
Soll man sich wundern, daß auch dieser Krieg der USA mit Lügen begründet wird? Nach all den Erfahrungen mit konstruierten Vorwänden in den Kriegen gegen Vietnam, den Irak, Jugoslawien, den unzähligen Putschen und regime changes nicht nur im südamerikanischen "Hinterhof", eher nicht. Aber Hinhören lohnt sich, wenn Minister Hegseth* und sein Stabschef die ruhmreiche Machtdemonstration des "brillanten" Führers preisen:
- Die Aktion wurde unter anderem vom European Command der US-Armee durchgeführt.
- Sie war seit "Monaten und Wochen" strategisch geplant, Trumps Verhandlungsbereitschaft eine bewußte "Irreführung", quasi eine Kriegslist.
- Allen Ernstes wird von Selbstverteidigung gesprochen.
Wir können also mit empörtem Geschrei rechnen, wenn auf diesen Terrorangriff Terroranschläge auf militärische Einrichtungen der USA in Europa und Deutschland folgen. Denn bekanntlich ist Terror nicht gleich Terror. Staatsterror von NATO-Staaten ist stets wohlwollend zu bewerten; sind die Täter im arabischen Raum zu verorten, werden sie gnadenlos gejagt, gestellt und bestraft. Immer wieder gerne erinnere ich daran, daß bis zu seinem Sieg über das Apartheidsystem der südafrikanische ANC auf Terrorlisten geführt wurde, während die Rassisten politisch, wirtschaftlich und militärisch bis zum Schluß vom "freien Westen" unterstützt wurden. Der wichtigste Bündsnispartner Pretorias war damals übrigens Israel.
Das iranische Atomprogramm war, nochmal ein Übrigens, von Schah Reza Pahlavi in den 60er- und 70er-Jahren eingeleitet worden. Er erfuhr dabei die tatkräftige Hilfe der USA. 1975 unterzeichnete US-Außenminister Kissinger ein Abkommen mit dem Iran, das u.a. den Verkauf von Nukleartechnik im Wert von über sechs Milliarden US-Dollar beinhaltete. Die Bundesregierung unter Helmut Schmidt unterstützte westdeutsche Unternehmen dabei, Atomreaktoren an den Iran zu verkaufen. Einen Einstieg in das Thema findet man, mit Quellenangaben, auf Wikipedia.
Die Legende von der Selbstverteidigung dient dazu, die NATO und damit auch die Bundesrepublik in einen großen Krieg zu involvieren, was in der Ukraine bislang noch nicht richtig gelang. Ein "Editor-at-Large" breitet im "Tagesspiegel" seine Phantasien aus:

Ihm ist schon klar, daß die Begründung nur vorgeschoben ist. Aber egal:
»... Ob vier Tage, drei Wochen oder Jahre vor der nuklearen Bombe – wer weiß schon genau, was stimmt. Die Mullahs haben ihren Zeitplan nicht der Öffentlichkeit vorgelegt.
Wenn es darum das Ziel der USA war, die iranischen Kapazitäten zur Urananreicherung rechtzeitig zu zerstören, die nukleare Bedrohung zu beenden, dann hatte der Angriff seine eigene Zeit. Die Russen können nicht eingreifen, ihr Militär ist in einem anderen Krieg gebunden; die Chinesen werden es auch nicht tun, sie denken eher an Taiwan. So ist der weltweit größte staatliche Unterstützer des Terrors mindestens Jahre im Aufbau zerstörerischer Fähigkeiten zurückgeworfen.
Keine Endlösung auf Iranisch – das ist ein Dienst am Staat Israel, aber überhaupt an der internationalen Gemeinschaft…
Kommt die Bereitschaft zum Frieden, ist sie glaubwürdig, dann ist allen geholfen. Israel, den USA, weil sie sich nicht weiter einlassen müssen, dem Iran, weil er die ganz große Tragödie verhindert.
Nicht, dass die vergangenen Tage keine seien, aber wenn die USA herausgefordert werden, dann gnade den Mullahs Gott…
Das ist zugleich eine Warnung an alle, die sie sonst noch herausfordern wollen. Nicht martialisch, sondern realistisch.«
Videoquelle: phoenix.de (22.6.25)
* Mein ursprüngliches Wortspiel mit dem Namen ist gründlich schiefgegangen. Danke für den Hinweis!

> Das iranische Atomprogramm war, nochmal ein Übrigens, von Schah Reza Pahlavi in den 60er- und 70er-Jahren eingeleitet worden. Er erfuhr dabei die tatkräftige Hilfe der USA.
Der Begriff "tatkräftige Hilfe" ist irreführend! In Fakt haben die USA im Iran ganz einfach nur Atomwaffen stationiert. Ein "iranisches Atomprogramm" hat es nie gegeben.
@Erfurter…: Es mag ja ins simple Feindbild passen, richtig wird es dadurch trotzdem nicht. Wann haben "in Fakt" die USA Atomwaffen im Iran stationiert? Wollen Sie ernsthaft bestreiten, daß es im Iran AKWs gibt? Noch ein Übrigens: Bis vor wenigen Tagen hatte sich der Iran an den Atomwaffensperrvertrag gebunden, den er 1968 unterzeichnet hatte, also noch zu Schah-Zeiten – anders als Israel, das bis heute nicht daran denkt.
