten gegen die Wohnungsnot auf die Straße gehen – nicht selten mit aggressiven Tönen gegen Ausländer. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt, Einheimische finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum…«
Eine Parallele zur deutschen Fremdenfeindlichkeit gibt es. Auch sie richtet sich oft gegen Menschen, die seit Jahren hier leben und Steuern zahlen. In der Regel tritt der deutsche Xenophobe aber nach unten. Das scheint bei den Protesten auf Mallorca nicht ganz so zu sein. Die bequeme Ausrede für den Tourismus in Billiglohnländer, man tue recht eigentlich etwas Gutes für die Menschen dort, sonst wären sie noch ärmer, verfängt nicht mehr durchgängig.

Als ehemals Alleinerziehende in prekären Beschäftigungsverhältnissen und daraus folgender Armutsrente bin ich auf günstigen Wohnraum angewiesen. Seit mir meine Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt wurde, bin ich daher obdachlos.
Zur Frage, wer wohin tritt betrachte ich mich seit meinen daraus resultuerenden häufigen Besuchen bei der Wohnungshilfe als Kundige.
Nein, zumindest in der Wohnungsfrage tritt hier niemand nach unten. Wer hier bezahlbaren Wohnraum sucht, ist bereits unten. Personal wird da eher auch nicht beschäftigt.
Für einen Realitätsabgleich empfehle ich einen Vormittag im Warteraum eines Bürgeramtes.
Es ist der Staat Spanien der das hervorbringt!
In Portugal ist die Situation am Wohnungsmarkt inzwischen für viele Eingeborene dramatisch. Völkerwanderungen, so hatte ich im Geschichtsunterricht gelernt, passieren einfach. Einfach so, ohne Grund und ohne Folgen. Damit verbunden sind Jahreszahlen, die ich als Schüler auswendig lernen musste und schnell wieder vergessen hatte.
> Völkerwanderungen, so hatte ich im Geschichtsunterricht gelernt, passieren einfach.
Nein. Denn stets stecken private, also Profitinteressen dahinter. Im Übrigen ist die Wohnung/Ferienhäuser-Situation nicht auf Mallorca beschränkt. Dieselbe Situation haben wir nämlich auch in Deutschland, insbesondere auf den Inseln in Nord- und Ostsee und in allen größeren Städten.
@Peter Pan: Danke für die Anregung! So geht es Vielen
Völkerwanderungen wurden durch Verdrängungen ausgelöst. Entweder durch "fremde" Völker, oder durch natürliche Ereignisse. Jedenfalls gab es zu Zeiten der Leibeigenschaften kein Lohndumping als Ursache. Man presste ganz einfach die eigene Bevölkerung nach Bedarf. Wenn man mehr davon benötigte, schuf man also dementsprechend die Rückzugräume, um gezielt für Zuwächse und Abnahmen so oder so zu "Generieren". Heute denkt man dabei ja eher global.
Während der Europäer nicht weiß wie man den Weg zur Arbeit zusätzlich finanzieren könnte, siedelt man die Einwanderer gleich neben den Gewächshäusern an. Die sind ja quasi sowieso schon am umsiedeln. Am besten wächst's halt, wo die Sonne am direktesten drauf scheint. Wenn das herankarren von Wasser dann zu teuer wird – egal – kann man sowieso nicht weiter pflanzen und begasen lassen und wirtschaften. Übrigens, oft mit "CO2"? Und wenn man ehedem nicht pflanzen kann, muß man auch nicht dort leben und trinken. Oh, darf man das eigentlich so schreiben? Das wäre doch unterstellend, weil gesagt hat's doch so noch niemand, die letzten Jahrzehnte jedenfalls.
Aber was soll's, wir Laien und Nichthistoriker müssen da mal abwarten, was unter Umständen die Experten dazu sagen würden. Schließlich sind wir nicht beim ZDF, wo man Physiker öffentlichkeitswirksam nach Epidemiologie ausfrägt. Daß es sich um Experten handelt bestreitet ja niemand. Bloß mit dem Trick hausiert die deutsche Propagandamaschine seit 1945 und macht oft auch vor Schulunterricht nicht halt. – Tja!
Unterschied zwichen: "Experten" (allgemein) und "Die Experten" (umfassend) ; Ein "Physiker" ist also kein Experte zur Epidemie, somit nicht in der Lage zu beurteilen -> Was ein P. eigentlich aber selber wissen sollte! Bei Markus Lanz z.B. wäre ich mir da weniger sicher. Wer wäre im gegebenen Fall also haftbar zu machen für unrichtige Einschätzungen? – Gerne helfe ich aus: Vermutlich keiner! Noch nicht einmal die Zuschauer des ÖR 😉 Ist das raffiniert? – Nöh, eigentlich nicht so. Mus man shtudiert haben – Nöh, eigentlich nicht so.
kannidverstaan
Wir Korintencreierende drängeln (auch die pot. Leser) gerne! – Wenn'S hilft.….
> Während der Europäer nicht weiß wie man den Weg zur Arbeit zusätzlich finanzieren könnte, siedelt man die Einwanderer gleich neben den Gewächshäusern an.
Ja, das habe ich neulich erst wieder gesehen. Wie Arbeiter unter der Dachtraufe hausen und in Garagen ohne Fenster nächtigen, direkt neben der Fabrik. Also heute und hier in Deutschland. So wird der Reichtum für den Fabrikbesitzer geschaffen, der sich mit dem angehäuften Kapital dann Häuser auf Mallorca und Ibiza kaufen kann.
Das Bündnis Antefa per Schneppchenflug-Demo auf Stiftungskostenbasis einfliegen.
Wieviele Probleme auf einmal, sähe wer genau, dabei gleichzeitig gelöst? 😀 Oh, quelle question .….. – Ein Schelm.
Sagen, was ist, haha. Ich bin jedenfalls dafür, dass Linke nach Syrien rausgeworfen werden, zusammen mit und zu den Brüdern im "Geiste".
@sv: Es freut mich immer wieder, wenn die Richtigen aufheulen.
Es ist die simple ökonomische Tatsache. Nicht mehr, nicht weniger.
Je knapper das Angebot, desto höher die Preise. Und je geringer die Erwartung der "Abnehmer". Warum sollte sich Spanien oder sonst ein Land des sogenannten Westens von Deutschland unterscheiden? Der Rest ist Sündenbockverwendung. Er ändert aber nichts am Zustand, da dies nicht gewollt ist.
Je größer das Angebot an Arbeitswilligen und eine Unterbeschäftigung, desto geringer das Entgelt und die Sozialleistungen. Es ist nichts anderes gewollt.
O'Mikron,
das Problem ist weltweit, daß Wohnungen nicht gebaut bzw. gekauft werden um damit dem menschlichen Bedürfnis Wohnen gerecht zu werden, sondern der Profite wegen.
Linke: so link wie linkisch. Und dabei schamlos. Erst zensieren und dann in denunziatorischer Absicht den Kommentar zur Zensur seinem Zusammenhang entrücken. Sehr link, abstoßend.