Mauerspecht Drosten

Oft ist es nütz­lich, sol­che Meldungen von hin­ten zu lesen. Dort steckt in der Regel die eigent­li­che Botschaft.

wiwo​.de (27.6.25)

Am Ende der Nachricht lesen wir:

»Die ver­hee­ren­de Pandemie
Das Coronavirus hat­te sich Anfang 2020 von Wuhan aus in der gan­zen Welt ver­brei­tet und eine ver­hee­ren­de Pandemie aus­ge­löst. Nach WHO-Angaben star­ben min­de­stens 20 Millionen Menschen welt­weit und Millionen leben bis heu­te mit den Folgen (Long Covid). Noch immer stecken sich Menschen mit neu­en Varianten des Virus an.«

Kurz davor ist zu erfah­ren, daß dem WHO-Rat "Sago" Christian Drosten ange­hört und sich vier der 27 Mitglieder von dem Bericht distan­zier­ten. Da es sich um sol­che aus Schurkenstaaten han­delt (China, Rußland, Kambodscha und Brasilien), ist das zu ver­nach­läs­si­gen. Die gan­ze Meldung lau­tet so:

»China hat nach Angaben eines Beraterstabs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis heu­te wich­ti­ge Informationen zum Ursprung des Coronavirus Sars-CoV‑2 nicht geteilt. Deshalb sei es wei­ter nicht mög­lich, zu sagen, wie das Virus sich mit so ver­hee­ren­den Konsequenzen unter Menschen ver­brei­ten konn­te, berich­te­te die Vorsitzende des Rates, Marietjie Venter von der Universität Witwatersrand in Südafrika.

Die US-Regierung unter Donald Trump und ande­re äußern immer wie­der die Vermutung, dass das Virus aus einem Labor in der chi­ne­si­schen Stadt Wuhan ent­wi­chen sein könn­te. Dort waren Ende 2019 die ersten Fälle von Infektionen mit dem Virus Sars-CoV‑2 bekannt­ge­wor­den. Von dort brei­te­te sich das gefähr­li­che Virus auf der gan­zen Welt aus.

Geheimdienstberichte oft poli­ti­sche Meinungen 
Bei Geheimdienstberichten, die die­se Theorie offen­bar unter­mau­er­ten, han­de­le es sich oft um poli­ti­sche Meinungen, nicht wis­sen­schaft­li­che Erkenntnisse, sag­te Venter. Unter ande­rem hat­te der US-Geheimdienst CIA die­se Theorie Ende Januar wie­der genährt.

Nach Angaben von Venter ist es wegen der man­geln­den chi­ne­si­schen Kooperation wei­ter­hin nicht mög­lich, die Theorie zu bestä­ti­gen oder zu ver­wer­fen, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan ent­wich, das sich mit Coronaviren beschäftigte.

Mitarbeiter distan­zie­ren sich
Dem WHO-Beraterstab (Sago) gehö­ren 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Sie beschäf­ti­gen sich seit 2021 mit der Frage des Ursprungs des Virus. Vier Mitglieder des Rates woll­ten nicht als Autoren des neu­en Berichts auf­ge­führt wer­den: Es waren je ein Vertreter Chinas, Russlands, Kambodschas und Brasiliens. Zu den Autoren gehört der deut­sche Virologe Christian Drosten aus Berlin, eben­so wie eine Professorin der US-Universität Emory, Inger Damon.

Sago habe alle Studien eben­so wie Geheimdiensterkenntnisse ver­ar­bei­tet und auch mit chi­ne­si­schen Experten gespro­chen, sag­te Venter. Die mei­sten Studien gin­gen davon aus, dass das Virus aus der Tierwelt auf die Menschen über­ge­sprun­gen ist. Ob das auf einem Markt in Wuhan pas­sier­te oder anders­wo, sei bis jetzt nicht voll­stän­dig geklärt. Für eine absicht­li­che Kreation und Freisetzung des Virus gebe es kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Anzeichen.

