
Mit Logik hat die Bild-Chefin es nicht:
»Etwas ist nicht falsch, nur weil Donald Trump es tut. Was ich damit sagen will: Es gab gute Gründe für den massiven Schlag der US-Streitkräfte gegen das gefährliche Atomprogramm des Iran. Den letzten lieferte der iranische Präsident Peseschkian wenige Stunden vor dem militärischen Eingreifen der USA: In einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Macron machte er klar, dass der Iran „unter keinen Umständen“ sein Atomprogramm aufgeben werde. Man könne darüber reden, das Vertrauen in die friedlichen nuklearen Aktivitäten seines Landes zu stärken.
Bedeutet: Freiwillig werden die Mullahs auf die Bombe nie und nimmer verzichten.«
Viele Länder betreiben weiter "friedliche nukleare Aktivitäten". Bauen sie alle an einer Bombe? Welche Rolle spielt die unfriedliche Atombombe in den Händen durchgeknallter israelischer Minister? Und werden die Rufe nicht lauter, wie es so schön heißt, daß auch die BRD an der "nuklearen Teilhabe" beteiligt werden sollte?
»… Der Schlag kann das Atomprogramm des Iran um viele Jahre, vielleicht sogar für ein Jahrzehnt verzögern – das wäre nicht wenig. Doch es macht mir Angst, dass dieser Präsident selten eine klare Linie hält. Trump hat seine Hand am Abzug, und was er nachts befiehlt, kann er am Morgen vielleicht schon vertwittern, es bereuen oder einfach mal das Gegenteil tun. Ein solcher Oberbefehlshaber schafft Unsicherheit, auch bei uns Verbündeten. Und Unsicherheit ist Zündstoff in Nahost.
Europa muss jetzt führen. Wer nur mahnt, wenn die Jets schon abheben, wirkt belanglos. Berlin, Paris und London müssen sich klar darüber werden, wo sie stehen. Das kann nur an der Seite Israels und der USA sein. Nur dann besteht die Chance, militärische Gewalt und Diplomatie miteinander zu verbinden…
Die Mullahs müssen weg, da sind sich alle einig. Aber ich sehe keine Opposition in diesem Terrorstaat, die das Land in eine bessere Zukunft führen könnte. Heißt das, Nichtstun wäre klüger gewesen? Nein. Irans Weg zur Bombe bedroht die Region existenziell.
Die Nacht war laut. Der Morgen verlangt leise Vernunft. Sonst fliegt als Nächstes mehr in die Luft als Stahlzylinder. In dieser Nacht hat Trump eine Chance geschaffen. Sie darf nicht vergeudet werden.«

Die USA bestimmen wer welche Waffen haben darf!? Mit welchem Recht denn!?
Die Atomisierung wird nicht aufzuhalten sein. Man verließ einen Weg der Verhandlungen, welcher anfänglich einen guten Eindruck vermittelte.
Das ist unempirisch. Mir persönlich würde es auch nicht behagen wenn ein religiös-verstörter Kleinstaat aufgrund von "Goldfunden" oder Ähnlichem, sich ein Arsenal an kontinentalen Atomwaffen zulegen würde. Noch weniger bei Privatpersonen. Auf der "Ebene" sind wir ja bereits angekommen, das wird sich eher verstärken als in absehbarer Zeit abzuebben. Somit sticht die Bild in die propagandistisch offenste Wunde. Klarer Fall – Realitätsbezug Hin wie Her.
Wenn ich die Nachrichten verfolge und laienhaft zu interpretieren versuche, verstehe ich nicht warum das angebliche "Programm" für zehn Jahre zurück geworfen sein soll. Wie auch immer! Ich verstehe es ganz einfach nicht – ganz simpel. Da steckt nichts weiter dahinter.
Israel
(Text: Peter Heinrichs)
Ein interessantes Detail, das angesichts der Angriffe auf den Iran kaum Beachtung findet: Die ersten Raketen, die auf das Territorium des Landes abgefeuert wurden, fielen fast zeitgleich mit der Eröffnung einer neuen Eisenbahnstrecke von China in den Iran.