@aa, Sie glauben doch nicht im Ernst, daß die USA den Iran bei irgendwelchen iranisch-nationalen Entwicklungen unterstützt haben. Noch dazu Entwicklungen die dazu geeignet sind, dem Iran zu einem souveränen Staat zu verhelfen.
@Erfordia…: Nö. Aber bestätigt das Ihre Behauptungen?
@aa, schon Chruschtschov wusste wie Propaganda funktioniert: Es genügt de Behauptung. Sicher kann man nicht jede Behauptung prüfen, dennoch ergibt sich aufgrund jeder Situation ein schlüssiges Bild.
So genügte allein Chruschtschows Behauptung, er wolle auf Kuba Atomrakteten stationieren, ob er das tatsächlich tat, spielt in der Politik überhaupt gar keine Rolle. Die Kuba-Krise war allein die Folge einer Behauptung!
Deutschland 1945, die Unterschriften unter die in Potsdam gefassten Beschlüsse waren noch nicht trocken als die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fielen. Die SMAD bat den deutschen Physiker Manfred v. Ardenne, für die UdSSR eine Atombombe zu entwickeln. Ardennes Antwort lautete:
Ich entwickle für Euch eine Technologie zur Uran-Anreicherung. Die Bombe könnt ihr damit selber bauen." (Q: Autobiografie Manfred v. Ardenne)
Verstehen Sie nun, @aa, was man unter einem Atomprogramm zu verstehen hat? Richtig: Es geht nur um die Technologie der Anreicherung!
Und egal ob mit Resa Pachlevi oder mit Ajatollah Komeni, die USA haben dafür gesorgt, daß der Iran niemals in der Lage sein wird, ein eigenes Atomprogramm auf die Beine zu stellen. Daß es eine diesbezügliche Hilfe seitens der USA gegeben haben soll ist eine Behauptung die sich aufgrund der Gesamtsituation von selbst als Lüge entpuppt.
Die Antwort auf die Fage, was die USA im Iran stationiert haben, dürfte klar sein.
@Erfurter…: Ich gebe auf.
@aa,
die Auflösung kommt manchmal spät aber sie kommt immer:
Am 28. Juni 2025 sorgten die Spannungen zwischen den USA und Iran für neue Aufmerksamkeit. Im Zentrum steht ein angebliches Angebot der Trump-Administration, Iran ein 30-Milliarden-Dollar-Programm zur Entwicklung einer zivilen Nuklearindustrie zu unterbreiten.
Also vom Inhalt her derselbe Mist der vor 50 Jahren schon verbreitet wurde: Das Märchen von der Entwicklungshilfe der USA für ein iranisches Atomprogramm. Nur hat es in der Geschichte nie ein Beispiel dafür gegeben, daß ein Märchen irgendwann einmal wahr wird wenn man es nur oft genug erzählt. Wohingegen es unzählige Beispiele dafür gibt, daß Lügen kurze Beine haben.
mfg
Die USA führen gemeinsam mit dem Zionistenstaat einen Angriffskrieg mit fadenscheinigen und abstrusen Behauptungen. Die Mordindustrie verdient sich wieder eine goldene Nase, der Möchtegern Leader aus Deutschland versucht mitzuspielen und die sogenannten Mainstream-Medien plärren Regimepropaganda. War da noch etwas? Ja, natürlich: Das sogenannte Parlament entsinnt sich der eigentlichen Aufgabe, die eigenen Versorgungsansprüche und Karrierechancen zu wahren und hält die Klappe. Und Staatsanwaltschaft und Justiz sind irgendwie nicht gut drauf, wie immer in diesen Fällen. Insofern: Im Westen nichts Neues. Allein die Einsätze steigen stündlich. Wer Gefallen an dieser regelbasierten Ordnung findet: Ok. Auf ein paar Hunderttausend Tote kommt es dann auch nicht mehr an. Man erinnere sich an die Menschenfreund(in) Madeleine Albright, Consulting-Partnerin des Joschka Fischer.
O'Mikron, die Herren v.d. Wallstreet zittern bei dem Gedanken, daß das iranische Volk daran gehen würde, im Iran eine iranisch demokratische Volksrepublik zu errichten. Deswegen die Bomben.
PS O'Mikron, Krieg ist nur die Folge übler Börsengeschäfte. Das zeigte schon der sog. Sezessionskrieg 1861 bis 1865. Und 9/11 sowieso und auch hinter jedem Start eines Bombers stecken üble Wetten und Geschäfte.
Was meinen Sie was an der Börse los war als Wieler sein Impf-Hetz-Reden im DLF verbreitete. HFT!
[zizat] Immer wieder gerne erinnere ich daran, daß bis zu seinem Sieg über das Apartheidsystem der südafrikanische ANC auf Terrorlisten geführt wurde, während die Rassisten politisch, wirtschaftlich und militärisch bis zum Schluß vom "freien Westen" unterstützt wurden. Der wichtigste Bündsnispartner Pretorias war damals übrigens Israel.[zitat Ende]
Mich wundert nicht, dass sich die Palästinenser, wenn derart mit ihnen so: https://orf.at/stories/3397812/ umgegangen wird an jeden Strohalm (Hamas) klammern…
Ebenfalls nachdenkenswert: https://orf.at/stories/3397740/
Viele Grüße
Walter aka Der Ösi