Die ver­hee­ren­de Pandemie
Das Coronavirus hat­te sich Anfang 2020 von Wuhan aus in der gan­zen Welt ver­brei­tet und eine ver­hee­ren­de Pandemie aus­ge­löst. Nach WHO-Angaben star­ben min­de­stens 20 Millionen Menschen welt­weit und Millionen leben bis heu­te mit den Folgen (Long Covid). Noch immer stecken sich Menschen mit neu­en Varianten des Virus an.«

Der Rest der Welt setzt ande­re Akzente. Ein AP-Artikel vom 28.6.25 titelt "WHO expert group fails to find a defi­ni­ti­ve ans­wer for how COVID-19 began". Dot ist zu lesen:

»London – Eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Untersuchung der Ursprünge der COVID-19-Pandemie beauf­trag­te Expertengruppe hat am Freitag ihren Abschlussbericht ver­öf­fent­licht und ist zu einem unbe­frie­di­gen­den Ergebnis gekom­men: Wissenschaftler sind sich nach wie vor nicht sicher, wie die schlimm­ste Gesundheitskrise seit einem Jahrhundert begann.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag erklär­te Marietjie Venter, Vorsitzende der Expertengruppe, dass die mei­sten wis­sen­schaft­li­chen Daten die Hypothese stüt­zen, dass das neue Coronavirus von Tieren auf den Menschen über­tra­gen wurde.

Zu die­sem Ergebnis war auch die erste WHO-Expertengruppe gekom­men, die 2021 die Ursprünge der Pandemie unter­such­te. Damals kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass sich das Virus wahr­schein­lich über ein ande­res Tier vom Menschen auf den Menschen über­tra­gen hat. Die WHO erklär­te damals, dass ein Laborunfall „äußerst unwahr­schein­lich” sei.

Venter sag­te, dass die WHO-Expertengruppe nach mehr als drei­jäh­ri­ger Arbeit trotz wie­der­hol­ter Anfragen an die chi­ne­si­sche Regierung um Hunderte von Gensequenzen und detail­lier­te­re Informationen zur Biosicherheit nicht in der Lage war, die not­wen­di­gen Daten zu erhal­ten, um zu beur­tei­len, ob COVID-19 das Ergebnis eines Laborunfalls war oder nicht.

„Daher konn­te die­se Hypothese weder unter­sucht noch aus­ge­schlos­sen wer­den”, sag­te sie. „Sie wur­de als sehr spe­ku­la­tiv ange­se­hen, basie­rend auf poli­ti­schen Meinungen und nicht durch wis­sen­schaft­li­che Erkenntnisse gestützt.” Sie erklär­te, dass die 27-köp­fi­ge Gruppe kei­nen Konsens erzielt habe; ein Mitglied sei Anfang die­ser Woche zurück­ge­tre­ten und drei wei­te­re hät­ten dar­um gebe­ten, ihre Namen aus dem Bericht zu streichen.

Venter sag­te, es gebe kei­ne Beweise dafür, dass COVID-19 in einem Labor mani­pu­liert wor­den sei, und es gebe auch kei­ne Hinweise dar­auf, dass sich das Virus vor Dezember 2019 außer­halb Chinas ver­brei­tet habe.

„Bis wei­te­re wis­sen­schaft­li­che Daten vor­lie­gen, bleibt die Frage, wie SARS-CoV‑2 in die mensch­li­che Bevölkerung gelangt ist, unge­klärt“, sag­te Venter und bezog sich dabei auf den wis­sen­schaft­li­chen Namen des COVID-19-Virus…«

Die Überschriften ande­rer nicht­deut­scher Medien klin­gen ähn­lich. Anders als bei dpa wird bei AP der Bericht der "Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens (SAGO)" ver­linkt. Er ist zu fin­den auf who​.int (27.6.25)


Nicht nur Christian Drosten, son­dern auch die Vorsitzende Marietjie Venter, kann kaum als unab­hän­gi­ge ExpertIn ange­se­hen wer­den. Die Multi-Funktionärin war nicht nur Ausrichterin des "8th World One Health Congress in Cape Town" 2024, zu deren "Keynote spea­k­ers" mit Maria Van Kerkhove eine wich­ti­ge Sprecherin der Corona-Politik zähl­te. Venter gehör­te in Südafrika zu den füh­ren­den VakzinistInnen:

»Die ent­schei­den­de Rolle von Prof. Venter bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie unter­streicht ein­mal mehr ihren außer­ge­wöhn­li­chen Beitrag zur Wissenschaft. Als wich­ti­ges Mitglied des National Genomic Surveillance Consortium on COVID-19 gehör­te sie zu dem Team, das die besorg­nis­er­re­gen­de Omikron-Variante iden­ti­fi­ziert und maß­geb­lich beschrie­ben hat.«

So heißt es in einem Artikel "Meet Prof Marietjie Venter: A Virology Trailblazer" vom 8.8.23 auf up​.ac​.za.