Der erste Zug aus Xi'an erreichte am 25. Mai 2025 das iranische Logistikzentrum Aprin. Diese Route wurde 2021 vereinbart und gebaut, unmittelbar nachdem der Iran und China im Rahmen der Belt and Road Initiative ein strategisches Abkommen im Wert von rund 400 Milliarden US-Dollar unterzeichnet hatten.
Der Kern des Projekts ist einfach: Industriegüter aus China gelangen nun direkt auf dem Landweg in den Iran und umgehen dabei alle US-Einflusszonen, Militärstützpunkte und Sanktionskontrollen.
Der Iran erhält nicht nur Lieferungen, sondern wird zu einem wichtigen Transitknotenpunkt für die Verbindung von:
– im Süden – der Nord-Süd-Korridor durch Russland, das Kaspische Meer und Indien;
– im Westen – Landzugang zum Irak, zu Syrien, zur Türkei und zum Mittelmeer;
– im Osten – direkter Zugang zu chinesischen Lieferketten.
Darüber hinaus untergräbt der Landweg das Monopol des Seeverkehrs, insbesondere da die Straße von Hormus und der Suezkanal von amerikanischen oder proamerikanischen Strukturen kontrolliert werden. Der Iran hat sich allmählich aus seiner logistischen Isolation befreit und ist zu einem Bindeglied zwischen China, Russland, Indien und dem Nahen Osten geworden.
All dies stellt eine geoökonomische Bedrohung dar, die die USA und ihre Verbündeten sehr wohl verstehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gleichzeitig mit dem Beginn der tatsächlichen Integration Irans in die transasiatische Logistik auch der Versuch beginnt, diese systematisch zu zerstören.
Es geht nicht nur um das Atomprogramm. Es geht darum, zu verhindern, dass der Iran zu einem logistischen Zentrum der neuen eurasischen Architektur wird und ausreichend an Stärke gewinnt."
Letztlich geht es dabei also gar nicht primär um den Iran, sondern darum, China zu schwächen!
Gefunden als Kommentar bei Bastian Barucker
"Mit Sozialleistungen und mit Bildung lässt sich dieses Land nicht verteidigen", sagt der Kriegsminister
Vielleicht. Aber ohne Sozialleistungen und Bildung gibt es kein Land mehr zum Verteidigen.
Anscheinend ist das der Plan. Deutschland: Eine Armee. Die Schule ist der Schießstand, Sozialleistung ist Kriegsgräberfürsorge – wenn es noch was zu begraben gibt.
Hauptsache Drecksarbeit.
Bundeswehr will Wehrdienst, und bestellt schon mal ein paar Tausend Leichensäcke:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/bundeswehr-wofuer-wurden-8400-leichensaecke-beschafft-48870157
Vermutlich die erste Tranche. Corona-Masken sind out. Leichensäcke sind die neue Goldgrube.
"Die Mullahs müssen weg, da sind sich alle einig."
Ebenso könnten "die Mullahs" fordern, dass die westlichen Regime verschwinden müssen. Mit Mullahs sind die Staatsorganisationen gemeint, die nicht in der großkapitalistischen Gesellschaftsform, sondern eben in einer religiösen Gesellschaftsform begründet sind. Kann man ebenso kritisieren, ein Recht zum Angriffskrieg verleiht dies nicht. Einig sind sich die, die von Krieg profitieren und von unterworfenen, kolonialisierten geographischen Regionen. Das Wohlergehen von Menschen ist dem Kapitalismus fremd, soweit dies keinen Profit abwirft.
"Es gab gute Gründe für den massiven Schlag der US-Streitkräfte gegen das gefährliche Atomprogramm des Iran."
Gäbe es gute Gründe gegen die gefährlichen Atomprogramme des sogenannten Westens vorzugehen? Es ist immer eine Frage der Perspektive. Selbstverständlich ist die Frage rein rhetorischer Natur, da jegliche Gewalt abzulehnen ist. Aber die Frage der Perspektive und der Akzeptanz der Sichtweise des Gegenübers ist die Basis von Übereinkünften und Verträgen. Existiert diese nicht, sind es reine Diktate. Auf exakt dieser Schiene spielt sich die regelbasierte Ordnung ab, die einseitig Regelungen festlegt. Nach "Gutsherrenart".
"Das kann nur an der Seite Israels und der USA sein."
