Man lässt sich nichts vorschreiben! Auch nicht von der Sonnencreme-Industrie. Erinnert verdächtig an die Diskussion um die Corona-Impfung.

"Schlagfertig und lustig" sei die "seriö­se Politikberichterstatterin" Nicole Diekmann, meint t‑online.de zu einer Kolumne der Dame vom 2.7.25. Dort ist zu lesen:

»… Auf X, TikTok, Telegram, Facebook usw. wird näm­lich im Brustton der des­ori­en­tier­ten Überzeugung von soge­nann­ten, eigent­lich aber vor allem selbst ernann­ten, Experten, Folgendes ernst­haft pro­pa­giert: Sonnenmilch sei schlecht. Die angeb­li­chen Gründe dafür sind viel­fäl­tig. Die ver­strahl­te­ste Erzählung lau­tet so: Sonnenmilch erzeu­ge Hautkrebs. Und das ist kei­ne Einzelmeinung…

Sich ein­schmie­ren ist jetzt also nicht nur poli­tisch, es ist auch noch links. Das ist natür­lich Nonsens. Was aber stimmt: Es ist wie­der so weit. Diejenigen, die stets emsig auf der Suche sind nach einem Thema, das sie als poten­zi­el­le Märtyrer daste­hen las­sen könn­te, und die dann wie geölt lau­fen, wenn sie das Schema "Wir gegen die ande­ren" in Gang set­zen kön­nen, sind end­lich mal wie­der fün­dig geworden…

Man lässt sich nichts vor­schrei­ben! Auch nicht von der Sonnencreme-Industrie. Erinnert ver­däch­tig an die Diskussion um die Corona-Impfung. Aus Big Pharma ist jetzt nur halt Big Sonnencreme gewor­den. Man hat wie­der ein Feindbild, und man ist wie­der wer. Nämlich Teil einer Bewegung. Einer selbst­be­wuss­ten, muti­gen Bewegung, die stand­haft bleibt, auf­muckt, sich nicht zen­sie­ren lässt. Gut, nun wird zwar, anders als wäh­rend der Pandemie im Zusammenhang mit der Impfung, gar nicht über eine mög­li­che Pflicht dis­ku­tiert. Niemand denkt dar­an, außer denen, die lei­den­schaft­lich gegen sie kämp­fen. Aber das ist neben­säch­lich…«

Das Schwurblerportal ndr​.de stellt am 13.6.25 fest:

ndr​.de (13.6.25)

»… Krebsgefahr durch Octocrylen und andere Inhaltsstoffe

In abge­lau­fe­nen oder falsch gela­ger­ten Sonnenschutzmitteln kön­nen sich che­mi­sche Verbindungen zer­set­zen oder ver­än­dern. Das kann zur Bildung von poten­zi­ell gesund­heits­schäd­li­chen Stoffen füh­ren. Diese kön­nen ent­ste­hen, wenn der UV-Schutz bestimm­te Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Parabene, PEG-Verbindungen, Benzophenon‑3 (Oxybenzon) oder Octocrylen ent­hält. Unter Einwirkung von UV-Strahlung oder bei zu war­mer Lagerung sind che­mi­sche Reaktionen mög­lich, die krebs­er­re­gen­de Substanzen bilden.

DHHB-Filter: Verunreinigungen mit hochgiftigen Phthalaten möglich

Auch neue, hoch­wirk­sa­me UV-Filter kön­nen unter Umständen gesund­heits­schäd­li­che Stoffe ent­hal­ten. Die soge­nann­ten DHHB-Filter, die der­zeit wirk­sam­sten che­mi­schen UV-Filter auf dem Markt, kön­nen durch pro­duk­ti­ons­be­ding­te Verunreinigungen den hoch­gif­ti­gen Weichmacher Di-n-hexyl­phtha­lat (DnHexP) ent­hal­ten. Dieser ist als Gefahrstoff ein­ge­stuft, weil er unfrucht­bar machen kann. Bei Untersuchungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen fan­den Forscher den Weichmacher in Kinderurin und ver­mu­te­ten einen Zusammenhang zu Sonnenschutz.

Stichprobe: Drei von zehn Produkten betroffen

Stichprobenartig hat das Verbrauchermagazin Markt zehn Sonnencreme-Produkte aus Drogerien, Apotheken und Discountern mit dem neu­en DHHB-Filter im Labor unter­su­chen las­sen. Drei ent­hiel­ten den Weichmacher DnHexP in gerin­gen Mengen. Obwohl die­ser seit 2013 als Inhaltsstoff in Kosmetika ver­bo­ten ist, sieht das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) "nach vor­läu­fi­gen Bewertungen kei­nen Anlass für eine erhöh­te Besorgnis".