"Impfwerbung" für das WEF

Das Weltwirtschaftsforum ver­öf­fent­lich­te am 29.11.21 einen von ihr mit­ver­faß­ten Beitrag, in dem es heißt:

»... Die Suche nach Varianten erfor­dert gemein­sa­me Anstrengungen. Südafrika und Großbritannien waren die ersten gro­ßen Länder, die bereits im April 2020 lan­des­wei­te Genomüberwachungsmaßnahmen für SARS-CoV‑2 ein­ge­führt haben.

Die Suche nach Varianten, so span­nend das auch klingt, erfolgt durch die Sequenzierung des gesam­ten Genoms von Proben, die posi­tiv auf das Virus gete­stet wur­den. Dabei wird jede Sequenz mit den Sequenzen ver­gli­chen, die in Südafrika und welt­weit bekannt sind. Wenn wir meh­re­re Unterschiede fest­stel­len, wird sofort Alarm aus­ge­löst und wir unter­su­chen die Sache genau­er, um unse­re Beobachtungen zu bestätigen…

Warum ist die COVID-19-Omikron-Variante besorgniserregend?
Die kur­ze Antwort lau­tet: Wir wis­sen es nicht. Die lan­ge Antwort lau­tet: B.1.1.529 trägt bestimm­te Mutationen, die Anlass zur Sorge geben. Sie wur­den in die­ser Kombination bis­her noch nicht beob­ach­tet, und allein das Spike-Protein weist über 30 Mutationen auf. Das ist wich­tig, da das Spike-Protein den größ­ten Teil der Impfstoffe aus­macht

Glücklicherweise schei­nen alle bis­her über­prüf­ten Diagnosetests in der Lage zu sein, das neue Virus zu identifizieren.

Noch bes­ser ist, dass eini­ge weit ver­brei­te­te kom­mer­zi­el­le Tests ein spe­zi­fi­sches Muster auf­wei­sen: Zwei der drei Zielgenomsequenzen sind posi­tiv, die drit­te jedoch nicht. Es ist, als wür­de die neue Variante in den bestehen­den Tests durch­weg zwei von drei Kriterien erfül­len. Dies könn­te als Marker für B.1.1.529 die­nen, sodass wir schnell den Anteil der posi­ti­ven Fälle auf­grund einer Infektion mit B.1.1.529 pro Tag und pro Gebiet schät­zen kön­nen. Dies ist sehr nütz­lich, um die Ausbreitung des Virus nahe­zu in Echtzeit zu überwachen…

Sind die aktu­el­len Impfstoffe wahr­schein­lich wirk­sam gegen die neue Variante?
Auch das wis­sen wir noch nicht. Zu den bekann­ten Fällen gehö­ren auch Personen, die geimpft waren. Wir wis­sen jedoch, dass die durch die Impfung gewähr­te Immunität mit der Zeit nach­lässt und nicht mehr so gut vor einer Infektion schützt, son­dern eher vor einem schwe­ren Krankheitsverlauf und vor dem Tod. Eine der epi­de­mio­lo­gi­schen Analysen, die bereits begon­nen haben, unter­sucht, wie vie­le geimpf­te Personen sich mit B.1.1.529 infizieren.

Die Möglichkeit, dass B.1.1.529 die Immunantwort umge­hen könn­te, ist beun­ru­hi­gend. Die hoff­nungs­vol­le Erwartung ist, dass die hohen Seroprävalenzraten, also der Anteil der bereits infi­zier­ten Personen, die in meh­re­ren Studien fest­ge­stellt wur­den, zumin­dest für einen bestimm­ten Zeitraum eine gewis­se „natür­li­che Immunität” bieten.

Letztendlich unter­streicht alles, was bis­her über B.1.1.529 bekannt ist, dass eine flä­chen­decken­de Impfung nach wie vor unse­re beste Chance gegen schwe­re COVID-19-Verläufe ist und zusam­men mit nicht-phar­ma­zeu­ti­schen Maßnahmen einen wich­ti­gen Beitrag dazu lei­sten wird, das Gesundheitssystem wäh­rend der kom­men­den Welle zu ent­la­sten.«
wefo​rum​.org (29.11.21)

Gleichgültig, woher das Virus stammt, es wur­de ein welt­wei­te Panikmache betrie­ben, die kei­ner­lei wis­sen­schaft­li­che Grundlage hat­te. Ganz vor­ne mit dabei waren die­je­ni­gen, die jetzt mit Mutmaßungen den eigent­li­chen geo­po­li­ti­schen Gegner markieren.