Mit anderen Worten: Der Westen ist der eine Block. Russland und China sind die beiden anderen Blöcke. Und der Rest der Welt und der Menschheit ist in der Mitte und wird bestraft, wenn er sich nicht dem Westen unterwirft.
"Nein. Irans Weg zur Bombe bedroht die Region existenziell."
Unabhängig davon, ob Iran ein Atomwaffenprogramm hat oder nicht, lenkt dies von der eigentlichen Problematik ab: Nein, Israels Bomben (und die der USA) bedrohen die Region existenziell und seine Expansionskriege mit einem guten Teil an Eigenschaften, die Vernichtungsfeldzügen zugeschrieben werden, verändert die Region ganz bewusst. Friedliche Koexistenz sind weder das Anliegen Israels noch das Anliegen der USA. Unterwerfung ist es. Alles unterhalb dieses Niveaus ist für die USA und Israel inakzeptabel. Und daher wird die gnadenlose Durchsetzung mit kriegerischen Mitteln nicht enden, da auch unterworfene Regionen aufbegehren.
Das mangelnde Interesse, ja geradezu die konsequente Ablehnung von friedlicher Koexistenz, findet seinen Ausdruck in der Organisation der UN und ihrer Unterorganisationen und Organe durch gerade diese beiden Staaten. Solange einige "Staaten" gleicher sind als andere, solange sich Staaten die Rosinen herauspicken können, ohne dass diese Konsequenzen bei der Missachtung von Verträgen und Resolutionen befürchten müssen, ist diese UN kaum lebensfähig als eine Organisation, die dem Frieden dienen soll. Sofern sie je dafür gedacht war.
O'Mikron, das iranische Atomprogramm ist in Wirklichkeit ein amerikanisches Atomprogramm. Ein Ajatolla Khomeni durfte 1979 nur in den Iran zurückkehren, als sich die USA sicher waren, daß der Iran unter Ajatolla Khomeni das macht was den Interessen der Herren v.d. Wallstreet entspricht.
Mitnichten also wurde der Iran 1979 seiner Selbstbestimmung überlassen. Dieses Design Pattern finden Sie auf der ganzen Welt: Jemen, Afghanistan, Pakistan, Bengalen, Ukraine, Libyen, Palästina, .… überall dasselbe dreckige Spiel.
@Erfordia…: Oh, Mann…
Nun verkündet Trump, dass er offen sei für einen Regierungssturz, um aus dem Iran wieder in ein großes iranisches Imperium zu machen. "Make Iran Great Again" – MIGA schreit der, während sein Regime im Hintergrund schon den nächsten Schah für den Iran präpariert.
Das ist nur noch irre. Ein Regierungssturz ("regime change") stürzt ein Land ins Chaos und die Folge davon ist eine Spaltung des Landes. Das läuft immer so und genau so ist es vorgesehen. Die wollen den Iran zerschlagen, ebenso wie Russland und andere Länder, um die verbleibenden Kleinstaaten mit weniger Aufwand zu beherrschen.
Mit der EU ist es den Irren hinter den regime changes gelungen, schlecht regierte Länder unter die Kontrolle einer Mafia zu bringen. So geht es natürlich auch, aber nicht auf Dauer.
Die Müllpresse erwähnt mit keinem Wort jene Leute, die unbenannt im Hintergrund all die Gewalt in der Welt sähen.
DIESMAL ABER WÜRGLICH!
"Dr. Lockdown Viehler @LViehler Jun 23
Wir können davon ausgehen, dass es von den USA diesmal sicherlich einen Plan gibt, wie es nach einem Regimewechsel im Iran weitergehen wird. Man kann ja nicht die Fehler von
- Afghanistan
– Libyen
– Syrien
– Vietnam
– Irak
– Iran
– Chile
– Guatemala
– Kuba
– Dominikanische Republik
– Panama
– Haiti
– Grenada
– Nicaragua
– Jugoslawien
– Ukraine
– Bolivien
– Argentinien
– Brasilien
– Kongo
– Indonesien
– Ghana
– Kambodscha
– Laos
– Ecuador
– El Salvador
– Honduras
– Venezuela
– Ägypten
– Somalia
– Sudan
– Tunesien
wiederholen.
Jun 23, 2025 · 6:11 AM UTC"
"
https://nitter.net/LViehler
Oh danke für die Liste. Ja, die Liste ist lang. Und hinten offen.