Panik an der Wallstreet

Mit einem Zitat des Hedgefonds-Managers Daniel Loeb macht die "FAZ" die­sen Artikel auf. Sie weiß zum Glück von Plänen der Oligarchie, den GAU zu verhindern.

faz​.net (26.6.25)

»New York gilt als Finanzhauptstadt der Welt, und die Börse an der Wall Street ist ein Symbol für den Kapitalismus. Ausgerechnet hier hat nun ein selbst erklär­ter Sozialist beste Chancen, Bürgermeister zu wer­den. Der erst 33 Jahre alte Linkspopulist Zohran Mamdani hat am Dienstag die Vorwahlen der Demokratischen Partei gewonnen…

Der Hedgefonds-Manager Daniel Loeb, der Cuomo unter­stützt hat, schrieb auf der Plattform X, in New York sei ein „Kommunistensommer“ aus­ge­bro­chen. Sein Kollege Bill Ackman, der eben­falls auf Cuomos Seite war, sag­te, er sei am Morgen nach der Wahl „depri­miert“ gewe­sen. Mamdanis Politik wäre „desas­trös“ für New York.

Strategien werden ausgeheckt

Einige Wirtschaftsvertreter suchen nun ver­zwei­felt nach Wegen, um Mamdanis Aufstieg zu brem­sen. Das „Wall Street Journal“ berich­te­te von einer Serie von Telefonaten, in denen Strategien aus­ge­heckt wor­den sei­en. Beispielsweise sei dar­über dis­ku­tiert wor­den, sich nun hin­ter dem gegen­wär­ti­gen Amtsinhaber Eric Adams zu ver­sam­meln, der im November als par­tei­un­ab­hän­gi­ger Kandidat antre­ten will, und gleich­zei­tig Curtis Sliwa, den Kandidaten der Republikaner, zum Rückzug aus dem Rennen zu bewegen.

Um Sliwa dies schmack­haft zu machen, sol­le womög­lich der US-Präsident Donald Trump über­zeugt wer­den, ihm einen Posten in sei­ner Regierung zu geben. Hedgefonds-Manager Ackman [sag­te, …] der „rich­ti­ge Kandidat“ habe die Chance, „unse­re Stadt zu ret­ten und ein Superheld zu werden“.

Gegen Mieterhöhungen, für Gratis-Busfahrten

… Zu sei­nem [Mamdanis, AA] Wahlprogramm gehört, Mieterhöhungen in einem gro­ßen Teil der Wohnungen in New York zu ver­bie­ten und Supermärkte zu eröff­nen, die von der Stadt betrie­ben wer­den. Er will kosten­lo­se Kinderbetreuung anbie­ten und Busfahren gra­tis machen. Finanzieren will er das mit Steuererhöhungen. Unter ande­rem soll das reich­ste Prozent der Menschen in New York eine zusätz­li­che Steuer von zwei Prozent auf ihr Einkommen zah­len. Für die Demokratischen Sozialisten ist Mamdani eine neue Galionsfigur, sie zei­gen ihn pro­mi­nent auf ihrer Internetseite. Diese Organisation hat ihre Wurzeln in den Siebzigerjahren, aber erst in der jün­ge­ren Vergangenheit wur­de sie zu einer brei­te­ren Bewegung…«

8 Antworten auf „Panik an der Wallstreet“

  1. Btw., "Supermärkte zu eröff­nen, die von der Stadt betrie­ben wer­den", das ist den Supermarktkonzernen völ­lig egal wer die Einzelmärkte betreibt. Denn der Konzern legt nicht nur die Preise fest son­dern auch das was aus­ge­stellt wird.

    Auf jeden Fall jedoch, ist eine Demokratie die Bezeichnung nicht wert wenn es kei­ne sozia­li­sti­schen Stimmen gäbe. Also Stimmen im Sinne von Mitbestimmen. Das heißt daß eine Stimme nicht reicht.

  2. Eine guen­sti­ge­re, schnel­le­re und effek­ti­ve­re Alternative zum "gel­den dome"? – Auweija! Der Schock muß ja tief sit­zen. Enthält man uns etwa wich­ti­ge Informationen vor – äh, wich­ti­ger und mehr als sonst viel­eicht, mei­ne ich. Sonst ist NY doch eher selbst­be­wußt und unkom­mu­ni­stisch, oder etwa nicht. Muß man mal zuhoe­ren dem­naechst was da noch so alles kom­men mag, als Nachricht.

  3. Hmm- fra­ge mich gera­de war­um es anschei­nend von "welt­wei­ter" Bedeutung ist, wen die New YorkerInnen zu dem Meister der Bürger küren. 

    Sind da nicht ande­re Themen wichtiger? 

    Z.B. das Zolltheater
    hier dazu ein Beitrag, des­sen Wahrheitsgehalt ich nicht beur­tei­len will:
    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​w​e​l​t​h​a​n​d​e​l​-​t​r​u​m​p​s​-​h​i​s​t​o​r​i​s​c​h​e​-​v​o​r​b​i​l​d​e​r​-​i​m​-​z​o​l​l​s​t​r​e​i​t​-​1​0​0​.​h​tml
    Die Schlußsätze spre­chen wohl für sich. Sinngemäß: Für eines sind Zölle gerecht­fer­tigt, und der freie Handel nicht mehr wich­tig, für die Landesverteidigung näm­lich, meint Julian Hinze.

    oder auch die Machenschaften des Oligarchen Thiel, eben­falls deutschstämmig:

    https://​www​.deutsch​land​funk​.de/​d​i​e​-​p​e​t​e​r​-​t​h​i​e​l​-​s​t​o​r​y​-​1​0​0​.​h​tml

    aber das soll man ja nicht. Nationalitäten zur Be/​Verurteilung einer Person benutzen. 

    Was genau soll eigent­lich bei den bun­des­wei­ten Razzien vor zwei Tagen her­aus­ge­kom­men sein? Ach…die waren gegen Hasskriminalität. Dann ist ja gut. 

    Weiß nicht, ob das zum Beitrag oben passt, und wenn ja wie. VerwIRRtE Zeiten.

    1. New York war oft schon Trend-Setter oder Lab für Experimente, die dann welt­weit aus­ge­rollt wor­den sind, z.B. Zero-Tolance-Policy der 1990er Jahre.

  4. Von Kommunismus bei einer ansatz­wei­se zar­ten "lin­ken" Politik zu spre­chen, ist abstrus. Abgesehen davon mag ein eher "bür­ger­freund­li­cher" Politiker sogar eine Wahl zum Bürgermeister gewin­nen kön­nen, danach ist Schluss. Ohne Sponsoring durch den Großkapitalismus kann gene­rell kei­ne Wahl gewon­nen wer­den in den USA.

    1. Die rege­ne­ra­ti­ven Kapitalisten haben eine der­ar­ti­ge Freud mit ihm und allen ande­ren, die so tun, als ob Kommunismus, eine Lösung wäre. Sie wird das neue Ökonomie-Modell nicht tref­fen, dafür ist längst mit der Erweiterung hin zum NEURO-Liberalismus und mit der Lebensretter-Industrie gesorgt.

      https://​capi​tal​in​sti​tu​te​.org/​r​e​g​e​n​e​r​a​t​i​v​e​-​c​a​p​i​t​a​l​i​sm/

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