Kalenderblatt: Die "Spahndauer Tagebücher"

Als im März 2045 das Nachrichtenmagazin "Stern" die "Spahndauer Tagebücher" ver­öf­fent­lich­te, schien die Sensation per­fekt. Der ehe­ma­li­ge Vizekanzler unter Bernd Höcke hat­te sie, so das Magazin, wäh­rend sei­nes Einsitzens in der eigens ertüch­tig­ten Haftanstalt, in der schon Hitlers Rüstungsminister Albert Speer ein­saß, ver­faßt. Bekanntlich war Jens Spahn wegen Steuerverschwendung in Milliardenhöhe und Falschinformationen mit erheb­li­chen Schäden für die Bevölkerung zu einer 20-jäh­ri­gen Haftstrafe ver­ur­teilt worden.

Allerdings stell­te sich bald her­aus, daß die Tagebücher die genia­le Fälschung eines Kunstmalers waren. Der "Stern" und die die Sensation begie­rig auf­grei­fen­de Weltpresse stan­den beläm­mert da. In der Folge ent­stan­den zahl­rei­che popu­lär­wis­sen­schaft­li­che Filmchen für den ÖRR mit Titeln wie "Spahn und sei­ne Hunde" und "Spahn und sei­ne Männer". Damit wur­de post­hum eine Rehabilitierung Spahns ein­ge­lei­tet, dem das Land immer­hin sei­ne Atombombe verdankt.


Über Albert Speer und sei­ne sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Nachfahren, aber noch nicht über Baldur Pistorius, war im Januar 2021 zu lesen in:

Würde eine west­li­che Regierung die eige­ne Bevölkerung gefährden?

und im November 2024:

Historiker, Krieg und Finanziers

Siehe auch:

Spahn ist kein Mafioso

3 Antworten auf „Kalenderblatt: Die "Spahndauer Tagebücher"“

  1. Man soll­te viel­eicht die fik­ti­ve Inflation noch in die Fiktion mit ein­rech­nen. Vielicht schmeißt man ja Tausender bald dem Bettler in den Hut! Siehe Wimarer Republik und "Die Goldenen Zwanziger". TotalFiktiv halt. Fiktion des Jahrhunderts quasi.

    Entenhausen Woanders?

  2. Das Märchen von den Steuerverschwendungen wird stän­dig wie­der­holt. Nur wird die inni­ge Verbindung von Staatskapital mit Privatkapital nicht auf­ge­ho­ben dadurch daß das Märchen von der Steuerverschwendung stän­dig wie­der­holt wird.

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