Bessere Prüfung von Sonnenschutzmitteln gefordert

Verbraucherschützer for­dern eine deut­lich bes­se­re Prüfung der UV-Schutz-Produkte von wirt­schaft­lich unab­hän­gi­gen Stellen vor dem Verkauf. Auf Sonnencreme und UV-Schutz ganz zu ver­zich­ten, ist jedoch eine schlech­te Idee: Das Risiko an Hautkrebs zu erkran­ken ist in den ver­gan­gen Jahren deut­lich gestie­gen…«


Diese den Staat deli­gi­ti­mie­ren­de Behörde weiß, anders als Frau Diekmann, die von "Falschbehauptungen wie die… , dass es kei­ne gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Prüfung der Inhaltsstoffe gäbe", spricht:

bfr​.bund​.de (10.7.24)

»… Wie wer­den Sonnenschutzmittel bewertet?
Kosmetische Produkte, dazu gehö­ren auch Sonnencremes, müs­sen in der EU nicht geneh­migt wer­den. Es muss aber eine Sicherheitsbewertung für jeden ver­wen­de­ten Inhaltsstoff und jedes Produkt durch­ge­führt werden…«

Auch wenn die F&Q wie schon bei den "Impfungen" von Verharmlosungen geprägt sind, müs­sen doch die­se Themen ange­spro­chen werden:


Zahllose Artikel im Netz las­sen sich zu dem Thema fin­den, u.a.:

phar​ma​zeu​ti​sche​-zei​tung​.de (28.6.24)
test​.de (27.3.25)

Im letz­ten Jahr urteil­te Diekmann:

t‑online.de (27.3.24)

»… Seit dem Wochenende tobt auf X, aber auch gemä­ßig­te­ren Plattformen wie Bluesky, der Deutungskrieg um die soge­nann­ten RKI-Files. Und ich sag’ mal so: Abgesehen von der Quelle hat sich nichts Neues auf­ge­tan. Die Frontlinien ver­lau­fen ziem­lich exakt so wie 2021.

Vergangenen Freitag mel­de­te ein Online-Magazin, dass sei­ne Klage auf Freigabe der Sitzungsprotokolle des Krisenstabs des Robert Koch-Instituts (RKI) von Januar 2020 bis April 2021, also wäh­rend einer hei­ßen Phase der Corona-Pandemie, erfolg­reich war. Nun sind die Dokumente online ver­füg­bar – inklu­si­ve Schwärzungen.

Und nun, so for­mu­liert es ein X‑User, bastelt sich jeder sei­ne eige­ne Verschwörung.

Nun muss man wis­sen, dass es sich bei dem Online-Magazin um ein der rech­ten Szene zuge­neig­tes Medium han­delt. Der Macher hat, ich möch­te es freund­lich aus­drücken, unge­wöhn­li­che Ideen dar­über, wie die Anschläge vom 11. September 2001 auch gewe­sen sein könn­ten. Es gibt ein wohl­wol­len­des Zitat eines Politikwissenschaftlers, es hand­le sich bei dem Herrn um einen "ver­gleichs­wei­se geschick­ten Verschwörungstheoretiker"…«

Weiter Ergüsse, von denen es Dutzende gibt:

Bei die­sem habe ich aufgehört:

t‑online.de (7.10.20)

»…Was ich in die­sem Konsumtempel mit­ten im Corona-Risikogebiet Berlin-Mitte erlebt habe, erklärt nicht nur die rasant wach­sen­den Infektionszahlen in der Hauptstadt, son­dern auch, war­um Menschen feste Regeln und lücken­lo­se Kontrolle brau­chen. Sowohl in der ech­ten Welt zum Anfassen als auch in der digi­ta­len. Denn ich habe Szenen gese­hen, die sich eins zu eins so im Netz abspie­len. Sogar bru­ta­ler: Für kur­ze Zeit schweb­te ich in phy­si­scher Gefahr. Aber der Reihe nach.

Kontrollen fehlen am Eingang – und das sieht man im Innern

Schon beim Reingehen erste Verwunderung: Beim letz­ten Mal stan­den hier doch noch Security-Leute, die die Kunden ans Aufsetzen der Maske erin­ner­ten. Wo waren sie hin? Eingespart? Hatte man resi­gniert? Oder waren die Kontrollettis über­flüs­sig gewor­den durch kol­lek­ti­ve Vernunft der Mallbesucher?

Schon die ersten Meter auf dem Weg zu mei­nen neu­en Strümpfen zeig­ten mir: Letzteres war ganz offen­sicht­lich nicht der Grund. Viele, vie­le Leute – vor allem sol­che, die in Grüppchen unter­wegs waren – kamen mir ohne Maske ent­ge­gen. Die mei­sten schie­nen sie nicht ver­ges­sen zu haben, denn sie tru­gen sie am Kinn…

Nach dem Sockenkauf ging es für mich in den Keller. Tatsächlich, denn dort befin­det sich der Supermarkt der Mall. Aber auch sym­bo­lisch. Denn im Supermarkt tanz­te man Pogo, um mal im Punkrock-Bild zu blei­ben. Hier unten war wirk­lich alles egal. Kein Abstandhalten, wie­der vie­le Leute ohne Maske. Ein geleb­ter Shitstorm gegen die Corona-Regeln qua­si. Die Stimmung: gereizt. Die, die sich an die Regeln hiel­ten, waren genervt…

Dem Tod noch­mal von der Schippe gesprun­gen, den Käse neben den Socken (nie den Humor ver­lie­ren!) in der Tasche, ent­floh ich die­ser Viren- und Sozialhölle…«

Berlin, ick lie­be dir!