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

6 Antworten auf „Mauerspecht Drosten“

  1. Behauptungen sind die Mutter der Propaganda. Der Baum der Erkenntnis ist ein Weihnachtsbaum mit glän­zen­den Versprechungen.

  2. "China mau­ert" fetzt!
    Kommt so gut rüber wie Anti-Dingsda-Schut(t/z)wälle (wahl­wei­se auch "Brandmauern" oder lebens­ret­ten­de "Impf"stoffe, Tautologien wie "ver­hee­ren­de Pandemien" oder irre­füh­ren­de Millionenzahlen über mehr­jäh­ri­ge Zeiträume).
    Es fällt wirk­lich schwer, aus den diver­sen Varianten und Mutanten der ein­schlä­gi­gen Propaganden deren Besorgniserregungsgrad zu ermitteln.

    Ich hal­te mich mal an das in mei­nen Sozialkontakten Wahrnehmbare:
    ein beson­ders recht­gläu­bi­ger Verwandter (zumin­dest was die "ver­hee­ren­de Pandemie", oder das Dogma der "siche­ren und wirk­sa­men Impfung" – trotz zwei­er unmit­tel­bar dar­auf fol­gen­den schwe­ren Erkrankungen! – angeht) "erklär­te" mir die­ser Tage, dass es doch klar sei, dass "Corona" aus einem Labor stamme!
    Völlig unbe­kannt war ihm, dass eben die­se "Klarheit" bis in die­ses Jahr hin­ein als "VT" galt.
    Für die Erklärung der Übersterblichkeit erst nach Verfügbarkeit der "Impfungen" ließ er immer­hin (m)eine zu:
    den durch "Maßnahmen" und Angstpropaganda erzeug­ten Stress.

  3. Und ger­ne noch­mal: Die Immunantwort kommt nicht auf­grund irgend­wel­cher DNA//RNA-Sequenzen. Sondern auf­grund spe­zi­fi­scher che­mi­scher Reaktionen wel­che die Histone (*) mit kör­per­ei­ge­nen Enzymen liefern.

    *) Histone sind Eiweißkörper wel­che den Rumpf eines DNA//RNA-Stranges bilden.

    1. Ergänzung zum bes­se­ren Verständnis:

      DNA (Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin) oder RNA (Adenin, Cytosin, Guanin, Uracil)-Sequenzen wie­der­ho­len sich. Auch als Teil-Sequenzen in län­ge­ren Sequenzen. Das liegt nun­mal in der Natur der Sache daß jeder Eiweißkörper aus Aminosäuren besteht und dafür eben nur 20 ver­schie­de­ne Aminosäuren zur Verfügung stehen.

      Und so kann eine Viren-DNA-Sequenz durch­aus als Teilsequenz in der DNA eines Menschen vor­kom­men aber des­we­gen ist die­ser Mensch noch lan­ge nicht mit einem Virus infi­ziert. Das ist wie mit Kohlenwasserstoffen, den Baustein CH₂ fin­den Sie in jeder orga­ni­schen Verbindung. Und so kann man, wenn man nur nach DNA-Sequenzen sucht, in jedem mensch­li­chen Körper auch DNA-Sequenzen von Viren nachweisen.

      Ist Kochsalz etwa gif­tig weil die Einzelelemente Natrium und Chlor gif­tig sind?

    1. @3sat…: Ausgerechnet NANO, neben der "Kulturzeit" die größ­te Desinformations- und Manipulationsschleuder des ÖRR. "Nun zeigt sich, dass der BND bereits im Frühjahr 2020 die Bundesregierung unter­rich­te­te…", so wie er bereits im Frühjahr 2025 unwi­der­leg­bar unter­rich­te­te, daß der Russe vor der Tür steht.

      Siehe auch nano heißt jetzt #ZeroWissen. Niemand stirbt an einer Impfung.

      Sehr ver­al­tet hin­ge­gen zu einem NANO-Interview: Wie war das noch… mit der Herdenimmunität und dem Impfen?

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