(Hervorhebungen in blau nicht in den Originalen.)

6 Antworten auf „Man lässt sich nichts vorschreiben! Auch nicht von der Sonnencreme-Industrie. Erinnert verdächtig an die Diskussion um die Corona-Impfung.“

  1. Das digi­ta­le "kosten­lo­se" Wochenblättchen. Auch hier gilt: Bitte kei­ne kosten­lo­sen Zeitungen und Werbung. Danke für die­se immer neu­en Erkenntnisse aus der Schatztruhe der digi­ta­len Werbewelt. 

    "… son­dern auch, war­um Menschen feste Regeln und lücken­lo­se Kontrolle brauchen."

    Allein die­ser Satz reicht aus, um am Verstand des Schreiberlings (m/​w/​d) zu zwei­feln. Selbstverständlich freiheitlich-demokratisch.

  2. Köstlich!

    Dass Sonnencremen pro­ble­ma­tisch sein kön­nen ahn­te ich aller­dings schon vor­her und zwar noch bevor ich (Test)Berichte dar­über gele­sen hatte…

    Viele Grüße
    Walter aka Der Ösi

  3. "… man ist wie­der wer. Nämlich Teil einer Bewegung. Einer selbst­be­wuss­ten, muti­gen Bewegung, …"

    Da spricht sie natür­lich von sich selbst, den die Hölle, das sind die anderen.

  4. Dass wir über­haupt Sonnenschutzmittel ein­set­zen, ist ein klei­nes Indiz dafür, was in unse­rer Zivilisation so alles schief läuft. Unser Körper wür­de sich ganz von allei­ne an die vom Frühling bis zum Sommer anstei­gen­de Bestrahlung durch die Sonne anpas­sen, wenn wir es denn woll­ten. Und neben­bei wür­de unser Körper unter ande­rem das lebens­wich­ti­ge Vitamin D in aus­rei­chen­der Menge pro­du­zie­ren. Stattdessen bedecken wir unse­ren Körper stän­dig und voll­stän­dig, war­ten bis die Sonnenstrahlung ihren Höhepunkt erreicht hat, legen uns dann fast nackt in die Sonne, ver­su­chen uns mit Sonnenschutzmittelchen zu schüt­zen, sol­len die mit den unge­prüf­ten Sonnenschutzmitteln ver­bun­de­nen gesund­heit­li­chen Folgen nicht hin­ter­fra­gen, lei­den über den Rest des Jahres unter Vitaminmangel und las­sen uns von der kri­mi­nel­len Pharmaindustrie mit expe­ri­men­tel­len, unge­prüf­ten Spritzmittel nur so voll bal­lern was das Zeug hält. Vielleicht haben wir all das verdient.

    Auch über das Rechtssystem spre­chen die Sonnenschutzmittel Bände. Man geht als Bürger doch sicher­lich davon aus, dass die­se Mittel genau­so über­wacht wer­den wie vor­beu­gen­de Medikamente. Nun ste­hen sie aber unter der lächer­li­chen Kosmetik-Verordnung statt dem Arzneimittelgesetz, zumin­dest in Deutschland. Jedoch soll­te spä­te­stens mit dem gen­tech­ni­schen, expe­ri­men­tel­len Spritzmitteleinsatz gegen die Bevölkerung (angeb­lich "gegen SARS-CoV‑2") jedem Menschen bewusst sein, dass das Arzneimittelgesetz nicht dem Schutz der Bürger dient.

    Nicole Diekmann hat Soziologie, Politikwissenschaften und Neueren und Neuesten Geschichte stu­diert, sogar mit Abschluß, was für ihre Tätigkeit beim ZDF und der Müllpresse nicht erfor­der­lich ist. Sie soll­te in der Lage sein, Sachverhalte des Alltags dif­fe­ren­ziert dar­zu­stel­len. Stattdessen leug­net sie die gesetz­li­chen Regelungen, belügt ihre Leser, macht sich über ande­re Menschen in Sachfragen lustig, zu denen sie weder eine geeig­ne­te Ausbildung oder son­sti­gen Nachweis vor­brin­gen kann. Ob sie die Gesellschaft mit ihrem Hass spal­tet, hängt davon ab, wie viel wir sol­chen Berufslügnern noch glau­ben. Dass sie ihr eige­nes Versagen aus­ge­rech­net über das Propagandaunternehmen Ströer zur Schau stellt, wun­dert mich über­haupt nicht.

  5. Und wenn dann noch Nanopartikel drin sind… ps:Hat schon mal jemand aus­ge­rech­net wie­viel Tonnen an Sonnenschutzmittel im Meer und Trinkwassertalsperren(betreten des Ufers ist bei uns laut Schildern verboten,interessiert aber nie­man­den-nicht mal die Polizei.Wenn man Feuer macht kommt sie,sagt aber nur das man das Feuer aus­ma­chen muss).landet?Denn es ist ja so das vie­le sich erst­mal ein­cre­men und dann irgend­wann ins Wasser gehen,da freut sich der Wels!

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